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Recycler

Recycler

22. März 1990
4.1 von 5 Sternen 12 Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
ZZ Top hatten auf ihren frühen Alben jede Menge tolle Gitarrenriffs, in den Achtzigern gewannen dann die Hooks und Melodien mehr an Bedeutung. Auf "Recycler" scheint beim ersten Hören weder das eine noch das andere vorhanden zu sein. Die einzige Ausnahme ist "Doubleback", das in bester "Afterburner"-Manier daherkommt und sofort mitsingbar ist. Ebenfalls auffällig ist, dass die Gitarre eindeutig im Vordergrund steht - die Synthesizer sind nur noch Untermalung, die Rhythmen sind straighter bzw. grooven mehr, die Drums echter, die Produktion druckvoller und das Ganze klingt deutlich bluesiger (und damit härter) als die vorigen Alben - am deutlichsten (und besten) in "My Head's in Mississippi" (das eine geniale Synthese der frühen Songs á la "Tush" und des 80er-Sounds darstellt!), aber auch z.B. am Anfang von "Penthouse Eyes". ZZ Top haben sicherlich gespürt, dass Wandel in der Luft lag - im selben Jahr erschien Gary Moores "Still Got the Blues", das mit "Texas Strut" einen Song enthielt, der sich eindeutig auf Billy Gibbons bezieht und nach "La Grange" klingt. Die Achtziger waren in den Neunzigern out, es war wieder handgemachte Musik angesagt. Andererseits wollten die drei wohl nicht ihre neueren Fans vergraulen, sodass "Recycler" immer noch stark nach "Eliminator" klingt. Dass das nur zum Teil funktioniert, liegt daran, dass ZZ Top teilweise schon recht abgeschlafft wirken. Zumindest auf der ersten Seite werden die Stücke nach dem ordentlichen Opener "Concrete and Steel" immer lethargischer, bis "Mississippi" die Reset-Taste drückt. Danach wird es deutlich besser und energetischer ("Give it Up", "Burger Man").Lesen Sie weiter... ›
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Format: Audio CD
1990 erschien das 10.Studioalbum der texanischen Blues und Hardrocker. Nach dem kommerziellen Erfolg des Vorgängers, wo erstmals auch Synthesizer Klänge im Spiel waren, das damals viele eingefleischte ZZ Top Fans verärgerte, geht dieses Album wieder eher zurück zu ihren typischen Wurzeln. Trotzdem konnten sie das hohe Chart Niveau des unglaublich experimentellen Vorgängeralbum Afterburner locker halten. In der Schweiz ging es sogar an die Spitze. In Deutschland war es ein toller 4.Platz, in Amerika war es Platz 6, in den UK Charts Platz 8 und in Österreich immerhin noch Platz 15. 4 Singles wurden ausgekoppelt, die aber im Gegensatz zum Album keine nennenswerten Ergebnisse in den Charts einfuhren. Concrete And Steel, ein sehr fetziger, erdiger schneller Song. Schon sehr typisch für ZZ Top. Doubleback der Song aus dem Soundtrack Back to the Future 3 hatte mit Platz 13 in der Schweiz ein achtbares Ergebnis. Sehr kommerziell, aber richtig lässig die 3.Auskoppelung: Give it Up. Die 4. Auskoppelung My Head"s In Mississippi ist harter purer Texas Rock. Etwas weniger Synthesizer, mehr wummernder dumpfer Bass, dazu die leicht krächzende Stimme Billy Gibbons machen dieses Album zu einem Genuss ehrlicher Musik.
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Format: Audio CD
Nach den Großen Erfolgen in den Achtzigern mit Alben wie "Eliminator" und "Afterburner" kam 1990 sozusagen das Recycling. Allerdings klingt "Recycler" wieder härter und bluesiger als die beiden doch stark kommerziellen Party-Alben zuvor. Das zeigt nicht zuletzt die Single "My head's in Mississippi", ein knarriger, harter Blues-Rock Song. Sicherlich war den 3 Texanern klar, dass sie mit dem Album und auch den Singles nicht wirklich kommerziellen Erfolg haben, die Qualität allerdings wieder zurückkommen würde. Nach 5 Jahren ohne Album und mit einer langen Verschnaufpause, in der nur die Single "Doubleback" (1989), der Soundtrack zum Film "Back to the Future 3" in dem sie auch eine kleine Rolle hatten, erschien, kamen sie 1990 mit 9 neuen Tracks plus "Doubleback" zurück. Gleich der Opener "Concrete and Steel" macht lust auf mehr. "Lovething" ist ein grooviger, bluesiger Song, der sehr cool rüberkommt. "Penthouse Eyes" ist der erste Höhepunkt der CD.
Der etwas ruhigere Titel "Tell it" geht sofort ins Ohr und hört sich irgendwie "cremig" an. Fast so wie der "2000 Blues", sehr smooth, sehr groovig, sehr cremig. Das harte "My head's in Mississippi" passt genau ins Bild dieser CD: Texas-Blues mit Internationalem Flair. Die dritte Single "Give it up" ist wieder sehr Kommerziell angehaucht, hätte auch in die 80er-Phase gepasst, allerdings eine Spur härter als z.B. "Sleeping Bag". Auch die Vierte Single "Burger Man" ist ungewöhnlich. Ein witziges Video, ein irgendwie witziger, aber ziemlich harter Song.
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Format: Audio CD
Als "nebenbei ZZTop-Hörer" legte ich mir Mitte der 90er "Recycler" zu. Und bereits nach dem ersten Hördurchgang war mir klar - das ist definitiv das beste ZZ Top-Album, heran reichen nur "Degüello" und "Rhythmeen"...

Die Songs haben durchgehend Power und Kraft, der Sound klingt einfach nur satt! Bereits beim Opener "Concrete and Steel" machen die drei das dem Hörer klar! Einen schwachen Song auf "Recycler" kann ich auch jetzt im Jahr 2006 immer noch nicht ausmachen.

Recycler schlägt meiner Meinung die perfekte Brücke von den bluesigen cool-klingenden Anfängen der Band über die elektrolastigen Werke aus den 80ern zum knarrigen groovigen Rocksound der 90er! Der Nachfolger "Antenna" versuchte an "Recycler" anzuknüpfen, schafft es aber von der Dynamik der Songs und den Kompositionen an sich nicht. Erst "Rhythmeen" schlägt wieder voll durch!

Außerdem ist "My heads in Mississippi" wohl mit der beste ZZTop-Song.

Für mich eins der besten Rock-Alben überhaupt und zweifelsohne unterschätzt - dafür definitiv 5 Sterne
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