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Reclams Liedführer Gebundene Ausgabe – November 2008


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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Hans Werner Henze

Am Werk Hans Werner Henzes (* 1926) lässt sich gut die ab Jahrhundertmitte allenthalben verstärkt einsetzende Tendenz zur Aufweichung des Genres Lied beobachten. Neben den wenigen Liedkompositionen mit traditioneller Klavierbegleitung gibt es eine Fülle von Stücken für Sologesang und kleinere oder größere Klangkörper aus seiner Feder, die - je nach Inhalt und Kompositionsanlass - zuweilen auch szenische und elektroakustische Elemente einschließen. Zwar vermittelt Henze von sich selbst das Bild eines Traditionalisten, wenn er sagt: "Ich will nicht verzichten auf das, was uns die Jahrhunderte zuspielen", doch revolutioniert sein Vokalschaffen die Tonsprache als solche und den gesamten Kontext des Liedvortrags. Dafür waren nicht zuletzt auch politische Motive maßgebend. So hat Henze - aufgewachsen in der Enge eines vom Nationalsozialismus begeisterten Elternhauses und auf der Grundlage eigener und als erniedrigend empfundener Erfahrungen mit dem Militär und der SS - früh begonnen, sich mit seiner Musik für Pazifismus und soziale Gerechtigkeit zu engagieren. Insofern ist Henze typischer Repräsentant einer zum Neuanfang entschlossenen Nachkriegsgeneration.
Henze, der als 18-Jähriger einige Lieder für Tenor und Orgel nach Texten von Trakl (verschollen) komponiert hatte, ließ mit 'Whispers from heavenly death' für hohe Singstimme und Klavier (1948; Walt Whitman) ein Werk folgen, welches inhaltlich und stilistisch die Ideologie der Neuorientierung repräsentiert. Den Komponisten drängte es nach allen Kriegsgräueln, das Thema zu verarbeiten und den Tod auf eine spirituelle Ebene zu heben, und so thematisiert dieser (1950 für kleines Instrumentalensemble bearbeitete) 5-sätzige Zyklus das Todeserleben. Als Text benutzte Henze ein in seine fünf Einzelstrophen zerlegtes Gedicht des amerikanischen Dichters, der mit seiner exquisiten Wortgestaltung in immer wieder neuen Bildern die Lebenswirklichkeit auf eine metaphysische Ebene zu rücken verstand. Beschrieben wird der geheimnisvolle Weg eines Sterbenden, dessen Seele sich vom Körper zu lösen beginnt (1) und zunächst orientierungslos - 'No map here, nor guide' [Keine Karte dort, kein Führer] - im Zwischenreich herumirrt (2). Mit unbekanntem Ziel (3) bricht sie, "wenn die Bande sich lösen" und der Mensch die Fesseln der Schwerkraft und des Lebenssinns abzustreifen bereit ist, zu neuen Ufern auf (4), um letztlich in das Geheimnis eines als himmlisch empfundenen Todes einzutauchen (5). Dass Henze als Teilnehmer der ersten Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Schloss Kranichstein bei Darmstadt (seit 1946) für sein Werk die von den Nazis angefeindete Zwölftontechnik als Kompositionsgrundlage wählte, versteht sich fast von selbst.
Italienisches Terrain betritt Henze dann in 'Cinque canzoni napoletane' für Bariton und Kammerorchester (1957; anonyme Texte des 17. Jh.). Henzes Musik zu den in neapolitanischem Dialekt verfassten Liebesgedichten ist reich an Italianismen: volkstümlich-kantable Melodiewendungen werden in Form von Quartenbässen mit nachschlagender Harmonie begleitet. Der Zyklus schließt mit der schwermütigen, von einer Kantilene des Horns eingeleiteten Liebesklage von ergreifendem Ausdruck 'Arbero piccerillo, te chiantaie' (5). Ein Orchesternachspiel lässt die traurige Stimmung in feierlichen, von der Trompete herb kolorierten Akkorden ausschwingen. - Zu den jungen deutschen Komponisten, die auf den mit dem Jahr 1946 nach unfreiwilliger Unterbrechung wieder beginnenden Donaueschinger Musiktagen ihre Plattform fanden, gehörte auch Henze mit seinen fünf 'Nachtstücken und Arien' für Sopran und Orchester (1957). Die Komposition verdient Erwähnung nicht zuletzt auf Grund der Liedtexte, die als Dokument einer langjährigen, von Freundschaft geprägten Zusammenarbeit mit der Dichterin Ingeborg Bachmann zu gelten haben. - In der 'Kammermusik 1958' über die Hölderlin zugeschriebene Hymne "In lieblicher Bläue" für Tenor und kleines Ensemble spiegelt sich Henzes Vorliebe für die mediterrane Helligkeit. Der Komponist verarbeitete darin die Eindrücke einer Griechenlandreise des Jahres 1958. - Eine Ode an die Schönheit ist 'Being beauteous' für Koloratursopran, Harfe und vier Violoncelli (1963; Rimbaud).
Eine Wende im Schaffen des Komponisten zeichnet sich mit dem vierzigsten Lebensjahr ab: Henze suchte jetzt das politische Engagement und stellte sein künstlerisches Tun in den Dienst der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung und des Kommunismus. 1968 vertonte er in 'Versuch über Schweine' für Sprechgesang und Orchester ein Gedicht des im Berliner Untergrund aktiven Chilenen Gastón Salvatore. Das ein Jahr später entstandene "Rezital" für Gesang, Flöte, Gitarre und Percussion mit dem Titel 'El Cimarrón' hat die Biografie des geflohenen Sklaven Estéban Montejo zum Inhalt, wie sie von Miguel Barnet erzählt und von Hans Magnus Enzensberger für den Komponisten aufbereitet wurde. Revolutionär ist dieses Werk auch im übertragenen Sinn indem die Interpreten vom Komponisten für improvisatorische Passagen freigestellt und damit als Mit-Autoren des klanglichen Geschehens aufgewertet werden. - Einen Höhepunkt der politischen Arbeit auf dem Sektor der liedhaften Kompositionen bildet dann das von Henze als "Sammlung von Liedern" bezeichnete abendfüllende Werk 'Voices/Stimmen' für zwei Singstimmen und Instrumentalgruppen (1973). Es enthält 20 Sologesänge und zwei Duette nach deutschen, englischen, italienischen und spanischen Gedichten u. a. von Heine, Brecht, Fried und Enzensberger, aber auch von Ho Chi Minh, und ist Ausdruck einer Sympathie des Komponisten für den Kampf der Völker bzw. Minderheiten gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wie ein Motto heißt es 'Los poetas cubanos ya no sueñan' [Die kubanischen Dichter schlafen nicht mehr] bei Heberto Padilla (1), während Victor Hernandez Cruz in The Electric Cop an die Folter im Polizeigewahrsam erinnert (4) und Dudley Randall von Roses and Revolutions singt (19). Lieder nach Gedichten von Brecht wie 'Keiner oder alle' (3), 'Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration' (11) und 'Gedanken eines Revuemädchens während des Entkleidungsaktes' (12) ziehen sich wie ein roter Faden durch die Textcollage. Das mit Spezialinstrumenten wie Okarina, Mundharmonika, Hammondorgel, Glasharfe und Maultrommel, aber auch mit traditionellen Streich-, Blas- und Schlaginstrumenten reich besetzte Begleitorchester liefert ein je nach Stimmung, Stil und Nationalität des Gedichtes wechselndes Kolorit. - Ein später Nachklang dazu sind das 'Chanson für Chile' für Tenor und Gitarre (1974; Dieter Süverkrüp) und der Zyklus 'Hommage à Kurt Weill' für Singstimme und Ensemble (1975; Martin Walser, Ralph Thenier). Gedichte von Lorca inspirierten den Komponisten zu dem als "Imaginäres Theater" bezeichneten und von kleinem Ensemble begleiteten Zyklus 'El Rey de Harlem' (1979).
In späteren Jahren sollte Henze - teils aus der Einsicht heraus, dass man mit Kunst keine Revolution machen kann, teils auch von der veränderten politischen Wirklichkeit in seinen Visionen eingeholt - diese Haltung revidieren und zu einer gegenüber der politisch engagierten "musica impura" zu einer "musica pura", einer reinen Musik zurückfinden. Auf dem Liedsektor spiegelt sich dies in den klanglich zur traditionellen Klavierbegleitung zurückkehrenden 'Three Auden Songs' für Tenor und Klavier (1983; Wystan Hugh Auden), aber auch den 'Drei Liedern über den Schnee' für Sopran, Bariton und acht Instrumente (1989; Hans-Ulrich Treichel). Unter zitathafter Einbindung zweier fremder Texte von Goethe und Hafis (Übers.: Rückert) hat Henze in den 'Sechs Gesängen aus dem Arabischen' (1997/98) ein umfangreiches Versepos geschaffen und vertont. Dem Zyklus von gut halbstündiger Aufführungsdauer liegt eine dramaturgische Konzeption zugrunde, die den Weg und die Wandlung aus anfänglicher Angst und Unsicherheit ('Selím und der Wind'; 1) heraus in einen Zustand der...


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