Die Discounter - Staffel 4

Rechte Euro-Rebellion: Alternative für Deutschland und Zivile Koalition e.V. (Reihe Antifaschistische Politik (RAP))

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Buchdetails

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Überblick über das Buch

Die Alternative für Deutschland ist im April 2013 als Anti-Euro-Partei gegründet worden, die sich konservativer und marktliberaler positioniert als CDU und FDP. Inhaltlich steht sie dem Netzwerk um den Verein Zivile Koalition e.V. des Ehepaares Beatrix und Sven von Storch nahe. In diesem Band werden Geschichte und Hintergründe der Alternative für Deutschland und der Zivilen Koalition e.V. beleuchtet. Aus dem Scheitern der rechtspopulistischen DM-Partei Bund Freier Bürger und der unternehmernahen Lobbyorganisation Bürgerkonvent e.V. sind rechtskonservativ-libertäre Fortsetzungsprojekte mit neuen Strategien entstanden. Das Besetzen von linken Begriffen wie Direkte Demokratie und Alternative Bewegung ist dabei nicht nur als rechte Diskurspiraterie zu interpretieren, sondern als neue politisch-praktische Strategie. There is no Alternative gilt für die deutsche Tea-Party-Bewegung nicht.

Informationen zum Autor

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Andreas Kemper (Soziologe) gründete 2003 die erste Selbstvertretung von studierenden Arbeiterkindern und arbeitet zum Themenbereich Diskriminierung und Bildungsbenachgteiligung, insbesondere zum Thema Klassendiskriminierung bzw. Klassismus. Homepage: http://andreaskemper.wordpress.com

Bücher von Andreas Kemper:

2009: Klassismus. Eine Einführung (zus. m. Heike Weinbach)

2011: (R)echte Kerle. Zur Kumpanei der MännerRechtsbewegung

2012: Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum (Hrsg.)

2013: Rechte Euro-Rebellion: Alternative für Deutschland. Zivile Koalition e.V.

2014: Sarrazin Correctness. Ideologie und Tradition der Menschen- und Bevölkerungskorrekturen

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Spitzenrezensionen aus Deutschland

5,0 von 5 SternenVerifizierter Kauf
Demokatiefeindliche Wut-GrossbuergerInnen
Bewertet in Deutschland am 31. August 2013
Der Diskriminierungsforscher Kemper liefert ein erschreckendes Gesellschaftsbild angeblicher deutscher "Denkverbote". Das kleine Pamphlet der "Reihe Antifaschistische Politik" liefert, - spannend und übersichtlich zugleich-, das unfassbare Kleingedruckte zum äußerst... Weitere
Der Diskriminierungsforscher Kemper liefert ein erschreckendes Gesellschaftsbild angeblicher deutscher "Denkverbote". Das kleine Pamphlet der "Reihe Antifaschistische Politik" liefert, - spannend und übersichtlich zugleich-, das unfassbare Kleingedruckte zum äußerst spärlichen Wahlprogramm der "Alternative für Deutschland"(AfD). Die eigentliche Agenda der Anti-Euro-Partei erschließt sich durch die Beleuchtung einiger "VordenkerInnen" der Professorenpartei. Wer sitzt im wissenschaftlichen Beirat? Und was haben diese in der Vergangenheit zu welchen Themen gesagt? Die zahlreichen Original-Zitate sind allesamt mit Quellenangaben am Buchende belegt. Dabei greift Kemper weit zurück bis 2000. Nicht ganz zufällig weist die Splitter-Partei viele UnterstützerInnen mit Adelsnamen vor, die sich nach der Wiederaneignung ostdeutscher Grundstücke sehnen. Potentiellen WählerInnen sei dringend anzuraten sich insbesondere mit der möglichen Abschaffung des Wahlrechts für Rentnerinnen und Rentner zu befassen. Denn in den Augen der AfD-Spitzen zählen nur "Leistungsträger". Kemper stellt immer wieder starken Bezug zu Sarrazins menschenverachtenden Thesen her. Schließlich wurde Sarrazin eingeladen dieser Partei beizutreten und er gilt auch als "Euro-Kritiker". IQ-basierter eugenischer Überlegenheitsdünkel und antimuslimischer Rassismus, der in einer selektiven Bildungspolitik mündet, sowie sozialdarwinistischer Klassismus, gebärfreudiger Antifeminismus und gleichberechtigungsfeindliche Homophobie scheint ganz nach dem Geschmack der Führungsspitzen der AfD Partei. Gut beleuchtet Kemper die verschiedenen Wirtschafts- Interessensgemeinschaften, Netzwerke wie z.B. den "BürgerKonvent", "Bund Freier Bürger", "Zivile Koalition e.V.", "Bund der Steuerzahler", "Stiftung Familienunternehmer", diverse ÜberläuferInnen aus rechtsradikalen Parteien wie z.B. der FPÖ, "Die Freiheit", "Republikaner", sowie Persönlichkeiten aus den rechtsaußen Flügeln der "Freien Wähler", FDP und CDU. Auch wenn die AfD die 5% Hürde in den Bundestag nicht schaffen sollte, die "politisch inkorrekten" Stimmungsmacher im Lande wünschen sich anscheinend den Stände-Staat zurück.
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1,0 von 5 SternenVerifizierter Kauf
Pseudointellektuelles aus dem linksradikalen Wolkenkuckucksheim
Bewertet in Deutschland am 6. Oktober 2013
Im Wesentlichen widmet sich der Verfasser der Entstehungsgeschichte der Zivilen Koalition e.V. (ZK) und der Alternative für Deutschland (AfD) und dem, was in seinem Blickwinkel sonst noch einer Veröffentlichung bedarf (selbstredend „Ideologiefragmente“, vgl. S. 48 ff.). Der... Weitere
Im Wesentlichen widmet sich der Verfasser der Entstehungsgeschichte der Zivilen Koalition e.V. (ZK) und der Alternative für Deutschland (AfD) und dem, was in seinem Blickwinkel sonst noch einer Veröffentlichung bedarf (selbstredend „Ideologiefragmente“, vgl. S. 48 ff.). Der Titel des Buches erweist sich in Sachen „Euro-Rebellion“ als Irreführung, da die beiden Gruppierungen lediglich mit diesem Begriff etikettiert werden, ohne dass auch nur der Wille erkennbar wird, eigenen Sachverstand zur Thematik mit einzubringen.

Bereits in der Einleitung wird postuliert, der AfD-Bundesvorstand bediene deutlich rassistische Vorurteile (S. 5). Nachfolgend wird im Kapitel „Eisen und Blut ..und Facebook“ (S. 8) ausgebreitet, inwiefern die AfD als erste Facebook-Partei mit (Rechts)Populismus in Verbindung zu bringen sei. Die ideologische Nähe zu Thilo Sarrazins Ansichten wird wie selbstverständlich in einem negativen Kontext behauptet (beispielsweise wird auf S. 9 Islamfeindlichkeit unterstellt).

Auf weiteren 32 Seiten unterbreitet Andreas Kemper die Entstehungsgeschichte von ZK und AfD, wobei hier auch Informationen über Parteien wie die Freien Wähler bzw. Gruppierungen z.B. die Wahlalternative 2013 mit einfließen. Berichtet wird u.a. von personellen Verflechtungen, teils auch im Zusammenhang mit eher unbedeutenden Persönlichkeiten, Programmen aus früheren Tagen, Stellungnahmen, Tagungen, Wirtschaftsgesprächen (meist nur Nennung der zahlreichen Teilnehmer, ohne Darstellung von Inhalten; S. 34 f.), Zeitschriftenartikeln und schlagwortartig über Kampagnen (S. 27 f.).
Dabei entsteht der Eindruck, der Autor kann diese zahlreichen, teilweise auch unwichtigen Einzelaspekte nicht in einen stimmigen Gesamtzusammenhang bringen; er insoweit überfordert wirkt und den Leser lediglich mit einen undurchsichtigen Knäuel an z.T. belanglosen Informationen langweilt, die keinerlei praktischen Wert haben. Seiner „Kuriositätensammlung“ entstammt beispielsweise die Erwähnung, die Jungen Freien Wähler hätten auf einer Reise nach Polen keine Gedenkstätte besucht (S. 20) oder ein Bericht der Antifaschistischen Nachrichten aus dem Mai 2007 (S. 26). Verwiesen wird auch darauf, die Freien Wähler hätten zu mehr Demokratie innerhalb der Europäischen Union aufgerufen (S. 23). Ein Querverweis, dass sie sich damit mit dem Bundesverfassungsgericht in guter Gesellschaft befänden, welches von einem Demokratie-Defizit innerhalb der EU spricht (BVerfG, Urteil vom 30. Juni 2009, Az: 2 BvE 2/08, Rn. 276 ff.), kann wohl von einem Soziologen als Autor nicht erwartet werden.

Wie bereits angekündigt wendet sich der Autor den „Ideologiefragmenten“ zu. Hierbei vollzieht sich die Informationsgewährung in sehr einseitiger, insofern dürftiger und zusammenhangsentrissener Weise – ja, der Autor selbst spricht schon davon, dass sein „Buch als Baugrube zu sehen sei“ (S. 7).

Unter der Überschrift „Alternative zur Demokratie“ (S. 49 f.) erfolgen die sonst üblichen, aber unbelegten Seitenhiebe auf Konrad Adam. Wutbürger hätten sich in die Partei eingeschlichen (S. 50 ff.). Herrn Olaf Henkel wird unterstellt (Ich denke, dass.. ; S. 56) „tiefgreifende Änderungen der Demokratie“ anzustreben. Einzelne AdFler und Sympathisanten würden die Rückkehr zur Monarchie fordern (zum Beispiel S. 63 ff.). Um so mehr erstaunt es, dass später aus dem Wahlprogramm der AfD folgendes zitiert wird (S. 68): „Parteien sollen am politischen System mitwirken, es aber nicht beherrschen“. Das Kompliment an die AfD, dass man kaum besser den Anforderungen des Grundgesetzes hierzu gerecht werden kann, verkneift sich Herr Kemper jedoch (vgl. Art. 21 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 2 Satz 1 GG).

Kampagnen der AfD fänden mit bierdeckelkompatiblen Klartexten (S. 70) statt, so der Verfasser. Sich selbst zitierend holt er weiter aus, dass Verbindungen zwischen der AfD und dem modernen Antifeminismus möglich seien (S. 72). Das Familienprogramm der Partei wird als Biopolitik bezeichnet (S. 78), dessen Idee aus der DDR geklaut sein könnte (S. 79). In Sachen geplanter Sozialabbau (S. 80 ff.) greift der Autor nicht etwa auf das aktuelle Wahlprogramm der AfD selbst zu (vgl. deren Homepage), sondern zaubert sich seine Zitate lediglich aus einem Entwurf des Programms der Wahlalternative 2013.

Die aktuelle Euro-Problematik vermeidend folgt ein Kapitel mit der Überschrift „Hartgeld-Essentialismus“ (S. 82 ff.). In seinem Fazit (S. 86 ff.) wird der Partei der Begriff „Nationalliberalismus“ zugeschustert. Schließlich eruiert der Autor, aus welchen politischen Lagern die Mitglieder der AfD kommen (S. 89 f.), wobei in diesem Zusammenhang u.a. von NPD-Eisbrechern und diskreditierten Volkswirtschaftlern die Rede ist. Woher sich Herr Kemper als fachfremder (Hyper-)Langzeitstudent die Anmaßung herausnimmt, letzteres überhaupt zu beurteilen zu können, kann nicht mal er selbst darlegen und belässt dies auch nach einem einzigen Satz. Auch bezüglich der Eintrittswilligen mit NPD-Vergangenheit unterschlägt er, dass die Partei die Aufnahme solcher Personen strikt ablehnt, was auch in deren Antragsformular klar ersichtlich ist (vgl. Homepage). In diesem Fall, kann man folglich nur noch von einseitiger Hetze sprechen!

Zum Autor Andreas Kemper bleibt festzuhalten, dass er in seinem ultra linken Mikrokosmos gefangen ist, wo Begriffe wie Rechtspopulismus, Rassismus, nationalistische Interessen, Rechtskonservatismus, Nationalismus etc. einsam und traurig ihre Bahnen ziehen (Anm.: wegen des inflationären Gebrauchs dieser Begriffe entfällt eine Angabe von Fundstellen). Seiner selbst angedichteten Forschungswut (S. 6 und 7) setzt er dort Grenzen, wo er sich mit wirklichen Zielen und aktuellem Programmen der „erforschten“ Gruppierungen auseinandersetzen müsste.

Dieses unnatürliche und willkürliche Auseinanderreißen von (einseitig dargestelltem, teils belanglosem) Hintergrund und gegenwärtigem Wirken „seiner Forschungsobjekte“, welches auf real existierende Probleme zurückzuführen ist, bildet den Gipfelpunkt seiner Realitätsverweigerung. Es drängt sich zudem der Verdacht auf, dass für eine volkswirtschaftliche oder juristische Auseinandersetzung mit den Argumenten und Ansichten der AfD, schlichtweg der intellektuelle Hintergrund des Autors nicht ausgereicht hätte. Getreu seinem Motto eines extrem einseitigen Focus war er auch dringend darauf angewiesen, die Volksbefragungen zum Euro (Schweden, Dänemark) und zum Vertrag von Lissabon (Frankreich, Niederlande, Irland) unter den Tisch fallen zu lassen, was jedoch Aspekte sind, die von der AfD sehr wohl aufgegriffen werden. Da stellt sich einem schon die berechtigte Frage, wer nun die die wahren Demokraten sind?!

Fazit: Da der Autor außerstande ist, die real existierenden Probleme zu erfassen, zu verbalisieren und Lösungsansätze anzubieten, steht in seinem äußerst einseitigen Büchlein nichts, was von Nutzen sein könnte. Über das Diskreditieren von Personen/Ansichten die auf konstruktive Lösungen ausgerichtet sind kommt das Werk in keinster Weise hinaus.

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5,0 von 5 SternenVerifizierter Kauf
Sehr empfehlenswerter Einstieg ins Thema mit hilfreichem Glossar-Anhang und einer Liste weiterführender Literatur
Bewertet in Deutschland am 1. April 2015
Das Buch beleuchtet zunächst das gesellschaftliche Klima, das die Bedingung zur Entstehung dieser Partei bereit stellte. Anschließend werden die wichtigsten Akteure und deren Organisationen als Vorläufer der AfD vorgestellt und deren Nähe u.a. zur "Neuen Rechten"... Weitere
Das Buch beleuchtet zunächst das gesellschaftliche Klima, das die Bedingung zur Entstehung dieser Partei bereit stellte. Anschließend werden die wichtigsten Akteure und deren Organisationen als Vorläufer der AfD vorgestellt und deren Nähe u.a. zur "Neuen Rechten" verdeutlicht. Im dritten Komplex geht es um die prägenden Denkfiguren der Partei: Zentrale Elemente hierbei sind die Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit durch klassistische Bildungspolitik, bei gleichzeitigem Abbau des Sozialstaates und Durchsetzung eines rücksichtslosen Leistungsprinzips. Am Ende des Buches findet sich ein hilfreiches Glossar zu Personen und Vereinigungen.
Wer wissen will, wie es den Eliten der Gesellschaft gelingt, massenhaft Wählerinnen und Wähler zu manipulieren, sollte dieses Buch lesen!
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3,0 von 5 SternenVerifizierter Kauf
Gut, aber nicht sehr gut! Informativ und interessant!
Bewertet in Deutschland am 30. September 2013
Also das Buch ist gut - aber leider nicht sehr gut. Die vielen Informationen über die AfD sind ein echt interessantes Kompendium zu dieser neuen politischen Kraft in unserem Land. Als eher schlecht anzumerken sind die Bibliographierungen - ein wissenschaftlicher... Weitere
Also das Buch ist gut - aber leider nicht sehr gut. Die vielen Informationen über die AfD sind ein echt interessantes Kompendium zu dieser neuen politischen Kraft in unserem Land.

Als eher schlecht anzumerken sind die Bibliographierungen - ein wissenschaftlicher Standard hätte dem Werk in diesem Bereich gut getan, auch wenn es nur ein populärwissenschaftliches Buch ist. Ebenso ein Minuspunkt ist die Zeitform: Der größte Teil des Buches ist im Präsenz verfasst - das ist sehr störend zu lesen. Ebenso nicht so gut ist der Fakt, dass es oft zu Wiederholungen kommt - das hätte man sich als Autor sparen können.

Die Flugschrift ist ein interessantes Werk über die AfD mit den oben genannten Schwächen - aber so kurz vor der Wahl gab es wohl nichts besseres.
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5,0 von 5 Sternen
Gutes Buch
Bewertet in Deutschland am 14. November 2019
Zeigt einem sehr schön wie minderbemittelt Rechtespopulisten sind
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5,0 von 5 Sternen
Kemper recht fundiert. AfD-Parteileute verteidigen ihr Produkt
Bewertet in Deutschland am 15. Februar 2015
Der Verriss des Buches hier erscheint mir arteippolitisch motiviert zu sein: AfD-Parteileute verteidigen ihr Produkt. Kemper geht dagegen gut mit Quellen fundiert vor und zeigt dabei die Verstrickungen der AfD in der extremen Rechten auf sowie in antifeministischen... Weitere
Der Verriss des Buches hier erscheint mir arteippolitisch motiviert zu sein: AfD-Parteileute verteidigen ihr Produkt. Kemper geht dagegen gut mit Quellen fundiert vor und zeigt dabei die Verstrickungen der AfD in der extremen Rechten auf sowie in antifeministischen Zusammenhängen. Wer tatsächlich wissen möchte, wer sich in der AfD organisiert hat, hat mit dem Buch einen guten Zugang. Davon ausgehend lässt sich gut weiter recherchieren.
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2,0 von 5 Sternen
Geschwätz eines Doktorschwangeren
Bewertet in Deutschland am 18. September 2013
Andreas Kemper ist jedem, der in der deutschsprachigen Wikipedia mitarbeitet, als ein scharfzüngiger und unermüdlicher Schreiber bekannt, der sehr wohl logisch argumentieren kann, aber nur in einem engen und durch sein Weltbild begrenzten Rahmen, ohne jedes Verständnis für... Weitere
Andreas Kemper ist jedem, der in der deutschsprachigen Wikipedia mitarbeitet, als ein scharfzüngiger und unermüdlicher Schreiber bekannt, der sehr wohl logisch argumentieren kann, aber nur in einem engen und durch sein Weltbild begrenzten Rahmen, ohne jedes Verständnis für größere Zusammenhänge oder gar Wechselwirkungen. Wenn Kemper sich die Zeit nimmt, kann er sogar sehr gut recherchieren und zu zutreffenden Beobachtungen und Schlüssen kommen, siehe z. B. das von ihm verfaßte Kapitel in Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz: Von Galton zu Sarrazin: Die Denkmuster und Denkfehler der Eugenik. Aber mit diesem Büchlein hat er, von Eile getrieben, völlig daneben gegriffen.

Jemand, der einen Doktortitel führt, ohne promoviert zu haben, ist ein Hochstapler. Jemand, der bei seiner Doktorarbeit abschreibt ohne zu zitieren, ist ein Betrüger. Aber was ist einer, der sich selbst, wie der Verfasser Kemper, als Fünfzigjähriger seit vielen Jahren als "Doktorand" bezeichnet, ohne daß dafür irgendeine Bestätigung nachweisbar wäre? Ein Doktorschwangerer? Warum braucht aber eine Schmähschrift wie diese den Mantel des Wissenschaftlertums für den Verfasser?

Diejenigen, die schon vor Jahren an der Universität Münster nachfragten - und jetzt erneut - erhalten dort die amtliche Auskunft, man kenne keinen Doktoranden Andreas Kemper. Wer Doktorand ist oder nicht, gilt nämlich bisher nicht als ein Amtsgeheimnis. Doch wer in der Wikipedia Kempers Doktorandenstatus anzuzweifeln wagt, wird auf unbegrenzte Zeit gesperrt. Von dieser Anmaßung und Selbstgerechtigkeit ist auch dieses Büchlein hier vollständig geprägt.

Bei amazon.de kann man derzeit mindestens 20 mehr oder weniger gute Bücher kaufen, die den Zusammenbruch der Eurozone in der derzeitigen Form als unvermeidbar vorhersagen, z.B. Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat oder Die Euro-Lügner: Unsinnige Rettungspakete, vertuschte Risiken - So werden wir getäuscht. Die deutsche Bundesregierung befindet sich in einer Lage, wo sie nicht einmal den Anschein erwecken darf, sie sei der gleichen Meinung oder bereite sich gar auf einen Teil-Ausstieg vor, als dessen Folge eine neue gemeinsame Währungszone um Mitteleuropa entstehen wird. Die AfD ist die öffentlich gewordene Stimme dieser vorher allein im Hintergrund ablaufenden Entwicklung und Einsicht. Bislang nicht mehr und nicht weniger. Alles andere darüber hinaus ist phantasievolles Geschwätz, von der dieses Buch nur so strotzt.
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Kampfschrift aus Facebook, Google und Phantasmen
Bewertet in Deutschland am 21. August 2013
Anstatt eines ersten Buches über die neue Partei "Alternative für Deutschland" legt Herr Kemper eine aus Facebook und Google zusammengebastelte Haßrede vor. Kemper bezeichnet sein Interesse in der Einleitung wie folgt: "Als Arbeiter*innenkind mischt sich bei der... Weitere
Anstatt eines ersten Buches über die neue Partei "Alternative für Deutschland" legt Herr Kemper eine aus Facebook und Google zusammengebastelte Haßrede vor.
Kemper bezeichnet sein Interesse in der Einleitung wie folgt:
"Als Arbeiter*innenkind mischt sich bei der Untersuchung von Klassismus in der Bildung mein intellektuelles Interesse mit der eignen Betroffenheit. Mit dieser Forschungswut ausgestattet, traf ich als Wikipedia-Autor auf [...]"
Die Einleitung endet mit: "Das Buch ist als Baugrube zu sehen." - In dieser Grube sollte das Buch dann auch wieder verschwinden. Leider erfüllt es nicht meine Erwartungen an eine objektive, oder zumindest lesbare Darstellung der AfD.

A. Lutterbeck
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