Facebook Twitter Pinterest
Gebraucht kaufen
EUR 3,70
+ EUR 3,00 Versandkosten
Gebraucht: Sehr gut | Details
Verkauft von antiquariat-beauvais
Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Kommentar: 1987, 1. Aufl. Suhrkamp Verlag, Cover abweichend, min. Gebrauchsspuren
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Alle 2 Bilder anzeigen

Rayuela. Himmel und Hölle: Roman (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 24. November 1987

5.0 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 12,34
Taschenbuch, 24. November 1987
EUR 0,99
7 gebraucht ab EUR 0,99

Die vier Jahreszeiten des Sommers
Entdecken Sie jetzt den neuen Roman von Grégoire Delacourt Hier klicken.
click to open popover

Hinweise und Aktionen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Suhrkamp
Suhrkamp-Insel-Shop
Entdecken Sie die Neuheiten des Verlags, aktuelle Bestseller und weitere spannende Titel im Suhrkamp-Insel-Shop.

Produktinformation

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Rayuela – Himmel-und-Hölle
OT RayuelaOA 1963 DE 1980 Form Roman Epoche Moderne
Der zweite Roman von Julio Cortázar spiegelt den Werdegang des Autors im Paris der 1950er Jahre. Nach seiner Emigration dorthin begann er im täglichen Kontakt mit der in Lateinamerika von jeher von einer mythischen Aura umgebenen Stadt einen Roman zu konzipieren – zunächst als Konglomerat einzelner Szenen und essayistischer Skizzen, die sich um den Exilargentinier Horacio Oliveira anordnen. Cortázar bezeichnete den Roman nach seinem Erscheinen als »Super-Exorzismus«, der ihm in einer existenziellen Krise das Überleben ermöglicht habe.
Inhalt: Der Titel Rayuela (spanisch für das Hüpfkastenspiel Himmel-und-Hölle) ist für den Roman in doppelter Hinsicht bedeutsam. Formal, weil er sich unmittelbar auf die Lektüre bezieht, die nicht linear fortschreitet, sondern vom Leser ein Vor- und Zurückspringen innerhalb der drei Teile verlangt. Der erste Teil schildert Oliveiras Leben in Paris, der zweite zeigt ihn nach der Rückkehr in seine Heimat; der dritte Teil enthält »entbehrliche« Kapitel, die beim Lesen der ersten beiden Teile zwischengeschaltet werden können.
Auf inhaltlicher Ebene kommt dem »Rayuela«-Spiel leitmotivische Funktion zu: Oliveira begegnet dem Kreidestrichgebilde mehrmals bei seinen ziellosen Gängen durch die Straßen von Paris und beginnt es als Symbol zu interpretieren: Himmel und Hölle der menschlichen Existenz sollen wie die Kästchen des Spiels auf einer Horizontalen liegen und so dem Individuum mühelos zugänglich werden. Oliveira sieht diese Möglichkeit in der traditionellen Metaphysik nicht gegeben. Er präsentiert sich dem Leser als ein an sich und der Welt zweifelnder sowie mehr und mehr verzweifelnder Intellektueller, der auf seiner Odyssee zwischen zwei Ländern die Kernfrage des modernen Argentiniens stellt: Wer bin ich?
Das Identitätsproblem der kulturell weitgehend von Europa geprägten La-Plata-Staaten wird an dem Einzelgänger Oliveira und seiner mit grimmigem Sarkasmus durchexerzierten mentalen Selbstzerstörung beispielhaft deutlich. Am Ende seines Pariser Wegs durch die intellektuelle Boheme, durch die Trübsal einer scheiternden Liebesbeziehung zur intuitiv glücklich lebenden Maga, erlebt Oliveira unter seiner Seine-Brücke für einen Moment die Vision eines glückseligen »Kibbutz des Verlangens«. Nach seiner Ausweisung und Rückkehr findet er in Argentinien keinen neuen Halt mehr: Er stürzt sich aus dem Fenster einer Irrenanstalt auf eine »Rayuela«, die Kinder auf das Pflaster gemalt haben.
Fortsetzung: Mit dem Roman 62/Modell zum Zusammensetzen (1968) versuchte Cortázar das literaturtheoretische 62. Kapitel aus Rayuela zu realisieren: Er führt den Leser in eine Welt, die ohne Logik und psychologische Motivation auskommt. Eine Handvoll Personen treten trotz räumlicher Trennung auf geheimnisvolle Weise miteinander in Verbindung und werden zu Spielbällen eines kosmischen Billards.
Wirkung: Literaturgeschichtlich kommt Cortázars Roman eine bahnbrechende Bedeutung zu: Rayuela gehört zu jenen Werken, die den so genannten Boom der lateinamerikanischen Dichtung in Europa auslösten. S. Ha.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Julio Cortázar wurde am 26. August 1914 in Brüssel geboren. Mit seinen argentinischen Eltern zog er im Alter von vier Jahren in einen Vorort von Buenos Aires. Er absolvierte dort an einer sogenannten »Escuela Normal« eine Ausbildung zum Grundschullehrer und nahm ein Universitätsstudium auf, das er aber er aus finanziellen Schwierigkeiten frühzeitig abbrechen musste. Er arbeitete dann als Lehrer in verschiedenen Provinzschulen und begann in dieser Zeit, sich ernsthaft dem Schreiben zuzuwenden. 1938 erschien ein erster Gedichtband, und 1944 veröffentlichte er seine erste Erzählung in einer Zeitschrift. Im selben Jahr erhielt er an der Universität von Mendoza (Argentinien) eine Dozentur für französische Literatur, aber schon 1946, aus Protest gegen den Wahlsieg Peróns, legte er sein Lehramt nieder. Er veröffentlichte weiter in Zeitschriften, ließ sich zum Übersetzer für Englisch und Französisch ausbilden und erhielt 1951 ein Stipendium des französischen Staates. Er ging nach Paris, wo er bis 1974 als Übersetzer für die UNESCO tätig war. In Paris verfasste er 1963 auch den Roman Rayuela (dt. Rayuela. Himmel und Hölle), der in den sechziger Jahren zum »Kultbuch« einer ganzen Generation von Intellektuellen und Studenten wurde. In Rayuela thematisiert er in provokanter Weise den künstlerischen Schaffensprozess, indem er neben der Handlung selbst »entbehrliche« Kapitel, wie er sie nennt, einfügt, in denen er die ästhetischen Prämissen des Buchs diskutiert. Seit Mitte der sechziger Jahre erschienen erste Übersetzungen seiner Erzählungen ins Englische, Französische, Italienische und Deutsche, und sein internationaler Ruf begann stetig zu wachsen. Es sind vor allem seine Erzählungen (die deutsche Gesamtausgabe, Die Erzählungen, erschien 1998 bei Suhrkamp), die Cortázar bald zu einem der originellsten und kreativsten Autoren Lateinamerikas machten.
Seit den sechziger Jahren engagierte sich Cortázar, wie viele lateinamerikanische Intellektuelle, zunehmend politisch, unterstützte die kubanische Revolution, die Regierung Allendes und später auch die sandinistische Revolution in Nicaragua.
Sein Gesamtwerk umfasst außer Romanen und Erzählungen auch Theaterstücke, Lyrik und verschiedene Bände mit Kurzprosa; es weist ihn als einen der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts aus.
Julio Cortázar starb am 12. Februar 1984 in Paris.


Kundenrezensionen

5.0 von 5 Sternen
5 Sterne
7
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Alle 7 Kundenrezensionen anzeigen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Rayuela... Seit über 30 Jahren mein Lebensbuch, wenn es so etwas gibt, und, ja, auch ich habe versucht (und versuche noch) "die Maga" zu finden, "die Maga" zu sein... Dabei ist das Buch, wenn ich richtig gelesen habe, wohl erst in den 80ern in Deutschland erschienen. Ich habe die polnische Ausgabe gelesen, die gibt es nämlich schon seit 1968, in der kongenialen Übersetzung von Zofia Chadzynska.

Rayuela, das ist eines von Borges' Labyrinthen, angesiedelt zwischen Paris und Buenos Aires, zwischen Intellekt und Emotion, Ordnung und Chaos, Gestern und Morgen, ewig auf der Suche nach dem Zentrum, von dem niemand, nicht einmal Horacio Oliveira, weiß, ob es überhaupt existiert, und noch weniger, WAS dieses Zentrum, dieses metaphysische Avalon, überhaupt ist. Nur die Uruguayerin Lucía, die alle "die Maga" nennen, die mit einem Säugling auf dem Arm einfach den nächstbesten Dampfer nach Europa bestiegen hat, auf der Suche nach der "Welt" und der "Bildung", nach Paris gekommen ist, um Gesang zu studieren, die chaotische Schöne, die instinktiv und unreflektiert im Jetzt lebt, wie eine der Katzen in den Pariser Hinterhöfen, mit denen sie ständige Zwiesprache hält, die Person, die "nicht denken kann" und damit die hoch vergeistigten Mitglieder des "Clubs der Schlange" regelmäßig zur Verzweiflung treibt - sie braucht nicht zu suchen, weil sie das Zentrum ist, mitten im Auge des Labyrinths, ohne davon zu wissen.
Rayuela ist ein Buch über die unerträgliche Spannung zwischen Wissen und Sein.
Oliveira weiß und gäbe sein Leben, um zu sein. Die Maga ist und gäbe viel - doch nicht ihr Leben -, um zu wissen. "Aber Liebe, solch ein Wort...
Lesen Sie weiter... ›
2 Kommentare 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Rayuela (Himmel und Hölle) von Julio Cortázar ist meiner Meinung nach ein phantastisches Werk, das ich allerdings nicht jedem empfehlen würde.

Ich habe lange (ganze 10 Minuten) überlegt, wie ich meinen eigenen Eindruck schildern könnte, ohne ins Nacherzählen oder Interpretieren zu verfallen. Habe mich letztendlich dazu entschlossen, es ganz einfach zu machen.

Wenn ihr interessiert seid an Literatur, die die bestehenden formalen und inhaltlichen Konventionen abändert und teilweise bricht....

Wenn ihr bereit seid einen Schauer von Ansichten, Perspektiven, philosophischen Theorien, literarischen Theorien, musikalischen Theorien über euch ergehen zu lassen...

Wenn es euch nichts ausmacht in jedem Kapitel mindestens (hehe) einen Namen eines Philosophen, Musikers, Schriftstellers, Künstlers zu entdecken, von dem ihr noch nie etwas gehört habt...

Wenn ihr zugleich nichts gegen spannende Charaktere und eine interessante Handlung einzuwenden habt...

Dann kann ich euch Rayuela empfehlen.

Zum Abschluss möchte ich noch die Bücher anführen, an die ich beim Lesen denken musste: Shakespears "Hamlet", Austers '"New York Trilogy", Murakamis '"Mr. Aufziehvogel", Elliots "The Waste Land", Beckett "Waiting for Godot"

(Wobei dazu muss man sagen, dass Auster und Murakami lange nach Cortázar ihre Werke verfassten. Nichtsdestotrotz würde ich die Leser, die "New York Trilogy" gemocht haben und nun nach einem Werk suchen, das noch einen Schritt weitergeht, auf "Rayuela" verweisen.)
Kommentar 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Angeregt durch die Erzählungen (z.B. im Band "Bestiarium", Suhrkamp Taschenbuch) von Cortázar freute ich mich schon richtig auf den über 600 Seiten dicken Roman RAYUELA. Auch hier erwartet uns Neues. Es ist ein Roman, den man nicht chronologisch lesen muss. Kapitel können übersprungen werden. Die Texte sind sehr unterschiedlich, Facetten eines Mosaiks. Es gibt keine einheitliche Erzählperspektive. Der Untertitel des Romans HIMMEL UND HÖLLE bezieht sich auf das bekannte Hüpf-Spiel. So springt der Leser entweder nach den Angaben des Autors durchs Buch oder geht der Reihe nach vor. Erreicht wird damit die Komplexität des Geschehens, der vielen unterschiedlichen Blickwinkel der Personen darzustellen. Die Hauptschauplätze sind, nahe an Cortázars Biographie, Paris und Buenos Aires. Oliveira, die Hauptperson, bewegt sich zusammen mit seiner Geliebten in den Intellektuellenkreisen in Paris, diskutiert mit Freunden, hört Jazz, kann sich durch seine abgehobene Art niemals ganz auf seine Geliebte einlassen, obwohl er sie bewundert,... versucht in Argentinien seine verlorene Geliebte in der Freundin seines Freundes wiederzufinden. Das Spannende spielt sich im Kopf Oliveiras ab. Immer wieder eröffnen sich ungeahnte Welten im Alltäglichen durch dessen Wahrnehmungsweise.
Kommentar 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Mit Rayuela hat Julio Cortazar praktisch die gesamte mitel- und südamerikanische Literatur bis zum heutigen Tag, bis hin zum Genie Roberto Bolano, beeinflusst. Wenige verdienen es, mit James Joyce in einem Atemzug genannt zu werden, und Cortazar ist mit Sicherheit einer von ihnen.

Ein Roman, der dem Leser den Atem verschlägt, der ihn tanzen lässt zwischen den Seiten (man kann das Buch von vorn bis hinten lesen oder sprunghaft, wie der Autor es nahe legte), tanzen lässt von Paris nach Buenos Aires, zwischen Lieblosigkeit und Liebe, Härte und Gefühl, Immanenz und Transzendenz, ein Roman, der weinen und lachen macht.

Ein polyglotter Globetrotter war Cortazar, ein Prosa-Rimbaud des 20. Jahrhunderts. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, dem fehlt etwas für's Leben.

5 dicke Sterne.
Kommentar 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Ähnliche Artikel finden