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am 1. Juni 2015
Ich bin momentan bei 81% des Kindlebuches und muss deshalb eine Warnung, pardon Rezension veröffentlichen.

Inhaltszusammenfassung:
Die Apokalypse kommt.... irgendwann. Währenddessen passiert....nicht viel. Ein Psychopath, Rooster, mordet sich planlos durch die Stadt. Der Boxtrainer Colin...gammelt irgendwie vor sich hin.

Story/Plot:
Die Apokalypse ist hier tatsächlich im Hintergrund angesiedelt. Also wird stattdessen Raum geschaffen für spannende, persönliche Beziehungen eventuell gar mit gesellschaftskritischem Touch?
Nein.
Stattdessen dürfen wir einem mäßig spannenden (weil ohne Erklärung vorgetragenen) Rachefeldzug und einem planlosen Boxtrainer folgen. Wie gesagt. Es dümpelt so vor sich hin. Von dem ach so gefährlichen Qilu-Virus ist auch nach etwas mehr als der Hälfte (!) nichts zu sehen. Oder besser: Es ist absolut stinklangweilig, dem Fortgang des Virus zuzugucken. Keiner der Charaktere hat irgendwas zu verlieren oder ein bestimmtes höheres Ziel (wenn wir mal von Rooters Killingspree absehen, der definitiv nicht spannend genug ist, um das ganze Buch zu tragen). Aus irgendeinem Grund sind beide von Beginn an überzeugt, dass die Welt untergeht, auch wenn das die Lage nicht wirklich hergibt. Sie trudeln so durch die Weltgeschichte. Während Rooster wenigstens auf einem Rachefeldzug ist, macht Colin eigentlich nichts. Es wäre noch zu verschmerzen, dass Colin keinen Plan hat, wenn er wenigstens von Zombierudeln durch die Gegend gehetzt wird. Dann wäre es sogar verständlich, aber stattdessen wandert er einfach so durch die Gegend.
Wenn mir dann noch weißgemacht wird, dass dieser durchtrainierte Kampfsportler schon nach ein paar Kilometern durch den Schnee schlappmacht, dann weiß ich ehrlich nicht was ich davon halten soll. Die "spannende" Gebirgs"wanderung" besteht aus ein paar Seiten auf denen sie durch den Schnee stapfen. Es ist nicht wirklich kalt, es liegt nicht wirklich viel Schnee und Colin behauptet bei ähnlichen Temperaturen durchaus schon unterwegs gewesen zu sein. Trotzdem bricht er nach ein paar Stunden beinahe zusammen.
Bitte was? In der russischen Steppe haben unterernährte, schlecht bekleidete Soldaten monatelang bei 20 Grad unter Null und hüfthohem Schnee gekämpft und dieser gut genährte, topfite Typ kippt schon nach ein paar Kilometern beihnahe um? Alles klar.

Dass es "brutal, blutig und dazu äußerst spannend" (Zitat aus F.Beyers Fünf-Sterne-Rezension) ist, kann ich nicht bestätigen. Ja, es gibt ein paar Morde, aber man verzeihe mir, wenn ich nicht in Tränen zerfließe, wenn Nebencharaktere, die vor drei Seiten eingeführt wurden, eine Kugel in den Kopf bekommen.
Splatter allgemein ist nicht vorhanden. Ja, es wird ein paar Mal davon geredet, dass Blut auf die Wand spritzt, aber das ist kein Splatter. Das ist nicht einmal eine gelungene Beschreibung. Auch die Infizierten sind weder gut beschrieben, noch besonders bedrohlich geraten. "Kämpfe" sind unblutige, sterile Angelenheiten, die schnell vorbei sind und nicht im Gedächtnis bleiben.
Wenn eine Situation, in der Colin und sein Kumpel Andre in einem liegen gebliebenden LkW von Zombies eingekreist werden, bei den beiden nur für ein müdes Schulterzucken reicht, dann gibt das ein gutes Beispiel für das Niveau der "Angst", "Panik" und "Spannung" im ganzen Buch. Um es mal klarzustellen: Der Autor schreibt natürlich mehrfach, dass seine Protagonisten "Angst haben", aber weder kann er das Gefühl gut vermitteln, noch scheint die Angst besonders ausgeprägt zu sein. Alle, wirklich alle Personen im Buch sind in Extremsituationen absolut beherrscht und konzentriert. Wenn man eine Waffe erst nachladen muss und der Zombie schon auf einen zutorkelt (!), dann wird halt nachgeladen und nicht in Panik geraten. Und zwei Meter weiter, ist die "Angst" schon vergessen und man kann sich ohne weitere Probleme ganz normal miteinander unterhalten. Niemand zittert, kotzt, hat unsichere Hände, und so weiter und so weiter. Da kommt einfach nichts.

Mein persönliches Steckenpferd sind ja Logiklöcher, denn aus irgendeinem Grund hasse ich es, wenn eine Story durch klaffende Idiotien zerstört wird. Mehrfach wurde mir geraten, doch besser keine Bücher mehr zu lesen, wenn ich das nicht ertragen könne. Na, gut hier gibt es keine allzunervigen Löcher. Auch wenn ich es dezent unglaubwürdig finde, wenn man Infizierte großmaßstäblich vergast, aber gleichzeitig Personen im Einzelzimmer unter Quarantäne stellt.
Und dass man ein Sturmgewehr "unter die Jacke stecken kann", wage ich doch auch zu bezweifeln.

Der dritte Handlungsstrand oder besser gesagt: Die kurzen, uninspirierten Rückblicke sind offensichtlich foreshadowing auf die große, "geheimnisvolle" Verbindung zwischen den beiden Handlungssträngen. Ich meine: Zwei kleine Kinder im Rückblick, zwei Männer in der Gegenwart....
Sonderlich schwierig ist der Zusammenhang da nicht wirklich herzustellen.
Wohlgemerkt: Ich hab das Buch nicht zu Ende gelesen, also wenns was anderes ist; hauts in die Kommentare und ich korrigiere es dann.
(Edit: KEINE überraschende Auflösung.)

Charaktere
Die sind ein schlechter Witz. Colin, am Anfang noch zu Tode betrübt über den Tod seiner Frau, hat ein Kapitel weiter seine gute Stimmung wieder gefunden.
Rooster ist ebenfalls total unglaubwürdig. In einem Moment ballert er psychomäßig einen ganzen Haufen Bekannteüber den Haufen, vollkommen ohne Grund wohlgemerkt , im nächsten Moment wechselt er in seinen persönlichen Hitmanmodus und wird zum präzisen, kalkuliernden, geduldigen Angreifer.
Andre, ein Bekannter von Colin, ist vielleicht das beste Beispiel für das mangelnde Können des Autors: Im einen Moment ist er ein total normaler, wenn auch leicht dümmlicher junger Mann, im nächsten Moment ist so strunzdämlich, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob ich irgendwo überlesen habe, dass er einen Hirnschaden hat (was etwas wäre, dass ihn als Figur einzigartiger, sprich besser machen würde).
Colin: "Und dann müssen wir wie der Blitz die Treppe runter. Und was sind Blitze?"
Andre: "Heiß?"
Bitte was? Wahrscheinlich würden die meisten Sechsjährigen auf "schnell" tippen. "Schnell wie der Blitz", das ist ein gängiges Sprichwort. Das spricht für mich dafür, dass der Autor schlicht und einfach keinen Überblick über seine gerade einmal fünf Figuren (und das ist schon großzügig gezählt!) hat. Was hat der Lektor da gemacht?

Dialoge
Zum schlimmsten Teil des Ganzen: Die Dialoge sind FÜRCHTERLICH.
Da hat entweder Autor und/oder der Übersetzer kolossalen Bockmist gebaut. Ich persönlich tippe auf beide.
Wenn Colin einer wildfremden Ärztin vom letzten Telefonat mit seiner Frau erzählt: "..... Da haben wir zusammen geweint....." (Dafuq?), wenn er völlig unpassende Vorträge hält, damit der Leser auch ja mit bekommt, wie "clever" er sich anstellt (gerne gegenüber Nebenfiguren die nie wieder auftauchen) wenn Roosters Geisel mit ihm spricht "Ich werde nichts tun. Es ist mir ein Bedürfnis meine Tochter aufwachsen zu sehen." (Ja, und mir ist es ein Bedürfnis, das Wort "Bedürfnis" nicht in einem solchen Satz zu sehen!) und so geht es einer Tour weiter.
Unpassende Aussagen häufen sich, alle spielen ständig Erklärbär, weil das ja soooo natürlich wirkt (vergleichbar wäre Rick Grimes in The Walking Dead, der mit Carl spricht: "Wie du ja weißt musst du immer auf den Kopf eines Untoten, oder wie wir sie nennen: Walker, schießen, um sie endgültig zu töten.") und dazu ein allgemein sehr niedriges sprachliches Niveau.
Meine persönlichen Highlights: "Rooster schüttete Adrenalin aus" (so ein Eimer mit Adrenalin ist ja auch was Praktisches. Nur blöd zum Tragen. Kein Wunder, dass er was "ausschüttet"), Rooster "gebietet" jemandem den Mund zu halten (da wirkt der Kerl glatt biblisch. Leider nur da),
und dann der "Knabe".......
Ich meine ernsthaft, wer bitte benutzt so ein Wort noch?

Fazit:
Was soll ich noch sagen? Ein qualitativ minderwertigs, spannungsarmes Machwerk, das offensichtlich von den Freunden des Autors korrekturgelesen wurde (im besten Fall!) und dann an den billigsten verfügbaren Übersetzer vergeben wurde. Anders kann ich mir so einen Unsinn nicht erklären. Hier wurden grundlegende Regeln des Schreibens nicht beachtet: "Show, don't tell.", Anlegen einer Charakterliste, um die einzelnen Protagonisten nicht im Nachhinein zu vermurksen, Korrekturlesen... Fehlt alles.
Aus diesen Gründen ist es mir wirklich schleierhaft, wie man auf solche hohen Bewertungen kommt. Ich kapier es einfach nicht. Wenn das für euch spannend und "blutig" ist, dann lest mal Keene! Wenn das für euch "plastische Charaktere" sind, empfehle ich mal Baxter, Reynolds oder selbst Gable zu lesen.
Ernsthaft!
Und nein, nein, nein, nein: Dieser Autor ist kein King! Es sei denn King hat alles verloren, was er über Charakteraufbau, Spannung und puren, animalischen Horror jemals gelernt hat. Und wenn er betrunken wäre. Und wenn er diesen "Roman" volltrunken in einer Kaschemme innerhalb von zehn Minuten skizziert und innerhalb eines Tages geschrieben hätte. Ohne nochmal drüberzulesen.
King hat es mit Werken wie "Es" geschafft, dass ich wirklich und wahrhaftig Angst hatte und Clowns seitdem zutiefst verabscheue. Mit "The Stand" hat er ein Panorama der lakonischen Apokalypse und der reichen und vielschichtigen Figuren erschaffen, dass für mich allein vom Umfang her immer noch unerreicht ist, von dem Detailreichtum mal ganz zu schweigen.
Außerdem kann King einfach schreiben! Seine Werke wirken nicht wie ein Schulaufsatz, bei dem jemand eine Checkliste abhakt. Wenn sich in "Die Arena" jemand aus Trauer um seine Frau und schierer Verzweifelung die Kugel gibt, dann kann man das nachvollziehen und spüren. Hier gähnt man über die platten Trauerbekundungen hinweg, die ja auch ein paar Seiten weiter jede Relevanz verlieren.
Erwartet keinen King, wenn ihr dieses Buch kauft!

Solche E-Books wie das hier und solche Nutzerreviews lassen mich manchmal wirklich am deutschen Literaturmarkt (und an den deutschen Lesern!) verzweifeln: Will denn niemand Qualität produzieren und lesen?

*Seufz* Zum Abschluss: Kauft euch das Buch nicht! Es ist schlecht. Falls ihr es unbedingt doch machen wollt, weil ihr es leid seid eure Zigarette mit Hunderten anzuzünden oder betrunken seid oder ihr unbedingt dem irren Serienmörder irgendein Buch überlassen müsst, um euren Hund freizukaufen, dann nehmt besser die Printausgabe. Die könnt ihr wenigstens umtauschen.

Ergänzung: Eventuell werde ich das Buch noch zu Ende lesen. Falls es dann in der letzten Hälfte einen rasanten Anstieg in Tempo und Qualität gibt, werde ich die Rezension entsprechend ändern. Ich hoffe ihr wisst mein Opfer zu würdigen. Das ist quasi das literarische Äquivalent dazu, sich auf eine Handgranate zu werfen, ums eine Kameraden zu retten. Hoffentlich wisst ihr das auch zu würdigen.
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am 16. Dezember 2016
Das Cover und der Titel des Buches lassen auf einen blutrünstigen Thriller hoffen.
Der Schreibstil ist daher sehr packend und spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Zu Beginn habe ich jedoch etwas gebraucht, bis ich im Buch drinnen war.
Es teilt sich in drei Handlungsstränge auf, und erst am Schluss wird aufgelöst, was die darin vorkommenden Personen miteinander zu tun haben .Zum einen wird die Geschichte von Rooster erzählt. Dieser ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden. Er will sich an jemandem rächen, an wem ist jedoch ziemlich lange unklar.
Dann gibt es noch Ronn. Ihm gehört ein Boxclub. Er ist im Moment sehr traurig, da seine Frau erst kürzlich verstorben ist.
Außerdem wird immer wieder ein Rückblick eingeblendet, bei dem ein Junge und eine Frau von ihrem Mann, beziehungsweise seinem Vater misshandelt werden. Doch um die Spannung zu erhalten, werde ich nicht mehr von den Geschehnissen preis geben.
Ein sehr spannendes und teilweise auch brutales Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann
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am 25. Januar 2017
Eine Mischung aus Zombieapokalypse und Splatter-Thriller.
Menschen und Zombies, aber wer ist hier die eigentliche Bedrohung?
Zwei Handlungsstränge die am Ende überraschend zusammen laufen.

Echtes Endzeit-Feeling ! Und auf jeden Fall ein paar gute lese Stunden.
Vielleicht einen Tuck zu heftig und ein wenig mehr Spannungsaufbau wäre gut, so wirkt es ein bisschen überzogen aber halt nur ein bisschen.

Ein kleiner Schuss Erotik wäre auch gut.
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am 30. Juli 2016
Eine gelungene Erzählung über die schlimmen Sachen die täglich passieren und einen nie wieder loslassen, egal was sonst auf der Welt passiert.
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am 12. Juli 2016
Ein Endzeit oder auch ein Zombie Roman mit einem doch unerwartete Finale. Das Böse siegt oder wird das Böse besiegt?
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am 18. Dezember 2014
WOW!

„Rag Men“ ist ein Schmöker, der mich auf eine ganz besondere Weise gut unterhalten hat.

Man sollte doch meinen, dass einem das Thema Zombies und Konsorten langsam aber sicher zu den blutenden Ohren herauskommt.

Tut es irgendwie auch – aber irgendwie auch wieder nicht.

Dieses Buch habe ich, das gebe ich offen zu, aus oben genanntem Grund zunächst eher lustlos in die Hand genommen. Ach, schon wieder Zombies (gähn!).

Und dann wurde ich brutal überfahren.

Die drei Handlungsstränge mit ihren drei Charakteren haben mächtig gerockt. Ganz sicher lag das nicht an den Zombies.

Vielmehr hat Rocky Alexander Charaktere geschaffen, die Spaß machen, denen man entweder die Pocken an den Allerwertesten wünscht, oder denen man einfach eine Schulter zum Weinen und ein geblümtes Taschentuch reichen möchte.

Da ist Colin, der alles verliert, der in seiner immensen Trauer im Grunde gar nicht weiß, wohin mit sich, der am liebsten auf der Stelle sterben würde. Dann aber bitte so, wie er es möchte. Das Schicksal hält aber noch etwas für ihn bereit, und durch seine intensive Präsenz verkümmert das ganze Zombiespektakel im Hintergrund zu einer eher unwichtigen Requisite.

Dann gibt es da Rooster. Kriminell, soziopathisch und berechnend. Eine Apokalypse mit Zombies? Prima! Sterbt ihr ruhig alle, aber ich blühe jetzt erst so richtig auf. Euer Verderben, mein Vorteil. Das ist Rooster. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass der Kerl so böse ist, dass ihr ihn lieben werdet.

Zu guter Letzt gibt es da noch den kleinen Jungen, der schrecklichem Leid ausgesetzt wird. Man ahnt es, oder? Ja, ich finde dafür kein anderes Wort als „herzzerreißend“.

Was die Spannung und die Action angeht, dürfen die Fans brutaler und rasanter Szenen jetzt trotzdem aufatmen. Wir haben hier nämlich nicht nur ein großes Charakter- und Emotions-Kino, sondern auch alles, was das Gewohnheitsherz der Zombie-Fans begehrt. Der Autor nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Es geht zur Sache, Leute. Es ist schlicht brutal (na ja, weniger für mich abgehärtete … , aber sicher für einige von euch).

Langeweile? Nein – an keiner Stelle hatte ich auch nur ansatzweise das Bedürfnis, das Buch freiwillig aus der Hand zu legen.

Fazit:

„Rag Men“ ist ein brillanter Zombie-Apokalypse-Schmöker, der einfach mehr bietet als das, was wir verwöhnten Racker kennen. Wenn ein Autor die Charaktere so intelligent und großartig gestaltet, dass die Zombies nur noch als Statisten fungieren, kann man wohl von großem Kino sprechen. Dieses Buch ist eines meiner Highlights im Jahr 2014.

Diese Rezension kann man auch auf meiner Homepage lesen.
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am 1. März 2016
Bevor das Qilu-Virus die Welt überrollte und die Menschen in tollwütige Bestien verwandelte, hatte Colin Ross sein Boxstudio.
Inzwischen kommt natürlich keiner mehr und er spielt mit dem Gedanken, die Kleinstadt zu verlassen, bevor sie ganz von den "Zombies" überrannt wird.
Aber erstmal landet er mit seinem Zögling Andre im Krankenhaus in Quarantäne und schmiedet einen Fluchtplan.
Andre kann entkommen, er selbst wird jedoch überwältigt, kann nach einigen Tagen das Krankenhaus aber auch verlassen und so machen sich die beiden auf die beschwerliche Reise...

Auch Rooster will raus aus der Stadt und geht dafür über Leichen, im Gegensatz zu Ross, dem schon das Stehlen eines Schneemobiles Kopfzerbrechen bereitet.
Rooster hat nur ein Ziel vor Augen, er will zum Prediger, um herauszufinden, wo dieser sich aufhält, ist ihm jedes Mittel Recht und schon bald pflastern Tote seinen Weg...

In Rocky ALexanders "Rag Men" geht es weniger um die Zombies an sich, sondern viel eher darum, wie unterschiedlich Menschen in einer solchen Situation reagieren, trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern, das Ende hat mich allerdings dann doch sehr überrascht.
3,5 Sterne von 5, aufgerundet auf 4 gibts von mir dafür...
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am 11. April 2015
Worum geht's?
Colin Ross, ein gutmütiger Boxtrainer im Städtchen Wenatchee, hat seinen Lebenswillen beinahe verloren, nachdem seine Frau einem sich rasant ausbreitenden Virus zum Opfer gefallen ist. Über das Qilu-Virus ist wenig bekannt, nur dass es aus der Region des Gelben Flusses in China stammt und absolut tödlich ist. Die Infizierten verhalten sich wie tollwütige Tiere und sind auch durch gezielte Kopfschüsse nur schwer auszuschalten.
Sich dieser immer näher rückenden Gefahr bewusst, beschließt Colin, die Stadt zu verlassen bevor sie von den Infizierten überrannt wird, um sich in der abgelegenen Berghütte seines Onkels zu verschanzen. Der junge und naive Andre, einer seiner Boxschüler, der in Colin eine Art Vaterfigur sieht, begleitet ihn. Der beschwerliche Weg zur rettenden Hütte im eisigen Winter wird zur einzigen Überlebenschance für die Beiden. Können sie der Gefahr rechtzeitig entkommen?

Leseeindruck:
Zunächst ein paar einleitende Worte zu dem hervorragend gelungenem Cover: Phänomenal und ein absoluter Eye Catcher!
Durch dieses Cover bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden. Michael Schubert hat hier ganze Arbeit geleistet.

Und nun zum Buch: Alexander hat einen spannenden und wie ich finde etwas anderen "Zombieroman" geschrieben, denn die Infizierten und deren Angriffe spielen hier zwar eine Rolle und sind auch furchteinflößend, doch sind sie nicht dominierend. Vielmehr konzentriert sich Alexander auf die drei Handlungsstränge, die zunächst in keinem näheren Zusammenhang zu stehen scheinen:
Da gibt es zum Einen Colin Ross, der den Verlust seiner Frau Monica nur schwer verkraften kann und schon zu Beginn des Buches, seinen Freitod umzusetzen versucht. Doch das Schicksal hält einen anderen Weg für ihn bereit. Colin ist ein sympathischer, gutmütiger und nachdenklicher Mann, der aber auch hart und zielorientiert sein kann, wenn es darauf ankommt. Er hinterfragt sein Tun und Denken, hat gesunde Moralvorstellungen und ist so ein durch und durch angenehmer Protagonist.

"Doch nun, da die K**** richtig am Dampfen ist, muss ich feststellen, dass nicht die Härte meinen Fortbestand soweit garantiert hat, sondern die Bereitschaft, anderen Schaden zuzufügen, um meine eigenen Interessen durchzusetzen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, und fühle mich in der Rolle des Bösewichts nicht sonderlich wohl." (Zitat, Kapitel 27)

Ihm zur Seite steht der junge, naive und etwas dümmlich wirkende Andre, kurz Dre. Colin nimmt sich seiner an, weil er so ist wie er ist und deshalb nicht anders kann. Und so kommt es, dass die beiden sich gemeinsam auf den beschwerlichen Weg durch die Apokalypse machen.

Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit Rooster, einem gewalttätigen Verbrecher wie er im Buche steht. Er ist skrupellos und sadistisch, durch und durch böse. Auf seinem persönlichen Rachefeldzug durchs Land hinterlässt er eine blutige Spur.

Im dritten Strang, der in der Vergangenheit angesiedelt ist, erleben wir die Tortur einer Mutter und ihrer zwei Söhne, die durch häusliche Gewalt ihre ganz eigene persönliche Hölle erleben.

Rocky Alexander steigert sein Erzähltempo im Handlungsverlauf und legt sein Hauptaugenmerk auf die persönlichen Umstände seiner Charaktere. Dadurch wirken die Protagonisten Colin und Rooster sehr plastisch und tragen den Leser durch die Handlung. Nebenfiguren wie Andre oder Mickey hingegen bleiben leider etwas blass. Angenehm ist, dass der Autor nicht an überzogen dargestellten Splatterszenen mit den "Zombies" interessiert ist, was aber nicht heißt, dass es unblutig zugeht. Die Dosierung stimmt hier einfach.

Roosters Kreuzzug ist meiner Meinung nach am besten gelungen. Diese Parts fand ich durchgehend spannend. Eine Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche - faszinierend und abstoßend zugleich.

Längen gibt es bei diesem hardboiled Thriller zu keiner Zeit und man fliegt förmlich durch die Seiten. Hilfreich dabei: Der einfache Schreibstil (zugegeben keine hohe Schreibkunst) der es auf den Punkt bringt.
Das Ende vor dem Ende kommt rasant und weiß zu überraschen - ich war schockiert. Gut gemacht Mr. Alexander, ich weiß nicht, ob ich Sie dafür lieben oder hassen soll.
Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor nach anfänglichem langsamen Einfinden in die Story hier etwas zu schnell zum Ende kommen wollte. Und dabei hätte der Showdown für mein Empfinden durchaus mehr Ausbau verdient.

Fazit:
"Rag Men" (deutsch: "Lumpensammler") ist ein rasanter und kurzweiliger hardboiled Thriller im Endzeitgewand, der spannend und temporeich erzählt wird, interessante Charaktere bietet und das "Zombiethema" nicht neu aber erfrischend anders behandelt.
Lesenswerte 4 von 5 Sternen - bitte mehr davon.
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am 25. Oktober 2014
„Rag Men“ enthält 3 Handlungsstränge, die unterschiedlicher nicht sein können.

Hauptprotagonist Colin Ross, der durch den Ausbruch des Qilu-Virus seine große Liebe verliert und seinem Leben ein Ende setzen will. Durch eine unerwartete Begegnung ändert sich seine Rolle vom Trauernden doch recht schnell zum Beschützer.
Ross sprach mich persönlich auch am meisten an, da er der typische Normalo mit Ecken und Kanten ist.

Der zweite Hauptprotagonist ist Rooster. Seines Zeichens ein Schwerkrimineller, der kurz nach seiner Haftentlassung wieder über Leichen geht. Selbst aus der bevorstehenden Apokalypse zieht er seine Vorteile.

Der dritte und etwas kürzer gehaltene Handlungsstrang befasst sich mit einem kleinen Jungen, der häusliche Gewalt durch seinen Stiefvater erlebt. Sicherlich der bewegendste Teil der Geschichte.

Alle 3 Handlungsstränge sind perfekt aufeinander abgestimmt und der Autor macht es durch die ideenreichen Wendungen der Geschichten unmöglich, das Ende des Buches zu erahnen. Erst nach und nach fügen sich alle Puzzleteile zusammen.

Und genau mit dieser Mischung ist es Rocky Alexander möglich, den Spannungsbogen kontinuierlich hochzuhalten und keine lang gezogenen Passagen zu erzeugen.

„Rag Men“ befasst sich zwar mit der Endzeit Thematik, bedient sich aber nicht an den üblichen Stereotypen die viele Zombieschmöker mittlerweile ausgenudelt haben. Im Vordergrund stehen hier ganz eindeutig die Charaktere und die Geschichten die hinter jeder einzelnen Person stehen.

Fazit:
Ein mehr als gelungener Endzeit-Thriller, der mehr zu bieten hat als Zombies und Tod. Die facettenreichen Charaktere heben „Rag Men“ vom üblichen apokalyptischen Einheitsbrei ab und überzeugen durch Tiefgang und Ideenreichtum.
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am 9. August 2014
Begeisterung pur! Ich freue mich, dass mich mein Bauchgefühl nicht getäuscht hat, als ich mir hier Rocky Alexanders "Rag Men" heraus pickte. Vom Schreibstil erinnert es mich an die frühen Bücher von Stephen King, zum Teil sogar so sehr, dass ich gedacht habe, King hätte sich ein neues Pseudonym angeschafft, um mal etwas pulbmäßiges zu veröffentlichen. Nur so ein Gedanke...
Aber im Grunde vollkommen egal, denn von den zuletzt gelesenen Zombieromanen (hier nur mal 900 Meilen und Return Man genannt, beide empfehlenswert) ist es der momentane Spitzenreiter, den ich gern in einem Atemzug mit den ersten beiden Tagebüchern der Apokalypse nennen würde.
Einfach klasse, bitte mehr davon!
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