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Pronto Vesuvio: Frau Krause fährt zum Vesuv

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ich bin 1957 im Sternzeichen Zwilling in Stuttgart geboren.

Meine Kinder- und Jugendjahre erlebte ich im elterlichen Hotelbetrieb in einer schwäbischen Kreisstadt. Hier lernte ich Menschen aller Couleur kennen.

Mein beruflicher Weg führte mich über die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung sowie in einem mittelständischen Handwerksbetrieb hin zur Selbstständigkeit. Als Groß- und Außenhandelskauffrau führte ich über 10 Jahre einen eigenen Weinhandel.
Durch die damit verbundenen Weineinkäufe im europäischen Ausland habe ich viele interessante Menschen und Lebensgewohnheiten kennen gelernt.

2008 gab ich mein Geschäft krankheitsbedingt auf.
Durch meinen Burnout und den damit verbunden längeren Klinikaufenthalt stellte ich mein Leben komplett um und besann mich auf meine eigentliche Leidenschaft:
das Schreiben.

Für meine literarisches Schaffen benutze ich das Pseudonym Karina Krause

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Montag, 26.3., Napoli

Eine gute Stunde fährt man mit unserem bereits „erprobten Zug“ Circumvesuviana nach Neapel. Und das für nur 6,80 € pro Person hin und zurück. Auf der Hälfte der Strecke in Sant Antoni gesellt sich ein Musiker mit seiner Gitarre für ein Lied zwi-schen zwei Haltestellen dazu. Er trällert sehr laut, um das Knattern der Schienen zu übertönen, ver-fügt aber ansonsten über eine ganz passable Stimme. Ich muss grinsen. Die meisten Passagiere schauen demonstrativ zur Seite, nur ein paar Insi-der machen etwas Trinkgeld locker. Ohne auf-dringlich zu sein oder zu betteln, verabschiedet sich der Alleinunterhalter dankend.

Am Bahnhof Napoli/Garibaldi angekommen frage ich zur Sicherheit, ob das auch wirklich der Haupt-bahnhof von Napoli ist. Der Zugeführer ist überaus nett und zeigt mir den Weg in die Stadt. Die Stra-ßen zu überqueren gleichen einem Himmelfahrts-kommando. Es gilt das Motto: „Augen zu und durch.“ Die 2 und 4-rädrigen Mobile werden schon anhalten. Verkehrszeichen sind zwar auch in Napoli vorhanden, nur hält sich keiner daran. Wer stehen bleibt, ist selber schuld und darf sich nicht wundern, wenn er morgen oder übermorgen immer noch da steht. Die Abgase rauben mir den Atem, ich bekomme kaum noch Luft. Gut, dass ich als absolute Nichtkartenleserkönnerin und Lesebril-lenverschmäherin meinen Mann mitgenommen habe. So brauche ich mich jedenfalls nicht mit diesem Problem herumschlagen. Es reicht, wenn ich auf Italienisch fluchen kann.

Unser Weg führt über Umberto 1 zur Piazza Nolana durch ein kleines Tor direkt in die „Unterwelt“. Davor stehen und sitzen einige Sintis, Romas und schräg aussehende, zwielichtige Personen, die uns gründlich taxieren. Ich laufe immer einen halben Meter hinter meinem Mann, um unseren Rucksack zu bewachen. Den Geldbeutel in seiner Hosenta-sche habe ich fest im Blick.


Das Tor zur „Unterwelt“

In der schmalen Straße hinter dem Torbogen geht es zu wie auf einem orientalischen Basar. Händler bieten ihre Ware vor abbruchreifen Gebäuden an. Vor Balkonbrüstungen und an den Hauswänden hängen einladende, vergilbte Wäschestücke zum Trocknen herunter. Frischer Fisch mit Fliegenzu-gabe, Obst, Gemüse und allerlei Krempel liegen unter der sommerlich wärmenden Sonne. Alles sehr preisgünstig. Dazwischen drängen sich Mo-torroller und Menschen. Mein Rucksackbeschüt-zerinstinkt sagt mir: „Achtung!“ Wie oft hat man schon in Filmen gesehen, wie fahrende Mopedfah-rer alten Damen die Handtasche entreißen. Nicht mit uns! Mein Mann ist zwar keine Dame, aber zu den Jüngsten gehört er auch nicht mehr. Und außerdem hat uns ja Antonio dezent auf die Ge-fahren in Napoli hingewiesen.

Weiter führt unser Weg von der Piazza G. Pepe über Via Nuova Marina direkt zum Hafen. Seit geraumer Zeit meldet sich meine Blase. Wir stehen vor einer Universität. „Geh doch in die Uni, da ist es bestimmt sauberer als an den wenig einla-denden Bars“, meint mein Mann, der mein Hygie-netick nur all zu gut kennt. Unauffällig betrete ich das Gebäude und werde gleich von einem Sicher-heitsbeamten angesprochen. Als ich ihm kleinlaut mitteile, dass ich eine Toilette suche, zeigt er mir mit einem väterlichen Lächeln den Weg, der einen Stock tiefer führt. Mit suchendem Blick husche ich schnell die Treppe hinunter. Eine Studentin kommt im Stechschritt auf mich zu und fragt auf Englisch: „Do you want to the bathroom?“ „Yes,“ und ob ich want. Mit sichtlicher Freude, ihr Englisch anwenden zu können, beschreibt sie mir ausführlichst wie in einem Referat die letzten paar Meter zum Ziel. Klasse! Ich bedanke mich mit: „Mille grazie.“ Der Raum der Notdurft entspricht zwar nicht meinem Sanitärmittelmaß, aber ist immer noch besser als in den zahlreichen Bars. Seife gehört zu den Lu-xusgegenständen und ist nicht vorhanden. Macht nichts. Zum Glück enthält unser wertvoller Ruck-sack das allerwichtigste Utensil: „Desinfektionsmit-tel“. Der zweite Clogang, 3 Stunden später, findet in der Uni für Medizin in der Via Corso Umberto statt, in der ich ebenfalls herzlich willkommen bin.

Geschlagene 5 Stunden spazieren wir schon durch die Stadt. Weiter geht es vom Castel Nuovo über die Piazzo Municipio zur Galeria Umberto, ein bombastisches Bauwerk mit Kuppeldach. Sehr sauber, allerdings ist es trotzdem ratsam die Auf-merksamkeit auf den Gehweg zu lenken, um der Hundekacke rechtzeitig ausweichen zu können. Nach der Piazza del Piebisciteo mit ihrer Kirche San Francesco di Paola und gegenüber der Piazza Reala, schlendern wir in die Via Geareo Console. Ich habe Hunger, mein Magen lechzt nach einer Pizza. Übrigens die Schlechteste von ganz Italien. Pech gehabt! Vielleicht hätten wir ein Restaurant aufsuchen sollen, doch wollten wir keine kostbare Zeit verlieren. Eine alte Frau, die uns essen sieht, kommt mit einem Plastikbecher zu uns an den Stehtisch und meint, sie hätte Hunger. Sie lässt uns nicht mehr aus ihren Krallen. Ich muss zuge-ben, ich kann damit nicht umgehen. Mir tun alle Menschen leid die arm sind. So sage ich ihr, dass ich ihr eine Pizza kaufen werde. Die Bettlerin läuft mir nach und zeigt auf das Teuerste, was der La-den zu bieten hat. Der Inhaber scheint die Person zu kennen und schmeißt sie hochkant hinaus. Jetzt bin ich auch sauer, denn diese Unverschämtheit kann ich nicht akzeptieren. Mit dem Mitleid anderer Menschen zu spielen finde ich verabscheuungswürdig. Mir ist der Appetit vergan-gen. Nach diesem Zwischenfall flanieren wir auf der sauberen, jedoch Palmen- und Grünzeugarmen Meerpromenade Via N. Sauro entlang. Dafür entschädigt uns der schöne Blick auf das Meer mit dem Vesuv im Hintergrund. Gegenüber, an prä-destinierter Stelle, sind die Hotels der gehobenen Klasse aneinandergereiht. In der Via Partenope ist das Castell (Schloss) dell Ovo zu besichtigen. Meine Gebeine schmerzen, sodass ich es vorzie-he, dieses nicht zu besichtigen. Es gibt zwar die Möglichkeit einen engen Aufzug in luftiger Höhe zu nehmen, jedoch mit Rücksicht auf meine Klaustro-phobie ist dieser kulturelle Punkt für mich gestri-chen. Über den Palazzo Cellamare, in die Via Chiaia führt, ein mit vielen Buchläden bestückter Weg hinauf zur Piazza Trieste e Trento, direkt in die Via Toledo. In den unzähligen Geschäften, an denen wir vorüberziehen, schaue ich nur nach Taschen. Nichts zu finden. Auch eventuelle Mit-bringsel für die Lieben zuhause treffen nicht mei-nen Geschmack. Das Einzige, was ich finde, sind ein paar Haarspängchen für meine Enkelin, die man bei uns an jeder Ecke wesentlich günstiger bekommen hätte. Geschäfte mit namhaften Mar-ken reihen sich direkt an billige Läden des Herrn Jakob. Auf den Gehwegen bieten dunkelhäute, junge Männer ihre Waren auf einem Leinentuch liegend an. Leider bringen auch diese nachge-machten preiswerten Guccitaschen meine Kauflust nicht in Schwung. Ich hätte doch so gerne ein An-denken. Plötzlich höre ich einen Pfiff und alle schwarzhäutigen Händler packen ihre Tücher mit den feilgebotenen „Markenwaren“ zusammen. Die Guardina die Finanza (Finanzpolizei) ist mit Blau-licht im anrollen, jedoch so extrem langsam, dass die armen Menschen Zeit genug haben, ihre Waren einzupacken und sich selbst in den Seitengassen zu verstecken, bis die Luft wieder „rein“ ist, um nach der Aktion ihr mobiles Ladengeschäft erneut aufbauen zu können. Nur vor der Guarda di Finan-za lassen sich die Schwarzhändler scheinbar ein-schüchtern. Die in unmittelbarer Nähe vorbei fah-rende Polizzia die Napoli interessiert sich nicht für diese Geschäftsleute.
Als Tourist muss ich in Italien wissen, dass ich mich beim Kauf von gefälschter Markenware straf-bar mache. Trotzdem betrachte ich mir gerne aus-giebig das Sortiment. Überhaupt gibt es an jeder Straßenecke Polizeibeamte zu sehen.
Aus einem neutralen Auto steigen zwei Männer aus, ziehen die Verkehrskelle aus dem Stiefel-schaft und ziehen ihre Munizipale (Uniform) Jacken an, blasen kurz in ihre Trillerpfeife, stecken die Kelle in ihre Stiefel zurück...

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Auch dieses Buch habe ich mir reingequält, obschon "vorgewarnt" von anderen Elaborat der Autorin "Sizilien gefällig?".
Die Kritik bleicht die gleiche (siehe dort) - dem ist wenig hinzuzufügen, daher nur eine Textpassage die als typisch für die Autorin gelten kann: "...Kein lästiger Verkehr mehr, der uns die letzten 10 Tage begleitete. Auch die Häuser sehen wohnbarer aus, vor allem ohne hässliche herunterhängende Wäsche an Fenstern oder Balkonen." Weiter unten auf der gleichen Seite 76 des Büchleins schreibt sie von "den Eingeborenen des Landes" - das hat nichts mehr mit "humorvoll" zu tun, wie es auf dem Buchrücken angekündigt wird. Das ist alles nur peinlich und dümmlich !

Was tut diese Frau in Italien ? In ihrer schwäbischen Heimat hat sie doch alles was ihr lebenswichtig erscheint: Saubere Duschen und WC's, adrette Häuslein, eine zuverlässige Müllabfuhr und die Kehrwoche. Nicht zu vergessen den ADAC, wichtig wegen der Campingkarte - da spart man dreifuffzich am Tag, die man doppelt und dreifach für "Essen auf Rädern" (Fischfressorgien im Wohnwagen) ausgeben kann. Und ihre italischen Sprachkenntnisse kann sie sicher auch in der Pizzeria "nebenan" pflegen aber bitte kein Buch mehr über Italien schreiben!
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Format: Taschenbuch
Meine Gefühle für dieses "Büchlein" sind zweigeteilt. Man erfährt zwar einiges über die besuchten Regionen, muss aber auch viel belangloses lesen. Wir sind selbst mit dem Wohnwagen unterwegs und ja, bei Stadtbesichtigungen ein halbwegs sauberes WC zu finden, ist nicht immer leicht. Aber das muß in einem nur 120 Seiten dünnen Buch nicht ständig wiederholt werden. Ebenso die endlose Suche nach einer Handtasche oder das kaufen und zu bereiten von Fisch und Meeresfrüchten. Auch das Schildern von anderen Campingplatzbesuchern hat mir nicht gefallen. Es klang eine Spur zu überheblich. Am Ende hat mir eigentlich nur Karl-Heinz leidgetan.
Da bevorzuge ich doch lieber die Bücher von Bernd Stelter oder das Buch "Hotel kann Jeder" von A. Austilat. Dort bekomme ich auf 284 Seiten mehr geboten, habe oft herzhaft gelacht und uns in manchen Situationen wiedererkannt. Und das zum gleichen Preis!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses Büchlein ist wunderbar. Im Moment lese ich noch darin. Die beschriebenen Stätten habe ich alle schon besichtigt und so kann ich etwas mitreden, oder in Erinnerungen schwelgen. Das Büchlein ist so köstlich geschrieben und wenn ich die Zeit dazu hätte, hätte ich es auf einen Sitz ausgelesen.
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