Amazon-Fashion Hier klicken Lego City Bestseller 2016 Cloud Drive Photos TP-Link All-in-One-BOX Learn More naehmaschinen Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily GC HW16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Preis:49,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Seit die Marktetingabteilungen finanzkräftiger Unternehmen entdeckten, dass Preisverleihungen das Image fördern können, werden jedes Jahr neue Wettbewerbe lanciert. Die meisten werden allerdings kaum wahrgenommen, da die Qualität der eingegangenen Arbeit doch eher durchschnittlich ist. Das ist beim „Prix Pictet“ jedoch anders. Denn die Pictet-Gruppe, die zu den führenden Vermögensverwaltern Europas gehört, hat von Anfang an, eine Jury zusammengestellt, die Qualität erkennt und nicht im Ruf von Interessekonflikten steht. Die beim teNeues Verlag erscheinenden Werkschauen fotografischen Schaffens gehören deshalb zu meinen bevorzugten Orientierungshilfen.

Der fünfte Zyklus ist dem Thema „Consumption“ gewidmet, wobei die Grundregeln für die Teilnahme noch immer die gleichen sind wie 2008, als dieser Wettbewerb zum ersten Mal ausgeschrieben wurde. Sein Zweck und die damit verbundene Aufgabe lautet: Mit der Macht der Fotografie und all ihrer Gattungen die Aufmerksamkeit der Welt auf Nachhaltigkeitsfragen zu lenken.
Oder um es mit den Worten von Kofi Annan, seinem Ehrenpräsidenten, zu sagen: "Ich hoffe aufrichtig, dass der Prix Pictet zum besseren Verständnis der Veränderungen in unserer Welt beitragen und das Bewusstsein der Dringlichkeit präventiven Handelns stärken wird."

Das Vorwort von Kofi Annan ist so beeindruckend und informativ, dass ich es am liebsten in seinem vollen Wortlaut wiedergeben würde. Aber da dies auch für die anderen Textbeiträge gilt und letztlich die Fotografien im Zentrum stehen, lasse ich dies bleiben und beschränke mich darauf, Susan Sontag die zitieren: „Ein Foto kann nichts erzwingen. Es wird uns die moralische Arbeit nicht abnehmen. Aber es kann uns auf den Weg bringen.“

Welche Wege damit gemeint sind und wohin sie führen, zeigt dann der eigentlich Bildteil, der ab Seite 20 beginnt. In hervorragender Druckqualität werden die Arbeiten von elf Künstlern vorgestellt. Diese Beschränkung auf wenige Fotografen ist Teil des Konzepts und doch erstaunlich, wenn man bedenkt, dass beinahe 700 Fotografen aus aller Welt zur Nominierung vorgeschlagen wurden. Für den Betrachter hat eine so konsequente Eingrenzung den Vorteil, dass er keine wilde Mischung erhält, sondern sich auch auf das Werk jedes einzelnen der 11aufgenommenen Künstler einlassen kann. Meiner Auffassung von Wettbewerben kommt dieses Konzept jedenfalls entgegen.

Im Kapitel „Shortlist“ erfährt der Leser Näheres über die unterschiedlichen Biografien. Zudem wurde jedem Künstler die Gelegenheit gegeben, sich selber zu seinem Werk äußern zu können. Ebenfalls im Anhang finden sich die Angaben zum Beirat, zur Jury, zum Auswahlverfahren und die Liste der 275 Nominierungsexperten aus 66 Ländern.

Mein Fazit: Die Qualität der gezeigten Arbeiten ist so hoch, dass sich ein Eingehen auf einzelne Künstler erübrigt. Aus fast 700 vorgeschlagenen Fotografen wurden deren elf von einer hochkarätigen Jury ausgewählt. Die Gesamtschau ihrer Werke ergibt schließlich ein Bild unserer gegenwärtigen Konsumwelt, das ebenso differenziert wie kritisch ist. Ein Bildband, den ich auch deshalb gerne weiterempfehle, weil er auf einer Idee und einem Konzept beruht, die moderne Kunst vom schlechten Ruf der Beliebigkeit befreien.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieser Fotoband zur im Jahre 2014 erfolgten Ausstellung im Victoria and Albert Museum in London beinhaltet sehr vielseitige Werke der nominierten Fotografen; unter anderem Adam Bartos, Motoyuki Daifu, Mishka Henner, Michael Schmidt oder auch Allan Sekula. Die Aufnahmen wurden im Rahmen des "Prix Pictet" (einem Preis für Fotografie und Nachhaltigkeit) ausgestellt. Die meisten Fotographien sind farbig und bestechen durch manches mal sehr offensichtliche und dann wieder eher verdeckte Bezüge zum Thema Konsum. Wobei hier Konsum nicht nur in seinem Übermaß aufgezeigt wird, sondern auch viel Schattenseiten dargestellt werden. So manches Mal werden die Betrachtenden auch Ekel und Abscheu empfinden oder nach den Hintergründen eines Werkes länger suchen müssen. Besonders eindrücklich ist die Aufnahme von essenden Passanten, die sich an einer Bushaltestelle aufhalten, die total zugemüllt ist, oder auch die ausgedrückte Filterzigarette in einem Spiegelei. Ein anderes Werk zeigt einen knallbunten Supermarkt mit adipösen Konsumenten. Einsamkeit, Ödnis, Übermaß sind die Trias dieses Bandes, der künstlerisch sehr überzeugt und ein guter Appell zum Maßhalten ist. Beiträge von Kofi Annan und von Slavoj Zizek sowie Alex Danchev, Steven Barber sowie Michael Benson ergänzen den ausgezeichneten Fotoband! Sehr zu empfehlen und sehr anrührend!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken