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Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren Taschenbuch – 4. August 2008
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Kampf oder Kooperation? Der renommierte Medizinprofessor und Psychotherapeut Joachim Bauer widerlegt die weit verbreitete These, der Mensch sei primär auf Egoismus und Konkurrenz eingestellt. Ausgehend von aktuellsten neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt er, dass das menschliche Handeln vielmehr durch das Streben nach Zuwendung, Wertschätzung und Kooperation bestimmt wird.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe256 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberHeyne Verlag
- Erscheinungstermin4. August 2008
- Abmessungen11.8 x 1.8 x 18.7 cm
- ISBN-109783453630031
- ISBN-13978-3453630031
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"Das Lesen lohnt sich!" ― Hamburger Abendblatt
"Besonders empfehlenswert!" ― Psychotherapie & Seelsorge
"Ein großer Wurf!" ― Psychologie Heute
Klappentext
Psychologie Heute
"Das Lesen lohnt sich!"
Hamburger Abendblatt
"Besonders empfehlenswert!"
Psychotherapie & Seelsorge
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Neue Erkenntnisse werfen immer auch Fragen auf: Wie steht es um den Menschen im "Kampf ums Dasein", was bedeuten die jüngsten Beobachtungen für jenes Menschenbild, das sich im Gefolge Charles Darwins entwickelt hat? Was ist aus unseren "egoistischen Genen" geworden, von denen uns die Soziobiologen um Richard Dawkins erzählt haben? Welchen Stellenwert hat, wenn der Mensch ein im Innersten auf Zuwendung und Kooperation gepoltes Wesen ist, die Aggression, dieses markante und so bedrohliche Faktum unseres Dasein? Ihr Stellenwert wird auf der Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen, die seit kurzem auch zu dieser Frage vorliegen, neu zu bestimmen sein. Schließlich bleibt zu klären, welche Schlussfolgerungen sich aus dem "Prinzip Menschlichkeit" für die gesellschaftlichen Lebensbereiche ergeben, für die Wirtschaft, für das Leben am Arbeitsplatz, aber auch für die Pädagogik, den Bildungsbereich und die Medizin. Bis zu diesen Fragen hin wird das Buch den Bogen spannen.
Die Macht, die von Menschenbildern ausgeht
Anthropologische Vorstellungen bzw. Menschenbilder sind mehr als nur Glaubenssache. Sie bestimmen nicht nur, wie wir uns selbst und andere sehen, sondern auch, wie wir miteinander umgehen. Und damit haben sie weit reichende Auswirkungen darauf, wie wir leben. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass Menschenbilder zu einem nicht geringen Teil mit den Erfahrungen zusammenhängen, die wir mit anderen - vielleicht auch mit uns selbst - gemacht haben. Auch die Art und Weise, wie andere uns gesehen haben oder sehen, kann unser Denken über den Menschen prägen. Und nicht zuletzt beeinflussen Wünsche, wie wir uns und andere gern sehen wollen, unser Menschenbild. Den meisten am nächsten sein dürfte aber das, was sie unmittelbar in sich fühlen. Nicht jeder empfindet grundsätzlich Sympathie für andere Menschen und findet immer zumindest halbwegs gute Lösungen, falls ihm jemand Schwierigkeiten bereitet. Viele verbinden mit anderen Menschen Erfahrungen von Leid oder erleben Angst. Noch quälender kann es sein, mit immer wieder auftauchenden eigenen Gefühlen von Neid, Zorn und gar Hass konfrontiert zu sein, wenn es um andere Menschen geht. Schlechte Gefühle können verstörend und irritierend sein: Ist das "normal"? Gehören solche Gefühle zu mir selbst, bin ich das, was ich fühle? Oder sind sie von außen bestimmt, hervorgerufen durch das, was mir widerfahren ist? Falls ja, so würde sich die Frage stellen, ob die Entwicklung eines negativen Menschenbildes die einzig mögliche Reaktion ist oder ob es andere, positivere Arten der Verarbeitung negativer Erfahrungen gibt. Dies alles sind schwierige, für manche Menschen auch quälende Fragen.
Menschenbilder mögen die Folge von Erfahrungen sein, noch wichtiger aber ist, was sie ihrerseits bewirken. Sie bestimmen, ob wir anderen vertrauen oder nicht, was wir von anderen erwarten und wie wir auf andere reagieren. Eine tief verwurzelte Grundüberzeugung, dass Menschen von Natur aus zur Bosheit neigen, wird - sagen wir - einen Lehrer nicht nur im Einzelfall auf eine bestimmte Weise auf ein Kind reagieren lassen, das zum Beispiel e
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Neue Erkenntnisse werfen immer auch Fragen auf: Wie steht es um den Menschen im »Kampf ums Dasein«, was bedeuten die jüngsten Beobachtungen für jenes Menschenbild, das sich im Gefolge Charles Darwins entwickelt hat? Was ist aus unseren »egoistischen Genen« geworden, von denen uns die Soziobiologen um Richard Dawkins erzählt haben? Welchen Stellenwert hat, wenn der Mensch ein im Innersten auf Zuwendung und Kooperation gepoltes Wesen ist, die Aggression, dieses markante und so bedrohliche Faktum unseres Dasein? Ihr Stellenwert wird auf der Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen, die seit kurzem auch zu dieser Frage vorliegen, neu zu bestimmen sein. Schließlich bleibt zu klären, welche Schlussfolgerungen sich aus dem »Prinzip Menschlichkeit« für die gesellschaftlichen Lebensbereiche ergeben, für die Wirtschaft, für das Leben am Arbeitsplatz, aber auch für die Pädagogik, den Bildungsbereich und die Medizin. Bis zu diesen Fragen hin wird das Buch den Bogen spannen.
Die Macht, die von Menschenbildern ausgeht
Anthropologische Vorstellungen bzw. Menschenbilder sind mehr als nur Glaubenssache. Sie bestimmen nicht nur, wie wir uns selbst und andere sehen, sondern auch, wie wir miteinander umgehen. Und damit haben sie weit reichende Auswirkungen darauf, wie wir leben. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass Menschenbilder zu einem nicht geringen Teil mit den Erfahrungen zusammenhängen, die wir mit anderen - vielleicht auch mit uns selbst - gemacht haben. Auch die Art und Weise, wie andere uns gesehen haben oder sehen, kann unser Denken über den Menschen prägen. Und nicht zuletzt beeinflussen Wünsche, wie wir uns und andere gern sehen wollen, unser Menschenbild. Den meisten am nächsten sein dürfte aber das, was sie unmittelbar in sich fühlen. Nicht jeder empfindet grundsätzlich Sympathie für andere Menschen und findet immer zumindest halbwegs gute Lösungen, falls ihm jemand Schwierigkeiten bereitet. Viele verbinden mit anderen Menschen Erfahrungen von Leid oder erleben Angst. Noch quälender kann es sein, mit immer wieder auftauchenden eigenen Gefühlen von Neid, Zorn und gar Hass konfrontiert zu sein, wenn es um andere Menschen geht. Schlechte Gefühle können verstörend und irritierend sein: Ist das »normal«? Gehören solche Gefühle zu mir selbst, bin ich das, was ich fühle? Oder sind sie von außen bestimmt, hervorgerufen durch das, was mir widerfahren ist? Falls ja, so würde sich die Frage stellen, ob die Entwicklung eines negativen Menschenbildes die einzig mögliche Reaktion ist oder ob es andere, positivere Arten der Verarbeitung negativer Erfahrungen gibt. Dies alles sind schwierige, für manche Menschen auch quälende Fragen.
Menschenbilder mögen die Folge von Erfahrungen sein, noch wichtiger aber ist, was sie ihrerseits bewirken. Sie bestimmen, ob wir anderen vertrauen oder nicht, was wir von anderen erwarten und wie wir auf andere reagieren. Eine tief verwurzelte Grundüberzeugung, dass Menschen von Natur aus zur Bosheit neigen, wird - sagen wir - einen Lehrer nicht nur im Einzelfall auf eine bestimmte Weise auf ein Kind reagieren lassen, das zum Beispiel einen Fehler gemacht hat, sie wird vielmehr seinen gesamten Erziehungsstil prägen. Die Annahme, Menschen seien grundsätzlich auf ihren eigenen Vorteil bedacht und bereit, sich dazu jedes erlaubten (und vielleicht auch nicht erlaubten) Mittels zu bedienen, wird einen Vorgesetzten nicht nur in einer konkreten Situation auf Mitarbeiter reagieren lassen, die ihm zum Beispiel Probleme bereitet haben, sondern sie wird den gesamten Verhaltens- oder Führungsstil an diesem Arbeitsplatz bestimmen. Bei näherer Betrachtung kann sich dabei zeigen, dass der Stil des Umgangs mit Menschen manchmal die Kraft einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung hat. Andere mit Vertrauen zu behandeln, kann vertrauensvolle Verhaltensweisen begünstigen. Misstrauen und negative Vorannahmen können andererseits dazu führen, dass sie genau das auslösen, was sie unterstellen. Aber auch darauf ist nicht immer Verlass. Jedermann hat die Erfahrung gemacht, dass Vertrauen nicht immer mit Vertrauen beantwortet wird. Sollten uns negative Erfahrungen veranlassen, ein generell negatives Menschenbild zu entwickeln? Was aber würde dann passieren, wenn wir mit dieser Haltung nun wieder Menschen begegnen, die bereit wären, auf Vertrauen mit Vertrauen zu reagieren? Wir sehen, die Argumentation dreht sich im Kreis. Wir brauchen Rat »von außen«. Doch wer hat die »Oberhoheit« über die anthropologischen Modelle, die wir uns machen und nach denen wir leben können? Dieses Buch wird keine solche Oberhohheit beanspruchen. Es wird jedoch eine Reihe wichtiger neuer Erkenntnisse darlegen, die dafür sprechen, dass wir - und warum wir - von Natur aus »menschliche« Wesen sind, und es wird zeigen, welche Chancen sich daraus ergeben.
Der Paukenschlag des Jahres 1859
In der Frage, wie wir von Natur aus sind und wie wir leben sollten, hatten Theologie und Kirchen über Jahrhunderte das Monopol. Vor etwa zweihundert Jahren, in der Zeit der Aufklärung, begann sich in dieser Hinsicht etwas zu ändern: Der traditionelle Anspruch der Kirche, die Entstehung der Erde, die Naturgeschichte, vor allem aber das Menschenbild und die Regeln des Zusammenlebens erklären und bestimmen zu können, ging in andere Hände über. Angestoßen durch die kritischen Denker der Aufklärung, kam es in Fragen des Menschenbildes zur Übergabe der Oberhoheit der Kirchen an die Eigenverantwortung des Menschen, an seine Vernunft. Die ethische Grundregel der Aufklärung lautete: Handle nach Regeln, nach denen auch alle anderen handeln könnten. Dieser Grundsatz wurde als der »kategorische Imperativ« Immanuel Kants, im angloamerikanischen Sprachraum auch als »Golden Rule« (Goldene Regel) bezeichnet. Allerdings blieb der neue ethische Standard der
Aufklärung, obwohl er sich gegen die Vormundschaft der Kirchen richtete und die Verantwortung in die Hände des Menschen selbst legte, letztlich doch auf dem Boden der jüdisch-christlichen Tradition. Denn von dort kam her, was auch in der Aufklärung weiterhin Geltung hatte: das Recht eines jeden auf Leben und die Pflicht zur Unterstützung der Schwachen. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Ein Paukenschlag im Jahre 1859 veränderte die Situation: Charles Darwin publizierte seinen Bestseller »Über die Entstehung der Arten«. Die Erstauflage des Buches war innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Zwölf Jahre später legte Darwin, der ursprünglich Theologe war und erst in späteren Jahren zum Naturforscher wurde, mit einem zweiten Werk nach: 1871 erschien sein zweiter Bestseller, »Die Abstammung des Menschen«.
Wie Charles Darwin das Menschenbild revolutionierte
Darwins Evolutionstheorie war die Ablösung der rührenden biblischen Schöpfungsgeschichte durch eine überzeugende, gut begründete Theorie über die Entstehung der Arten in Pflanzenwelt und Tierreich. Die Erkenntnis, der Mensch entstamme der Familie der Primaten, schockierte viele Zeitgenossen Darwins. Doch obwohl sie von religiös-fundamentalistischer Seite immer wieder angezweifelt und attackiert wird, hat sie sich bis heute als wissenschaftlich bestens abgesichert erwiesen.
Produktinformation
- ASIN : 3453630033
- Herausgeber : Heyne Verlag; Erstmals im TB Edition (4. August 2008)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 256 Seiten
- ISBN-10 : 9783453630031
- ISBN-13 : 978-3453630031
- Abmessungen : 11.8 x 1.8 x 18.7 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 187,255 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 776 in Populärwissenschaft (Bücher)
- Nr. 3,872 in Börse & Geld (Bücher)
- Nr. 3,889 in Biowissenschaften
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Informationen zum Autor

Prof. Dr. med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Arzt und Psychotherapeut. Nach erfolgreichen Jahren an der Universität Freiburg lehrt und arbeitet er heute in Berlin. Für seine Forschungsarbeiten erhielt er den renommierten Organon-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche Sachbücher, u. a. »Warum ich fühle, was du fühlst«. Zuletzt erschienen bei Blessing/Heyne der SPIEGEL-Bestseller »Selbststeuerung – Die Wiederentdeckung des freien Willens« (2015), »Wie wir werden, wer wir sind – Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz« (2019) und »Fühlen, was die Welt fühlt« (2020).
@ Autorenfoto: Thomas Hedrich/ Fotostudio Charlottenburg
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Joachim Bauer taucht tief ein in die Biologie, die Entwicklungstheorien, Philosophie, Medizin, Wirtschaft, Neuroökonomie, Epigenetik, Spieltheorie, Geschichte, Psychologie u.v.m. Sein umfassendes Wissen verhilft zu neuen Erkenntnissen und die Einordnung unterschiedlicher Wissensgebiete in erstaunliche Zusammenhänge. Sehr interessant ist seine Analyse der Arbeit von Charles Darwin. Während er die epochalen Entdeckungen der Entstehung der Arten durch Darwin lobt stellt er dem Forscher hinsichtlich seiner weiteren Arbeit dem "war of nature" ein vernichtendes Urteil aus. Nach Ansicht von Bauer war dieser Ansatz falsch und die Basis für mehrere verhängnisvolle Entwicklungen ab dem Ende des 19. Jahrhunderts mit verheerenden Folgen, wie z. B. die "Rassenhygiene", der "Eugenik" und der damals positiv gesehenen "Auslese durch Krieg" etc.
Wie der Titel seines Buches verrät setzt Joachim Bauer die Kooperation der Menschen an oberster Stelle menschlichen Seins. Ohne Kooperation könne der Mensch gar nicht existieren, mit Kooperation hingegen Leistungen erbringen, die einzigartig sind allen nützt. "Sinnvoll" aus dem Blickwinkel der Motivation ist ein wirtschaftliches Unternehmen seiner Meinung nach dann, wenn es letzten Endes der Gesellschaft nützenden, das heißt kooperativen Zielen dient (vgl. S. 206). Diesem Ansatz kann man auch als Ökonom zustimmen. Dennoch sollte man die "kooperativen Zielen" etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wer bestimmt denn, was kooperative Ziele sind, und welche kooperativen Ziele nützlich sind?
Diese Frage ist relevant, zumal Herr Bauer das Prinzip des Wettbewerbs über das gesamte Buch hinweg als etwas kritisches, etwas der Kooperation gegenteiliges betrachtet. Zumindest versucht er anhand der Spieltheorie zu beweisen, dass Kooperation prinzipiell dem Wettbewerb überlegen ist (vgl. S. 180 ff.). Herr Bauer kann dem Wettbewerb, dem "struggle for life" (Charles Darwin) kaum etwas abgewinnen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist Wettbewerb jedoch ein wesentliches Element der Innovation, der Weiterentwicklung. Dabei können auch Kooperationen eine große Rolle spielen, die, sofern die Kooperation Erfolg hat, Wettbewerbsvorteile zu schaffen imstande sind. Unternehmensstrategien sind in der Regel auf Wettbewerbsvorteile aus, mit denen sie Kunden begeistern und Preise verlangen können, die ihnen eine gute Gewinnspanne ermöglichen. Aus wirtschaftlicher Sicht können Kooperationen aber auch hinderlich sein, je nachdem, wie man den Begriff der Kooperation definiert. Ob eine Unternehmensstrategie für die Menschheit "sinnvoll" ist oder nicht ist nicht so einfach zu bestimmen. Manchmal ergibt sich der Sinn erst viel später, wenn etwa eine Produktinnovation entstanden ist. Ob Ziele und Strategien für die Menschheit sinnvoll sind kann anhand ethischer Prinzipien beurteilt werden, wobei auch dann klar sein sollte, dass auch ethische Prinzipien vom Mainstream abhängen, von der Kultur in der wir leben.
Insgesamt ist das Werk von Joachim Bauer sehr lesenswert und vermag Einblicke in eine sehr komplexe und spannende Materie zu geben.
Dabei setzt er sich auch mit den Annahmen von Darwin und Darkin auseinander, zeigt die Widersprüche und Unwahrheiten sowie die üblen Konsequenzen dieser Theorien auf, die letztendlich zum Rassismus des 20. Jahrhunderts mit seinen Folgen führten.
Legt man das neue Wissen der Neurobiologie - dazu gehören eben auch die Erkenntnisse um die Spiegelneuronen und die Gene - dann ergibt sich auch für Unternehmer oder Führungskräfte ein ganz anderes Bild.
Dann wird klar, warum Systeme und Führungsstile, die auf Anerkennung und soziale Interaktion angelegt sind, so viel erfolgreicher sind als die auf Konkurrenz ausgelegten Modelle.
Insofern kann auch jeder Unternehmer aus den Erkenntnissen, die Bauer aufbereitet hat, überaus nützliche Schlussfolgerungen sowohl für den Umgang mit Kunden und Lieferanten, als auch mit den eigenen Mitarbeitern mitnehmen. Es ist vor allem das Erkennen, dass die emotionalen Grundbedürfnisse bei allen Menschen fast identisch sind und es eigentlich auch im Berufsleben gar nicht so vielem bedürfen würde um diese zufriedener zu stellen.
Bei mir haben die Erkenntnisse aus diesem Buch mein Weltbild zwar nicht mehr verändert, die Erkenntnisse waren schon da. Aber ich habe den rationalen Nachweis dafür bekommen, warum es ist, wie es ist.
Lesen Sie dieses Buch ' genau wie die übrigen beiden Bücher von Bauer.
Eine spannende Reise zu dem, was uns Menschen ausmacht, wie Leben funktioniert und warum Emotionen dabei so unglaublich wichtig sind.
Er führt uns in die spannende Welt der Neuronen, der Gene, der Aggressionen, und vieles mehr. Diese Buch ist ein Muss für Jeden, der sich und die Verhaltensweisen der Anderen verstehen will.
Es geht um Beziehungen, Partnerschaft, Familie, aber auch um die Geschäftswelt.
Auch der Darwinismus und das Prinzip der Unmenschlichkeit wird erklärt.
Ein sehr informatives, leicht lesbares, wichtiges Buch. Sehr zu empfehlen!Für Mann und Frau!
Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren
Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone
Das Thema der Menschlichkeit ist seit es den denkenden Menschen gibt ein Thema, auch noch im 21. Jahrhundert und kreist um die Frage, ob der Mensch von Natur aus gut oder schlecht ist.
. Für







