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Kolleg Praktische Philosophie/Ethik zwischen Kultur- und Naturwissenschaft (Reclams Universal-Bibliothek) Broschiert – 1. März 2008

4.5 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Zu dieser Reihe
Von Franz Josef Wetz und Volker Steenblock

'Was ist Praktische Philosophie? ' Antworten zu finden auf die Frage, wie wir leben und handeln sollen, sind Gegenstand und Aufgabe der "Praktischen Philosophie". Dieser Oberbegriff umfasst vor allem die Ethik, aber auch 'Politische Philosophie, Sozial­' und 'Rechtsphilosophie' sowie in einem weiteren Sinne 'Geschichts­' und 'Kulturphilosophie'.

'Warum Praktische Philosophie in der Gegenwart?' Alle Praktische Philosophie reagiert auf Herausforderungen ihrer Zeit. Gerade gegenwärtig ist in den Gesellschaften des Westens ebenso wie in anderen Ländern eine 'Umbruchsituation' festzustellen, wie es sie vielleicht noch nie gab. Wichtige Problemfelder - Menschenrechte, Kriege, Zusammenstöße einander fremder Glaubens­ und Lebensformen, Globalisierung der Märkte, Allpräsenz der Medien in der "Informations­" und "Wissensgesellschaft", ökologische Grenzen der Menschheitsexistenz, neue Möglichkeiten der Gen­, Neuro­ und Medizintechnik, aber auch die Debatten um eine Naturalisierung des Geistes, der Ethik und der Kultur in den Wissenschaften und in der Philosophie - werfen Fragen von nie gekannter Tragweite auf. Zusätzlich geraten viele Bereiche unserer Lebenswelt neu in den Fokus des Interesses wie etwa die allgemeine Ästhetisierung des Alltags in der Konsumgesellschaft oder Pop, Drogen, Sport und Sex - die Events der Jungen und Alten mit ihrer ruhelosen Suche nach immer neuen Reizen, körperlichen "Kicks" und "Thrills". Auch unser Körper spielt in der Gegenwartskultur eine immer größere Rolle: Gesundheitswahn, Leibeskult, Sportversessenheit, Abenteuerlust und Sexsucht zeigen diesen Boom als neue Formen von Sinngebungsversuchen.
In solchen Umbruchzeiten scheint die Orientierungskraft institutionalisierter Sittensysteme in Zweifel gezogen zu sein. Entsprechend verschärft sich der Handlungsdruck und Orientierungsbedarf. Es stellt sich damit die Kant'sche Frage: "Was sollen wir tun?" auf ganz neue Weise; damit zusammenhängend zeigt sich eine stärkere Nachfrage nach philosophischer Reflexion über Werte und Normen.
Die Beiträge der vier Bände leuchten deshalb das gesamte alltagskulturelle Spektrum unter dem Aspekt nötiger Sinn­ und Wertorientierung neu aus. Dabei kommen die Abhandlungen nicht allein aus den Tiefen der Theorie, sondern fußen auch in der Fülle der Anschauung. Sie wollen einen durchaus nachhaltigen Überblick über zahlreiche Kulturfelder bieten, Felder, von denen aus Bezüge zur Praktischen Philosophie deshalb herzustellen sind, eben weil sie ethische Fragen aufwerfen. Das Kolleg bezieht sich demnach nicht nur auf die Breite kultureller Gegenwartsphänomene, sondern umgekehrt gilt auch: Die Praktische Philosophie wird betrachtet in 'kulturellen Kontexten', vor allem vor dem Hintergrund säkularisierter Gesellschaften, gestalten sich doch die Diskussionsbedingungen zur Ethik gerade in unserer zersplitterten, heterogenen Gegenwart hochkomplex und schwierig.

'Warum der besondere Blick auf kulturelle Kontexte?' Die Formen und Regelungen des Zusammenlebens, die zunächst vor allem aus verschiedenen religiösen Wurzeln entstanden sind, bilden eine fundamentale Kulturleistung des Menschen. In traditionsgeprägten Gesellschaften bestimmen Normen und Institutionen das Handeln, die weitgehend unhinterfragt Geltung haben. Darüber hinaus wurden einst Lebensdeutung und Lebensorientierung eng miteinander verbunden. Die abendländische Philosophie, die von Platon bis Nietzsche verbindliche Vorstellungen vom allgemeinen Wesen des Menschen entwickelte, verknüpfte stets Aussagen über die allgemeine Wesensnatur des Menschen mit seinem Wesen entsprechenden Aussagen zur Lebensaufgabe und Lebensführung. Daran ließ sich das Verhalten des Einzelnen als der Natur gemäß oder als dieser Natur gegenüber wesenswidrig bestimmen.
In der Moderne haben sich diese Zusammenhänge nach und nach aufgelöst: Die vorherrschenden Menschenbilder unserer Zeit scheinen sich immer stärker naturalistisch oder liberalistisch auszurichten. Auf den ersten Blick scheinen beide Perspektiven miteinander unvereinbar zu sein, wird der Mensch doch von den einen als Produkt subjektloser Naturprozesse im anonymen Spiel blinder Naturkräfte gesehen, von den anderen aber in Fragen der Lebensführung und Wertorientierung gänzlich auf sich selbst gestellt. Bei näherem Hinsehen jedoch stimmen beide Seiten in einem Punkt überein: Es gibt keine metaphysische Wesensnatur des Menschen, aus der sich ableiten ließe, wie der Einzelne zu leben habe. Der Mensch muss sein sorgenvolles Leben selbst führen, seine Existenz selbst deuten und dazu alle Werte setzen, an denen er sich orientieren möchte.
Dieser Ausgangslage möchte das vorliegende Projekt dadurch gerecht werden, dass es sich mit den drängenden Fragen unserer Zeit 'nicht' im Gestus eines letztinstanzlichen Rückgriffs auf ein "höheres" Sinnmodell und geschlossenes Weltbild, sei es mythischer, religiöser oder vernunftmetaphysischer Art, befasst. Allerdings bedeutet ein solcher Ansatz weder, dass von solchen Optionen nicht die Rede sein wird, noch, dass die Konzeption der Reihe "weltanschaulich einseitig" wäre; sie ist vielmehr einem Ethos des Pluralismus und der Diskursivität verpflichtet, will dabei aber immer den Fokus in besonderer Weise auf die Probleme in der zeitgenössischen Gesellschaft richten.
Je weniger überschaubar und geschlossen das gesellschaftliche Ganze ist, desto schwieriger gestalten sich alle Versuche, in einem einheitlichen Wertekanon neuen Halt zu finden. Eine abschließende Klärung und ultimative Lösung von Wertekonflikten scheint in der pluralistischen Gesellschaft mittlerweile immer seltener möglich zu sein. Widersprüche, Gegensätze, auch Konflikte und Kontroversen sowie Ungewissheit und Unsicherheit prägen in nicht geringem Maße den Normalzustand fortgeschrittener Gesellschaften, ein Normalzustand, an den wir uns gewöhnen müssen. Nicht selten fordern sich regelmäßig gegensätzliche Wertevorstellungen argumentativ heraus und zwingen sich wechselseitig zu immer genauerer Stellungnahme und Begründung. Statt in einvernehmliche Lösungen zu münden, gehen derlei politische Wertedebatten nicht selten ins Uferlose, bis sie wegen Erschöpfung aller Beteiligten wenigstens für eine Weile abgelegt oder durch neue offene Fragen verdrängt werden. "Nach der Grundwertediskussion" scheint "vor der Grundwertediskussion" zu sein in einer offenen Gesellschaft ohne einheit_liches Sinnzentrum, ohne eindeutig bestimmbaren religiösen, sittlichen und moralischen Identitätskern in ihrer Mitte, von dem aus sich das menschliche Zusammenleben steuern ließe.
Diese Situation macht bewusst, wie sehr wir in Fragen der Selbstdeutung und Wertgewinnung auf unsere 'kulturelle Arbeit' angewiesen sind. Ausgangspunkt dieses Grundgedankens ist dabei die Vorstellung des Menschen als eines gleichsam "vergänglichen Stücks um sich selbst bekümmerter Natur" in einer um ihn unbekümmerten Welt. Als Inbegriff und zugleich Medium menschlicher Selbstbehauptung erscheint in diesem Zusammenhang die 'Kultur' im weitesten Sinne, zu der außer Religion auch Medizin, Technik, Kunst, Politik, Recht, Ökonomie sowie eben die Praktische Philosophie gehören. Bildhaft formuliert: Natur ist der Zustand, wenn es regnet, Kultur, wenn man einen Regenschirm hat.

'Das Ziel der Bände: Ethisch­philosophische Bildung'. Ethische Fragen sind in der Gegenwartskultur von und mit Experten zu diskutieren - wie etwa mit den in diesem Band vertretenen, den Angehörigen von Kommissionen, den Mitgliedern eines "deutschen Ethikrats". Diese Fragen sind aber nicht an Experten zu delegieren. Wir alle müssen - jede(r) Einzelne - uns zu ethischen bzw. moralischen Fragen verhalten, uns über Traditionen, Fragestellungen und Antwortversuche ins Bild setzen.
Eine demokratische Gesellschaft braucht dabei gerade auch die Philosophie. Diese klärt die Begriffe, fragt auf die Konsequenzen...


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am 10. November 2008
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 12. Oktober 2011

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