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Post-Privacy: Prima leben ohne Privatsphäre (Beck'sche Reihe) Taschenbuch – 26. Oktober 2011

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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die ersten Seiten waren vielversprechend. Dann läßt der Autor schwer nach. In der zweiten Hälfte des Buches kommt er immer weiter vom Thema ab, verstrickt sich in völlig unglaubwürdige Argumentationen.
Schade. Das wandert leider ins Altpapier.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Leser reibt sich die Augen: Das Konzept der Post-Privacy wird allen Ernstes als Befreiung gefeiert. Jetzt endlich sei die vollständige Freiheit der unbegrenzten Verdatung des Menschen und des Lebens möglich. Welch ein pubertärer Unsinn, der völlig die psychologische und soziale Bedeutung der Privatsphäre verkennt. Der Autor macht es sich leicht: Er schreibt einfach auf, was er sich so vorstellt. Die Realitäten und die Erkenntnisse der (psychologischen) Wissenschaften interessieren ihn nicht. Wie wenig kritischen Abstand zu sich selbst und seinem Denken muss man haben, um so etwas zu schreiben?
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Format: Taschenbuch
Christian Heller zeigt mit seinem Essay, dass das Private, die Privatsphäre, die heute so vehement von Datenschützern verteidigt wird, nicht etwa immer schon als menschliches Grundbedürfnis vorhanden war, sondern einen historischen Bedeutungswandel durchgemacht hat. Das eigentliche Ziel dahinter ist Selbstschutz. Das Wissen - und die damit einhergehende Macht von Staat und Gesellschaft ' über den einzelnen Menschen soll möglichst begrenzt werden.

In einem knappen kulturgeschichtlichen Exkurs zeigt Heller die Entstehung und Entwicklung der Privatsphäre von der Antike bis in die Gegenwart auf. Ursprünglich ist das Verb "privare" negativ konnotiert, denn es heißt so viel wie "berauben" und ist durchaus kritisch zu sehen. Schließlich bringt es nicht nur die begehrten Rückzugsmöglichkeiten. Es stärkt patriarchale Strukturen, verschleiert häusliche Gewalt, verhindert Zusammenschlüsse und öffentliche Sichtbarkeit.

'Post-Privacy' schildert, analysiert und vertritt die These: 'Die Privatsphäre ist ein Auslaufmodell' (S. 7), denn wir leben im digitalen Zeitalter. Der Kampf ist bereits verloren; man kann das Private nicht vom Öffentlichen trennen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+, Twitter, Blogs und Internetforen gehören längst zum alltäglichen Leben und sind daraus auch nicht mehr wegzudenken. Man kauft online ein, steigert bei Auktionen mit, nutzt das komfortable Homebanking und eilt mit Handy oder Smartphone durch die Stadt. Wer partizipieren und das Internet nutzen will, muss sichtbar werden. Dass wir mit unserem Handeln auch in der virtuellen Welt Spuren hinterlassen, ist kein Geheimnis.
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Format: Taschenbuch
Zuerst einmal der Gesamteindruck: Plomlompom hat es geschafft ein sehr gut lesbares und verständliches Buch zum Thema Post-Privacy zu schreiben. Es ist ein sehr positives Buch geworden, ein Buch welches ganz bewusst den Schwerpunkt auf Chancen und positive Veränderungen legt, ohne dabei Risiken oder negative Begleiterscheinungen auszublenden.

Das Buch ließt sich sehr entspannt, ganz ohne die leider sonst so verbreitete akademische Verschwurbeltheit: Der Text ist klar und selbst ohne intimste Kenntnisse verständlich. Beispiele werden in genügender Detaillierung eingeführt und immer mit Links versehen, die es dem geneigten Leser erlauben, sich weiterführend zu informieren. Ich selbst kannte einige der referenzierten Webseiten und Dienste nicht und hatte viel Spaß dabei sie mir anzugucken.

Im ersten Kapitel stellt plomlompom sehr gelungen den Status Quo dar, die ändernde Macht, die das Internet mit seiner menschenverknüpfenden und -verdatenden Kraft, auf uns als Gesellschaft ausübt. Ein wie ich finde sehr schöner Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Geschichte des Privaten/der Privatsphäre. Der Teil war sehr interessant, gerade auch als Beweis, dass der Wunsch oder Bedarf nach Privatsphäre eben keine a priori existierende menschliche Eigenschaft ist. Mir persönlich war es manchmal fast etwas zu ausführlich, blieb aber trotzdem gerade dem in solchen Kontexten oft drohenden Soziologengeschwurbel fern.

Kapitel 3 geht auf die Möglichkeiten der Verdatung ein.
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Format: Taschenbuch
Christian Heller leistet mit diesem Buch einen klugen, aber selbst für "Einsteiger" in dieses Thema, sehr gut lesbaren Beitrag zur aktuellen Debatte um das Spannungsverhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, zwischen dem Anspruch des institutionellen Datenschutz und seiner heutigen Praxis - insbesondere mit Blick auf soziale Netzwerke und dem Internet.

Der Autor entlarvt dabei manche Forderungen von "Datenschützern" als Ausdruck einer Ideologie, die in der Konsequenz das zerstören könnte, was sie vorgeblich bewahren will: die "informationelle Selbstbestimmung", die eben auch die Freiheit des Individuums und einer Gesellschaft zur sozialen Kommunikation und öffentlichen Interaktion im Internet mit einschließt und eben nicht nur das Recht auf "Privatheit". Denn: Rufe nach dem "Datenbrief", einem "digitalen Radiergummi" oder Ähnlichem würden genau die Kontrollinfrastruktur zu ihrer Durchsetzung erfordern, vor der "Datenschutz" die Menschen zugleich bewahren will - nur dann eben in der Hand von (hoffentlich stets wohlmeinenden) mütterlichen Institutionen oder Beauftragten.

Über die sehr überzeugende Kritik am institutionellen Datenschutz in Deutschland hinaus, versucht der Autor dem gegenüber sein eigenes Konzept von "Post-Privacy" zu setzen. Er tut das zwar mit viel Optimismus, aber doch angenehm unideologisch, ausgewogen und mit dem nötigen Mass an selbstkritischer Reflexion.
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