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Politische Emotionen: Warum Liebe für Gerechtigkeit wichtig ist (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) Taschenbuch – 11. April 2016
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe623 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberSuhrkamp Verlag
- Erscheinungstermin11. April 2016
- Abmessungen10.8 x 3 x 17.8 cm
- ISBN-103518297724
- ISBN-13978-3518297728
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Gerechtigkeit oder Das gute Leben: Hrsg. v. Herlinde Pauer-Studer (edition suhrkamp)Herlinde Pauer-StuderTaschenbuch
Produktbeschreibungen
Pressestimmen
»Martha C. Nussbaum schreibt klar und anschaulich.« -- Christine Weber-Herfort ― Psychologie heute
»Ein lesenswertes Buch.« -- Helga Sporer ― Widerspruch
»Im jüngsten Werk Nussbaums, ... begeistert die Ethikerin ihre Leser durch eine Vielfalt an Beispielen aus Literatur, Musik und Architektur. Sie betreibt so eine Art narrative Ethik, ohne dabei populärwissenschaftlich zu werden.« -- Bernhard Preusche ― Theologie der Gegenwart
»N. gibt wichtige Anregungen für den toleranten Umgang mit anderen Religionen für Gesellschaftsformen des politischen Liberalismus und präzisiert damit ihre Gerechtigkeitstheorie.« -- Wolfgang Erich Müller ― Theologische Literaturzeitung
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Martha C. Nussbaum ist Philosophin und Professorin für Rechtswissenschaft und Ethik an der Universität von Chicago und lehrte an zahlreichen Universitäten in Nordamerika und Europa. Sie ist Mitglied der American Philosophical Association und der American Academy of Arts and Sciences. Für ihr Werk wurde sie mit über dreißig Ehrendoktorwürden ausgezeichnet. 2009 erhielt sie mit dem vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) verliehenen A.SK Social Science Award einen der weltweit höchstdotieren Preise für Sozialwissenschaften.
Produktinformation
- Herausgeber : Suhrkamp Verlag; 2. Edition (11. April 2016)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 623 Seiten
- ISBN-10 : 3518297724
- ISBN-13 : 978-3518297728
- Originaltitel : Political Emotions: Why Love Matters for Justice
- Abmessungen : 10.8 x 3 x 17.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 368,261 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 262 in Soziale Gerechtigkeit
- Nr. 285 in Wirtschaftsethik (Bücher)
- Nr. 5,641 in Politikwissenschaft (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

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Was mir am Buch von Martha Nussbaum so besonders gut gefällt, ist seine Bodenständigkeit gepaart mit seiner Herzlichkeit, Wärme und liebenswerten Idealen. Bodenständig ist es durch die vielen kontextgebundenen Beispiele, die sie gibt und die sie, so ganz nebenbei, auch noch zu einer Vermittlerin der indischen Kultur für den Leser macht. Sie schält noch einmal die Ideale, von denen westliche Demokratien geprägt sind, heraus und zeigt hier auch deren Probleme und Gegner, ist aber immer optimistisch, dass sich die guten Werte letztlich durchsetzen. Kritisch gegenüber diesen Idealen ist sie in diesem Buch nicht. Ihre Theorie trägt sie sehr verständlich vor, allerdings bisweilen dergestalt, dass die Dinge etwas einfacher erscheinen, als sie in Wirklichkeit wohl sind. Einige indische Texte beließ der Herausgeber in seiner englischen Übersetzung und so fehlt hier der deutsche Text. Das bleibt aber wirklich die Ausnahme. Insgesamt ein wichtiges Buch zu einem sehr wichtigen, und wie ich meine, leider nur allzu oft vernachlässigtem philosophischen Thema, dem es um die Verbindung von Gefühl und Theorie zu tun ist.
Der Ansatzpunkt der Autorin ist die Gleichheit (Gleichschätzung aufgrund des Gleichgeborenseins) des Menschen, ein Postulat der Aufklärung, und seine Versuche, diese durch Amoralität zu untergraben. Hochmut, Egotismus (falscher Stolz), Machtgier, ein trübes, selbstsüchtiges Streben nach Hierarchie und Status stehen sowohl der Brüderlichkeit als auch der Freiheit der Andersdenkenden entgegen. So degeneriert der gegenseitige Respekt zu einem einseitig unterwürfigen und blinden Gehorsamsgeist im Angesichte narzisstischer Autorität. Dieser falsche Respekt zerstört sowohl Meinungspluralität, Redefreiheit und Tugend als auch ökonomische Sicherheit. Das Konkurrenzgebahren aus Klassengeist und Selbstüberhebung schafft Neidkultur, Unterlegenheit (Herabwürdigung, Scham), Angst, Feindseligkeit – also eine Vielzahl von unguten Gefühlen –, die Mitgefühl, Beihilfe, Unterstützung, Anteilnahme, Menschenliebe etc. verhindern. Antriebskräfte, wie Durchsetzungsvermögen und Herrschgier – selbstgefällige, falsche Staatskunst oder die Ausbeutung und Ausgrenzung anderer – schaffen halt keine menschlich akzeptierbare Gesellschaft. Respekt bleibt eine leere Hülse, distanziert, kalt, gleichgültig. Gesetze ohne moralische Lebensbezüge verkümmern zu leblosen, abgestumpften Verhältnissen.
Nussbaum appelliert daher an einen gesunden (intrinsischen) Patriotismus der richtigen Gefühle. Sie zitiert Herders Patriotismus („ … und jede Nation muss es fühlen lernen, dass sie nicht im Auge anderer, nicht im Munde der Nachwelt, sondern nur in sich selbst groß, schön, edel, reich, wohlgeordnet, tätig und glücklich werde …“), beschreibt aber auch ihre eigenen Vorstellungen zu einem gesunden und guten Patriotismus, einem Verfassungspatriotismus statt einer Gesinnungsnation. „Patriotismus ist Landesliebe, aber auch eine Geschichte des Dissens: der Ablehnung falscher Werte und der Verfechtung guter Grundwerte, vor allem das Streben nach Freiheit sowie das Einsetzen für konstruktive Arbeit und anteilnehmende Opferbereitschaft in Solidarität mit den Ärmsten.“
Denn auch die öffentliche Kultur kann nicht lau und emotionslos sein, wenn gute Prinzipien und Institutionen Bestand haben sollen. Da Respekt und Mitgefühl sich zumeist auf einen engen gesellschaftlichen Personenkreis beziehen – und sich in Reichweite und Bereitschaft schnell erschöpfen –, braucht es eine Kultur der Anteilnahme, der Empathie sowie eine politische Rhethorik zum Guten, wenn schwerwiegenden Problemen die Stirn zu bieten ist. – So beging beispielsweise auch die Weimarer Republik den Fehler, auf hetzerische, stimmungsgeladene Anfeindungen nur mit Emotionslosigkeit zu reagieren: mit Ruhe, Rationalität und Analyse, nicht aber mit einer Rhethorik der leidenschaftlichen Solidarität, zivilgesellschaftlicher Empörung, Phantasie, Vorstellungskraft oder intelligentem Widerspruchsgeist.
Nussbaum hat es in ihrem Buch „Politische Emotionen“ sehr gut verstanden, die Kenngrößen und Dependenzen guter und schlechter Gefühle aufzuzeigen, die für die Verbundenheit und Einheit einer Gesellschaft das jeweilige Fundament liefern. Schule, Elternhaus, Erzieher sollten daher unabhängige (und keine synchronisierten) Geister heranbilden. Es braucht Kinder, welche als kleine Wesen zumindestens auch einmal in die Liebe hinein gefallen sind; die Verständnis für andere aufbringen können und ihr gieriges, tierisches Erbe hinter sich lassen konnten. Kinder, die sich durch „Tollköpfigkeit“, Widerspruchsgeist, schöpferische Arbeit oder an sozialen Werten, die edler sind als bloßer Geldgewinn, erfreuen können; die Charakter, Persönlichkeit und Vertrauen heran entwickeln durften. Erst dann wird Emotion zu einem wichtigen, stabilitätsbildenden und verbindenden Faktor einer Gesellschaft werden, der Meinungspluralität gedeihen lässt, anstatt gedankliche Schmalspurigkeit zu belohnen. Gefühlsgefestigte Bürger können dann einer interessengeleiteten Stimmungsmache durch bestimmte Gruppen leicht entkommen; sind wehrhaft und wachsam gegen Aggressivität und Intoleranz; schätzen die Werte einer Demokratie und das großherzige Miteinander der Nationen. Und erst dann können wir enden wie Spinoza: „Die Vernunft kann der Leidenschaft nicht Paroli bieten. Wir müssen daher die Vernunft zu einer Leidenschaft machen.“


