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am 2. Mai 2007
Nach den Worten des Autors will der Neuplatonismus, der das letzte große System der griechischen Philosophie war, die abschließende Synthese der gesamten antiken Philosophie sein. Da dieses Buch wiederum den Kern dieser Philosophie prägnant und lebendig dar- und herausstellt, ist auch ein Laie mit diesem Buch sehr gut bedient, wenn er das Wesen der griechischen Philosophie und des griechischen Geistes kennenlernen will.

So werden dem Leser auf kompetente Art die Schlüsselstellen der neuplatonischen Philosophie nahe gebracht, also der Begriff und die Bedeutung des Einen, das Denken dieses Einen und das Übersteigen dieses Denkens in einer reinen Transzendenz. Es wird die Paradoxie behandelt, dass das Absolute, das das Ganze des Seienden und Denkbaren begründet, selber nur noch als Nichts gedacht werden kann, wodurch sich der höchste Gedanke des Platonismus ergibt, nämlich die vollkommene Transzendenz des Absoluten und das Denken dieses Absoluten durch eine strikte negative Dialektik bzw. negative Theologie.

Dadurch, dass der Geist als die Einheit der Wirklichkeit gedacht wird und nicht nur die Materie, sondern die gesamte Welt als Produkt oder Konstrukt der Seele angesehen wird, ergibt sich darüber hinaus die nach Halfwassen innere Wesensverwandtschaft zum spekulativen Deutschen Idealismus der Neuzeit.

Doch das ist nicht der einzige Bezug zu unserer heutigen Welt und unserem heutigen Denken. Halfwassen setzt sich in seiner Darstellung des Neuplatonismus auch mit den Verbindungen zur parallel entstehenden christlichen Theologie auseinander und deckt die entscheidende Rolle auf, die der Neuplatonismus bei der Bildung des christlichen Gottesbildes im 4. Jahrhundert spielte. So gehört es für Halfwassen zu den merkwürdigsten Ironien der Geschichte, dass ausgerechnet der Plotin-Schüler und ausgewiesene Christengegner Porphyrios maßgeblich die trinitarische Gottesvorstellung mitentwickelte, die die Christen dann - zwar nicht als geistiges Geschehen in der Seele, sondern als personale Götter - verstanden und übernahmen. Das paradoxe Problem, einen dreieinigen Gott zu denken, der weiterhin mit dem biblischen Monotheismus vereinbar ist, ist also durch Porphyrios gelöst worden, wobei das nach Halfwassen durch keinen geringeren als den Kirchenvater Augustinus bestätigt wird.

Halfwassen gewährt nicht nur einen Einblick in die Keimzelle der natürlichen Entstehung des christlichen Gottesbildes, sondern er spürt dem christlichen Neuplatonismus noch weiter nach und unterscheidet vom Neuplatonismus her darin zwei Linien. Zum einen Victorinus, Augustinus und Boethius, die ihren Gott zwar als das neuplatonische Eine denken, aber vor der letzten Konsequenz des Plotinischen Denkens zurückschrecken, und zum anderen eine Linie, die in der Unbestimmtheit des Göttlichen noch näher an Plotin bleibt. Dafür steht vor allem der christliche Autor «Dionysius Areopagita», sowie Eriugena und Meister Eckhart. Mit Eckharts Verurteilung findet das griechische Denken im Christentum, das Halfwassen konsequent aufdeckt, erst im Mittelalter endgültig sein Ende.

Dieses Buch von Halfwassen behandelt also nicht nur das Wesen des Neuplatonismus, sondern auch seine weitreichenden Beziehungen und Folgen, d.h. es ist im Grunde eine tiefgründige Darstellung des einschneidendsten Wechsels in unserer abendländischen Geistesgeschichte, nämlich die Ablösung des griechischen Denkens und Weltbildes durch den jüdischen Geist in Form des Christentums. Dass dabei das Christentum sozusagen ein natürliches Ergebnis des Zusammenstoßes dieser beiden großen aber äußerst gegensätzlichen Geistesströmungen ist, das wird durch die Ausführungen von Halfwassen verstehbar und nachvollziehbar. Wen diese natürlichen Zusammenhänge in unserer abendländischen Geistesgeschichte interessieren, für den ist dieses exzellente Buch genau das Richtige.
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am 17. Dezember 2015
Das Buch bietet einen sehr gut beschriebene Grundthese zum Philosophischen Neuplatonismus, es wird die Kernthese der Richtung die von Plotin entwickelt wurde, teils sehr schwierig illustriert.

Aber auch eine historische Linie die der Neuplatomismus nach sich zog , bekommen große Aufmerksamkeit in diesem Buch.

Die Kernthese des Plotin der einen fast orthodoxen Platonismus entwickelte, der erst später Neuplatonismus genannt wurde, besteht aus dem singulären [ EINEN ]. Das EINE ist über die göttliche Transzendenz hinaus, und nicht mit Inhalt gefüllt, die Substanz aber die das Universum erhält ist wiederum eine mantale und fragmentale Eigenschaft, die im EINEN zugegen scheint.
Darüber hinaus entwickelt der Neuplatonismus des Plotin auch das Jenseitige EINE welches ein metaphysisches Göttliches EINE wäre was stets nach dem EINEN nichtdenkbaren kommt. Danach baut sich die Welt des Geistes auf, die in heutigen exclusiven Orden als feinstoffliche Welt bestand hat.

Im Neuplatonismus wird die Ebene ,, NOUS,, genannt.
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Plotin ( ca.200 bis 270 n.Chr.) schreibt : ..." Das Absolut Einfache. Denn alles nicht schlechthin Einfache, also jede Einheit, die in irgendeiner Weise noch Vielheit in sich enthält, setzt das absolute EINE als Urgrund voraus, von dem es abhängt, weil jede in Vielheit eingeschränkte Einheit nur Kraft der Absoluten reinen Einheit selbst überhaupt Einheit ist. Die reine Einheit, die als absolute Einfachheit jede Form von Vielheit strikt von sich ausschließt, ist das reine Wesen des Absoluten. Absolute Einfachheit bedeutet das Herausgenommensein aus jeder Vielheit, auch aus jeder nur begrifflichen Vielheit, und damit den Ausschluß jedweder wie auch immer gearteten ontologischen Struktur, die immer eine begriffliche Zusammensetzung impliziert..."
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Der negative Theologische Diskurs im Neuplatonismus.

Gerade der Neuplatonismus trägt in seiner entfaltung viel zur Negativen Theologie bei. Nachdem Plotin irgendwann um 266 bis 270 n. Chr. starb gelangte seine über mündliche Überlieferung zu seinem Schüler Porphyrios, von dem widerum nach Proklos ( ca. 240 bis 325 n. Chr. ) Der besonders die Geistlichen Aspekte des Nous in seiner Lehre zum Ausdruck brachte ca. 500 n. Chr. wurde alle Platonischen Schulen niedergebrannt oder geschlossen.
Die Lehre ging somit in die christliche Theologie über. Eine besonders große und bedeutende Rolle spielt dabei eine Geheimnissvolle Figur mit dem Namen ( Pseudo Dionysios Areopagita ) der das Konzept des Unkausalen Überseinenden EINEN weiter entwickelte, und anmerkte das man etwas derartiges nicht mehr denken noch sprechen kann, damit prägte P.D.Areopagita den Begriff der Negativen Theologie deutlich, seine Schriften gelangten in die Hände des Nikolaus von Kues, der im EINEN, das NICHT-ANDERE sah und die Negative Theologie in einem Coincidencia Oppositorum ( Das Zusammenfallen der Gegensätze ) nochmals erweiterte.

Die Einzelnen Geistigen Ebenen werden ausführlich im Buch von Jens Halfwassen erklärt. Wie gesagt ein wenig Bildung über Platonismus und Plotin schadet hierbei nicht, auch werden die Lehren des Plutarch ( Chaironeia, Mittelplatoniker ca. 45 - 125 n. Chr. ) im Zusammenhang mit Plotins Lehre Illustriert, sowei die Gnosis auch.

Jens Halfwassen hat einige Bücher zu dem Thema verfasst.

Für mich ist das Buch von großer Bedeutung, gleichwohl es markante Konzepte der Lurianischen Kabbalah enthält !
Sowie der Negativen Theologie. Das Buch ist für mich spannend.

Nepomuk22
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am 26. Juli 2012
Zu Halfwassen's hervorragendem Buch bin ich über einen weiten Umweg gekommen. Mein ursprüngliches Interesse lag bei dem völlig artfremden Thema Quantenphysik. Hier stieß ich glücklicherweise nach einem ebenfalls weiten Umweg auf das hervorragende Buch des Quantenphysikers S. Malin, "wie die Quantenphysik unser Weltbild verändert". Malin verbindet Phänomene der Quantenphysik mit philosophischen Aussagen Platons und insbesondere Plotins. So wurde mein Interesse an diesen antiken Denkern geweckt und ich begann ausgewählte Enneaden Plotins zu lesen. Als philosophisch nicht vorgebildeter Leser mit enormen Verständnisschwierigkeiten. Es bleibt da nichts anderes übrig als sich, mit Hilfe kommentierender Publikationen und Hilfen aus dem Internet, durchzubeißen. Aber es lohnt sich!
Halfwassen's Buch ist meine bislang letzte literarische Erwerbung, Plotin betreffend. Aufgrund der vorrausgehenden intensiven Beschäftigung mit dem Thema ist es ausgezeichnet zu lesen. Dank der eingehenden und erhellenden Auseinandersetzung des Autors mit dem plotinischen Gedankengut, insbesondere in den Kapiteln 3,4,5, vermittelt es eine geschlossene und beeindruckende Gesamtschau Plotinischen Denkens mit dem Gewinn einer erweiten Sicht (von allem).
Zurückkommend auf die Verbindung von Quantenphysik und Plotinischer Philosophie wäre ein intensiver und in die Öffentlichkeit getragener Austausch beider Disziplinen zu wünschen. Die auf der Newton`schen Physik beruhende, vorherrschende, materialistische Weltsicht verlöre ihre Dominanz und wäre vielleicht sogar in absehbarer Zeit am Ende
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am 11. Dezember 2005
Professor Halfwassen (Heidelberg) has written an excellent book on Plotinus and neoplatonism. In this book, beautifully written, Halfwassen situates neoplatonism in a historical and systematic context. In the first chapter Halfwassen analyses the concept of neoplatonism. The second chapter describes Plotinus' life and work. Chapter three analyses the complex but fascinating 'metaphysics of the One'. The next chapter describes the metaphysics of mind ('Metaphysik des Geistes'). Chapter five, 'Soul, world and man', continues the exploration of Plotinus' thought. The last chapter tells the story of neoplatonism after Plotinus.
Germany should be proud of philosophers like Halfwassen! This book is scholarly sound and reveals a world unknown to most modern people.
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am 12. Dezember 2007
Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut und wurde dann doch enttäuscht. Die Darstellung ist - auch für den akademisch gebildeten Laien - ohne spezielle Vorkenntnisse nur schwer verständlich. Die Sätze sind komplex verschachtelt und nehmen oft 1/3 einer Seite ein. Vieles wird vorausgesetzt. Insofern mag der einschlägig Vorgebildete eine aufschlussreiche Darstellung vorfinden, dem Laien kann dieses Buch sicherlich nicht empfohlen werden.
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