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Playground

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Audio-CD, 14. September 2007
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Produktinformation

  • Audio CD (14. September 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Ecm Records (Universal Music)
  • ASIN: B000TLPW30
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  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen
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Produktbeschreibungen

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Seit Anfang des Jahrtausend räumt Emmanuel „Manu“ Katché seiner eigenen Karriere mehr Zeit ein. So konnte er mit dem in New York eingespielten Playground endlich sein drittes, extrem elegantes Solo-Album fertig stellen. Auffällig aber ist der 1958 in Frankreich geborene Sohn von Einwanderern aus Elfenbeinküsten schon lange vorher gewordenen. Der angesehene Drummer tauchte auf Alben von Peter Gabriel, Sting, Joni Mitchell, Dire Straits, Manu Dibango, Tears For Fears oder Tori Amos auf. Abseits von Rock & Pop aber pflegt der weiterhin stark gefragten Studiomusiker seine Liebe zum Jazz, die ihn auch mehrfach und immer wieder mit Jan Garbarek zusammen brachte. Katchés von ECM-Gründer Manfred Eicher produziertes Werk Playground ist bei dessen renommierten Plattenfirma erschienenen und passt sich der zum Markenzeichen gewordenen Klangästhetik des in München ansässigen Labels wunderbar an. Zusammen mit dem norwegischen Trompeter Mathias Eick, Saxophonisten Trygve Seim (der Garbarek ablöste) wie den schon auf dem Vorgänger Neighbourhood anwesenden Polen Marcin Wasilewski und Slavomir Kurkiewicz hält sich Manu Katché fern von wilden Experimenten. Obwohl das Quintett sich Räume für Improvisationen lässt, kehrt es nach den moderaten Ausflügen immer wieder zurück zu atmosphärischem, sehr entspannten und abgeklärten Jazz. Da wünscht man sich manchmal, das die Band die gepflegten Wellness-Oasen verlässt, aus sich herauskommt und frei spielt. Das gelingt einige Male wie in dem von höherer Schlagzahl dominierten „So Groovy“ wie auch „Clubbing“. Ansonsten bewegen sich die subtil arrangierten Stücke auf bekanntem wie eingängigem Jazz-Terrain. --Sven Niechziol

Rezension

"'Neighbourhood' war ein Anfang", meint Manu Katché rückblickend über sein vor zwei Jahren veröffentlichtes ECM-Debüt als Leader. Das Album trug ihm unter anderem den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ein und wurde vom französischen Jazz Magazine zur Platte des Jahres gekürt. "Auf diesem Album kam die Band das erste Mal zusammen. Seitdem sind wir gemeinsam auf Tournee gewesen und haben einen Kodex für unsere Interaktionen etabliert. Und ich habe mehr über die Spielfähigkeiten der anderen herausgefunden, vor allem jene von Marcin (Wasilewski) und Slawomir (Kurkiewicz). Danach stand fest, daß wir weiterhin zusammenarbeiten würden. Die Musik für 'Playground' habe ich also auch schon mit ihnen im Hinterkopf konzipiert. In diesem Sinne ist die neue Scheibe eine Fortführung der ersten. Wir sondieren zwar ähnliche musikalische Felder, aber ich denke, wir tun dies nun mit mehr Kohärenz, das Ensemble ist mehr zusammengewachsen... und während ich mich auf 'Neighbourhood' bewußt noch weitestgehend hinter die Solisten zurückgezogen hatte, habe ich mir selbst und dem Schlagzeug nun ein bißchen mehr Spielraum gegönnt." Um es kurz zu machen: "Playground" setzt - mit einer leicht veränderten Besetzung und schärferem Fokus - dort wieder an, wo "Neighbourhood" aufhörte. Saxophonist Trygve Seim, der Jan Garbarek abgelöst hat, ist schon seit Ende 2005 bei Konzerten der Band mit von der Partie. Die neueste Verstärkung ist ein anderer junger norwegischer Musiker: Trompeter Mathias Eick. Mathias und Trygve haben schon öfter zusammengearbeitet: beide begleiteten den finnischen Pianisten und Harfenisten Iro Haarla, als dieser 2004 für ECM das Album "Northbound" aufnahm, und Eick ist gelegentlich auch Mitglied von Seims Ensemble. Die beiden polnischen Bandmitglieder, Pianist Marcin Wasilewski und Bassist Slawomir Kurkiewicz, spielen schon seit fünfzehn Jahren im Simply Acoustic Trio zusammen und bilden seit geraumer Zeit eine Hälfte des Tomasz Stanko Quartet. Katchés Band profitiert von einem Netz gewachsener Verbindungen unter den Musikern. Mit den einzigartigen Qualitäten seines Schlagzeugspiels inspiriert Manu jeden seiner Mitmusiker zugleich aber auch dazu, die gewohnten Bahnen zu verlassen. Seine Spielweise unterscheidet Manu Katché von einem Großteil der zeitgenössischen Jazzschlagzeuger. Seine agilen Rhythmen basieren auf Patterns, pulsierenden Beats, die den Bläsern Auftrieb geben oder Piano und Baß in einen tiefen Groove hineinziehen."Ich versuche immer Patterns zusammenzufügen und daraus einen Groove zu entwickeln sowie der Musik zusätzliche Farbe zu verleihen", erläutert Manu Katché. "Das ist die Grundlage meines musikalischen Konzepts, unabhängig davon, ob ich nun Jazz oder Rock oder irgendeine andere Musik spiele oder mit Sting oder Peter Gabriel oder sonstwem arbeite. Ich schaffe einen Groove, um die Solisten und hoffentlich auch mich selbst zu inspirieren." "Playground" wurde im Januar 2007 in den New Yorker Avatar Studios aufgenommen. Die Produktion lag in den Händen von Manfred Eicher, der auch half die Bands für Katchés beide ECM-Alben zusammenzustellen, für die Tontechnik war James Farber zuständig. "New York hat natürlich ein phänomenales Energielevel", merkt Manu an, "und die Stadt hat auch etwas Magisches: zumindest in den Augen der Europäer. Da waren wir also als Musiker in einem Land, in dem wir nicht zuhause sind, und saugten diese speziellen Vibes von New York City auf. Ich denke, das kann man der Musik anhören." Der in New York lebende David Torn schaute vorbei, um ein wenig Lokalkolorit und atmosphärische Gitarrenklänge zu den beiden Nummern beizusteuern, mit denen das Album beginnt und endet. Die anderen Stücke wurden zwar komplett mit akustischen Instrumenten eingespielt, strotzen aber nur so vor natürlicher Energie - in den Balladen ("Lo", "Song For Her" und "Morning Joy") genauso wie in den härter groovenden Uptempo-Stücken ("So Groovy" und "Clubbing"). "Die ganze Geschichte war schnell unter Dach und Fach", erinnert sich Manu Katché. Manfred Eicher ergänzt: "Da jeder einzelne der beteiligten Musiker etwas zur Umsetzung von Manus musikalischen Ideen beitrug und dabei half, auf der grundlegenden Struktur seiner Melodien etwas Neues zu errichten, war der Fortschritt, der im Laufe dieser dreitägigen Aufnahmesession gemacht wurde, wirklich inspirierend." Im Februar kehrten der Schlagzeuger und der Produzent dann nach New York zurück, um gemeinsam das Album "Playground" abzumischen.Emmanuel "Manu" Katché kam 1958 als Nachfahre von Einwanderern von der Elfenbeinküste in St. Maur des Fossés bei Paris zur Welt. Ab dem fünften Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht, mit vierzehn Jahren wechselte er zum Schlagzeug und studierte später am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris klassische Perkussion. In seinem Spiel verschmilzt Katché, wie er immer wieder betont, afrikanische Rhythmuskonzepte mit einer klassischen Schlagzeugtechnik und dem Improvisationsmoment des Jazz. "Wenn ich Jazz spiele, werde ich als 'Rock-Drummer' bezeichnet. Und wenn ich bei Rock-Projekten mitmache, nennen mich die Kritiker den 'Jazz-Schlagzeuger Manu Katché'", berichtet der Franzose amüsiert. "Dabei bin ich einfach nur ich selbst und versuche - ganz gleich, welche Art von Musik ich mache - innovativ zu sein. Ich schätze aber, daß dies wohl eher eine 'jazzige' Herangehensweise ist." Die Musik des ECM-Labels hat Katché bereits als Teenager fasziniert: "Mein erstes ECM-Album hörte ich mit fünfzehn Jahren, und ich erinnere mich noch, daß mich der Klang und die Weise, wie die Musik gespielt wurde, erstaunten: erhaben und kühn, aber mit einer Menge Respekt für Stille und wirkliche musikalische Balance zwischen den Instrumenten..." Sein eigener Karrierepfad führte ihn auf indirektem Weg zu ECM. Mit seinem einzigartig melodischen Beat sorgte er ab Mitte der 80er Jahre in der Pop- und Rockszene für Furore. Damals begleitete er unter anderem Joni Mitchell und Peter Gabriel. Manfred Eicher entdeckte Katché 1988 auf Robbie Robertsons titellosem Geffen-Debütalbum und erkannte instinktiv, daß die zugleich modernen und tribalen Rhythmen und Patterns des Schlagzeugers auch hervorragend in einen improvisierten Kontext passen würden.Als ECM 1989 sein 20jähriges Jubiläum feierte und aus diesem Anlaß einige hochkarätige Konzerte in Paris veranstaltete, lud der Produzent den französischen Schlagzeuger ein. Katché ließ sich die reizvolle Gelegenheit nicht nehmen und trat im Trio mit Jan Garbarek und dem indischen Geiger Shankar im La Cigale auf. Garbarek war sofort von Katchés Spielweise begeistert und lud ihn dazu ein, Mitglied seiner Band zu werden. Mit Garbarek nahm Manu Katché seitdem die Alben "I Took Up The Runes", "Ragas And Sagas", "Twelve Moons", "Visible World" und "In Praise Of Dreams" auf. Auch bei der diesjährigen Tournee der Jan Garbarek Group wird der Schlagzeuger (alternierend mit Trilok Gurtu) wieder partizipieren. Im September und Oktober wird Katché diese Tournee allerdings unterbrechen, um einige Konzerte mit seiner "Playground"-Band zu geben: am 25. September tritt er beispielsweise in Berlin auf, am 26. September in Essen, am 27. September in Hamburg und am 30. September in München.Weitere Termine für 2008 in Planung. -- pure.de


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Top-Kundenrezensionen

Von F. Kreber VINE-PRODUKTTESTER am 20. September 2007
Format: Audio CD
Klang die erste Platte Neighbourhood für mich stellenweise etwas gekünstelt und behäbig, so ist mit Playground Manu Katches Konzeption voll aufgegangen. Eine der besten Scheiben des Jahres! Wahnsinnig sinnliche, mitreissende Musik mit klarem melodischen Akzent, die aber durchaus auch den Intellekt anspricht.
Trygve Seim und Mathias Eick (sax bzw trumpet) lassen ihre Vorgänger Garbarek und Stanko nie vermissen. Im Gegenteil, sie stehen der Musik konzeptionell viel näher, lassen sie lebendig und warm werden. Die Rhythmusgruppe mit Wasilewski(piano), Kurkiewicz (bass) und natürlich Katche(Schlagzeug) ist ein Traum.Sie haben sich seit der letzten Platte deutlich angenähert und sind für sich genommen schon eine Sensation: lockere und doch filigrane Groover;sensible Zuhörer, die nie das Ohr für die Mitmusiker versperren und mit gekonntem Understatement agieren. Die Kompositionen Katches sind zudem ausgereifter und der Band auf den Leib geschrieben. Was fehlt zum Glück ? Diese Band live erleben zu dürfen, vielleicht auch eine Liveaufnahme.Bis dahin... geniessen, geniessen !
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Einige wenige monierten hier bereits, die Platte sei zu seicht und zeige keine Innovationen und vergeben aus diesem Grunde nur 2 Sterne. Über persönlichen Geschmack lässt sich streiten, weshalb die Kritik in Ordnung ist. Aber ECM tut gut daran auch solche Musik unter ihrem Label zu verkaufen, denn es kann den Einstieg in den anspruchsvolleren Jazz (was auch immer das sein mag)bedeuten. Nicht jede/jeder hört von Beginn an arhythmischen experimentellen Free-Jazz. Es bedarf einer Eingewöhnungsphase, denn die meisten Jazz-Stücke erschließen sich nicht beim ersten Hören.
Um es kurz zu sagen. "Playground" enthält ausgezeichnete Jazz-Musik, die relativ ruhig besonders für Einsteiger aber auch fortgeschrittene Jazz-Hörer geeignet ist. Für den Besuch zu Haus könnte die Scheibe ebenfalls erträgliche Musik für den Hintergrund bieten. Wer sich diese Musik dann "erarbeitet" hat, sollte dann irgendwann die typischeren ECM-Aufnahmen testen. Interessant wären hier z.B. Stephan Micus, Egberto Gismonti, Enrico Rava, Charles LLoyd, Dave Holland, Terje Rypdal, Eberhard Weber, John Abercrombie und Arild Andersen zu nennen.
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Format: Audio CD
Inzwischen veröffentlicht ECM leider (fast) keine innovativen Alben mehr, man hat das Gefühl die 100ste Variante von super aufgenommenem Schlagzeug und Piano mit dem ewig gleichen Sax-, Trompeten- oder Klarinettengedudel zu hören. Dass hier inzwischen (fast) alle Künstler versuchen, den Labelsound zu spielen ist schade. Auch Playground ist hier keine Ausnahme: alles begnadete Musiker, aber es gibt nicht eine außergewöhnliche musikalische Idee oder den Funken einer musikalische Aufbruchsstimmung wie z.B. bei E.S.T, vielen Jazzland- oder Sonar-Veröffentlichungen oder den jüngsten David Sylvian/Burnt Friedman-Releases. Enttäuschend, dass diese altmodische Pseudointellektualiät sich hier so ausbreitet, statt Jazz als das zu verstehen, was er sein kann: die gefühlvolle, unbändige und aufrichtige Suche nach neuem Ausdruck. Ohne Dogma und ohne Klischees. Das kombiniert mit der unglaublich guten Aufnahmetechnik: ECM wäre sicher ganz schnell wieder viel mehr als der CD-Lieferant für neunmalkluge HighEndler und Manufaktum-Gutmenschen.
2 Kommentare 73 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Audio CD
Es ist schon erstaunlich, wie der langjährige Sting-Drummer Manu Katche mit seiner ersten CD aus dem Stand eine der besten Jazz-Scheiben des Jahres hingelegt hat.

Langerwartet ist nun endlich sein zweites Werk erschienen. Und es knüpft nahtlos dort an, wo Manu Katche auf "Neighbourhood" aufgehört hat: eingängiger und melodiöser Jazz mit viel Gefühl. Sicher mag das vielen Puristen teilweise zu kommerziell vorkommen, aber muss Jazz immer verkopft oder aber sich in Improvisationen verlierend daherkommen?

Nein, und genau deswegen sind solche CDs wie die von Manu Katche (oder auch Tord Gustavsen, Esbjörn Svensson, ...) so wichtig für den Jazz: sie öffnen auch den Pop- und Rockfans die Türe zu stimmungsvoller und zugleich anspruchsvoller Musik.

Für mich neben Tord Gustavsens "Being There" ganz klar eine der besten Jazz-CDs des Jahres.
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