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TOP 1000 REZENSENTam 31. Juli 2013
Im Original eine Reihe von Kurzgeschichten (zwischen 1976 und 1985 veröffentlicht) um den exzentrischen Helden Haviland Tuf, der auf verschlungen und teilweise recht drastisch geschilderten Wegen an ein sogenanntes Saatschiff gelangt und damit eines der mächtigsten Raumschiffe des bekannten Weltraums besitzt. Gebaut um vor tausend Jahren eine feindliche Macht mit biologischen Waffen zu schlagen, ist man genauso in der Lage seine Ausrüstung auch zur Terraformung und positiven Aufgaben einzusetzen.

Es enthält die folgenden Abenteuer, die lose und doch folgerichtig für dieses Buch zusammengefasst wurden.
"The Plague Star" (1985) – Der Seuchenstern
"Loaves And Fishes" (1985) – Brot und Fische
"Guardians" (1981) - Wächter
"Second Helpings" (1985) – Die zweite Speisung
"A Beast For Norn" (1976) – Eine Bestie für Norn
"Call Him Moses" (1978) – Nennt ihn Moses
"Manna From Heaven" (1985) – Manna vom Himmel
Davor ein eindrucksvoller, bedrückender Prolog.

Tuf ist eine merkwürdige Figur; ungewöhnlich groß, etwas übergewichtig, eigenbrötlerisch, ehrlich bis zum Exzess und auch irgendwie nervig, mit einer ausgeprägten Liebe zu Katzen, kurzum eine interessante Romanfigur nur kein ausgesprochener Sympathieträger. Ein Exzentiker, der mich vage an eine Mischung aus Don Quichotte und Adrian Monk erinnert hat. Die Bezeichnung „Der Ritter von der traurigen Gestalt“, trifft jedenfalls zu.
Die Kurzgeschichten, die sich alle um durch von Menschen gestörte Ökologien in verschiedenen Umwelten drehen, entstanden zu einer Zeit, als sich die Grenzen des Wachstums und die Gefahren der Umweltzerstörung erstmals zu allgemein beachteten Themen entwickelten. Überbevölkerung, schwindende Ressourcen, die Gefahren wenn man fremde Spezies in bestehende Ökosysteme einführt oder bestimmte angebliche Schädlinge ausrottet, hat Martin romanhaft und durchaus unterhaltsam als Stoff für seine Geschichten verarbeitet.

Tuf versucht den Bewohnern verschiedener Welten bei ihren Problemen mit den Mitteln des „öko engineering“ auf seine ganz eigene Art zu helfen, dabei ist er nicht zimperlich und der Roman spiegelt auch etwas den amerikanischen Glauben an das „yes we can“ wieder.
Die Hauptfigur entwickelt sich im Laufe der Geschichten, neben der Ökologie ist einer der Kernthemen wie Macht korrumpiert und Martin hat seine Figur mit viel Macht ausgestattet. Damit verbunden stellt sich die Frage inwieweit es moralisch ist die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen, wenn man die Macht dazu hätte.

Die Hauptschwäche des Romans ist in meinen Augen, die etwas unglaubwürdige Darstellung, wie es dem Romanhelden gelingt in relativ kurzer Zeit die Technik und Wissenschaft des Saatschiffes zu beherrschen und in seinem Sinne einzusetzen. Dazu kommt zu Beginn seine erschreckende Naivität im Umgang mit anderen Menschen und es ist ein Wunder, dass er nicht schon in der ersten Geschichte zu Tode gekommen ist. Als kleines Ärgernis (nur im E-Book?) empfinde ich die abrupten Szenenwechsel innerhalb der Kapitel, die man teilweise optisch noch nicht einmal an Abschnitten ausmachen kann, sondern erst während des Lesens bemerkt.

Fazit: Dennoch ein lesenswertes und bedenkenswertes Buch von Martin mit kleinen Schwächen, welches trotz seiner 30-40 Jahre zurück liegenden Entstehungszeit erschreckend aktuelle Themen behandelt. Für mich hat es nicht ganz zu 5 Sternen gereicht, was aber hauptsächlich an meinen hohen Erwartungen an ein Buch von Martin lag. Thema und Figuren lassen sich nur schwer mit seiner Saga von Eis und Feuer vergleichen.
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am 29. September 2017
Es wäre sinnlos Planetenwanderer mit der GoT Reihe zu vergleichen, daher muss dann wohl Martins erster und bester SF-Roman "Die Flamme erlischt" als Maßstab hinzugezogen werden. Gegen "Dying of the Light" fällt der Sternenwanderer deutlich ab. Gravierend die Tiefe der Charaktere, die beim Sternenwanderer leider nur gering ausgebildet ist. Ein wirklicher Mangel sind die Bilder, die hier immer blas bleiben, obwohl gerade die verschiedenen Szenarien optimale Möglichkeiten für kräftige Bilder geliefert hätten. Er hätte vielleicht noch mal seinen ersten großen Roman lesen sollen.
Doch nicht nur die Personen bleiben farblos, die Möglichkeiten, die ein Riesenschiff bietet, werden nicht genutzt. Hier hätte Martin sich von A.C. Clarkes "Rama" inspirieren lassen können; dagegen ist seine Inspiration von Anderson "van Rijn" nicht gelungen.
Fazit: enttäuschender Episodenroman ohne Überraschungseffekt. 1 Punkt für die Handlung und 1 Punkt für den Autor.
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am 2. März 2016
Haviland Tuf ist alles andere als ein Actionheld aber ein Held, der mit Intelligenz und Menschlichkeit sein Leben meistert. Dabei schätzt er Katzen mehr als Menschen. R. R. Martin hat sich als Romanhauptfigur einen großen, dicken, bleichen und ein wenig autistischen Typen erdacht, dessen Handeln mich irgendwie an Till Eulenspiegel erinnert, den Mitmenschen einen Spiegel vorzuhalten.
Ich habe mich köstlich amüsiert und beim lesen oft geschmunzelt, also beste Unterhaltung. Es muss nicht immer die Spannung sein, die verhindert, ein Buch aus der Hand zu legen.
Mal ganz andere SF, intelligent und ironisch, deshalb 5 Sterne.
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am 19. Februar 2017
Leider kann ich die negativen Bewertungen überhaupt nicht nachvollziehen, denn gerade der Protagonist, Haviland Tuf, mit seiner ruhigen und undurchschaubaren Art hat mich sofort in den Bann gezogen. Er löst seine Probleme und die der anderen durch reine Logik, Vernunft und handelt im Gegensatz zu seinen "Feinden" ausschließlich nach moralischen Grundsätzen. Das ganze Buch behält er seine klare Linie bei, obwohl ihm viele andere mit ihrer hinterlistigen Art jeglichen Anlass dafür geben auch unmoralisch zu werden. Ich finde diesen Charakter stark umgesetzt und so manch einer könnte sich eine Scheibe von ihm abschneiden.
Fazit: Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert und für mich steht bereits jetzt schon fest, daß war nicht das letzte Mal, daß ich den Planetenwanderer gelesen habe!
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am 4. April 2014
Nach der ersten Geschichte war ich fast drauf und dran das Buch weg zu legen.Sie war mir einfach zu blutrünstig und ging schon für meinen Geschmack ins horrorhafte. Als ich dann aber weiter las, gefiel mir der Stil von Martin immer besser und zum Glück ging es auch ohne große Gruseleffekte weiter.
In den einzelnen Geschichten werden immer wieder sehr interessante gesellschaftliche Fragen aufgegriffen. Ein zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit Sichtweisen zur "Schöpfungsgeschichte" und inwieweit der Mensch da eingreifen sollte.
Nicht alle Charaktere finde ich immer gelungen, nicht alle Geschichten sind wirklich spannend und interessant. Insgesamt bietet aber das Buch viel Spielraum für die eigene Interpretation und macht es dadurch lesenswert.
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am 22. März 2017
Ich liebe die Bücher von ihm. Eine gelungene Mischung aus science-Fiction und Ökologie. Sehr fesselnd. Nur zu empfehlen. Es ist in der typischen Weise wie Games of Thrones geschrieben
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am 21. April 2017
Auch bei dieser Lieferung waren mal wieder alle Seiten drin. Mein Sohn hat sie verschlungen. Spannend! Erzählt mir laufend beim Frühstück aus dem Buch.
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am 29. Juni 2016
den späteren "helden" des romans empfinde ich als erfrischend und gewitzt. wie er auf seine ideen kommt aus einem problem eine lösung zu finden ist ebenso typisch wie erfinderisch. der autor bleibt seinen charakteren treu, und hält sich an deren eigenheiten. superempfehlenswert.
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am 3. Oktober 2013
Endlich einmal wieder ein richtiger Science Fiction- Roman klassischer Art, ohne dass gleich ganze Galaxien zerstört oder die Wunder künftiger Datenverarbeitung besungen werden. Statt dessen wird die spezielle Entwicklung von Menschen in extraterrestrischen Kolonien liebevoll und glaubwürdig "gemalt" und mit einer durchaus spannenden Rahmenhandlung verwoben. Das erinnert stark an Jack Vance, einen meiner Lieblingsautoren. Sogar dessen altfränkisch geschraubter Stil findet sich in der Ausdrucksweise des Protagonisten wieder. Nur in einem Punkt verfällt der Autor der Verlockung zur Gigantomanie: warum muss das Raumschiff 30 km lang sein? Die ursprünglich vorgesehene Besatzung von 300 Personen würde sich in so einem Trum wohl nie begegnen.
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am 3. Oktober 2013
Der Held der Geschichte ist sehr ungewöhnlich und vollkommen gegensätzlich zu allen anderen Charakteren. Was mich aber etwas verwirrt hat war die Storyline. Die erste Geschichte zog sich durch das ganze Buch teilweise hindurch und findet am Ende des Buchen einen Abschluss. Mittendrin aber werden "Nebengeschichten" erzählt, die in sich geschlossen sind und kaum Zusammenhang zur Hauptgeschichte haben. Trotzdem waren auch diese spannend und gut erzählt. Das Buch kann ich auf jedenfall empfehlen.
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