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am 23. Januar 2011
Der Werbetext der DVD IM BUSCH VON MEXIKO - DAS RÄTSEL B. TRAVEN propagiert den Fünfteiler von 1967 als allererste deutsche Doku-Fiktion-Serie". Drei Deutsche (Regisseur Jürgen Goslar, Archäologe Ferdinand Anton, Reporter Gerd Heidemann) begeben sich auf die Spur des Schriftstellers B. Traven. Das Rätsel des deutschen (?) Schriftstellers von Romanen wie Das Totenschiff", Der Schatz der Sierra Madre" oder Die Baumwollpflücker" soll gelöst werden. In fünf 25-minütigen Episoden werden eine Vielzahl von Aktivitäten und Interviews mit Zeitzeugen geboten. Am Schluss sogar ein "B. Traven" in eigenen Filmaufnahmen präsentiert.
Auch wenn heute erhebliche Zweifel an den Traven-Recherchen des ehemaligen Stern"-Reporters Gerd Heidemann bestehen (der später auch die sog. Hitler-Tagebücher für die Zeitschrift erwarb) und das Rätsel B. Traven immer noch nicht gelöst ist, strahlt die Produktion aus dem Jahr 1967 bei heutiger Betrachtung immer noch Reiz aus. Faszinierend kommen Originalaufnahmen aus dem Mexiko der 1960er Jahre herüber. Ein kleines TV-Team mit den drei Hauptprotagonisten reiste nicht nur durch die Hauptstadt Mexiko-Stadt. Die Reise führte in verschiedene Winkel des Maya- und Aztekenlandes. Die Aufnahmen in Acapulco oder San Cristóbal de las Casas bringen besonders viel Ambiente herüber. So diktiert Jürgen Goslar in Teddy Stauffers Acapulco-Pool einen Brief oder wagt eine Kletterpartie auf einem Kirchturm in der alten Kolionalstadt. Gelungen auch die im Off erklingende Stimme B. Travens. Sie stammt vom unvergessenen Günther Neutze. Ein wohlklingender, den Schauplätzen passender Soundtrack von Erich Ferstl rundet die Produktion positiv ab. Das Titellied könnte durchaus für die Verfilmung diverser Traven-Abenteuer verwendet werden.
Als Extras bietet die DVD zwei Folgen (jeweils ca. 5 Minuten) aus der Reihe JÜRGEN GOSLAR LIEST B. TRAVEN sowie ein informatives rd. einstündiges Interview mit dem Regisseur und Schauspieler.
Fazit: Gelungene DVD-Veröffentlichung einer erfolgreichen TV-Produktion (lief damals vor der Tagesschau). Ein Stück TV-Historie als Art Journalistenkrimi inszeniert. Bleibt die Hoffnung, dass sich Pidax-Film zwei weiteren Jürgen-Goslar-Arbeiten zu dem Themengebiet annimmt. Dem ein Jahr später für das ZDF entstandenen Doku-Zweiteiler MEXIKANISCHE REVOLUTION (mit einem spektakulären Erik Schumann als Revolutionär Zapato) sowie dem Mehrteiler DIE BAUMWOLLPFLÜCKER (mit Helmut Schmid).
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Februar 2016
Produkt: DVD-s (2 Stück). Herausgeber: S.A.D. Home Entertainment GmbH. ASIN: B004G5V81A.
Titel: Im Busch von Mexiko - Das Rätsel B. Traven.
Produktionsland: BRD. Premiere: 1967.
Mitwirkende: Jürgen Goslar, Gerd Heidemann, Ferdinand Anton, Günther Neutze, Wolfgang Büttner u. A.
Genre: Semidokumentarischer TV-Film in fünf Teilen.
Bild: gut / SW / 4:3. Sprache: Deutsch.
Länge: ca. 125 Minuten.
Specials: Langes, ausführliches Interview mit dem Regisseur und Schauspieler Jürgen Goslar und Leseauszüge aus Travens Werken.

Die Semidokumentation hat mich nicht wirklich begeistert. Ich erwartete mir nämlich gemäß dem Titel eine abenteuerlich und spannend gemachte Suche im Busch von Mexiko, wo die Werke von B. Traven tatsächlich oft ihre Handlung präsentieren. Ich erwartete mir literarische Bezüge zwischen Werk und Schöpfer und Recherche, wie er zu konkretem Stoff gelangte. Aber davon nichts.
Vom mexikanischen Busch sieht man in der Dokumentation ganz ganz wenig bis überhaupt nichts. Ganz kurz wird ein kleiner Indianerstamm erwähnt, ein alter Mexikaner gezeigt, welcher Traven kannte, einige Dorfhäuser in Chiapas gefilmt.
Vieles spielt sich in Stadtbildern ab, viel wird geredet, gemutmaßt, zusammengesetzt, dialogisiert. Es gibt kaum Abenteuer oder Spannung, aber stattdessen eine harmlos inszenierte Revolverknallerei, manche längere Filmszenen aus Travens Literaturverfilmungen und relativ viel unnötiges Getratsche mit Bikinidamen.
Zwischendurch wird immer wieder die Recherche der Suche nach B. Traven vorangetrieben, was sich aber zumeist in reiner Zusammentragung bestehender, vorhandener Materialien erschöpft.
Die teils sachliche, analytische, teils spekulative, suggestive Erstellung von B. Travens geheimnisvollem Persönlichkeitsprofil trägt in sich informative, jedoch auch langweilige Qualität, da es im visuellen Sinn nicht gelingt, den Zuschauer zu unterhalten.
Trotzdem sind einige Infos hilfreich, so dass sich das Produkt einordnen lässt in die Porträtsammlung interessanter Personen dieser Welt.
B. Traven war ein interessanter Mensch, lebte ein Incognito, welches einzigartig und wohl unüberbietbar ist in der Literaturgeschichte.
Das Beste an der Doku ist der Eindruck, dass B. Traven wohl unmöglich alleine erlebte oder schrieb, was er in seinen Büchern schildert, sondern es innerhalb seiner Werke noch andere Personen geben muss, welche in seinem Kontaktumfeld erlebten, schrieben oder zumindest erzählten, was in Travens Büchern enthalten ist. Am Eindrücklichsten scheint sich das auf die Personen Frans Blom und August Bibelje zu beziehen, welche wohl einige Abenteuer in Travens Büchern selbst erlebten, schilderten, und vielleicht sogar schrieben, um anschließend als Travens eigene Werke vermarktet zu werden.
Als neutraler Zuschauer gewinnt man den Eindruck, dass B. Traven seine Identität möglicherweise darum verbarg, weil er letztenendes nicht der ausschließlich reine Schriftsteller war, der seine Werke allein geschrieben hätte, sondern möglicherweise verschiedene Erlebnisse anderer Personen literarisch ausschlachtete und als die eigenen ausgab.
Es wird heute als nahezu gesichert betrachtet, dass B. Traven im Jahre 1882 geboren wurde als Otto Feige, später als Schauspieler das Pseudonym Ret Marut annahm, als Anarchist die Zeitschrift Der Ziegelbrenner herausgab, im Zuge der Zerschlagung der Münchener Räterepublik unter Lebensbedrohung ins Ausland floh, nach Mexiko einreiste, hier ein geheimnisvolles Leben führte und schließlich weltbekannte Werke schrieb.
Die Dokumentation spricht diese Fakten aus, verliert sich jedoch in der Aufzählung der Daten, anstatt das Flair mexikanischen Abenteuertums, welches sich in den Werken Travens niederschlägt, zu visualisieren.
Der hohe Anspruch der Filmproduktion ist in jedem Fall zu würdigen, doch gleichzeitig der lahme Smalltalkstil innerhalb der männlichen Protagonisten nicht zu leugnen.
Positiv ist, dass sogar B. Traven in einer kurzen Filmszene zu sehen ist.
Nachdem man die Doku zu Ende gesehen hat, bleibt das Gefühl zurück, dass es mit B. Traven nicht in Allem lupenrein zugegangen haben mag und es der Wahrheit gegenüber geschuldet hätte sein müssen, die wahren Väter von Travens Abenteuern zu bezeugen. Sicher war auch er einer dieser Väter - aber höchst wahrscheinlich nicht der einzige.
Beim Verfolgen der Doku wird einem bewusst, wie viele Unwahrheiten B. Traven vor der Welt produzierte, wie oft er falsche Angaben machte, offenbar ohne jeglichen Skrupel. Das wirft ein schiefes Licht auf einen Literaten, dessen Werk man schätzt.
Die Uneinheitlichkeit B. Travens und der Art, wie er sich der Welt verbarg oder präsentierte, weist hin auf inhaltliche Ungereimtheiten, existenzielle Brüche, berechtigte Zweifel, welche seine Werke stark relativieren.
Die Doku - "Der Mann, der B. Traven war" ist besser gemacht und interessanter anzusehen.
Mladen Kosar
PS: Leider bin ich nicht in der Lage, auf Kommentare zu antworten.
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am 28. Februar 2011
B Traven, Hal Grove, Torsvan, Ret Marut ? ein tuckisches Anagram.
Mein alter Jugend Freund Michael Baumann und ich auch fienden Deutsch syntax in den Englischen Bucher und English syntax in den Deutschen.
in sehr guter film aber dsa ratsel bleibt.
Dr Jacques Loeb
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