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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
3

am 4. Oktober 2014
Es handelt sich hierbei um ein ungewöhnliches Buch, dem man sich langsam und wohldosiert nähern sollte und es auch kann. Ich habe lange mit mir gerungen und es dann doch erworben - und bisher nicht bereut.

Die beiden Rezensionen vom 31.05.14 und 07.07.14 liegen soweit auseinander, dass ich mir gesagt habe, ich sollte es mir selbst ansehen. Manchmal liegt ja die individuelle Sichtweise zwischen zwei Extremen und die beiden genannten Rezensionen stehen in der Tat für zwei Extreme.

Das Buch behandelt ein sehr umfangreiches Spektrum: Geophysik (Kap. 1), Astrophysik (Kap. 2-8), Biophysik (Kap. 9), Fundamentalphysik (Kap. 10). Dieser Aufbau mag dazu verleiten, dass man das Buch nicht von Anfang bis Ende durchlesen muss. Man blättert ein wenig im Buch herum, findet plötzlich einen interessanten Gedanken und verfolgt ihn, liest sich fest. Oder betrachtet einfach nur eine der sehr guten Abbildungen. Auch einen solchen Um- und Zugang in der wissenschaftlichen Literatur muss und sollte es immer geben.

Es ist kein Lehrbuch und auch kein populärwissenschaftliches Buch, dennoch irgendwie "...neu in der Physikgeschichte", wie es auf der rückwertigen Umschlagsseite heißt. Mathematik kommt schon deshalb vor, weil einer der beiden Autoren theoretischer Physiker ist. Aber sie bricht nicht über den Leser herein; über weite Strecken geht es auch sehr gut ohne Mathematik. Sie bleibt im gesamten Text ein Hilfsmittel, um die Dinge prägnanter darstellen zu können; getreu der Dirac'schen Maxime, dass Mathematik die Physik darstellbar und lehrbar macht.

Wegen des genannten Spektrums sollte ihm ein großer Leserkreis sicher sein: Geologen, Astrophysiker, Biologen, Mediziner, Pharmazeuten und letztlich eben auch "Vollblut"-Physiker; vor allem aber auch Studenten dieser Fächer.

Dem genannten Personenkreis sei - trotz des beinahe grenzwertigen Preises - dieses Buch zur (kritischen) Lektüre empfohlen. Dem Buch selbst wünsche ich weitere Auflagen.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. Juli 2014
Dieses Buch wurde vollmundig in diversen Wissenschaftsmagazinen angekündigt.
Der Titel ist an diesem Buch das Aufregendste: Wissenschaft und Mythen, das geht doch gar nicht zusammen.
Wikipedia mein dazu: "Mythen erheben einen Anspruch auf Geltung für die von ihnen behauptete Wahrheit. "

Die Erwartung ist also groß, was die Autoren für "Mythen" aufdecken. Die Enttäuschung ist mindestens genauso groß. Immer wieder wird auf "Fronten" in der Forschung hingewiesen, die das Undeutliche in der Erklärung entschuldigen sollen.
Ansonsten ist der Text eine endlose Aneinanderreihung von physikalischen Fragen, die sich kaum einer stellt.
Themen sind: Geophysik, Sonnensystem, *-Sterne, Kosmologie, Biophysik, Fundamentalphysik.

Die Antworten sind dann mindestens genauso langweilig wie ihre Fragen, bzw. sind gar keine Fragen:
Massenreiche Sterne erzeugen Neutrinosterne, WIe oft ereignen sich Galaxieverschmelzungen, Die Herzen der Pflanzen sitzen in den Wurzelspitzen, Korrelieren Artsterben und Naturkatastrophen?, Kollektivbewegungen in stark angeregten Kundt-Röhren.

Nur unter maximalem Zwang konnte ich das Buch durchlesen. Immer wieder nickte ich bei den endlosen Fomelreihen und anderen, ins endlose gestreckte Textpassagen und inhaltlichen Wiederholungen ein.

Plus dieses Buches:
- Ausführliche Literaturverzeichnis.
- ersetzt jede Schlaftablette

Fazit: Für 80 Euro sind ein äußerst schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Erwartungen sind angesichts des Buchtitels hoch. Allein die Ausführung liest sich extrem langweilig. Zu den angesprochenen Themen gibt es deutlich Umfangreicheres, Differenzierteres, Mutigeres. Dieses Buch liest sich wie ein Auftrag des Verlages: "Schauen Sie doch mal, was Sie dazu alles zusammenbekommen. Füllen Sie 445 Seiten mit farbigen Abbildungen inklusive."

Wer ist die Zielgruppe? Ich nicht.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. Mai 2014
Interessante Antworten erfordern interessante Fragen.

Dieses Buch weiß zu gefallen. Es ist ein Buch das ihr Wissen um einige interessante Fakten erweitert und für Gesprächsstoff auf den einen oder anderen Dinnerpartys sorgen wird... vor allem wenn Naturwissenschaftler anwesend sind.
Für einige der Antworten benötigt man etwas mehr Wissen aus der Physik, um alles zu verstehen.
Nicht jeder sucht Fakten über die Magnetosphären und leptonischen Windzonen der Pulsare, oder über Akkretion in Röntgen-Binärsystemen. Man darf jedoch nicht vergessen:

Dieses Buch hat nicht den Namen "Alltagsmythen auf dem Prüfstand", sondern "Physikalische Mythen auf dem Prüfstand". Die Zielgruppe dieses Buchs sind Menschen die mit Physik vertraut sind. Man benötigt nicht für alle Fragen ein umfassendes Verständnis für die Physik, aber der größte Teil des Buch setzt dies voraus.

Meiner Meinung nach ist das Buch verständlich geschrieben und ein Gewinn für Physik-Interessierte. Es haben mich nicht alle Artikel interessiert, aber das hatte ich auch nicht erwartet.

Es werden spannende Fragen aufgeworfen wie:
- Wie kam der Sauerstoff in die Erdatmosphäre?
- War der Planet Mars jemals warm genug für stehende Gewässer?
- Warum rotiert der Planet Venus rückwärts?
- War der Urknall heiß, kalt oder entbehrlich?
- Wie unbestimmt ist die Quantentheorie?
- Wie funktioniert das Gehirn? Was ist Intelligenz?
- Wie oft ereignen sich Galaxien-Verschmelzungen?

... und viele mehr!

Oder vielleicht wollten sie auch immer einmal wissen was diese gigantischen Hagelkörner mit Geisterwolken zu schaffen haben?
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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