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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
4
4,0 von 5 Sternen
Phaidon (Philosophische Bibliothek)
Format: Taschenbuch|Ändern
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Die entscheidende Leistung der Autorin in Einleitung und Anmerkungen besteht darin, die "Apologie" des Sokrates im Phaidon als subtile Auseinandersetzung Platons mit dem zeitgenössischen Pythagoreismus zu lesen und damit Positionen, die bisher als bare sokratische Münze genommen wurden, als ironisches Referat der "Philosophie" des Pythagoras zu identifizieren, um auf diesem Wege die authentische Antwort des Sokrates und den genauen Sinn des "Sterbenlernens" heraus zu arbeiten
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am 18. April 2017
Philosophie des Todes: Gift für Jahrtausende. Verirrung in der europäischen Geistesgeschichte mit unzähligen Nachfolgern und Afterdenkern. Wir hätten all die Jahrhunderte eine Philosophie des Lebens so bitter nötig gehabt!
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am 28. Oktober 2007
Apologie, Kriton, Phaidon ist die Reihenfolge Platons in der Erkenntnis von Seele in den Zusammenhängen von Eros und Unsterblichkeit. Wurde noch in der Apologie gezeigt, wie Verteidigungsreden Sokrates aufgebaut werden, erwartet Sokrates im Phaidon den Schierlingsbecher nach der Verurteilung zum Tode in der Apologie. Seine Freunde, auch Kriton, versammelten sich im Gefängnis zum Abschied. Im Gesprächsrahmen von Phaidon und Echekrates sprechen diese beiden über den Tod Sokrates. Aus diesem Rahmen verzweigt Platon in das Zentralgespräch, nämlich die Vorbereitung zum Tode des Sokrates.

Sokrates kennt keine Furcht vor dem Tod. Im Gegenteil, er freut sich darauf, weil der Tod ein Befreier ist, dergestalt, dass seine Seele aus dem Gefängnis des Körpers nach dem Vorbild des orphisch-pythagoreischem Gedankens befreit wird. So beginnt seine Beweisführung über die Unsterblichkeit der Seele, die trotz aller Redekunst von seinen Freunden, insbesondere Kriton, angezweifelt wird. So legt Sokrates mehrere Beweisführungen vor.

Er beginnt mit der Behauptung und dessen Ableitung von der (1) Präexistenz der Seele, die somit vor der Geburt bereits existiert und in Folge nach dem Tode weiterlebt. Das Phänomen der (2) Wiedererinnerung (anamnesis) zwingt zur Voraussetzung, dass der Mensch bereits ein Wissen von Begriffen und Gestalten hat, die es ihm ermöglicht, in der Kombination von (1) sich in der Vielheit der Erscheinungen auch auf die Sehweise der Gleichheit zu konzentrieren, da die Seele gerade wegen ihrer Präexistenz Gleichheit kennengelernt hat. Die Fragen der Freunde, dass gerade wegen der Präexistenz das Weiterleben der Seele als zwingend angesehen werden muss, bejaht Sokrates, da die Seele sich mit dem Unsichtbaren, Beständigen, Ewigen befasse, der Körper hingegen beziehe sich nur auf die vergehende Welt. In dieser Unterscheidung liegt es nahe, dass beiden ein unterschiedliches Schicksal bevorsteht. Geht die Seele in die Ewigkeit, der Körper in die Vergänglichkeit, ist allerdings die Seele des Philosophen als absolut rein zu betrachten. Damit geht die philosophische Seele hinüber ins Göttliche. Seelen in den Körpern von Menschen, die nur gemäß ihrer Begierde lebten, werden zurück in die Körper von Tieren gehen.

Sokrates führt weiter aus, das (3) Wahrheit nur im Denken liege und nicht in sinnlicher Erfahrung. Dieses Argument der Unsterblichkeit führt den Gedanken der Wiedererinnerung (2) fort, da die Eigenschaften von Dingen nur auf Grund der Teilhabe an einer übergeordneten Idee vorhanden sind. Etwas Schönes ist schön, weil es der Idee des Schönen entspricht.

Als letztes Argument bringt Sokrates die Aussage, dass (4) die Seele eine ausschließliche Verbindung zum Leben habe, dieses unumstößlich betrachtet und damit der Seele unterstellt, niemals eine Verbindung mit dem Tod eingehen zu können.
Dieser platonische Dialog schließt mit dem Bericht über die letzten Stunden des Sokrates.

Sokrates stellt sich als abgeklärter Rationalist dar, seine vorgetragenen ethischen Postulate hat er verinnerlicht, selbst auf dem Wege in den Tod. Sein Gedanke über den Vorrang des Geistes über den Körper trägt er mit stoischer Bestimmtheit vor, seine Unbeirrbarkeit, begonnen in der Apologie und hier im Angesichts des Todes, zeigt sein vehementes Wollen, Recht zu behalten.

Dass seine Überlegungen nicht von intimer Überzeugung sein können, lassen die vier Beweisführungen vermuten. Wäre der abgeklärte Sokrates der festen und logischen Überzeugung, hätte ein Argument, vorgetragen in seiner üblichen Dreischritt-Methode, gereicht. Dass er behauptet, sich in dem Sinne der reinen und philosophischen Seele direkt zu den Göttern zugehörig zu fühlen, hätte nicht zum letzen Satz zu Krition führen dürfen. "Mein Kriton, wir müssen dem Asklepios einen Hahn opfern."
Hier zeigt Sokrates deutlich, dass er von dieser Welt ist und nicht sein Denken ihm im Sinne des Geistes eine Unsterblichkeit der Seele aufzeigen kann.

Dennoch ist mit dieser Haltung eine Modellgestalt des Griechentums etabliert.
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HALL OF FAMEam 12. Dezember 2008
Mit dem Dialog Phaidon hat Platon seinem Lehrer Sokrates ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Er nimmt die Abschiedsrede des zum Tod Verurteilten aber auch zum Anlass, seine eigene Sicht der Präexistenz, Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit der menschlichen Seele darzulegen. Die größte Aufgabe der Seele ist laut Platon die Loslösung vom Diktat des Körperlichen und der Aufstieg zum höchstmöglichen Guten, dem Göttlichen. Wie es der Hauptfigur Sokrates gelingt, philosophische Überzeugungen mit praktischem Handeln zu vereinen, beeindruckt bis heute. Entsprechend starken Einfluss hatte der Phaidon auf die weitere Entwicklung der Philosophie. Das Werk diente sowohl im Hellenismus als auch im Christentum als wichtige Denkanregung und wurde noch in der Neuzeit von Philosophen des Rationalismus und der Aufklärung herangezogen. Die Frage, was uns als Menschen ausmacht und was das für unsere Lebensentscheidungen bedeutet, ist und bleibt aktuell. Der Phaidon ist eines der ersten Werke der Geistesgeschichte, das diese Frage zu beantworten versuchte.
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