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Pflicht und Verlangen: Roman (EDITION CARAT) Gebundene Ausgabe – 23. November 2011

4.6 von 5 Sternen 27 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Kapitel 5
Belustigt über Charlottes Bemühungen, die Regeln der Etikette hier mitten im Wald aufrechtzuerhalten, musterte Captain Battingfield sie einen kleinen Moment interessiert. »Ich wäre kein Gentleman und würde mir sicher die Missbilligung Ihres Onkels zuziehen, würde ich eine Dame bei anbrechender Dämmerung allein im Wald herumirren lassen. Ich schlage deshalb vor, wir gehen zu Fuß.«
Das Wort ›herumirren‹ hatte eine empfindliche Seite bei Charlotte berührt. Es ärgerte sie, dass der Captain wie fast alle männlichen Wesen offensichtlich davon ausging, dass Frauen per se unfähig waren, sich zu orientieren und immer und in jeder Lage des männlichen Schutzes bedurften.
»Wie Sie ja vorher schon bemerkten, war ich keineswegs in der Situation, ›herumzuirren‹, Sir. Ich pflege mich nicht zu verlaufen. Mein Vater hat mir allerdings schon früh beigebracht, meinen Weg allein und sicher auch in unwegsamem Gelände zu finden. Eine Fähigkeit, die für einen Archäologen unerlässlich ist, da sich das Ziel seines Interesses nun einmal naturgemäß häufig außerhalb heutiger menschlicher Zivilisation befindet, sonst müsste er ja nicht danach forschen, nicht wahr?«
Er hob eine Augenbraue in sichtlichem Erstaunen über ihre etwas zu engagiert vorgetragene Rede und meinte, sich ein vergnügtes Lachen nur mit Mühe verbeißend: »Ich höre mit Interesse, dass Sie der Profession der Altertumsforschung nachgehen. Es war mir nicht bewusst, dass Millford Forrest von archäologischer Bedeutung ist.«
Charlotte, die nun selbst merkte, dass die Situation eine ungewollte Komik entwickelte, lenkte ein.
»Touché!«, sagte sie keck und schenkte ihm ein offenes Lächeln, das ihn zu freuen schien. Zusammen begannen sie weiterzugehen, während Charlotte versöhnlich erklärte: »Selbstverständlich diente mein Spaziergang nur meinem eigenen Vergnügen und selbstverständlich bin ich nicht als Forscherin unterwegs.« Sie seufzte leicht. »Obwohl ich manchmal wirklich wünschte, ich könnte es. Mein Vater forschte bis zu seinem Tod in Griechenland mit besonderem Schwerpunkt in Delphi. Sie kennen sicher das Delphische Orakel aus den mythischen Erzählungen. Aber er studierte auch die hellenischen Schlachten und die Geschichte der Sibyllen, genauer die Sibyllinischen Weissagungen, die eine große Bedeutung in der römischen Geschichte haben. Von erheblichem Ruf war jedoch seine delphische Forschung.«
»Und Ihr Vater hat Sie auf diese Reisen mitgenommen?«, fragte Battingfield interessiert.
»Ja, oft! Auch meine Mutter, da die Ausgrabungen häufig einige Wochen in Anspruch nahmen. Er hasste es, so lange von seiner Familie getrennt zu sein und so wurde ich in alles einbezogen und hatte sogar das Glück, Griechisch und Latein sozusagen vor Ort und im Wortsinne ›am vorliegenden Objekt‹ erlernen zu können. Ich vermisse das wirklich sehr. Die Bildung, die einer jungen Dame der Gesellschaft zugestanden wird, ist leider nicht eben tiefgehend. Zeigt man mehr Interesse als es als schicklich angesehen wird, zieht man den Unwillen der Lehrpersonen auf sich.« Charlotte seufzte unwillkürlich tief auf. Da hatte sie ungewollt einen ihrer wunden Punkte preisgegeben. Seltsam, sie kannte diesen Mann erst seit zehn Minuten und begann bereits, zumindest Teile ihres Innenlebens vor ihm auszubreiten. Es war sicher mehr Zurückhaltung angebracht.
»Aus Ihnen spricht ja ein gewaltiger Wissensdurst«, antwortete der Captain. »Das ist sehr erfreulich bei einer jungen Frau. Ich habe zu meinem Bedauern oft den Eindruck gewonnen, dass die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts sich eher für die neueste Garderobe, Haus und Garten und den gesellschaftlichen Klatsch interessieren. Nun, eventuell und in seltenen Fällen noch für Literatur.«
»Oh, glauben Sie das nicht, Sir! Ich darf Ihnen versichern, dass meine jungen Schülerinnen am Institut - zumindest die begabteren unter ihnen - sich ebenso interessierten wie ich, für Wissenschaften aller Art von Astronomie über Geschichte bis hin zur Biologie. Auch für Kunst, Literatur und Musik, ja auch diese sogar zu ersinnen und nicht nur wiederzugeben, zeigen weibliche Wesen ebensolches Geschick wie ein Mann.«
In ihrem Eifer hatte sie sich ihm zugewendet und ergänzte nun in einem Tonfall, aus dem Leidenschaft und die ärgerliche Enttäuschung über ihre Erfahrungen in Longbottom sprachen: »Wenn man sie denn nur ließe! Aber es ist nicht erwünscht und man hat mir mehr als einmal deutlich gemacht, dass dies der guten Erziehung mehr schade als nütze. Und womöglich haben meine Kolleginnen und die Institutsleiterin recht damit, da das geweckte Interesse ja nicht befriedigt wird und damit nur Unzufriedenheit hervorruft, was den erhofften Frieden eines zu gründenden Hausstandes der jungen Damen stören mag. Obwohl ich persönlich das zu bezweifeln wage.«
Plötzlich bemerkte Charlotte, was sie gerade in ihrem leidenschaftlichen Engagement von sich gegeben hatte. Es war einfach mit ihr durchgegangen. Am liebsten hätte sie sich jetzt auf die Zunge gebissen. Sie redete sich hier um Kopf und Kragen. Was sollte Captain Battingfield jetzt von ihr denken?
»Verzeihen Sie, Sir! Sie müssen einen schönen Eindruck von mir bekommen.«
»Allerdings, Miss Brandon, ich habe den allerschönsten Eindruck von Ihnen gewonnen«, erwiderte ihr Gegenüber und sah sie mit unverhohlener Neugier an.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe etwas länger gebraucht, bis ich mich an diesen Roman herangetraut habe - ich mag Regency und Jane Austen-Verfilmungen unheimlich gerne, habe mich aber mit dem Schreibstil von Jane Austen sehr schwer getan und mich auch nur durch ein einziges Buch von ihr durchgekämpft.
Der Schreibstil von Eva-Ruth Landys ist aber moderner und läßt sich gut lesen. Gerade am Anfang des Buches finden sich viele Fußnoten, die Persönlichkeiten, Traditionen oder auch Namen erklären. Wer sich mit Regency noch nicht so auskennt, kann auch erst die Erklärungen dieser Zeit am Ende des Buches lesen, hier wird sehr ausführlich auf diese Zeit eingegangen.

Zum Inhalt brauche ich mich nicht weiter zu äußern, hier ist der Klappentext super gelungen, da ist nichts hinzuzufügen.

Die Personen in dem Buch sind sehr bildhaft dargestellt. So lernt man Charlotte kennen, eine für damalige Zeiten sehr moderne Frau, ihre Tante, eine sehr berechnende Frau und natürlich Lord Battingfield, der in einer unglücklicken Ehe gefangen ist.
Auch die Nebenfiguren sind nicht weniger liebevoll gezeichnet, man kann nicht anders, als sie entsprechend zu lieben oder zu hassen.

Trotz der wirklich schönen Geschichte habe ich mich manchmal zum weiterlesen zwingen müssen. Es hätte für meinen Geschmack einiges weggekürzt werden können, damit die Geschichte ein wenig schneller in Schwung kommt. Ich habe mich auch ab und zu dabei ertappt, daß ich Seiten quergelesen habe. Erst weit nach der Hälfte habe ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen können, weil endlich Fahrt in die Geschichte kam und ich dem Ende entgegengefiebert habe.

Für Fans von Jane Austen und historischen Romanen ein sehr empfehlenswertes Buch. Andere Leser können vielleicht eher über die Längen im Buch hinwegsehen - von mir gibt es deswegen "nur" 4 Sterne.
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Format: Gebundene Ausgabe
Charlotte Brandon kommt im Alter von 21 Jahren nach dem Tod ihrer Eltern und ein paar Jahren in einem Institut für höhere Töchter nach Millford Hall, wo sie von ihrem Onkel Lord Alistair Millford adoptiert werden soll. Dies oder ein Dasein als Gouvernante waren die einzigen Alternativen für die junge, intelligente und wissensdurstige Frau, doch schnell nach ihrer Ankunft zweifelt sie daran, den richtigen Weg für sich gewählt zu haben. Lady Millford, die engherzige und lieblose Gattin ihres Onkels ist nämlich alles andere als begeistert über die Entscheidung ihres schwerkranken Mannes, dem sie sein Vorhaben aber weder ausreden noch abschlagen konnte. Ist Charlotte doch das Kind einer ausgesprochen skandalösen Beziehung: in jungen Jahren brannte Elisa Millford, Alistairs Schwester, mit einem Studenten und Wissenschaftler durch und lebte fortan mit ihm und später auch mit der Tochter in Griechenland, ohne jemals wieder Kontakt zu ihrem Zuhause zu haben. Nun bereut Alistair mittlerweile seine Härte gegenüber seiner Schwester und will dies an der Nichte wieder gut machen.

Lady Millford dagegen sieht in Charlotte nicht mehr als eine Art Handelsware, die so schnell wie möglich an einen reichen Schwiegersohn verschachert werden muss. Da die Millfords ohne Erben und Frauen nicht erbberechtig sind, sieht sie ihre eigene Stellung in Gefahr, fiele doch der ganze Besitz nach dem Tod ihres Mannes so an den Staat. Schnell hat sie auch einen in ihren Augen passenden Mann für Charlotte parat: the right honourable Gaylord Terency, Sohn eines Marquis. Dass dieser ein pervers veranlagter Psychopath ist, stört sie dabei nicht im Geringsten.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Bei diesem Roman handelt es sich um einen netten Liebesroman, bei dem man merkt, dass er mit sehr viel Herzblut geschrieben wurde. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten ist wirklich schön und romatisch beschrieben. Die Autorin legt zu dem Wert auf viele historische Fakten und die wissenschaftliche Entwicklung, was sehr interessant ist. Ich vergebe trotzdem nur drei Sterne, weil die Geschichte wirklich unsäglich konstruiert wirkt. Ein paar Zufälle machen mir eigentlich nichts aus, wenn die Geschichte mich fesselt, aber hier ist es wirklich zu viel. Man hat vor allem das Gefühl, dass die Autorin unbedingt ihr geschichtliches Wissen einbringen wollte und versucht hat ihre Geschichte da drum herum zu spinnen. Auch die Liebesgeschichte wird von unglaublichen Zufällen getragen, so dass man wirklich nur noch mit den Augen rollt. Dazu kommt leider noch ein solches Gutmenschentum und eine Eindimensionalität dass meine Lesefreude zum Ende hin wirklich sehr geschwächt war. Hier gibt es wirklich nur sehr, sehr gut und sehr, sehr böse. Beides ist bis an die Grenzen ausgeprägt. Die Protagonistin müsste eigentlich ein wissenschaftliches Universalgenie sein, so begabt ist sie. Natürlich dabei extrem bescheiden. Für die "Bösen" finde ich keine Worte - man kann es sich denken. Das Buch wir ja mit Vergleichen zu Jane Austen beworben, was mich nicht dazu bewegt hat es zu lesen. Ich bin also nicht mit dieser Erwartung an das Buch ran gegangen. Allerdings habe ich mich beim Lesen schon gefragt, wie dieser Vergleich zustande kommt. Es gibt absolut gar nichts, was mit Jane Austens Schreibstil zu vergleichen ist. Wer hier den feinen Sprachwitz, die Ironie und Beobachtungsgabe einer Jane Austen erwartet, wird sicher sehr enttäuscht sein.Lesen Sie weiter... ›
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