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Pergolesi: Stabat Mater, Laudate pueri & Confitebor
 
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Pergolesi: Stabat Mater, Laudate pueri & Confitebor

1. November 2013 | Format: MP3

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Produktinformation

  • Ursprüngliches Erscheinungsdatum : 28. Oktober 2013
  • Erscheinungstermin: 1. November 2013
  • Label: Warner Classics International
  • Copyright: 2013 Radiotelevisione svizzera di lingua italiana under exclusive licence to Erato / Warner Classics, Warner Music UK Ltd.
  • Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal. Weitere Informationen.
  • Gesamtlänge: 1:10:48
  • Genres:
  • ASIN: B00G2DHF3E
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen 23 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.253 in Alben (Siehe Top 100 in Alben)

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Von Lilienthal am 3. November 2013
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Eine neue Einspielung von Pergolesis "Stabat Mater", die endlich den aktuellen Stand der Interpretation von Barockmusik umsetzt, wurde schon dringend erwartet. Die vorliegende Aufnahme übertrifft die Erwartungen sogar; sie ist tatsächlich ein Meilenstein in der Interpretationsgeschichte dieses Werks. Die Stimmen von Julia Lezhneva und Philippe Jaroussky mit ihrem reinen, knabenhaften und außerordentlich süßen Klang harmonieren hervorragend miteinander. Die Stimme von Jaroussky zeigt in dieser Aufnahme, dass sie sich in den letzten Jahren (und Monaten, wie man in Konzerten hören konnte) in eindrucksvoller Weise weiterentwickelt hat. Sie zeigt ein weiches, rundes und farbenreiches Klangspektrum, wie es kein anderer Countertenor auch nur ansatzweise erreichen würde, und dies mit einer vollkommen natürlichen Gesangsweise ohne auch nur die geringste Anstrengung. Jarousskys Stimme schwingt sich schwerelos auf, wie es für Kirchenmusik ideal ist. Sein einzigartiges Timbre liegt dabei nach wie vor zwischen Sopran und Mezzosopran, mit einer inzwischen etwas volleren Basis im Altregister und wunderbaren starken tiefen c1s und b0s. Lezhnevas Stimme ist vibratolos, in der Höhe unglaublich klar, ohne jemals schneidend zu werden, und in der Tiefe erstaunlich voll, kräftig und dunkel gefärbt.
In der Technik überzeugen beide vollkommen. Lezhnevas Intonation ist makellos, ihre Koloraturen sind wie gestochen scharf, musikalisch gestaltet sie vollkommen angemessen und ohne jegliche Übertreibung. Jaroussky zeigt sich einmal wieder als ein hochintelligenter Musiker, der die Partitur genauestens studiert, die Stilmittel der jeweiligen Dekade und Musikgattung genau kennt und so überlegt wie hochsensibel jedes Detail jeder Phrase gestaltet.
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Format: Audio CD
Das "Stabat mater" von Giovanni Battista Pergolesi war schon im 18. Jahrhundert das am häufigsten gedruckte Musikstück und musste sich zahlreiche mehr oder weniger stilfremde Bearbeitungen gefallen lassen. Der "kritische Musikus" J. A. Scheibe machte sich sogar die Mühe, Pergolesis stellenweise "fehlerhafte" lateinische Textdeklamation zu "verbessern". Johann Sebastian Bach adaptierte das Werk durch Unterlegung eines deutschen Textes "Tilge, Höchster, meine Sünden" (nach Psalm 51) für den evangelischen Gottesdienst; seine Bearbeitung wurde unter der Nummer 1083 ins BWV aufgenommen (den Hinweis "di G. B. Pergolese" hat eine fremde Feder nachträglich auf Bachs Manuskript ergänzt). Die Originalfassung, die sich erfreulicherweise längst wieder durchgesetzt hat, zählt zu den am häufigsten auf Tonträger aufgenommenen Werken der Musica Sacra. Der "Bielefelder" listet eine stattliche Zahl hochkarätiger Aufnahmen. Um so erstaunlicher, dass in unserer Zeit der schnell gefertigten und hochgejubelten Marketing-Produkte noch eine Aufnahme produziert werden konnte, der es mühelos gelingt, sich an die Spitze der wahrlich nicht schmalen Diskographie dieses Werkes zu setzen.

Was man hier zu hören bekommt, ist schlicht und einfach unglaublich. Diego Fasolis und seine "Barocchisti" sowie die beiden Gesangssolisten Julia Lezhneva und Philippe Jaroussky treffen den Ton des hochsensiblen Werkes mit traumwandlerischer Sicherheit und verleihen ihm eine schwebende Leichtigkeit, die nicht mehr von dieser Welt ist. Sie verschmähen es dabei keineswegs, die in der Komposition enthaltenen Affekte und Effekte sinnfällig auszuspielen, ohne die Würde des Gegenstandes - die Gottesmutter vor dem Gekreuzigten - zu verletzen.
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Format: Audio CD
Ich muss vorausschicken: Ich liebe dieses Werk! Sogar Bach hat es schon zu Lebzeiten "gecovert". Das sagt doch alles! Um so frustrierender war die Suche nach einer Einspielung, bei der man nicht in jedem 2. Teil an irgendetwas Anstoß nimmt.

Bei den meisten Interpretationen überstehe ich nicht einmal den 1. Satz. Zum Einen kenn ich Interpretationen, bei denen egomanische Solisten die herrlichen Dissonanzen zwischen den Singstimmen, durch grausame Tremoli zerstören und Ihnen so Ihre Schönheit und suggestive Kraft nehmen. Es sollte sich doch nun auch wirklich zum letzten Sänger herumgesprochen haben, dass man Pergolesi, Bach etc. so nicht mehr verunstaltet. Beispiele: das tolle Ensemble „Les Talens Lyriques“ unter Christophe Rousset, mit dem genialen Andreas Scholl und einer Barbara Bonney, die doch lieber beim romantsichen Lied geblieben wäre. Das finde ich besonders ärgerlich wenn eine an sich gelungene Sache von einer Person zerstört wird. Herr Rousset wählt die Solisten doch selbst, denke ich. Unverständlich!!! Von Rousset gibt es bei Youtube auch noch eine perfekte Einspielung mit u. A. Vivica Genaux zu sehen/hören, von der es aber eben leider keine CD-Aufnahme gibt. Die Einspielung des Stabat Mater, an der Anna Netrebko beteiligt ist, möchte ich eigentlich nicht einmal durch eine Erwähnung würdigen. Es verlangt auch heute niemand, dass man nur noch unter 1000%-prozentiger Anwendung der historsichen Aufführungspraxis musiziert. Da gibt es schließlich auch innerhalb dieser Szenze alleine schon wieder genug verschiedene Deutungen und das ist ja auch gut so.
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