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Paulette am Strand: Roman zur Einführung in die Soziologie Taschenbuch – 31. Oktober 2008

3.8 von 5 Sternen 12 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gerhard Wagner, geb. 1958, ist Professor für Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Buchpublikationen gehören u.a.: Projekt Europa (2005); Kultur in Zeiten der Globalisierung (2005): Eine Geschichte der Soziologie (2007); Communicating in the Third Space (2008). Er ist Mitherausgeber der fünfbändigen Ausgabe der Werke Albert Salomons (2008/09).

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

LESEPROBE:

Ebenso ermattet wie das gleißende Gold des Mittags erscheint Agnès mit zwei Getränkedosen in der Tür des Wohnwagens: 'Du hast Deinen Nachmittag geopfert, um mir zu helfen. Das war sehr lieb. Danke!'

'Gern geschehen!'

'Was möchtest Du als Erfrischung: Eistee mit Pfirsichgeschmack oder Cola light?'

'Cola wäre mir lieber', antwortet Paulette.

Agnès blickt zum Himmel, an dem ein Paragleiter im Tiefflug vorbeischwebt, und ist auch schon über die Türschwelle gestolpert: 'Hoppla! Nichts passiert … Bleib’ sitzen!' Lächelnd gibt sie Paulette eine Dose und lässt sich ihr gegenüber in den anderen Campingstuhl sinken.

Wieder entspannt, öffnet Paulette das Cola mit einem lauten Zisch und trinkt einen Schluck: 'Was Du gestern über das Sehen gesagt hast, ist faszinierend. Hätte nie gedacht, dass es eine soziologische Bedeutung hat.'

'Die Sinne sind die Brücke, über die man zu den Menschen gelangt, um sie wahrnehmen und erkennen zu können. Andererseits hinterlässt jeder Sinneseindruck immer auch eine Wirkung in einem selbst: Sympathie, Antipathie, Heiterkeit, Traurigkeit, Lust, Unlust, Interesse, Desinteresse, was auch immer … Ein entstelltes Gesicht wirkt abstoßend, eine sanfte Stimme anziehend.'

'Wenn ich Dich gestern richtig verstanden habe, ist das Auge wichtiger für die Soziologie als das Ohr, oder?'

'So pauschal lässt sich das nicht sagen. Aber Deine Frage ist nicht abwegig, schon allein weil das Auge selbst ein soziales Organ ist. Das Ohr ist egoistisch.'

'Wieso?'

'Es nimmt nur und gibt nichts. Erst zusammen mit dem Mund, der Laute von sich gibt, entsteht ein Geben und Nehmen, und das auch nur im Nacheinander, denn man kann nicht richtig sprechen, wenn man hört, und nicht richtig hören, wenn man spricht. Das Auge verschmilzt das Geben und Nehmen in einem einzigen Blick. Es kann nicht wahrnehmen, ohne wahrzugeben, denn jeder Blick ist ausdrucksvoll. Jemand hat einmal gesagt: Das Auge entschleiert dem Anderen die Seele, die ihn zu entschleiern sucht.'

'Dann ist das Auge das Fenster der Seele, durch das man hinaus- und hineinsehen kann.'

'Du hast also doch Sinn für Poesie!' Lächelnd öffnet Agnès ihren Eistee und nippt daran: 'Mit dem Auge erkennen wir den Anderen und geben uns ihm zu erkennen.'

'Deshalb vermeidet man den Blickkontakt, wenn man etwas ausgefressen hat. Stimmt’s?'

'Im Blick von Auge zu Auge kommt es auf beiden Seiten zu einem gleichzeitigen Erkennen und Erkanntwerden, was natürlich auch Wirkungen auf beiden Seiten hinterlässt, sodass man von einer Wechselwirkung sprechen kann. In diesem Blick entsteht die unmittelbarste und vollkommste Gegenseitigkeit, die es zwischen Menschen gibt …'

'… also auch zwischen uns beiden im Moment … vis-à-vis …'

'Ich sehe Dich und sehe, dass Du mich siehst. Du siehst mich und siehst, dass ich Dich sehe. Wir sind uns unmittelbar gegenwärtig, und schon beginnt das Nehmen und Geben. Ich erkenne etwas in Deinen Augen, das eine Wirkung in mir hinterlässt …'

'Was … was erkennst Du?'

'Neugier.'

'Im Ernst!'

'Eine unbändige Lebenslust …'

'Und was bewirkt das in Dir? Sympathie?'

'Unbedingt!'

Paulette lächelt.

'Indem ich Dich erkenne, gebe ich mich zu erkennen. Du erkennst etwas in meinen Augen, das eine Wirkung in Dir hinterlässt, und gibst Dich wiederum zu erkennen. Nun können wir Blicke tauschen. Ich werfe Dir einen fragenden Blick zu …'

'… weil Du wissen willst, was ich erkannt habe und was das in mir bewirkt hat, nicht wahr?'

'Stimmt …'

'Das verrate ich nicht, aber weil mir gefällt, was ich gesehen habe, antworte ich mit einem strahlenden Blick', den Paulette mit einem Augenaufschlag prompt in ihr Gesicht zaubert.

Agnès nimmt einen Schluck Eistee: 'Dieses Fragen und Antworten macht noch deutlicher, dass zwischen uns eine Wechselwirkung stattfindet: dass wir Wirkungen aufeinander ausüben und Wirkungen voneinander empfangen.'

'Wechselwirkung, das klingt eher nach Physik …'

'Kein Wunder, die physikalischen Grundkräfte sind Wechselwirkungen. Wenn ein Körper auf einen anderen eine Kraft ausübt, übt dieser auch auf ihn eine Kraft aus. Die Kräfte können die Körper verformen und ihren Bewegungszustand verändern.'

'Aber was hat das mit Soziologie zu tun? Unsere Körper haben sich doch nicht verformt!'

'Das haben sie wohl! Meine Sympathie für Dich, was ist sie anderes als eine kleine Delle in meiner Seele?'

'Das ist doch nur eine Metapher, auch wenn sie wunderschön klingt.'

'Das wäre tatsächlich nur eine Metapher, wenn sich nicht gezeigt hätte, dass die Psyche auf eine physikalische Grundlage reduziert werden kann. Jeder psychische Zustand ist letztlich mit einer Konfiguration von Elementarteilchen identisch. Das bedeutet einerseits, dass eine auf sie wirkende Kraft die Psyche mehr als nur metaphorisch verformt. Und es bedeutet andererseits, dass sie selbst als Kraft auf andere Psychen wirken kann. Dadurch entstehen auch auf dieser hinzukommenden psychischen Ebene Wechselwirkungen.'

'Aber wohl kaum durch Gedankenübertragung …'

'Wechselwirkungen werden durch Austauschteilchen vermittelt. Was auf der physikalischen Ebene Photonen, Gluonen, Bosonen und andere Vermittler leisten, leistet auf der psychischen Ebene das Verhalten und Handeln, das die Psychen verursachen. Schon mit unseren Blicken, die mit jedem Wimpernzucken unsere Bewegungszustände sichtlich verändern, wirken wir aufeinander. Erst recht mit unseren Fragen und Antworten. Das alles ist soziales Handeln und das wiederum ist der soziologische Grundbegriff schlechthin.'

'Handeln?'

'Soziales Handeln! Man handelt, wenn man mit dem, was man tut, einen Sinn verbindet. Sonst verhält man sich nur, etwa so ungeschickt wie ich vorhin, als ich für einen Moment abgelenkt war und prompt stolperte. Mein Blick zum Himmel war eine bloße Reaktion auf eine unerwartete Reizwirkung und auch mein Stolpern war kein Handeln, sondern Verhalten, denn ich habe keinerlei Sinn damit verbunden …'

'… wie es die Clowns im Zirkus tun, die absichtlich stolpern, um die Zuschauer zum Lachen zu bringen.'

'Das ist dann schon soziales Handeln. Man handelt sozial, wenn man mit dem, was man tut, einen Sinn verbindet, der sich am Verhalten oder Handeln anderer Menschen orientiert. Als ich stolperte, bist Du aufgesprungen, um mir zu helfen. Du hast Dich also an meinem Verhalten orientiert, so wie sich die Zuschauer im Zirkus am Handeln der Clowns orientieren, wenn sie über deren Stolpern lachen und applaudieren, um ihre Anerkennung auszudrücken. Die Szene zwischen uns war einseitiges soziales Handeln, die im Zirkus ist zweiseitig, weil beide Seiten mit dem, was sie tun, einen Sinn verbinden, der freilich keineswegs derselbe sein muss …'

'…aber sein kann, wie bei uns, als wir uns in die Augen blickten, um einander zu erkennen und voneinander erkannt zu werden.'

'Nun ist es die Aufgabe der Soziologie, soziales Handeln zu verstehen, indem sie die Motive in Erfahrung bringt. Der Sinn des Handelns ist nämlich in Sinnzusammenhänge eingebettet, die den Handelnden mehr oder weniger bewusst als die Motive, das heißt als die psychischen Triebkräfte erscheinen, die ihr Handeln verursachen. Auch wenn der Sinn derselbe ist, können die Sinnzusammenhänge verschieden sein.' Agnès senkt die Stimme: 'Dabei macht sich die Soziologie seherische Kräfte zu Nutze …'

'Wohl noch mit Glaskugel und so! Das meinst Du doch nicht ernst!'

Agnès zwinkert Paulette zu: 'Insoweit schon, als sie dem Augensinn folgt, der, wie Du seit gestern weißt, verallgemeinert. Wenn man einen Menschen sieht, assoziiert man ihn in seiner Vorstellung automatisch mit...


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