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am 26. Mai 2003
Mit vollem Recht wird im Hardenberg Opernführer der Solti-Parsifal als die Referenzaufnahme bezeichnet. Solti gelingt es mit den großartigen Wiener-Philharmonikern die weihevolle Gralswelt unnachahmlich stimmungsvoll zum Klingen zu bringen. Die Sängerbesetzung ist von außergewöhnlichem Rang und höchster Qualität: Rene Kollo, als schlank singender Parsifal, Christa Ludwig, die den Wechsel von der glühenden Verführerin zur Büßerin überzeugend gestaltet, lediglich Dietrich Fischer-Dieskau als Amfortas bleibt seltsam blaß. Das eigentliche Ereignis dieser Produktion ist jedoch der Gurnemanz von Gottlob Frick. Wie alterweise dieser große Künstler die langen Passagen der Erzählungen gestaltet, mit welcher Inbrunst er den Karfeitagszauber erfüllt,das ist Wagnergesang in selten erreichter Vollendung. Darüber hinaus ist der Sänger - obwohl er fast 70 Jahre alt war als dieser Parsifal gemacht wurde - stimmlich voll präsent. Der legendäre Frick-Bass klingt wie in seinen besten Zeiten. Ein wirklich unvergleichliches Rollenporträt. Höchstens Kurt Moll kann in jüngerer Zeit als Gurnemanz vergleichbares bieten. Es war die letzte große Studioproduktion des großen deutschen Bassisten. Ein Abschied wie er schöner kaum sein kann.
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Solti präsentiert die bestmögliche Besetzung der Kundry (Christa Ludwig). Es ist nicht untertrieben, sie als zentrale Figur des Parsifal zu bezeichnen, da alle Männer des Stücks in gewisser Weise an ihr leiden (Amfortas, Klingsor, Parsifal), auch wenn sie gesanglich nur im zweiten Akt wesentlich präsent ist. Die Titelpartie ist mit dem jungen René Kollo akzeptabel besetzt, zumal kaum überzeugende Darsteller dieser rätselhaften Rolle vorhanden sind. In der umfangreichen Partie des Gurnemanz überzeugt Gottlob Frick, dessen volles Können offenbar erst in diesen Mammutpartien (auch: Hagen) deutlich wird.
Fischer-Dieskau als Amfortas und Zoltan Kelemen als Klingsor kann man sicherlich nicht als Idealbesetzung loben, doch zeigen beide durchaus Positives: Fischer Dieskau durch überlegte Deklamation und Verinnerlichung der Rolle (dafür weniger Dezibel und Sekunden bei den Erbarmen" - Rufen) und Kelemen durch Stimmschönheit und Interpretationsansätze (bei immer noch vorhandenem ungarischem Akzent).
Allerdings erscheint die Besetzung des Titurel mit dem betagten Hans Hotter mehr als fragwürdig, zumal hier ein tiefer Bass gefordert wäre. Solti sorgt für eine zügige, transparente Lesart der Partitur und achtet akribisch auf Klangeffekte (Auswahl echter Kirchenglocken). Die RHYTHMISCHE UND DABEI STETS EMOTIONALE Ausarbeitung der Partitur wird man so in anderen Aufnahmen kaum finden - beispielhaft wäre hier für mich die Motivik der Amfortas-Klage aus dem ersten Akt.
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TOP 500 REZENSENTam 15. August 2012
Solti war ein wechselndes Glück bei seinen Wagner-Aufnahmen beschieden. Von sehr guten Aufnahmen (v.a. der Ring) bis hin zu reichlich verunglückten (Meistersinger, Holländer). Der Parsifal gehört sicher zu seinen besten Wagner-Interpretationen. Er findet über weite Strecken den "richtigen Ton", eine gute Mischung zwischen Dramatik und Verinnerlichung und Weihevollem. Es ist ein im positiven Sinne altmodischer Wagner. Es gelingt Solti zwar nicht, in die Tiefen des Werkes vorzudringen, wie es Knappertsbusch gelungen ist (v.a. live 1951 mit Windgassen, Mödl und Weber). Aber er liefert eine sehr schlüssige Konzeption des Werkes ab, hierin z.B. Karajan und auch Levine überlegen. Die Wiener Philharmoniker und der Staatsopernchor sind ihm dabei verläßliche Stützen.

Die Sänger sind dabei nicht alle makellos. Kollo ist ein guter Parsifal, seine weiße Stimme passt v.a. zum reinen Toren Parsifal, der später geläuterte Parsifal gelingt ihm nicht ganz so gut. Die Ludwig ist eine wohltönende Kundry, die beide Elemente der Kundry darstellen kann: das Verführerische, wie das Abgründig-Verzweifelte: ob sie ganz den Mut der Entäußerung hat, wie z.B. eine W. Meier oder eine M. Mödl, sei jetzt einmal dahingestellt, ein faszinierendes Rollenportrait ist es allemal. G. Frick ist ein beeindruckender Gurnemanz, sicherlich eine der besten überlieferten Interpretationen dieser Rolle. Was nun Fischer-Dieskau angeht, so stößt er an stimmliche Grenzen, leidet aber v.a. deklamatorisch exaltiert. Was als Rollenpotrait in Ordnung geht. Die übrigen Sänger sind gut.

In der Gesamtwirkung ist dies immer noch eine der besten Studioaufnahmen und auch Gesamtaufnahmen. Karajan scheidet diesbezüglich schon alleine aus Gründen der problematischen Sängerbesetzungen aus, Levine's Aufnahme hat diesbezüglich ähnliche Probleme.
Wenn also Studioaufnahme und nur ein Parsifal, dann dieser. Ansonsten greife man doch zum alten Knappertsbusch, die Aufnahme von 1951 ist für mich immer noch unerreicht, was die Gesamtwirkung angeht, bei einer durchaus akzeptablen Tonqualität.
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am 15. April 2004
Die Aufnahme besticht in der remastered version durch noch besseren Klang.
Ganz besonders einmalig das wunderbar pompöse Dirigat Soltis und der wirklich einmalige, unvergessene Gottlob Frick als schwäbisch sarturierter Gurnemanz. Ebenfalls sehr wertvoll Kollo als Protagonist, ausnahmsweise fast ohne verstimmte Töne und Suche nach dem richtigen Stimmansatz. Nicht minder bestechend Christa Ludwigs Kundry und auch Dieskaus Amfortas verpflichtet eigentlich jeden Wagnerianer zum Kauf dieser Aufnahme. Einziger kleiner Wehrmutstropfen ist der Gieskannen-Titurel des Hans Hotter - erfreulicherweise die unbedeutendste Partie! Wenn also einen Studio - Parsifal, dann diesen! Oder eben den in der Aufnahmequalität bescheidenen Bayreuth-Mitschnitt unter Knappertsbusch mit London, Windgassen und Konsorten.
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am 3. Januar 2006
Es ist schon so ein Kreuz mit den "Schwanengesängen" so ziemlich aller Komponisten: oft ist unmittelbar vorher das markigste, strahlenste Werk entstanden und noch viel häufiger folgt diesem als letztes Wort ein elegisches Seufzen, entrückt und spährisch wie in der jeweiligen Werkeheerschau noch nichts bisher Dagewesenes. Richard W. bildet da sicher keine Ausnahme; nach dem bahnbrechenden "Ring" (insbesondere dem symbolischen Scheiterhaufen unserer allseits beliebten Götter) schickt er mit seinem Parsifal ein Bühnenweihfestspiel hinterher, was verträumter, spiritueller und -bei Wagner immerhin ein Aufhorchen- gottesfürchtiger nicht sein könnte. Der symbolische Ölzweig der Noahschen Taube ist hier im wahrsten Sinne des Wortes zum Bayreuthschen Fenster hineingeflogen, von Neuland kündend, welches der Meister selbst erschuf und doch nur noch durch so manch kühne Interpretationen dieses seines letzten Werkes zu erreichen vermag...
...und eben eine solche Interpretation hat Solti mit "seinen" Wagner-Wienern geschaffen. Um seine hohe Stirn, kraftvoll und akzentbetont taktstockschwingend, versammelt er so nebenbei ein Ensemble, welches die vielschichtigen Rollen der Wagner-typisch eigenwillig interpretierten Gralslegende wunderbar auszufüllen weiss. Gottlob Frick als Gurnemanz steht dabei an erster Stelle; sein mächtiger Bass zeigt dem unbedarft, mit zunehmender Handlung an Sicherheit gewinnenden Parsifal-Kollo den Weg; die Interaktionen zwischen den beiden sind maßstabssetzend für die gesamte folgende Parsifal-Generation. Daneben Christa Ludwig als Kundry, die die Rolle mit einer Leidenschaft angeht, die ich bislang noch in keiner anderen Einspielung des Werkes derart schätzen gelernt habe. Fischer-Dieskau und Hotter tun ihr Übriges um den trauten Reigen prächtig und individuell zu ergänzen; allein Zoltan Kélémen scheint seinen Klingsor mitunter ein wenig zu sehr zu individualisieren, was dem ansonsten homogenen Bild ein wenig Abbruch tut. Aber welch Makulatur! Was hier durch die Boxen erschallt ist sakraler als so manches Stabat Mater, dramaturgisch eine stetige Himmel- und Höllenfahrt und gleichzeitig beruhigender als in Noten gefasster Kombucha. Die perfekte Symbiose eines Meisterwerkes der Bühnendramaturgie, das dem Meister nicht umsonst so sehr ans Herz gewachsen war. Mit dem ehrwürdigen ungarischen Weltbürger Sir Georg hat sich jemand auf eine Mission begeben, die zu oft scheiterte und selten so grandios gefochten ward wie hier. Zugreifen, das IST der Gral!!!
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am 13. Juli 2004
Hier zeigt sich die Musik Wagners absolut autentisch. Durch die digitale Überarbeitung sitzt der Hörer mitten im Geschehen. Instrumente und Stimmen stehen wie in Stein gemeißelt im Raum und sind auch in der Tiefe klar ortbar. Die Geigen erscheinen geheimnisvoll durchscheinend, die Posaunen bestimmend und drohend.Trotz "Weihespiel" eine schnörkellose und doch gefühlvolle Interpretation Soltis (eigentlich wie immer)! Auch die stimmlichen Qualitäten aller Sängerinnen und Sänger lassen nichts zu wünschen übrig. Zu dieser Aufnahme haben sich wirklich die Besten für das Beste zusammengefunden.
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