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Paradiesstraße: Lebenserinnerungen der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit Taschenbuch – 3. Mai 2004

4.5 von 5 Sternen 15 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieses Buch geht zu Herzen. Lena Grigoleit, die Bäuerin aus dem kleinen Dorf Bittehnen bei Tilsit, schon im Memelländischen gelegen, erzählt ihr Leben. Ulla Lachauer, die kenntnisreiche und einfühlsame Autorin von Büchern und Filmen aus dem ehemaligen deutschen Osten, hat ihre Geschichte aufgeschrieben und bleibt dabei in der Diktion der Bäuerin. Man meint den breiten ostpreußischen Dialekt zu hören und ist angerührt von den Geschichten dieser Frau. Sie hat ein hartes Leben hinter sich gebracht. Dieses Buch ist keine sentimentale Heimatschnulze, es ist die wunderschön wiedergegebene Geschichte einer Bäuerin im so fernen Ostpreußen." (Die Zeit)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, lebt in Stuttgart. Sie arbeitet als freie Journalistin und Dokumentarfilmerin. Buchveröffentlichungen: Die Brücke von Tilsit (1994), Paradiesstraße (1996), Ostpreußische Lebensläufe (1998), Ritas Leute (2002), Der Akazienkavalier (2008), alle bei Rowohlt.


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die Lebenserinnerungen der ostpreußischen Landwirtin Lena Grigoleit, zusammengeschrieben von Ulla Lachauer, nehmen den Leser von der ersten Seite des Buches an mit auf eine aufregende und sehr vielseitige Reise in das Memelland.
Es wird eine Zeitreise auf der wir die Landwirtin Lena von Kindheit an begleiten, mit ihr eine glückliche, wenn auch teils denkwürdige Zeit im Memelland verbringen, in den Wirren des Krieges einige Einblicke in die harten Widrigkeiten der Flucht und der Wiederkehr in die Heimat erleben.
Es stockt einem der Atem, als Lena mit ihrer Familie nach Sibirien verbannt wird, doch die ungebrochene Zuversicht der Lena Grigoleit ist und bleibt das Schlüsselerlebnis dieses wundervollen Buchs, denn die Hoffnung stirbt nie und so nehmen wir Teil an einer Rückkehr in die Heimat und erleben eine Frau, die verletzlich und doch so stark ist und mit einer gelungenen Mischung aus Heiterkeit, Melancholie und der nie endenden Liebe zu ihrer Heimat, ihrem Hof und ihren Tieren den Leser bis zum Ende gefühlvoll Einblicke in ihr bewegtes Leben gibt.
Dieses Buch gibt gerade uns jungen Leuten, die wir kaum eine Vorstellung von der damaligen Zeit haben, einen sehr lebendigen Einblick ohne belehrend den Zeigefinger erheben zu wollen oder Opfer und Täter suchen zu wollen. Sie führt uns eine von unzähligen Lebensgeschichten einer bewegten Generation vor Augen, die doch einzigartig und etwas ganz besonderes war.
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Format: Taschenbuch
Wunderbar, einfach wunderbar. Ich bin von diesem Buch begeistert und mein Respekt gilt nicht nur der außerordentlich mutigen und gescheiten Bäuerin Lena sondern auch Ulla Lachauer, die monatelang bei Lena lebte und nun ihr Leben im Detail bildhaft, informativ und einfühlsam beschrieben hat. Wer, wie ich, eine Schwäche für Lebensläufe und Biographien hat, der wird an diesem Buch seine helle Freude haben.
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Format: Broschiert
"Ich bin ein Glückskind". Die zweisprachig aufgewachsene Ostpreußin Elena Grigoleit (1910 - 1995) aus dem kleinen Dorf Bittehnen an der Memel, das nacheinander zu Preußen, Litauen, zum Nazireich, zur Sowjetunion gehörte, sagt von sich, daß sie "immer noch Glück gehabt" habe. Zwar sei es ihren in den Westen gezogenen Verwandten materiell besser ergangen: "Aber ich möchte nicht tauschen... Heimat ist Heimat, da kannst Du nichts Besseres finden".

Ulla Lachauer hat Lena Grigoleit 1989 kennengelernt, als sie Bittehnen als Schauplatz von Johannes Bobrowskis Roman "Litauische Claviere" aufsuchte. Weitere Besuche schlossen sich an, bei denen sie die erzählbegabte Bäuerin interviewte. Mit "Paradiesstraße" hat sie das Porträt einer bemerkenswerten Frau vorgelegt, die sich mit Selbstbewußtsein, Zähigkeit, aber auch schweijkhafter Pfiffigkeit der jeweiligen politischen Situation anzupassen wußte und dennoch sich selbst treu blieb.

Die Bauerntochter erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Jugendliebe, von ihrem längst verstorbenen Mann, auch von der Ermordung der Juden und von ihrer Flucht vor den anrückenden Russen. 1951 wird ihre gesamte Familie für fünf Jahre nach Sibirien verschleppt, weil sie mit drei eigenen Kühen als Großbauern gelten. Trotz aller Erschwernisse hat sie die Verbannung in guter Erinnerung: "In Sibirien war das Leben schöner".

Lena Grigoleit ist auf Drängen ihrer Kinder in hohem Alter nach Deutschland gereist; ein Verwandtschaftsbesuch. Ihre Eindrücke aus dem Land der Überflußgesellschaft sind ein Spiegel, in dem der Leser durchaus kein feundliches Bild seiner selbst entdecken wird.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
..............wie Lena Grigoleit, möchte ich auch gern sein.
Mitten in die Sonne hinein geboren, in der Paradiesstraße lebend, und so voller Humor und Zuversicht, das kann nur Reichtum der besonderen Art sein.
Ulla Lachauer hat L. G. einige Zeit in ihrem Zuhause besuchen und begleiten können.
Und da L.G. noch erzählen kann, wie sie es von früher her kannte, hat U.L. diese Lebenserinnerungen aufschreiben können und zu Stande kam dieses wunderbare Buch über eine Frau, die sich durch ein Leben voller Höhen und Tiefen, niemals hat unter kriegen lassen.
Und immer wieder kommt der ostpreußische(!) ;-) Humor bei den Erzählungen durch, der mich mitten im Text hat lachen lassen.
Vieles ist schon über den Inhalt geschrieben worden, deshalb möchte ich es nicht wiederholen, aber ich komme nicht daran vorbei hier kund zu tun, dass dies eines der Bücher ist die man gelesen haben sollte, wenn man sich u.a. für Biographien und Lebenserinnerungen der Menschen interessiert, die wirklich was zu sagen haben.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Eine Lebensgeschichte , die zum Nachdenken anregt, bei der man mitleidet und sich mitfreut. Aber auch ein Geschichtsbuch. Geschichte, erzählt aus Sicht einer einfachen und lebensklugen Bäuerin, die ihr Leben meistert. Absolut lesenswert.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ein hochinteressantes Buch für alle, die sich für die Geschichte Ostpreussens sowie die Schicksale der Menschen in dieser Zeit interessieren. Und ebenfalls beispielgebend dafür, was manche Menschen alles durchmachen mussten und trotzdem den Kopf oben und die Freude am Leben behielten. Der Autorin ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen, Lenas Leben so aufzuschreiben, dass man meinen könnte, sie hätte es selbst getan. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
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