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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 1. September 2006
„Ortsgespräch“ ist die Fortführung von „Generation Golf“ mit ähnlichen Mitteln. Ein leicht wehmütiges Buch, voll mit Geschichten, die beginnen könnten mit „weißt du noch?“. Und wie so oft bei Illies kann man sich in der Tat daran erinnern. Gut: Katja hieß bei mir nicht Katja, Tante Do nicht Tante Do und mein "Schlitz" war nicht "Schlitz". Aber darum geht es auch gar nicht.

Es geht um eine Art sentimentalen Konservatismus, der sich in der Generation Golf breit macht, der allerdings nichts mit Politik zu tun hat. Es geht darum, die Dinge wiederzuentdecken, vor denen man mit etwa 18 Jahren in die große weite Welt geflohen ist. Im Prinzip ist es ein Liebesbrief an die Provinz, geschrieben, wie Illies nun mal schreibt. Überraschungen darf hier niemand erwarten.

Natürlich fehlt auch in „Ortsgespräch“ nicht der Versuch, den Leser nachdenklich und mit einem Stirnrunzeln zurück zu lassen. Das wird dieses Mal zwar mit den Schilderungen der schleichend größer werdenden Probleme der deutschen Provinz etwas früher eingeleitet (und nicht erst auf den letzten Seiten wie bei seinem Erstlingswerk), so recht gelingen will es Florian Illies aber auch in seinem vierten Buch nicht. Macht aber nichts. Wer „Generation Golf“ mochte, wird auch „Ortsgespräch“ mögen, wer „Generation Golf“ schon banal fand, der wird mit „Ortsgespräch“ erst recht nichts anfangen können. Ich jedenfalls lasse mich immer wieder gerne von ihm mitnehmen auf eine schön geschriebene Reise in die Vergangenheit.

Was an dem Buch allerdings „frech“ sein soll, bleibt das Geheimnis der „Welt am Sonntag“.
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am 20. November 2010
...hätte es werden können. Ist es aber leider nicht geworden. Warum? Schon auf dem Umschlag gibt es den entscheidenden Hinweis: "liebenswerte Skurrillitäten der deutschen Provinz" will Illies enthüllen. Abgesehen von dieser abgedroschenen Klischeeformulierung, nur weil das Leben in kleineren Orten seine Besonderheiten hat ist es noch lange nicht skurril oder eigenartig, vmtl. nicht einmal liebenswerter als anderswo. Aber das werden Metropolenbewohner wie Illies wohl nie begreifen, auch wenn sie selbst aus genau solchen Orten stammen. Nur in deren Vorstellungswelt gibt es diese Art Provinz die im Buch beschrieben wird; für Großstädter für die "draußen auf dem Land" unmittelbar hinter der Stadtgrenze von Berlin beginnt, und der Rest Deutschlands in dörflicher Tristesse versinkt. Genau für solche Großstadtbewohner hat Illies auch seine Provinz erfunden, eine Provinz in der die Zeit irgendwann in den 60igern stehengeblieben ist. In der vorsintflutliche Elektrogeräte und Computer benutzt werden, eine ganze Region keinen Handyempfang hat, sondern noch Wählscheibentelefone mit Schnur besitzt; und in der eine abonnierte Tageszeitung nicht geliefert wird weil der Besitzer des Schreibwarenladens das nicht begreift. In der die Menschen sich benehmen wie Figuren aus der Augsburger Puppenkiste, und auch die dazu passenden merkwürdigen Namen haben. Das Buch liefert auch gleich noch einige Erkennungsmerkmale für provinzielles Verhalten dazu; ich muß zu meiner Schande gestehen daß ich tatsächlich ertappt wurde. Erstens, ich habe eine Duschmatte im Badezimmer liegen, die lt. Illies, jeder Großstädter mit spitzen Fingern sofort entfernt, und zweitens, ich benutze noch eine traditionelle Kaffeemaschine, die tatsächlich röchelnd ihren Dienst tut. (jetzt gerade!) Obwohl das, auch lt. Illies, bei modernen Menschen nicht mehr üblich ist. Morgen werde ich mir noch ein beschichtetes Brettchen für mein Abendessen besorgen und mich dann dumpf-dämlich aber glücklich ins provinzielle Nichts aufmachen.
Liebenswert-skurril ist eben der falsche Ausdruck wenn man Menschen als geistig zurückgeblieben, rückständig, primitiv und spießerhaft abqualifiziert, allein aufgrund ihres Wohnortes. Da hilft es auch nichts daß im Vorwort erklärt wird alles sei erstunken und erlogen. Das Buch hinterläßt einen zweifelhaften Nachgeschmack und wirklich zum Lachen ist es auch nicht, trotz der für den Autor typischen "Genau so wars"-Momente und gewohnt origineller Formulierungen.
Fazit: Für Großstadtbewohner oder solche die sich dafür halten liefert diese Buch eine detaillierte Zusammenfassung aller gängigen Klischees, für alle anderen knapp 2 Std. Kopfschütteln und zusätzlich das ungute Gefühl zuviel Geld für zuwenig Inhalt ausgegeben zu haben.
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am 3. September 2006
Vorweg: Ein gutes Buch, auch wenn es nicht das Momentum von "Generation Golf" (GG) hat und in der medialen Öffentlichkeit haben wird.

Die Mechanik des Buchs ist jene der US-amerikanischen Soziologen à la Postman und Sennett: Individuelle Erlebnisse werden abstrahiert und stehen dann für kollektive Empfindungen einer Generation, respektive Gegend. Hier ist es nun die Provinz, die so genannte, die sich Florian Illies ausgesucht hat.

Anekdotenreich und mit viel Liebe und Verstand fürs Detail guckt er hinter Theken, Tankstellen und Tante-Emma-Lädchen auf dem Lande. Süffisant endet fast jeder (kleine) Abschnitt mit einem kleinen Seitenhieb auf die Gegebenheiten -- ohne die Menschen bloßzustellen. Die Menschen im Übrigen haben alle Namen; ein gewohntes Stillmittel aus GG1 und GG2 und der Herren Stuckrad-Barre und Kracht.

"Generation Golf" beschrieb noch den Markenkosmos der 80er-Jahre; In "Ortsgespräch" sind es die Interaktionen der ländlichen Bewohner zu einander: Hier wird getratscht, eingeweckt, man geht zum Konfirmandenunterricht, klettert nachts über Freibadzäune (und wird vom Dorf-Sheriff des Platzes verwiesen) undsoweiter.

Die Golf-Generation, die heute das Buch bei Wellness-Wasser mit Green-Lemon-Geschmack im Ikea-Sessel liest, -- egal, ob in der Großstadt oder auf dem Lande -- wird die beschriebenen Erlebnisse, Orte, Personen wie eine Checkliste im eigenen Erinnerungs-Archiv abhaken können: "Ja, so war es auch bei mir!" Und: "So schlecht war es nun auch wieder nicht."

Illies beschreibt seinen Heimaturlaub wie einen Besuch im Heimatmuseum (so auch eine Kapitelüberschrift in dem Buch) und stellt die These auf, dass wir (da ist wieder dieses famose "wir") uns nach eben jenem Landlleben sehnten. Gehetzt durch Coffee-to-go und SMS strebten wir alle nach eben diesem Stück vertraute Provinz. Warum dies so ist, wird er uns wohl in "Generation Golf Drei -- Der Schrottplatz". offenbaren; "Ortsgespräch" ist mehr eine Beschreibung der wellenförmigen Entwicklungen in der Provinz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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am 18. Dezember 2008
Diese Buch ist einfach nur schlecht und überflüssig. Wer RTL/SAT1/PRO7/ Comedians lustig findet, der ist mit diesem Buch gut beraten. Eine Ansammlung von unzusammenhängenden und flachen Anekdötchen, die alle untereinander austauschbar sind. Das Geschreibsel liest sich als ob Illies nur um des Schreibens willen eben dieses tat. Finger weg.
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am 3. April 2008
also ich selber komme aus der gegend, habe in fulda studiert und war während dieser zeit sehr oft bei freunden in schlitz. ich hatte generation golf gerne gelesen. zudem hat meine lieblings-studienkollegin mal zum besten gegeben (sie kam aus einem nachbarort), dass florian und ihre schwester einst auf dem schulhof geknutscht hätten. wow, ich sehe schon die schlagzeilen ;-)). dies alles waren für mich natürlich gründe, das buch vor antritt meiner österlichen bahnreise voller neugierde zu erstehen. in zwei stunden war es gelesen und ich habe gedacht: hmm, das hätte ich sicher besser gekonnt. war richtig lau, keine struktur und auch der sonst gewohnte humor hat mir gefehlt. nun verkaufe ich es wieder. sollen andere schauen, ob sie dem was abgewinnen können. allein der titel ist authentisch. auf ortsgespräche wurde immer geachtet.
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am 28. Mai 2007
Hi,

eigentlich hatte ich mir mehr erhofft. Dieses Buch reicht auf keinen Fall zu

Generation Golf hin. Es ist eher ein bischen langweilig und viel zu melancholisch. Wenn es früher nämlich so toll war, warum ist es jetzt anders ? Als Zwischenlektüre ist es aber dennoch zu empfehlen.
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am 9. Februar 2007
Willkommen im schönen Schlitz!

Schlitz. Ein kleines, idyllisches Städtchen im Fuldatal, auch gern als Provinz bezeichnet, ist in Florian Illies neustem Werk der literarische Hotspot jeglicher Handlung.

Mit einem Hauch Nostalgie schildert der Autor, selbst in Schlitz geboren, welche Vorzüge das Leben auf dem Lande hat. Oder besser; haben sollte, als er in niedergeschriebener Form die Erlebnisse seines Heimaturlaubs darlegt.

In Schlitz wird noch zum Ortstarif telefoniert, Kaffee getrunken, während der Rechner hochfährt, Anekdoten vor dem Bollerofen ausgetauscht oder im Kindergarten Hochzeit gefeiert. Da ist die Welt noch in Ordnung! Denkt der Leser, wenn er sich den Alltagskuriositäten des Schlitzerlandes gegenübergestellt sieht.

Süffisante Kapitel, die u.a. mit Angeltechniken ausgeschmückt erzählen, wie man denn am besten den Blinker dicht am Schilfgürtel des hiesigen Karpfenteiches entlangführt um einem kapitalen Hecht beizukommen, oder wie sich die wirtschaftliche Situation in Schlitz mehr und mehr dem Wandel der Zeit angepasst hat.

Denn: Die Wirtschaft in Schlitz gleich der Reise nach Jerusalem, wo jedes Jahr ein Stuhl mehr beiseite geschoben wird.

Vom Heimatmuseum, dem Schreibwarenladen um die Ecke, nächtlichen Schwimmaktionen im Freibad, der lokalen Stammtischkultur und der Theorie, dass die Zuwanderung südländischer Nationalitäten positive Auswirkungen auf den Sperrmüll vor den Schlitzer Häusern hat, beschreibt Illies ein von Alltäglichkeiten untermauertes Leben in der Provinz". Einem Ort, nach dem sich so mancher Großstädter zu sehen scheint.

Ein Hauch von Fernweh, ein Vielfaches an Humor und eine flotte, kecke und freche Schreibweise machen aus dem Ortsgespräch" wahrlich ein Buch, dass nicht nur in den Bestsellerlisten Einzug nahm, sondern vielmehr auf Dauer unvergessen bleiben wird. Die Animierung, diesen Titel mehr als einmal zu verschlingen" (was nicht allzu schwer ist) ist demnach sehr groß.
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am 25. Oktober 2006
Wo „Latte Machiato“ noch immer modischer Schnickschnack ist, wo die Telefonvermittlung bereits nach der dritten Stelle durchstellt und der Herbst sich im süßlichen Geruch von Entsaftern und Obstkuchen-Blechen ankündigt, dort fängt Florian Illies Ortsgespräch an.

Ein Loblied auf die dörfliche oder kleinstädtische Heimat, die viele von uns vor Jahren erleichtert zurückgelassen und im großstädtischen Rummel um Ausbildung, Nightlife und Job längst verdrängt haben – bis, ja bis alljährliche Ereignisse wie Weihnachten oder der Geburtstag von Tante Do uns zur kurzen Rückkehr in eine vergessene Welt zwingen.

„Natürlich ist in diesem Buch alles erstunken und erlogen“, warnt Illies alle jene, die bei der Lektüre seiner kurzweiligen Episoden in romantische Verklärung versinken wollen. Seiner genauen Beobachtung entgeht weder der unvermeidliche Niedergang dörflicher Traditionsgeschäfte noch der schwungvolle Internet-Handel rüstiger Rentner im raufaserverkleideten Dachgeschossbüro. Und dennoch schlägt er eine Saite in uns an, die offenbar aufs Schwingen gewartet hat: sei es aus reiner Nostalgie oder sei es aus Sehnsucht nach jenen Zeiten, in denen der Ortstarif noch im Acht-Minuten-Takt zählte, der mitternächtliche Besuch im Freibad zum illegalen Sommer-Highlight gereichte und der Sirenenalarm samstags um 12 Uhr niemals Feuer, sondern den endgültigen Beginn des Wochenendes anzeigte.

Ein ebenso unaufgeregtes wie pointiertes Buch über eine Parallelwelt, die es immer noch geben soll – irgendwo hinter Kassel oder tief verborgen im Kopf moderner Urbaniten.
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am 10. September 2006
Florian Illies "Ortsgespräch" machte in vielen Rezensionen neugierig: Schlitz - die Provinz - sollte Thema des neusten Werkes sein; mal was ganz anderes als all der Generattion Golf Kram zuvor.

"Back to the roots" kann das neue Lebensmotto dieser Generation nun also lauten: All die in die Stadt gezogenen Landeier müssten sich ihrer ländlichen Wurzeln nicht schämen, laut Illies ist es in der Metropole mittlerweile sogar hip, sich im Freundeskreis darin zu übertrumpfen, wer denn nun aus dem kleinsten Kaff käme( Klar ist es ebenso hip, mit dem obligatorischen Becher Kaffee in der Hand durch eben diese Großstadt zu hasten, das haben wir auch schon tausendmal gehört).

Wer in "Ortsgespräch" nun eine krachende Darstellung des etwas gemächlicheren Landlebens erwartet, geschweige denn eine lustige Darstellung ländlicher Marotten, der wird enttäuscht. Der Autor unternimmt durchaus den Versuch, Eigenheiten des Landlebens lustig darzustellen, doch leider, leider Gottes labert er diese Ansätze gleich wieder seitenlang tot und weiß scheinbar nicht, ob er sich nun auf Schlitz oder auf angebliche Spleens der lieben Mischpoke konzentrieren soll:

So wird munter drauf losgeschrieben, mal hiervon, dann davon. Es fängt schon gleich mit allerhand Tanten und Onkels an, deren Marotten dermaßen ausführlich dargestellt werden, dass man schnell die Lust verliert weiterzulesen und mit dem Eindruck zurückgelassen wird, die Hälfte der Verwandtschaft hätte einen Knall.

Dann ist da noch immer mal wieder von dem Illiesschem Fertighaus die Rede, bei dem immer wieder die Heizung versagt und Heizungsbauer so und so alle Tage wieder anrückt, nachdem Mutti Illies erst einmal ordentlich auf alle Heizungsrohre gehauen hat.

Dann gibts natürlich noch allerhand Läden in der Stadt - einer gleich Wetterstation inklusive (Im Winter steht die Schneeschaufel draußen und ab Frühjahr ein Besen - ganz sensationell). Die kleinen Läden wichen den kleinen Supermärkten, die nun den Discountern wichen. Fazit der Illiesschen Beobachtungen: Das Leben ist hart - auch in Schlitz.

Hart für den Leser aber ist, dass das alles so schrecklich belanglos rüberkommt. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch die nicht vorhandene Struktur des Buches: Man kann es von hinten lesen oder von vorn, es ist egal. Alles ist beliebig oder austauschbar: Ping Pong spielen im nie genutzten Kellerschwimmbad von Familie so und so (ach, die Ölkrise...), Beobachtungen in Feld und Tal, Annährungsversuche an X führten zu nichts und Onkel so und so pflanzt alle paar Seiten seine Blautannen. Und es geht endlos so weiter.

Selbstverständlich wird irgendwo dann auch noch - mal wieder - das goldene Nutellapapierchen erwähnt (gähn), bevor dann im Schlusskapitel seitenlang vollkommen ohne Sinn und Verstand über die Widrigkeiten sinniert wird, einem Trecker auf der Landstraße hinterher zu kriechen, wenn man es eilig hat (da man in Fulda den ICE nach Berlin erwischen muss). Der Bogen spannt sich vom Gekrauche auf der Landstraße weiter über Beobachtungen über den eigentlich kaputten Familientoaster (welcher mit einem pfiffigen Trick immer noch funktioniert), über Duschmatten mit Saugnäpfen aus den Siebzigern, über vorsintflutliche PCs und Drucker, ehe man dann zu hören bekommt, dass es seit einiger Zeit in Schlitz nun auch möglich ist, SMS zu empfangen und mit dem Handy zu telefonieren.

Die letzten Seiten ziehen sich und ziehen sich und ich war froh, endlich auf Seite 206 angekommen zu sein.

Die Message des Buches soll wohl lauten: Schlitz ist ein Stück liebenswertes Deutschland, ein Stück Provinz. Alle Städter zieht es früher oder später wieder Richtung Land und Natur - was man laut Illies ja dann schon merkt, wenn Großstädter Tomaten auf dem Balkon pflanzen. Oder so. Oder: Verwandtschaft ist komisch, aber liebenswert. Wichtig halt. Irgendwie. - Interpretationen beliebig wie der Inhalt selbst.

Wer noch nie in seinem Leben irgendetwas über dörfliche/ ländliche/ provinzielle Strukturen gehört hat, der mag Belanglosigkeiten, dass auf dem Dorf/ in der Kleinstadt samstags schlag Mittag die Sirenen heulen oder abends schlag sechs die Glocken läuten (damit alle nach Hause rennen um Abendbrot von abwaschbaren Brettchen - gabs die nur in der Provinz??? - zu sich zu nehmen), als sensationelle Neuigkeit verschlingen. Der Rest der gewillten Leserschar bleibt zurück und wundert sich am Ende, wie leicht es heutzutage scheinbar ist, ein Buch auf den Markt zu werfen:

Ein bekannter Name, ein paar alte Erfolge und ein paar sinnentleerte Beobachtungen, Aneinanderreihungen und das ganze garniert mit etwas Küchentischphilosophie - fertig ist ein Buch, welches Tante Pia ruhig in ihren warmen Kachelofen werfen kann, wenn sie dessen kleines schmiedeisernes Türchen öffnet um den Onkel Pepi durch den Schacht zum Essen zu rufen...
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am 18. März 2008
Mein erstes und sicher letztes Buch von Florian Illies. Eine Ansammlung von Allgemeinplätzen, Banalitäten und billigen Gags. Absolut entbehrlich, schade um's Geld! Wie ein solches Buch zum Bestseller werden kann - unbegreiflich.
Und, wenn man schon klassische Musik erwähnt, Herr Illies, sollte man wenigestens genau recherchieren: Die Stücke "Liebesleid" und "Liebesfreud" sind von Kreisler, und nicht von Rachmaninow!
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