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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
8
4,8 von 5 Sternen


am 26. Mai 2011
Fukuyamas These zur Entstehung gesellschaftlicher Ordnung lautet sehr verkürzt: Die Entwicklung moderner Rechtsstaaten ist nur möglich, wenn die Verwandtschaftsbindungen innerhalb von Kollektiven, die an sich die evolutionär stärkste Bindungsquelle sind, zugunsten einer nicht-verwandtschaftlich strukturierten Gesellschaft überwunden werden. Fukuyama ist aber keineswegs ein Apologet moderner Staatlichkeit unter allen Umständen. Staaten können genauso zu Räubern entarten wie jede andere Herrschaftsform auch. Er versucht lediglich die Bedingungen darzustellen, unter denen (objektiv) stabile Gesellschaften entstehen. Dies ist, wie China schon seit Jahrtausenden zeigt, durchaus mit erheblichen Unfreiheiten für das Individuum vereinbar. Verwandschaftsbasierte Gesellschaften neigen im Gegenzug dazu, durch letztlich regellose Clankonkurrenzen und eine nicht abstrakt legitimierte Führungsautorität der jeweiligen Elite, sich sehr rasch zu verändern und auch wieder zu verfallen.

Fukuyma glänzt durch eine methodisch und historichh wahrhaft enzyklopädische Bildung und einen entsprechend universalen Ansatz. Er geht vergleichend auf die chinesische, die indische, die arabische und die europäische historische und politische Entwicklung der letzten zwei Jahrtausende ein. Das Werk ist auf zwei Bände angelegt; das vorliegende Buch reicht von den Anfängen der menschlichen Spezies bis zum 18. Jahrhundert. Sicherlich kann bei einem derart großen Horizont vieles nur in großen Zügen geschildert werden. Dennoch leidet das Buch inhaltlich keineswegs unter Grobheiten oder tatsachenwidrigen Verkürzungen. Es ist im Übrigen ein Lesegenuss trotz sehr anspruchsvoller Themenstellung. Stilistisch schreibt Fukuyama einfach und trotzdem genau. Das Buch ist deshalb auch für deutsche Leser, die zwar gut Englisch sprechen, aber keine Experten darin sind, ohne Weiteres lesbar.
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. Juli 2011
Gerade die einleitenden Kapitel sind brillant geschrieben. Da werden die amerikanische Schuldenkrise, der Höhepunkt (und der nachfolgende Abbau) der Demokratisierung in den 90er Jahren, das Scheitern von vielen Staaten in den letzten Jahrzehnten und die wirtschaftlichen und technischen Veränderungen in der Welt auf einen Nenner gebracht und in eine politische Theorie eingeordnet. Und dabei wird dann noch gleich darauf hingewiesen, dass die Existenz eines Staates, wie wir ihn kennen und eben doch schätzen, keine Selbstverständlichkeit ist - denn diese Welt ist dynamischer, als es unser begrenzter Blick wahrhaben will.

Laut Fukuyama sind es drei Dinge, die einen erfolgreichen Staat ausmachen. Da ist erst einmal "State Building" selbst, also den Prozess der Entwicklung zentraler Institutionen, die nicht mehr auf Basis von vorstaatlichen Verwandtschaftsbeziehungen funktionieren. Dann ist da "The Rule of Law", also die Bindung dieser Institutionen an Regeln, die sie selbst nicht mehr nach belieben verändern können. Zuletzt gibt es dann noch das Prinzip der "Accountability", also der Rechenschaft gegenüber Mitgliedern der Gesellschaft. Es fällt nicht schwer, die Parallelen zum Konzept der Gewaltenteilung mit ihren drei Säulen, Exekutive, Judikative und Legislative zu sehen - auch wenn die Definitionen hier leicht abweichend sind.

Was den Hauptteil des Buches ausmacht, ist nun der Vergleich der Entwicklung von Gesellschaften aus allen Regionen und Zeiten im Hinblick auf die Entwicklung dieser drei Prinzipien. Schwerpunkte sind hier China, Indien, der Vordere Orient mit Mamelucken und Osmanen, Frankreich, Spanien, Ungarn, sowie schließlich England und Skandinavien als die Pioniere in Sachen moderner Staatsbildung. Dabei kann man die historischen Analysen im Einzelnen durchaus kritisieren. Fukuyama schreibt hier kein Geschichtsbuch. Er sucht sich eher historische Beispiele, um seine Thesen zu illustrieren, als dass es ihm um historische Korrektheit geht. Wurde durch christliche Institutionen ein anderes Erbrecht im frühen Mittelalter eingeführt, nur um den eigenen Grundbesitz der Kirche zu maximieren? Ich lese das zum ersten Mal, und darum kann man sich sicher darüber streiten. Aber das alles trägt dazu bei, die besondere Entwicklung Europas im Vergleich zu anderen Teilen der Welt transparent zu machen. Etwas schwächer gelingt dann allerdings die Theorie von Politischer Entwicklung und Verfall, die im Anschluss an die drei Hauptkapitel folgt. Das scheint hier eher der Vorgriff auf den geplanten zweiten Band zu sein, weshalb dieses Thema hier kurz und etwas flach bleibt.

Nur bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts will Fukuyama hier seine Analyse der Staatenbildung führen. Zwar brechen die genannten Beispiele an diesem Zeitpunkt ab. Aber der Autor kann sich dann eben doch nicht verkneifen, ein paar Kommentare zur Gegenwart zu geben. Dass die aktuelle Schuldenproblematik ein Symptom für einen zu schwachen Staat ist, lesen wir da, und wir haben an den historischen Beispielen gelernt, dass Staaten ohne eine Balance zwischen oben und unten nicht stabil bleiben. Und dass das pragmatische Verschieben von Problemen ohne Beachtung abstrakter Prinzipien - also die heute übliche Art und Weise, ideologiefrei Politik zu machen - eine Gesellschaft mittelfristig nicht retten kann, das lesen wir hier. Und da würde ich mir dann wünschen, ein paar mehr von den politischen Akteuren in unserer Zeit hätten dieses Buch gelesen oder sich zumindest etwas mehr mit Geschichte und Politik beschäftigt, als man dieses heute ihren Handlungen entnehmen kann.
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am 25. Mai 2017
Sehr interessante und gut dargelegte Zusammenhänge. Sehr gut vorstellbar und relativ gut verständlich erklärt.
Fukuyama leitet seine Thesen sehr gut her, ohne dabei rechtahberisch zu wirken.
Er erklärt auch sehr ausführlich und genau, warum bis dato bekannte und prominente zu Ihrer Version gekommen sind und was Sie aus seiner Sicht dabei übersehen haben.
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am 10. September 2017
The book explains development of political order in different cultures around the world. I liked the chapters about China the most, because I didn't know much about Chinese political development before. I definitely recommend this book.
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am 14. September 2012
Ein ganz ausgezeichnetes Werk und ausgesprochen komplett. Die anfangs gemachte höchst wahrscheinliche Anmerkung, vielleicht sei ja die gesamte Staatenbildung nur ein Zufall, verliert Fukuyama im Verlauf des Buches etwas aus den Augen. Der letzte Abschnitt wird deshalb sehr spekulativ. Trotzdem sehr lesenswert, da sehr komplett.
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am 30. Oktober 2013
plenty of content, well written without being pretentious or lehrmeisterlich, an enjoyable and educational read, curious to see volume 2 of this
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am 26. März 2013
An diesem Buch werde ich bis zum Lebensende zu arbeiten haben. Es ist sehr ausführlich, manchmal langatmig, dann wieder interessant.
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am 20. September 2011
it is a interesting book. amazon delivered me a brand new book. i wil buy again there. it is hardcover and the delivery was in time
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