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The Originals - Scheherazade

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Produktinformation

  • Orchester: Berliner Philharmoniker
  • Komponist: Herbert von Karajan, Nikolai Rimsky-Korssakoff
  • Audio CD (29. Februar 2000)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal Music)
  • ASIN: B00004R7X5
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen
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Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

DGG 463614 2; DEUTSCHE GRAMMOPHON - Germania; Classica Orchestrale

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Jedes Mal, wenn Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker in den 50er- und 60er-Jahren nach London kamen, ging die Schlange vor dem Kartenschalter am ersten Tag des Vorverkaufs rund um die Royal Festival Hall -- aber nicht nur einmal sondern zweimal. Wenn man die CD-Version dieser berühmten Polydor-Aufnahme dieses großen Mannes bei seiner Arbeit aus dem Jahre 1967 hört, kann man diese Faszination verstehen. Auf der Platte sind drei russische Werke zu hören, Rimsky-Korsakovs Sheherazade mit Michel Schwalbe, der als Soloviolinist wie ein Hypnotiseur auftritt, Tschaikowskys Capriccio Italien mit beeindruckenden Blechbläsern die 1812 Overture, bei der sogar die erschreckenden Kanonenschläge musikalisch klingen. Die Platte scheint selbst einen Sinn für Situationen entwickelt zu haben. Karajan macht daraus eher eine aufgenommene Aufführung als eine aufgeführte Aufnahme. Sheherzade scheint selbst den Dirigentenstab übernommen zu haben und den Sultan Nacht für Nacht zu verzaubern. Heute ist kein Orchester und kein Dirigent mehr im Stande, solch eine Zauberwirkung zu erzielen. Nur die überhastete Marketingkampagne kann hier nicht Schritt halten und ist noch nicht einmal fähig, eine einheitliche Rechtschreibung auf dem Cover einzuführen. Wie heißt es denn nun, DG? Sche oder She? --Rick Jones


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Top-Kundenrezensionen

Von Andre Arnold TOP 1000 REZENSENT am 22. Dezember 2010
Format: Audio CD
Das "mächtige Häuflein" war eine der einflussreichsten Gruppierungen in der russischen Musikwelt des 18. Jahrhunderts. Seine Mitglieder um Modest Mussorgsky, Mili Balakirev, César Cui, Alexander Borodin und Nikolay Rimsky Korsakov standen in klarer Opposition beispielsweise zu Peter Tchaikovsky, dessen Musik dem "mächtigen Häuflein" zu verwestlicht war. Interessanterweise sind die Kompositionen der Mitglieder des "mächtigen Häufleins", das das Erbe Mikhail Glinkas fortführen wollte, teilweise weitaus verwestlichter als die Tchaikovskys.
Anders als Cui, Balakirev, Mussorgsky oder Borodin war Nikolay Rimsky Korsakov (1844-1908) kein Autodidakt, was Komposition anbelangte. Als hauptberuflicher Komponist schuf er somit auch die meisten Werke im Kreise seiner Kollegen. Dennoch wird er heute beinahe ausschließlich mit seiner sinfonischen Suite "Sheherazade" op. 35 assoziiert.
Diese Suite basiert auf der berühmten Geschichte von Sinbad und seinen Seefahrten und Abenteuern. Im Rahmen eines eindrucksvollen Bildes stellt der russische Komponist zunächst das Meer und Sinbads Schiff vor. Wie auch in den folgenden Sätzen so dominiert die erste Violine weite Strecken des Geschehens. In den folgenden beiden, teils pittoresken Sätzen werden Prinz Sinbad und seine Prinzessin näher beschrieben, bis schließlich ein rauschendes Fest im bombastischen Finale gefeiert wird. Am Ende zerschellt Sinbads Schiff.

Als passende Zugaben gibt's Peter Tchaikovskys "Capriccio italien" op. 45 sowie die Ouverture solennelle "1845" op. 49, zwei in eben dem Maße exotische, aber dennoch leicht verdauliche Werke.
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Von K.H. Friedgen TOP 500 REZENSENT am 16. März 2006
Format: Audio CD
Als ich die Kritik dieser Aufnahme von christianowicz (09.03.06) las, bin ich aus dem Kopfschütteln nicht herausgekommen. Wenn nicht vom gleichen Schreiber eine durchaus positive Besprechung von Beethovens Violinkonzert mit Mutter/Karajan vorläge, müßte man denken, es mit einem unversöhnlichen Karajan-Gegner zu tun zu haben. Da dies offenbar nicht der Fall ist, bin ich um so ratloser. Karajan als den "preußischsten aller Dirigenten" zu bezeichnen und dann noch die Berliner Philharmoniker mit einer Bierzeltkapelle zu vergleichen, das läßt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Kritik nicht zu.
Nun zu Karajans Scheherazade von 1966: Vollkommener gespielt habe ich das vielgeschundene Stück nie gehört. Der Dirigent hat bekanntlich lange gezögert, die Aufnahme zu machen, weil er der Auffassung war, das genügend angemessene Versionen vorlägen. Besonders dachte er da an Beechams zu Recht berühmte Einspielung. Aber ich kann nicht froh genug sein, daß er sich schließlich des Werkes angenommen hat. Für mich ist es eine beglückende Aufnahme, darstellerisch und musikalisch auf dem Gipfel der Vollendung. Wenn je die Berliner Philharmoniker den Beweis antreten wollten, eines der besten Orchester der Welt zu sein, so ist das hier ohne Abstriche gelungen.
Tschaikowskys Capriccio italien ist eine wunderschöne Beigabe. Wer sich bei leichter Klassik entspannen möchte, der greife zu dieser herrlichen CD, die auch mit einem ganz ausgezeichneten Textbuch ausgestattet ist.
Nachtrag: "christianowicz" hat seine Besprechung vom 09.03.06 inzwischen teilweise korrigiert, so daß jetzt nicht mehr vom preußischsten aller Dirigenten und auch nicht mehr von Bierzeltkapellen die Rede ist. Die nun überarbeitete Fassung ist erheblich milder ausgefallen und trägt der Aufnahme weit eher Rechnung, wenngleich ich ihr insgesamt nur wenig zustimmen kann.
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Format: Audio CD
An Herbert von Karajan scheiden sich die Geister. Während die einen ihm als ewigem Gott der Klassik-Szene huldigen, schauen andere verächtlich auf seine angeblich aufgebauschten, verfehlten und schwülstigen Interpretationen herab. Zu entscheiden, welche Seite recht hat, ist schwer, denn sein Dirigat weist beides auf, sowohl Genialität als auch Selbstherrlichkeit. Auch diese Aufnahme von Rimsky-Korssakows "Scheherazade" enthält eine gewisse Zwiespältigkeit. Zum einen bestechen die Klangfülle und -schönheit des Orchesters, die technische Brillanz der Musiker, die ihre Parts scheinbar mühelos meistern, und das Moment des Grandiosen, das Karajan seiner Interpretation verleiht, andererseits gerät die Komposition so zu einem einzigen Auftrumpfen des Orchesters, und die stillen Momente gehen ein wenig unter.
Das von Karajan entfachte Spektakel klingt zeitweise wirklich unvergleichlich beeindruckend, so z. B. der Schiffbruch von Sindbads Schiff im letzten Satz, der schon fast an Wagner erinnert. Die große sinfonische Geste, die hier beschworen wird, lässt niemanden kalt. Ganz anders dann aber wieder der dritte Satz "Der junge Prinz und die junge Prinzessin": Hier wünscht man sich mehr Eleganz, Charme und Leichtigkeit und keinen ausladenden Schwulst. Sicher, die Wirkung der Musik wird damit nicht zerstört, aber doch beeinträchtigt. Das in meinen Augen bezwingendstes Beispiel für den Stil dieser Aufnahme ist allerdings die Coda des ersten Satzes "Das Meer und Sindbads Schiff". Hier steht das Thema im Posaunenfortissimo, sollte also unüberhörbar sein und das ganze Orchester übertönen, doch in dieser Aufnahme wird es noch von den Trompetenfanfaren überdeckt!
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