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Opus Dei: Archäologie des Amts (Fischer Wissenschaft) Gebundene Ausgabe – 21. November 2013

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Agambens Texte sind schwere Kost. Aber eindrucksvoll sind die Wege, die er immer wieder einschlägt (Michael Opitz Deutschlandradio Kultur 2014-01-06)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Giorgio Agamben, geboren 1942, lehrt heute als Professor für Ästhetik an der Facoltà di Design e Arti der Universität Iuav in Venedig, an der European Graduate School in Saas-Fee sowie am Collège International de Philosophie in Paris. Sein Werk ist in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen ›Nacktheiten‹ (2010), ›Höchste Armut. Ordensregeln und Lebensform‹ (2012), ›Das unsagbare Mädchen. Mythos und Mysterium der Kore‹ (2012, gemeinsam mit Monica Ferrando), ›Opus dei. Archäologie des Amts‹ (2013), ›Die Macht des Denkens‹ (2013) sowie ›Die Erzählung und das Feuer‹ (2016).


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Sehr steil und spekulativ arbeitet Agamben den Sonderbezirk der priesterlichen Gottesvermittlung in der amtlichen Euharistie heraus. Es fehlen alle historisch-kritischen Einwände. Und so wundert es nicht, dass in einer von Blumenbergs Analysen völlig freien Spekulation auch die sakrale Aura der modernen Ökonomie und Politik als Säkularisat dieses angeblich einzigartigen heiligen Amtes der römisch-katholischen Priester ausgegeben wird. Es handelt sich um traditionalistische Spekulationen im Sinne von Burke und de Maistre. Carl Schmitt läßt herzlich grüßen.
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Agamben schießt sich selbst schon am Anfang ab. Einerseits definiert er Liturgie als etwas, das Realität wird, weil es effektiv wird. Was in diesem Sinne ist dann nicht real???

Zweitens. Er benutzt den Begriff der Liturgie um in den Begriff der Pflicht einzustreigen. Problematisch ist dabei, dass Agamben glaubt Vokabular erklärt sich selbst durch Benutzung des Wortstammes. Er lässt außer Acht, dass der Begriff der Liturgie, der ja auch öffentlicher Dienst war in der Antike, auch mit dem Begriff des Euergetismus zusammenhängt. Was ist Euergetismus? Brot und Spiele, um es vereinfacht zu sagen: eine Wohltat, die ein Euerget/Wohltäter erweist, und die ihn durch dem Dank, den er erhält, auch eine Pflicht gegenüber der Bevölkerung wird.

Jede Spende, jede Wohltat ist eine Pflicht- der Euergetismus, um es kurz zu fassen, als er ausstirbt, wird im Begriff der christlichen Caritas neubelebt. Die Caritas lebt auf, als Politiker nicht mehr um die Gunst der Bevölkerung wetteifern, niemand mehr Euerget werden will. An seiner Stelle tritt dann der Bischof als Bauherr der Statt. Deshalb verwandelt sich der Begriff der Civitas vom dritten Jahrhundet bis hin zum 6 Jahrhundert nach Christus, in eine Vokabel, die ursprünglich Bürgerschaft hieß, aber nun Stadt bedeutet.

Wer eine archäologische Ausgrabung von Begriffen machen will, sollte erstmal Geschichte, nicht Philosophie studieren. Empfehlenswert zum Euergetismus ist das Buch "Brot und Spiele" von Paul Veyne- was leider nicht so verbreitet und somit teuer ist. Wer Agamben jedoch liest, liest in seinen aktuellen Werken nichts anderes als die Ausarbeitung von Hohlphrasen- dabei könnte man geschichtlich noch einiges aus den Theorien damaliger Theologie holen.
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