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am 13. Juli 2008
Open Handed Playing ist meines Wissens das erste Lehrbuch, daß sich ausführlich mit dieser Thematik auseinandersetzt. OHP bedeutet, die Hände beim Schlagzeugspielen nicht zu kreuzen, also nicht wie 'gewöhnlich' die links stehende Hihat mit der rechten Hand und die Snare mit links zu spielen, sondern die Hihat mit links und die Snare mit rechts. Das klingt erst mal banal, ist es aber nicht, weil die erlernten Bewegungsabläufe quasi auf den Kopf gestellt werden (versuchen sie mal mit ihrer ungeübten Hand Zähne zu putzen). Doch warum sollte man sich das antun und Sachen andersrum lernen, die man bereits kann? Kurz: Weil es das individuelle Spiel enorm verbessern kann, weil die rechte Hand auf einmal eine neu gewonnene Freiheit erfährt. Das ganz ist also kein Muster ohne Wert, im Gegenteil, man erweitert seine musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten und hat damit eine Reihe weiterer Werkzeuge im Koffer, um letztendlich besser musizieren zu können. Und genau darum geht's: OHP kann Dich zu einem besseren Musiker machen. Das sind große Worte, aber sie sind begründet.

Das Buch von Claus Hessler geht das Thema systematisch an. Nach einer ausführlichen Einleitung, die viel Wissenswertes und Nützliches zum OHP mitteilt, beginnt die Arbeit am lebenden Objekt. Es gibt drei Teile: Traditional Approach, Voice Variation Approach und Play Alongs. Traditional Approach bedeutet bekannte Grooves mit der linken Hand auf der Hihat zu spielen ' so weit so gut ' und dann mit rechts zusätzliche Patterns mit Toms etcpp zu integrieren. Erstaunen und Aha-Erlebnisse sind garantiert.

Der Voice Variation Approach bedeutet die Hände zu wechseln, aber das Sticking beizubehalten! Das ist einfacher, weil man mehr oder weniger nach wie vor mit der gewohnten Hand führt. Es entstehen durch ein paar Kniffe äußerst interessante und kreative Grooves, die man durch den neuen Ansatz zu einem guten Teil 'geschenkt' bekommt. Doch das ist nicht genug, denn beide Ansätze werden garniert mit ein paar deftigen Zutaten, die das Ganze zu einem äußerst schmackhaften Gericht werden lassen. Als da wären Moeller (wer's noch nicht weiß: Claus Hessler ist DER Moeller-Papst hier zu Lande), Ostinati mit drei Stimmen, Ghost Note-Konzepte, Integration von 5er-Gruppierungen (Achtel, Sechzehntel) uswusf. Wie weit man das Spiel treibt, bleibt jedem selbst überlassen. Die Grenze ist kaum in Sicht.

Auf der beiliegenden CD gibt es 32 Hörbeispiele zu den Übungen und vier Play Alongs in jeweils drei Varianten: einmal als komplettes Stück mit Claus Hessler am Schlagzeug, dann ohne Schlagzeug mit Click und zum Dritten wieder ohne Schlagzeug ohne Click. Stilistisch sind die Stücke dem Fusionjazz zuzuordnen. Das alles von erstklassigen Musikern eingespielt wurde, ist selbstredend.

Das Buch enthält ein Vorwort von Billy Cobham, dem Pionier des OHP und zum Abschluß gibt es Literaturempfehlungen und eine Liste mit CD-Hörtipps. Der Titel Vol 1 weist auf den Nachfolger hin und als Ausblick wird schon mal der Claim abgesteckt: Linear Approach und Rudimental Approach folgen im zweiten Teil. Ich bin gespannt.

Unterm Strich: Das Buch ist ein Brett! Es bietet zudem weit mehr, als der Titel vermuten läßt. Es enthält unglaublich viele Übungen und ebnet den Weg zu neuen Ufern der Schlagzeugwelt. Das klingt imposant, aber es stimmt. Allen Neugierigen wünsche ich eine gute Reise.
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am 3. August 2008
Claus Heßler, sicherlich einer der renommiertesten Schlagzeuger Europas, bringt mit 'open-handed playing Vol.1' ein wahrlich fulminantes Unterrichtswerk in den Handel. Noch nie gab es ein Buch, das das OHP (open-handed playing) so genau und bis ins kleinste Detail unter die Lupe nimmt und aufarbeitet. Um sich das Arbeiten mit 'open-handed playing Vol.1' zu erleichtern, sollte man der Moeller-Technik mächtig sein, da ein Großteil der Übungen und Grooves auf diesem Tool aufbauen. Der Begriff Unabhängigkeit bekommt hier eine ganz neue Dimension.
Durch die verschiedenen Ansätze das OHP anzugehen, findet jeder Drummer etwas, um seinen 'persönlichen Werkzeugkasten zu erweitern' (Zitat). Ich finde, das Buch von Claus Heßler muss in einem Atemzug mit einschlägig bekannten Werken von Jim Chapin, Dom Famularo, Gary Chaffee usw. genannt werden und sollte (wieder ein Zitat) 'in keinem Schlagzeugerhaushalt fehlen'.
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am 16. April 2012
Mit den beiden Büchern Open-Handed Playing: 1 und Open-Handed Playing, Vol 2: A Step Beyond, Book & CD ist es Claus Hessler gelungen eine große Lücke in der Schlagzeugliteratur zu schließen. Claus Ideen und Konzepte sind für jeden Schlagzeuger, auch 'Crossed-Handed Player', eine Bereicherung. Meine uneingeschränkte Kaufempfehlung und ein 'must-have' für alle, die es wirklich wissen wollen! Am besten gleich im Doppelpack.
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am 11. März 2012
Der Autor hat mit diesem Buch ein Werk vorgelegt dass meiner Meinung das einzige ist dass sich mit diesem komplexen Thema beschäftigt. Nur zu empfehlen.
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