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Olympia: kurios: Vom Marathonläufer, der wegen eines Picknicks eine Medaille verpasste und andere verrückte Geschichten und Ereignisse bei den Olympischen Spielen Gebundene Ausgabe – Juli 2004

3.1 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Klappentext

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht….

Athen 1896 bis Athen 2004: auch und gerade bei Olympischen Spielen gab es immer wieder besonders bizarre, kuriose und urkomische Ereignisse. Und ganz besondere Ausreden für grottenschlechte Ergebnisse. So hatten 1980 die österreichischen Ruderer die kurioseste Erklärung für ihr schlechtes Abschneiden in Moskau: Ein Orchester hätte an der Strecke Wiener Melodien gespielt und daher seien sie im Walzertakt gerudert.

Manchmal braucht man gutes Sitzfleisch: Als 1988 in Seoul der Bulgare Alexander Christow im Bantamgewicht gegen den südkoreanischen Boxer Byun Jong-Il gewann, verprügelten die Trainer des Unterlegenen Ringrichter Keith Walker aus Neuseeland. Byun blieb unterdessen satte 67 Minuten im Ring sitzen. Damit brach er immerhin den „olympischen Rekord“ seines Landsmannes Dowg Kih-Chon, der aus Protest gegen seine Niederlage 1964 in Tokio genau 51 Minuten den Ring blockierte.

Oder Rom 1960: Da hatte die belgische Männer-Hockeymannschaft hatte beim wichtigen Spiel gegen Frankreich einen Aussetzer. Das Spiel war ohne Tore geblieben und Frankreich befand sich im Angriff, da blies ein italienischer Verkehrspolizist, der außerhalb des Stadions seinen Dienst versah, die Trillerpfeife. Die Belgier nahmen an, es war der Pfiff des Schiedsrichters und hörten instinktiv auf zu spielen. Frankreich nutzte diese Gelegenheit und erzielte das einzige Tor im Spiel.

Nicht zuletzt war da noch John Akhwari aus Tansania. Er kam 1968 beim Marathon in Mexiko als letzter ins Ziel, da er gleich zu Beginn des Laufs schwer stürzte. Er hatte darauf bestanden, zu Ende zu laufen, obwohl er hoffnungslos abgeschlagen war. Mit blutgetränkter Bandage schleppte er sich ins Ziel und musste von dort direkt ins Krankenhaus gebracht werden. Während seines zweiwöchigen Aufenthalts im Krankenhaus fragte ihn ein Reporter, warum er weitergelaufen sei. Darauf sagte Akhwari: „Mein Land hat mich nicht 11.200 Kilometer hierher geschickt, damit ich einen Lauf beginne. Die 11.200 Kilometer hat man mich geschickt, damit ich ihn beende.“ Zumindest für diese Einstellung hätte er eine Medaille verdient gehabt.

Oberkurios: Eigentlich dauern die Olympischen Spiele von Helsinki 1952 offiziell noch immer an. Der damalige IOC-Präsident Sigfrid Edström vergaß in seiner Abschiedsrede die in der olympischen Charta festgelegte Formel: „Ich erkläre die Spiele der XV. Olympiade für beendet.“ In diesem Sinne: Erklären Sie die kuriose Lesereise für eröffnet.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Tobias Drews, Jahrgang 1973 und Herausgeber dieses Büchleins, ist freier Redakteur mit Schwerpunkt Sport. Die eigenen olympischen Ambitionen endeten bereits 1985 mit dem Verpassen einer Siegerurkunde bei den Bundesjugendspielen.


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am 7. September 2004
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