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Old Ideas

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Old Ideas
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Produktinformation

  • Audio CD (27. Januar 2012)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Smi Col (Sony Music)
  • ASIN: B0067LY4WG
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit Old Ideas veröffentlicht Leonard Cohen am 27. Januar 2012 sein erstes Studioalbum seit acht Jahren. Die zehn neuen Songs dieses mit Spannung erwarteten Albums stellen mit Sicherheit einen Höhepunkt im Schaffen des einflussreichen Singer/Songwriters und Literaten dar.
Obgleich die eigentlichen Aufnahmen zu Old Ideas erst im Januar 2011 begannen, arbeitete Cohen bereits seit Jahren an den Songs und Texten. Zwei der Stücke, The Darkness und Lullaby , wurden bereits 2007 aufgenommen, und frühe Versionen waren bereits im Rahmen der vor kurzem zu Ende gegangenen, ausverkauften Welttournee zu hören.
Einige Hinweise, was die Fans von dem neuen Album erwarten können, gab der 77-jährige Kanadier bereits im Oktober in Oviedo im Rahmen der diesjährigen Prinz von Asturien -Preisverleihung. Leonard Cohen hatte dort die höchste spanische Literatur-Auszeichnung erhalten. Mit dem Älterwerden begriff ich, dass mit dieser Stimme auch Instruktionen einhergehen. Und diese Anweisungen lauten... jammere niemals einfach nur so. Doch sollte jemand jene große, unausweichliche Niederlage, die uns alle irgendwann erwartet, zum Ausdruck bringen müssen, so sollte dies stets innerhalb der strikten Regeln der Würde und Schönheit geschehen.
Das Album wurde von Patrick Leonard, Anjani Thomas, Ed Sanders und Dino Soldo produziert. Cohen wird dabei von prominenten Background-Sängerinnen wie Dana Glover, Sharon Robinson, den Webb Sisters und Jennifer Warnes begleitet. Das Coverdesign und alle Zeichnungen im Booklet stammen von Cohen selbst.
Old Ideas ist Leonard Cohens zwölftes Studioalbum bei Columbia Records seit 1967. Seine während der Welttournee 2008/2009 mitgeschnittene DVD Live In London erreichte in Deutschland Gold-Status.

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Schlicht, großartig, entschlossen gelassen. Leonard Cohen klingt tatsächlich so, wie man sich Leonard Cohen in seinen allerbesten Momenten ausmalen möchte. Ohne Klischee-Falle, wohlgemerkt. (Foto: Yann Orhan, Sony Music) Es ist natürlich ein gehöriges Maß an Selbstkoketterie dabei, man könnte freundlicherweise auch Selbstgewissheit sagen, es macht keinen Unterschied, denn das Recht dazu hat Leonard Cohen sowieso. "Old Ideas" heißt dieses erste neue Album seit acht Jahren – allein über die grundsympathisch-trotzige Kaltschnäuzigkeit dieser Titelwahl könnte man stundenlang philosophieren –, "Going Home" vieldeutig der erste Song darauf, "I’d love to speak with Leonard / he’s a sportsman and a shepard / he’s a lazy bastard living in a suit" sind die ersten – natürlich selbstreferenziellen – Zeilen. Es sind "spoken words", nicht wirklich gesungen, das ändert sich nicht mehr und es ist mit diesem drastisch entschleunigten Album mehr denn je zum Markenzeichen dieses inzwischen größten aller lebenden Song-Crooner geworden, über der eigenen Musik zu stehen, die durchaus Faxen machen darf, mal fröhlich perlend, mal die Orgel von der Leine lassend. Leonard Cohen selbst gibt dafür nur noch den Takt vor. Mit der Andeutung einer melodischen Grundfärbung in seiner mehr denn je sonoren Stimme dirigiert er diese fantastische Untermalung, die sich bei aller Reduktion erstaunlich punktuiert und zugleich freigängerisch gibt. Leonard Cohen – "Darkness" Es sind die kleinen Dinge, die "Old Ideas" zu einem wundervoll anzuhörenden Song-Reigen machen. Es sind die dezent akzentuierten Einsprengsel einer Mundharmonika, die stets im "old school"-Modus agierende Orgel, ein vor sich hin klimperndes Piano, vor allem natürlich der punktgenau eingesetzte Backgroundgesang mit seiner perfekt abgezirkelten Wirkungsspanne. Nichts von all dem ist überpräsent, überhaupt wirkt der Gesamtsound ungemein entspannt. Das mag zu einem guten Teil der allgemeinen Altersweisheit geschuldet sein, die man Leonard Cohen grundsätzlich immer zugesteht. Es mag auch daran liegen, dass er sich wirklich Zeit genommen hat für diese Songs, von denen er etliche über die ausgedehnte Spanne seines nahezu an Dylansche "neverending tour"-Verhältnisse heranreichenden Konzertmarathons immer weiter ausformuliert hat. Eine Art work in progress war das, die offensichtlich sehr wohltuend war. (Foto: Dominique Issermann, Sony Music) "Old Ideas" ist also weder so Hit-fordernd wie das "Comeback"-Album "Ten New Songs" vor einem guten Jahrzehnt, schon gar nicht so unentschlossen halbgar wie das skizzenhafte "Dear Heather" von 2004. Es ist schlicht und einfach ein rundum atemberaubend gelungenes Werk, bar jeder Effekthascherei – zumindest, wenn man Leonard Cohen nicht anrechnet, dass eben dies der gewünschte Effekt ist. Es ist ein Album, das man in seiner gelassenen Entschlossenheit einfach nur mögen – besser: schätzen – darf. Schlicht und großartig. Perfekt. Augsburg »Hier geht's zum Albumstream von "Old Ideas". VÖ: 27.1.2012 Label: Sony Music Tracklist: 1. Going Home 2. Amen 3. Show Me the Place 4. The Darkness 5. Anyhow 6. Crazy to Love You 7. Come Healing 8. Banjo 9. Lullaby 10. Different Sides


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Vinyl Verifizierter Kauf
Vom ersten Hören an begeistert zu sein, das ist bei Cohens jüngeren Werken nicht so selbstverständlich: Das Album "Ten New Songs" und dessen Nachfolger "Dear Heather" zündeten nicht nur in meinen Ohren erst, nachdem ich mir die Arrangements weggedacht und die Texte im Geiste in den Vordergrund gerückt hatte. Die Liveumsetzung der 2010er-Tour gefiel mir dafür um so besser, auch wenn vieles etwas aufgebläht wirkte und die Brillanz der Mitmusiker teils den Songcharakter fast durchschnitt.

Erstaunt, verwundert und begeistert lässt mich dagegen "Going Home" mit offenem Mund dastehen. Der erste Titel des neuen Albums, welches am Freitag erscheinen wird, haut schlichtweg um. Die "golden voice" beginnt mit dem Satz "I'd love to speak with Leonard, he's a sportsman and a shepard, he's a lazy bastard living in a suit." Und sofort ist klar: das sind zwar alte Ideen, aber das könnte ein wunderbares Album werden. Ein ruhiges Spätwerk ist ja nicht verwerflich, wenn das Frühwerk bereits ruhig war.

Der zweite Track "Amen" ist ähnlich unspektakulär arrangiert, hier gefallen die "Huuuhuuuu"-Chöre der Backgroundsängerinnen sehr gut und das leise "Twang" im Hintergrund, die Orgel und das schleppende Besenschlagzeug erinnern mich an die Arrangements der letzten Tour, wo in den besten Momenten zwar alle Musiker spielten, der Gesamteindruck aber ein entspannter, ruhiger, lässiger war.

In "Show Me The Place" klingt Cohen dann fast wie Tom Waits in dessen frühen Jahren: ein Klavier, Streicher, seine Stimme raunt sich durch eine unspektakuläre, aber berührende Gesangsmelodie.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
... ein wunderbares, weises, witziges (ja, das auch) und hintergründiges Album hat Leonard Cohen da eingespielt, deutlich zugänglicher und leichter hörbar als "Dear Heather" (2004), das eher ein Skizzen- und Ideenbuch war (und das, ironischerweise, ursprünglich "Old Ideas" hätte heißen sollen).

Ein paar Punkte möchte ich den durchaus überschwenglichen Lobeshymnen hier noch hinzufügen:

(1) Cohen singt wieder! Oder was bei ihm halt als Singen durchgeht; aber auf "Crazy To Love You" und "Different Sides" zB (das durchaus auf "The Future passen würde) brummelt der Meister nicht nur Rezitative ins Mikrofon (was ja an sich nichts Schlechtes ist). Ich finde nur, das sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

(2) Für Hi-End Liebhaber ist das Album allerdings, anders als hier behauptet, nur bedingt geeignet: zwar ist der Dynamikumfang und Abmischung in Ordnung, allerdings ist es der Aufnahme zu verdanken (Musiker im Studio, Leonard Cohen zuhause in einem nicht schalldichten Privatstudio), dass man bei einigen Titeln mit dem Einsetzen der Stimme deutliche Nebengeräusche (Rauschen, Knistern) hört, die während der Instrumentalparts wieder komplett verschwinden (man höre sich den Einsatz des Gesangs bei "Show Me The Place" an, um das zu beurteilen). Für den Durchschnittskonsumenten egal, für Besitzer guter Lautsprecher allerdings ein bisschen schade.

Aber was soll's: der Meister hat eine hervorragende Platte mit Blues ("Darkness"), Country ("Banjo"), Jazz- und zarten Elektronikanklängen ("Anyhow") abgeliefert, mit grandiosen Texten wie sie nur der Feder eines erfahrenen Lyrikers entstammen können. Was will man mehr?
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Von Christian Günther TOP 500 REZENSENT am 28. Januar 2012
Format: Vinyl
Am 27. Dezember 1967 war es, als der damals immerhin schon 33jährige kanadische Poet sein legendäres Debüt-Album Songs of Leonard Cohen" veröffentlichte. 44 Jahre und einen Monat später erst, ist nun das Dutzend voll. Bob Dylan schaffte die ersten 12 Alben in nur zehn Jahren, Elton John sogar in nur acht, Neil Young benötigte 14 Jahre, schuf derweil aber parallel noch 4 Kollaborations-LPs mit Crosby, Stills und Nash...
Nun wäre es vollkommener Unsinn, von der Geschwindigkeit, mit der Alben entstehen, Rückschlüsse auf die Qualität und Substanz abzuleiten. Weder schneller oder langsamer ist zwingend besser oder schlechter. Cohen sagte dazu einmal "Es gibt Typen, die springen auf die Rückbank eines Taxis und wenn sie zehn Minuten später wieder aussteigen, haben sie einen Welthit höchster Güte geschrieben. Beneidenswert! Ich kann so etwas nicht. Um ein gutes Lied fertig zu kriegen, brauche ich Monate."

Zu spüren ist aber tatsächlich, dass Leonard Cohen seine Lieder, seine Lied gewordenen Gedichte, mit einer unglaublichen Sorgfalt erarbeitet. Da sitzt jedes Wort, jede Note wirkt liebevoll platziert. Das galt zwar grundsätzlich für alle Cohen-Alben bisher, wenn man von dem von Produzent Phil Spector verhunzten "Death of a ladies man" (1977) einmal absieht, aber auf "Old ideas" erreicht die Detailliebe einen neuen Höhepunkt. Es war nicht zu erwarten, dass der stille Kanadier acht Jahre nach seiner letzten Platte "Dear Heather" seiner Hörerschaft etwas halbgares auftischt. Dass es ein durchweg gutes Album werden würde, durfte man getrost voraussetzen. Aber einfach nur gut ist es nicht. "Old ideas" ist einmal mehr ein Meisterwerk.
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