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Kundenrezensionen

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am 23. März 2009
Neue Krimis zu entdecken ist immer spannend. Manchmal trifft man auf Autoren, die einem bisher entgangen sind und landet in einer überraschend anderen Welt. Hier ist das auch der Fall, obwohl Simon Beckett für mich (und für viele andere sicher auch) längst kein Unbekannter mehr ist. Aber was hat er geschrieben, bevor er mit David Hunter einen Hit landete?
Jetzt wissen wir es. "Obsession" ist mehr ein psychologischer Spannungsroman als ein Thriller. Und das Buch ist auch viel weniger blutrünstig als die drei Hunter-Romane. Es ist im Gegenteil subtil beobachtet und feinfühlig erzählt, also eine Lektüre für Leser, die mehr wollen als eine aus allen Nähten platzende Handlung. Wie Beckett das Thema "Autismus" hier in einen fast ausweglosen Machtkampf zwischen echtem und Ersatzvater "verpackt", das ist schon sehr kunstvoll.
Ich habe den Roman genauso verschlungen wie die Hunter-Krimis und finde ihn wegen seiner Lebensnähe sogar noch etwas besser!
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am 6. Oktober 2014
Nachdem ich das Buch bis zum Ende gelesen hatte (wobei die letzten Seiten echt eine Qual waren!), dachte ich nur: schade um die vertane Zeit! Ich habe selten ein Buch gelesen, dessen Handlung so derart vorhersehbar war. Die Charaktere sind schon fast karrikaturhaft überzeichnet, so dass man sich permanent fragt "wann kommt denn endlich die Überaschung? So simpel kann doch kein Mensch gestrickt sein!" Aber die einzige Überaschung ist, dass es keine gibt!
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am 15. Juni 2009
Nachdem Sarah, seine Frau unverhofft gestorben ist, bleibt Ben mit seinem Stiefsohn, dem autistischen Jacob zurück. Schon kurze Zeit später findet er Hinweise darauf, daß Jacob womöglich gar nicht Sarahs leiblicher Sohn war, sondern daß sie ihn entführt hatte.
Der Klappentext kündigt vollmundig an, daß daraufhin eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen kommt. Tut sie aber nicht.
Das Original dieses Buches stammt aus 1998 und somit aus einer Zeit, in der Simon Beckett, zumindest in Deutschland, aber garantiert zu Recht völlig unbekannt war. Rowohlt hat es wohl jetzt im Nachgang zu Becketts Erfolgsroman Chemie des Todes ausgebuddelt und möchte im Fahrwasser des genannten Erfolgs so viel Rahm abschöpfen wie möglich.
Faktisch ist Obsession ein Buch mit unausgegorenen, blassen Charakteren und einer dünnen Story, gegen die Schneewittchen und die sieben Zwerge ein Psycho-Thriller ist. Selbst der Autismus Jacobs, des Protagonisten Stiefsohn, ist lediglich plakativ ins Geschehen gequetscht und hat nicht die geringste Bedeutung für das Gesamtwerk. Und ob ein ausgeprägter Sockenschuß Coles, des leiblichen Jacob-Vaters, rechtfertigt, von einer Obsessionslawine zu reden ... mehr als zweifelhaft.
Unterm Strich: Finger weg! Und vermutlich auch von allen weiteren Werken, die Rowohlt noch in den Schulheften Becketts finden mag.
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am 31. März 2009
Über die "Chemie des Todes" bin ich zu Simon Beckett gekommen, "Kalte Asche" fand ich auch sehr gelungen, und "Leichenblässe" hole ich mir, sobald es als Taschenbuch zu haben ist. Als kleinen Zeitvertreib beim Warten habe ich mir letzte Woche Becketts "Obsession" gekauft.

Zuerst einmal muß ich sagen, dass ich die User hier nicht verstehen kann, die das Buch kritisieren, weil kein David Hunter drin vorkommt. Man lese den Klappentext und schon weiß man, dass es sich bei "Obsession" bei einem Buch außer der Hunter-Reihe handelt. Problem gelöst: entweder kauft man es trotzdem, oder man läßt es bleiben.

Als einzigen Kritik-Punkt würde ich die falsche Anpreisung als "Thriller" anbringen, denn in dieses Genre würde ich das Buch keinesfalls einordnen. Es ist spannend und endet in einem fulminanten Showdown, aber die Grusel- und Schocker-Atmosphäre fehlt total.

Trotzdem ist dieses 1998 geschriebene und 2009 bei uns veröffentlichte Buch absolut gelungen. Bereits vor über 10 Jahren hatte Simon Beckett einen abwechslungs- und temporeichen Schreibstil, die Story ist spannend und durchdacht und kein einziges Mal bin ich über langatmige, gar langweilige Passagen gestolpert. Im Gegenteil: an zwei Abenden hatte ich das Buch durchgelesen, weil ich es nicht weglegen konnte.

Wer durch seine David Hunter-Romane Gefallen an Simon Becketts Schreibe gefunden hat, dem wird auch dieser Roman gefallen!
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am 29. April 2009
Nachdem mir die Bücher "Die Chemie des Todes" und "Kalte Asche" ganz gut gefallen haben, wollte ich es mal mit dem Erstlingswerk von Simon Beckett versuchen. Leider wurde aber nach ca. 100 Seiten schon klar, warum dieses (Taschen-)Buch erst jetzt -nach den großen Erfolgen der beiden oben genannten Bücher, die sofort als Hardcover-Versionen auf dem deutschen Buchmarkt veröffentlicht wurden- in Deutschland erschienen ist...

Der Plot hört sich gut an, verspricht viel Spannung. Aber diese bleibt doch leider aus. Von Seite zu Seite wartet man auf einen Knall, hofft auf etwas Unvorhergesehenes. Leider vergebens, denn die Story bleibt seltsam spannungslos und handlungsarm, an vielen Stellen denkt man "jetzt geht es endlich los", aber es geht eben leider nicht los.

Da ich das Buch aber doch durchgelesen und nicht weggelegt habe, 2 Sterne. Aber ein Knaller ist dieser "Thriller" wirklich nicht, das sind aber die beiden späteren Werke des Autors!
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am 13. März 2013
Nachdem ich schon so viel Positives von dem Autor gehört habe, aber nicht schon wieder eine Reihe beginnen wollte, musste ich mit Obsession weitermachen. Haben mich schon meine persönlicher Erstlinge "Tiere" und "Flammenbrut" von Simon Beckett begeistern können. Und hier hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht, wobei das Buch auch als spannenden Roman ausgelegt werden könnte, anstatt sich Thriller zu nennen.

Wer jetzt hier den absoluten Pageturner erwartet, der permanent spannend ist und vor blutrünstigen Gewaltszenen nur so strotzt, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen. Der Autor überzeugt durch andere Qualtäten. Er regt zum nachdenken an und verpackt dies sehr interessant. Außerdem versteht er es den Leser neugierig zu machen und zur Klärung seine ganz eigenen Vermutungen anzustellen. Da der Schreibstil sehr flüssig ist und die Kapitel so gestaltet sind, dass man einfach wissen möchte wie es weiter geht, kommt man nicht umhin, das Buch dennoch sehr schnell zu lesen.

Es gab viele schlechte Rezensionen zu dem Buch, was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich unvoreingenommen an den Thriller herangegangen bin, weil die berühmte und allseits beliebte Reihe um David Hunter noch nicht mein Bücherregal schmückt.

Alles in allem bin ich begeistert von "Obsession" gewesen. Es überrascht mich vor allem als hartgesottener Thrillerfan, dass mich ein Buch aus eben diesem Genre begeistern konnte, in dem der Verlauf gar nicht so rasant und spannend ist. Vor allem hat mich das Buch sehr nachdenklich gestimmt. Schön, auch mal wieder für Leser die eben kein Blut lesen können.
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am 25. Januar 2010
Die vielen schlechten Bewertungen kann ich nicht verstehen... Wer hier eine Fortsetzung der David Hunter-Geschichten erwartet hat, war sicherlich schwer enttäuscht. Aber für sich alleine genommen ist dieses Buch absolut klasse.

ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch einfach mal ohne Gedanken an David Hunter zu lesen.
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Nach dem Tod seiner Ehefrau Sarah findet Ben Murray beim Ausräumen des Kleiderschrankes ausgeschnittene Zeitungsartikel, die seine Frau anscheinend heimlich aufgehoben hat. In diesen Zeitungsartikeln befinden sich Berichte über die Entführung eines kleinen Jungen, der genau an dem Tag verschwand, an dem Sarahs Sohn Jacob, Bens Stiefsohn, geboren wurde.

Warum bewahrte sie diese Zeitungsartikel auf? Und ist es Zufall, dass dieser Junge an genau dem Tag entführt wurde, an dem Jacob geboren wurde? Hat seine Frau das Kind entführt? Sie war doch selber schwanger, hatte aber ein Frühchen zur Welt gebracht. Ben stößt bei seinen eigenen Ermittlungen auf Ungereimtheiten und entschließt sich, mittels eines Detektivs der ominösen Sache auf die Spur zu kommen. Unter einem Vorwand beauftragt er den Detektiv, die eventuell wahren Eltern seines Stiefsohnes zu finden. Doch spielt der Detektiv Bens Spiel mit oder handelt er eigenmächtig und arbeitet zudem hinter dem Rücken von Ben, um dem wahren Grund seiner Ermittlungen auf die Spur zu kommen?

Ein Spiel der Obsessionen beginnt und die Suche nach der Wahrheit entwickelt sich zu einem Verwirrspiel, bei dem der Leser sich irgendwann fragt 'Wer jagt wen und warum?'

Simon Beckett schrieb dieses Buch bereits im Jahre 1997 und aufgrund des Erfolges seiner David-Hunter-Serie wurde dieses Buch in Deutschland neu aufgelegt. Vergleichen kann man dieses frühe Werk mit seinen aktuellen Büchern nicht, denn die Thematik ist eine völlig andere. Während sich die Hunter-Thriller um einen forensischen Anthropologen drehen, geht es in 'Obsession' um die Auflösung eines Kriminalfalls. Doch eines haben beide Bücher gemeinsam: Die Spannung, die während des ganzen Buches zu finden ist. Einmal in den Sog der Geschichte gezogen, kann man das Buch nicht mehr zur Seite legen, denn man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und wie auch bei den Hunter-Büchern erkennt der Leser auch in diesem Werk, dass der Showdown am Ende noch mal das I-Tüpfelchen des Ganzen ist.

Während Beckett seine aktuellen Thriller sehr blutig und ekelerregend schreibt, legte er in 'Obsession' den Wert mehr auf die Schilderung des Autismus, an dem Jacob leidet und dem eventuellen Entführungsfall. Sehr gut recherchiert beschreibt er das Leben des kleinen Jungen in seiner eigenen Welt und das Fegefeuer, in welches Ben gerät, als er dem Schicksal des kleinen Jungen auf die Spur kommen will. Auch bei dem Versuch, den Fall aufzuklären, verlässt sich Beckett in diesem Buch mehr auf psychologische Aspekte, denn auf blutige.

Die Idee, dieses Buch (und ein weiteres, welches sich 'Flammenbrut' nennt und im Herbst 2009 in Deutschland erscheinen wird) erneut aufzulegen, war das Beste, was dem Verlag passieren konnte, denn so hat der Leser keine langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Büchern. Beckett macht süchtig und das merkt man direkt nach dem ersten Buch. Nur, wie oben bereits beschrieben, sollte man die neu aufgelegten Büchern nicht mit den aktuellen Büchern vergleichen, denn der Schreibstil des Autors hat sich in den mehr als 10 Jahren natürlich auch sehr verändert und vor allem weiterentwickelt. Also sollte man ,Obsession' für sich sehen und für sich gesehen gefällt es mir ausgesprochen gut.
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Zuerst muss ich anmerken, dass dies das erste Simon Beckett Buch ist, das ich gelesen habe. Ich bin also ohne besondere Erwartungen an den "Thriller" herangegangen und kann ihn daher nicht mit den späteren Beckett-Werken vergleichen.

Inhalt:
Als Ben Murrays Frau plötzlich stirbt, ändert sich seine Welt von Grund auf. Noch in tiefer Trauer findet er heraus, dass der Sohn seiner Frau, Jacob, gar nicht ihr leiblicher Sohn ist. Sie hatte ihn kurz nach seiner Geburt aus dem Krankenhaus entführt und ihn als ihr eigenes Kind ausgegeben.
Ben ringt mit sich und durch einen dummen Zufall findet Jacobs leiblicher Vater heraus, wo sein Sohn sich aufhält, sodass Ben eine Entscheidung, wie er nun weiter vorgehen soll, abgenommen wird.
Jacob ist allerdings kein völlig gesundes Kind, er ist autistisch und hat leichte Kommunikationsstörungen.
Nicht nur aus diesem Grund fürchtet Ben um Jacobs Sicherheit, die ihm durch das gestörte Verhalten des leiblichen Vaters nicht gewährleistet scheint.

Bewertung:
Ob das Buch tatsächlich dem Genre "Thriller" angehört oder nicht, darüber lässt sich sicher streiten. Über die meisten Stellen des Buches hinweg, wird eher über Bens Leben, seine Entscheidungen, seine Pläne berichtet, anstatt dass eine solche Spannung aufgebaut wird, wie man sie von einem Thriller erwartet.
Das soll jedoch nicht heißen, dass das Buch langweilig wäre oder man es schlecht lesen könnte - im Gegenteil. Es lässt sich tatsächlich sehr gut lesen, es zieht sich an keiner Stelle, obwohl man auch in dem Verhalten der Hauptpersonen gewisse Routinen bemerkt.
Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, ich konnte es recht schwer aus der Hand legen. Damit ist es eines der wenigen Bücher, unter vielen Thrillern, die ich in den vergangenen Monaten in so kurzer Zeit zuende gelesen habe.
Das Buch hat mich neugierig gemacht auf die jüngeren Bücher von Simon Beckett.

Fazit:
Wer Schießereien, brutale Morde oder sonstige Elemente eines klassischen Thrillers erwartet, wird von "Obsession" vermutlich enttäuscht sein.
Wer allerdings offen ist, für einen Thriller, der eher ein spannendes Drama genannt werden könnte, in dem die Gefühle der Charaktere im Vordergrund stehen, der sollte "Obession" auf jeden Fall eine Chance geben.
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am 30. Juli 2014
Ich finds super! Spannend von Anfang bis Ende, wenn auch manchmal ein wenig überzogen oder unrealistisch vielleicht. Trotzdem absolut lesenswert. Das Ende ist in Ordnung, wenn auch kein Knaller.

Allemal empfehlenswert :-)
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