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am 13. Februar 2009
Das sind zwei schlaue Jungs, die sich über Organisationen, Insolvenzen, Beutemacher und Hyänen ,
Stalingrad sowie Hamlet, Ödipus und Konsorten unterhalten. Und über die Denkfigur Tetralemma.
Wobei der eine , Kluge, schon seit fünfzig Jahren auf dem Kulturbildschirm der Bundesrepublik ist.

Der Buchtitel 'Vom Nutzen ungelöster Probleme' spielt auf die alte Therapeutenweisheit an, Probleme,
die nicht zu lösen sind, eben zu pflegen.
So wie in dem Witz von dem Mann der den Tick hatte, ab und zu nackt durch die Straßen laufen zu müssen.
Der trifft nach Jahren einen alten Bekannten und der fragt 'Na, hast Du das noch , mit dem nackt
rumlaufen ?' Und die Antwort, therapiegestählt, jahrelange Behandlung:
'Ja, aber es macht mir nichts mehr aus'.

In den Gesprächen der beiden geistreichen Jungs kommen Namen von noch geistreicheren Persönlich-
keiten vor: Luhmann, Spencer-Brown, Mandeville (!) von Foerster, Derrida, Whitehead, Mc Culloch,
Kurzweil, Marena, Maturana et alii. Wenn Sie die noch nicht kennen :
Es lohnt sich, die mal zu treffen. Viele davon sind übrigens hier abgebildet.

Die Debatte um flache Hierarchien wird gestreift mit der Tom-Peters-Mc Kinsey-Erkenntnis,
dass in so einem Team mit drei Ebenen und zwanzig Leuten
eine Hackordnung sich etabliert , die aus genau zwanzig Stufen besteht.

Ein weiteres besprochenes Phänomen könnte man 'Management by Führer' nennen, die Fähigkeit das
zu erahnen, was gewollt ist und es dann auszuführen. Ein erfolgreiches Rezept in der Theaterarbeit.
Wenn der 'Regisseur'allerdings ein Land oder einen Kontinent unter Kontrolle hat,
können die Folgen bekanntermaßen so wirksam wie furchtbar sein..

Man kann sehr theoretisch anmutende Erwägungen lesen, aber auch einige sehr plastische Verdeutlichungen
von Problemen lesen, die man so leicht nicht vergisst:

'Seid Bienen wie die Fliegen'. Wenn man Bienen in einer offenen Flasche versammelt und eine Licht-
quelle an den Flaschenboden hält, wollen sie ausgerechnet da raus und nirgends sonst. Wohingegen
die Fliegen an gleichem Ort, chaotisch und versatil wie sie sind umherfliegen und so , 'by chance'
durch den Flaschenhals entkommen.

Das ist ein kleines schönes Büchlein , kann man überallhin mitnehmen.
Und man kann überlegen: 'Wo ist meine Lichtquelle und wo ist mein Flaschenhals, bzw. wieso bin ich
sosehr Biene, dass ich die Flaschenhalslösung nicht finde?
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am 4. November 2003
Der unscheinbare Titel verschweigt, dass hier eigentlich zwei Lager aufeinander prallen sollte. Kritische Theorie trifft Systemtheorie-Alexander Kluge auf Dirk Baecker. Beiden gelingt es aber, die in diesem Buch versammelten Gespräche unabhängig von Schlagabtauschen zu führen. Statt dessen entsteht der Eindruck einer Komplettierung bzw. Ergänzung.
Allein wegen des im Titel angesprochenen Themas ist ein Kauf alle mal wert. Sind hier doch weitere Informationen zu den im Postheroischen Management (Dirk Baecker) aufgestellten Thesen zu finden. Es zeigt sich, dass Systemtheorie und Kritische Theorie ein gemeinsames Interesse haben können, nämlich das Verhältnis des Einzelnen zu übermächtigen Systemen.
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am 15. Juli 2004
Die Systemdenker nehmen sich mit Sicherheit zu wichtig.
Professionelle Zyniker sind sie. Und dieses hier vielleicht das neuste Kind der Populärphilosophie, beschäftigt er sich doch ausschließlich mit aktuellen Themen. Seine Titel sind wie bei Sloterdijk eye-catcher und für Alexander Kluges Sendung hatte er auch eine Dauerkarte. "Was wollen die Roboter?" Dieser Frage geht er in "Wozu Systeme?" nach. Künstliche Intelligenz, hierin folgt er nicht mehr Luhmann.
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