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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 16. Februar 2012
Inhalt:
Sommer in Melbourne: Hector und seine Frau Aisha veranstalten ein Barbecue mit ihren Freunden und ihren Familienangehörigen. Der dreijährige Hugo, Sohn von einem befreundeten Paar, nervt alle Anwesenden und wird schließlich von Hectors Cousin Harry geschlagen. Die Eltern von Hugo schalten daraufhin Polizei und Gericht ein. Die Ohrfeige sorgt für kontroverse Diskussionen im Umfeld und entzweit Familien und Freunde.

Mein Eindruck:
'Nur eine Ohrfeige' liest sich flüssig und durch die mehrfach wechselnden Perspektiven, aus denen erzählt wird, sehr abwechslungsreich. Ich empfand den Roman als sehr lebensnah und authentisch, und die Melbourner Kulisse hat mir sehr gut gefallen und mich an meinen Aufenthalt in der Stadt erinnert. Bisweilen liest sich 'Nur eine Ohrfeige' wie eine Seifenoper, in der die schrillsten Gestalten auftauchen und in der es fast immer um Drogen, Sex, Gewalt und Affären geht. Die Protagonisten sind dabei meiner Meinung nach allesamt unsympathisch - keine Menschen, die man kennen möchte, aber auch keine Menschen, die dem australischen Stereotyp entsprechen.

Mein Resümee:
'Nur eine Ohrfeige' ist wie eine Mischung aus Maupins 'Stadtgeschichten' und einer harmloseren Variante von 'American Psycho'. Unterhaltsam!
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am 9. Juli 2012
Wir haben dieses Buch in unserem Lesezirkel gelesen. Das Buch fand bei allen Mitgliedern Anklang, weil es eine ungewöhnlich Perspektive eines eigentlich unbedeutenden Vorfalls zeigt. Der Schreibstil des Autors ist schnell und auf den Punkt, doch leider ein bisschen zu grob, als dass er authentisch für die Protagonisten sein könnte. Dieses Buch hat zu sehr angeregten Diskussionen in unserer Gruppe geführt. Natürlich über die Frage, ob man ein Kind unter keinen Umständen schlagen darf, oder ob es bei diesem verzogenen Bengel nicht doch angebracht ist. Über den Drogenkonsum in der Freizeit. Über die Frage, was Paare eigentlich zusammenhält. Faszinierend ist, dass man als Leser keinen der Hauptfiguren richtig mag. Und doch ihre Geschichte und ihre Perspektive unbedingt kennen lernen möchte. Ein faszinierendes, starkes Buch, das unser Lesezirkel weiterempfiehlt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Februar 2012
Ungewöhnlich ist dieses Buch "Nur eine Ohrfeige" von Christos Tsiolkas. Wobei mir bitter aufstößt, wie locker hier Drogen konsumiert werden, und wie leichtfertig miteinander geschlafen wird. Okay, das ist meine ganz persönliche Sicht.

Vom Aufbau her ist das Buch interessant. Es geht um eine spezielle Szene, die Ohrfeige, die sich auf alle auswirkt, die dabei waren. Der Autor wählt 8 Personen aus und erzählt, was daraus in ihrem Leben ensteht - z. B. wie ihre zukünftigen Entscheidungen davon beeinflusst werden. Dabei widmet er jeder Person ein Kapitel, wobei die jeweiligen Kapitel die Kerngeschichte im zeitlichen Ablauf weitererzählen. Diese Charaktere sind alle unterschiedlich - von ihrem Leben her, von ihren Ansichten, von ihren Gefühlen. Auch die Beziehungen zwischen diesen Personen werden von der Situation verändert. Die Sprache ist teilweise prollig, aber passt zu den handelnden Charakteren und ihrer jeweiligen emotionalen Lage. Wer hier einen Familienroman erwartet hat, wird sehr enttäuscht. Es geht um Affären, Abgründe, Wegkreuzungen, Entscheidungen, Sex und Beziehungen - und auch um den Wert von Freundschaft und Familie.

Ein Barbecue mit Freunden und Familie sollte eigentlich allen Spaß machen - aber nicht nur die Spannungen der Gastgeberin mit ihren Schwiegereltern erweckten negative Gefühle. Der Sohn einer Freundin der Gastgeberin benimmt sich schlecht und bedroht ein anderes Kind - daraufhin ohrfeigt der Vater des anderen Kindes den Jungen. Es bilden sich zwei Lager. Aisha, die Gastgeberin, steht zu ihrer Freundin Rosie. Hector, ihr Mann, ist auf der Seite seines Cousins Harry, der Hugo geschlagen hat. Rosie zeigt Harry an. Hectors Eltern stehen klar hinter Harry. Weitere Komplikationen gibt es, weil Hector eine Affäre mit einer Arbeitskollegin seiner Frau hat, und deren homosexueller Freund in Hector verliebt ist...

Insgesamt ist die ganze Handlung super konstruiert und findet trotz aller verschiedenen Fäden einen runden Abschluss. Über die Lebensstile und -einstellungen kann man unterschiedlicher Meinung sein. Aber die Gefühle und Gedanken der Charaktere werden intensiv und nachvollziehbar dargestellt. Von daher fand ich das Buch insgesamt lesenswert.
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am 15. Juni 2012
Der englische Originaltitel 'The Slap' hält sich bewusst von einer Bewertung des zentralen Ereignisses dieses Romans zurück, was leider in der deutschen Fassung verändert wurde.
Was mit einer Gartenparty und einer Ohrfeige in einem Mittelklassegarten in Melbourne so unscheinbar anfängt, gerät zu einem differenzierten Schnitt durch die scheinbar heile Welt der modernen australischen Gesellschaft.
Die anfängliche Verwunderung, warum Tsolkias so umfangreich über eine Ohrfeige schreiben will, beantwortet er schrittweise und in akribischer Kleinarbeit, auf mehreren Ebenen und ausschliesslich aus der Perspektive der Romanfiguren, denen je ein Kapitel gewidmet ist. Während der Plot, ein Gerichtsverfahren der Eltern des Geohrfeigten, in den Hintergrund tritt, nehmen die beteiligten Personen in diesem Suburbia-Drama in detaillierten und vor allem auch sprachlich erstaunlich differenzierten Porträts Gestalt an. Was der Leser immer schon wusste und empfand, wird in einen neuen Kontext und somit in Frage gestellt. Die Urteilsfähigkeit des Individuums und die Rolle der persönlichen Lebensgeschichte eines jeden, der an diesem Eklat beteiligt ist, lässt uns in die Tiefen einer modernen und multikulturellen Gesellschaft blicken, die gespalten, verlogen, von Vorurteilen und sozialer Schichtung geprägt und dennoch völlig normal ist.
Die Qualität dieses Romans liegt darin, dass er trotz seiner erbarmungslosen Aufdeckung der gesellschaftlichen Anatomie niemals wertet oder tadelt. Im Gegenteil, der Leser ertappt sich dabei, dass er die Protagonisten vorschnell verurteilt und und kategorisiert hat. Tsolkias gelingt es, die Haltung des Lesers gegenüber den Romanfiguren fortwährend in Frage zu stellen und ihn schliesslich ganz Teil dieser Zwiespältigkeit zu machen, an der nicht nur seine Charaktere, sondern die ganze moderne Gesellschaft leidet.
Insgesamt einer gut angelegter, sprachlich und fiktional überzeugender Gesellschaftsroman, ein kritisches Porträt der modernen australischen Gesellschaft mit universalem Charakter.
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am 15. August 2012
Was für ein grandioses Buch! Ein Werk, dass ohne Sympathieträger auskommt und den Leser doch so in seinen Bann zieht. Gleichzeitig einen tiefen Einblick in die australische Gesellschaft gewährt(?). In den Abschnitten stellt der Autor verschiedene Protagonisten in den Mittelpunkt und schildert das Schlüsselereignis (die Ohrfeige), bzw. die Geschehnisse darum herum aus deren Perspektive. Einzigartig wie Tsiolkas es schafft sich so tief in unterschiedliche Personen hinein zu versetzen. Gleichzeitig treibt er die Geschichte mit jeder neu betrachteten Person gekonnt voran. Spannender als jeder Krimi. Hoffentlich dürfen wir von diesem Autor noch viel lesen! Ich möchte ihn jetzt schon zusammen mit den ganz großen Erzähler (Franzen, Boyle, Irving) nennen. Hier kann ich nur die höchste Bewertung vergeben.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Januar 2014
Ein dreijähriges Kind verhält sich auf einer Gartenparty unverschämt und erhält von einem Erwachsenen eine Ohrfeige, nicht zu hart, aber auch nicht nur einen Klapps, sondern in Härte und Zielgenauigkeit eine klassische Backpfeile als deutlichen Hinweis dafür, dass hier Schluss mit lustig ist. Daraufhin bricht innerhalb der Partygesellschaft der Teufel aus. Bekanntschaften werden abgebrochen, Freundschaften zerbrechen, Familienbande werden strapaziert, weil man sich über die Beurteilung dieser Ohrfeige uneins ist. Natürlich handelt es sich in dem vorliegenden Roman nicht nur um eine Ohrfeige, sondern anhand dieser Ohrfeige und der Konflikte, die sie hervorruft, wird nicht mehr und nicht weniger als ein klassischer Gesellschaftsroman entwickelt, in dem Klartext geredet wird. Denn Tsiolkas Thema ist der umfassende soziale Niedergang in allen Bereichen der Gesellschaft: Ehebruch, Abtreibung, promiskuitiver Sex, Drogensucht, Vandalismus und Egoismus prägen das öffentliche Verhalten, während die Familienbande immer weiter zusammenbrechen.
Erzählt wird das Buch in acht Kapiteln aus acht unterschiedlichen Perspektiven, zuerst von Hector, einem gut aussehenden griechischstämmigen Ehemann der Tierärztin Aisha, auf dessen Gartenparty sich der Ohrfeigenzwischenfall ereignet, dann von der Drehbuchschreiberin Anouk, die mit einem Mann zusammen ist, der halb so alt ist wie sie und dessen Kind sie abtreiben lässt. Harry, Hectors griechisch stämmiger Cousin ist ein rabenschwarzer, jähzorniger aber erfolgreicher Charakter, der in Melbourne zwei Autowerkstätten betreibt, sich eine Geliebte hält, aber nichts auf seine Familie kommen lässt. Er hat dem kleinen Hugo die Ohrfeige verpasst, was ihm Leid tut, aber nur, weil er sich vor den juristischen Folgen fürchtet.
Hugos Mutter Rosie erscheint als die Zentralgestalt des Buches, in der sich die gesamte Zeitkritik bündelt. Nach einer Jugend als promiskuitives Flittchen in Perth lernt sie in Melbourne ihren Ehemann Gary kennen, einen Alkoholiker und Trinker, dessen pseudolinkes Ressentiment gegen alle Arrivierten Rosie fasziniert. Innerhalb jammervoller familiärer und finanzieller Verhältnissen kommt Hugo zur Welt, in dessen grenzenloser Bemutterung Rosie die Rettung ihrer gefährdeten Persönlichkeit findet. So ballt sich am Ende all ihr Hass gegen Harry, der in einer richterlichen Anhörung frei gesprochen wird und gegen ihre ehemalige Freundin Aisha, die sich in dem Konflikt letztlich für die griechische Familie entscheidet.
Der Roman entfaltet einen Sog, wie ich es in den letzten Jahren selten erlebt habe. Von der ersten bis zur letzten Seite gelingt es dem Autor, seinen Leser mitten in die Handlung hinein-zuziehen. Die Sprache, mit der dies gelingt, ist klar und treffend, sie ist das ideale Medium, das kaum bemerkt wird, aber trägt. Die Dialoge sind meisterhaft komponiert, allen Personen, sogar Gary, Rosie und Hugo, wird Fairness entgegen gebracht, aber die Kernaussagen sind doch relativ klar: Der allgemeine Wertverfall führt zur Verantwortungslosigkeit der Eltern ihren Kindern gegenüber. Aus der Verantwortungslosigkeit der Eltern erwächst die Haltlosigkeit und die Respektlosigkeit der nachwachsenden Generation. Sogar einen unguten Bekannten trifft man bei der Lektüre in einem neuen Gewand wieder: aus dem Ressentiment beladenen weißen Unterschichtsangehörigen, der in den Romanen von William Faulkner gegen tüchtigere Schwarze auf nichts weiter als auf seine Rasse stolz sein kann, ist Gary geworden, der minderbegabte und heruntergekommene linke Lumpenintellektuelle, der gegen Erfolgreiche nichts anderes als sein besseres Bewusstsein und seine höherwertige emanzipative Moral ins Spiel bringen kann.
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am 15. März 2012
Hector und die Tierärztin Aisha geben eine Grillparty. Eingeladen sind neben Hectors griechischer und Aishas indischer Familie auch Freunde und Arbeitskollegen der beiden. Was fröhlich beginnt, endet in einem Desaster. Hectors Cousin Harry ohrfeigt den dreijährigen Hugo, den Sohn von Aishas bester Freundin Rosie. Rosie und ihr Mann Gary wenden sich an die Polizei und zeigen Harry an. Familie und Freunde von Aisha und Harry werden gewungen, sich auf die Seiter einer der beiden Parteien zu schlagen.

Der Einstieg in Christos Tsiolkas Roman ist mühsam. Die vielen Personen, die im ersten Kapitel eingeführt werden, und ihre Beziehungen untereinander, kann der Leser zunächst nur schwer zuordnen. Doch das Dranbleiben lohnt sich. Tsiolkas entfaltet vor dem Leser das Leben der australischen Mittelschicht mit ihren schwierigen familiären Beziehungen, beruflichen und privaten Problemen, ihren Fluchten aus dem deprimierenden Alltag in Sex, Drogen und Alkohol.

Tsiolkas seziert in jedem der acht Kapitel seines Romans das Leben eine der an der Gartenparty beteiligten Personen und legt ihre dunkelsten Begierden, tief verschüttete Sehnsüchte und verdrängte Agressionen frei. Freundschaften zerbrechen, Beziehungen festigen sich, einige Paare verlieren sich, andere finden zusammen. Der Leser steigt hinunter in die Abgründe menschlichen Seins.

Der Roman entwickelt einen ungeheuren Sog. Wer sich einlässt auf die Figuren und ihre Geschichten und auf die drastische Sprache Tsiolkas wird das Buch nicht aus der Hand legen können.

Fazit: Keine leichte Lesekost. Aber ein faszinierender Trip in die menschliche Seele. Klare Leseempfehlung.
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am 16. September 2012
Was für ein gesellschaftskritischer Roman, der zum nachdenken anregt. Wir befinden uns in Australien auf einer Gartenparty, Eltern essen und trinken, Kinder spielen und alle genießen die letzten Sonnenstrahlen. Aber es gibt bei den Kindern immer wieder Unruhe und als der kleine Mann zum dritten Mal und dann auch noch mit Schläger bewaffnet auffällig wird, greift Harry ein und es schallt eine Ohrfeige durch den Garten. Alle sind geschockt und die Eltern schreien noch lauter als das Kind. Die Party ist vorbei und alle müssen, ob sie wollen oder nicht Stellung beziehen, denn Harry bekommt eine Anzeige.
Der Roman wird aus acht Sichten erzählt, 4 Frauen und 4 Männer, die die Geschichte weiter laufen lassen. Wir erleben die unterschiedlichsten Leben, Familien, Gegenden, Rassen und Wünsche und Träume. Der Autor schreibt auch aus verschieden Altersklassen, lässt uns in das Leben zweier Teenager schauen, die Midlife Crisis zweier Männer erleben, Frauen mit ihren Ängsten und Wünschen konfrontieren und für mich die schönste Sicht von Manolis der auf sein Leben zurück schaut und sich fragt was wichtig ist im Leben. Ich stellte mir oft die Frage sind wir so, wirklich.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Länge, er verliert sich manchmal zu sehr in einer Person und schweift dann sehr ab. Auch fand ich den gebrauch von Drogen sehr überzogen, jeder der keine nimmt war nicht normal.
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am 23. Februar 2013
Ein buntes Völkchen trifft sich im australischen Melbourne bei Hector und Aisha zum Barbecue. Ein schöner Tag soll es werden mit Freunden, Bekannten, Kollegen und deren Familien. Die Party findet ein jähes Ende als Harry dem drei jährigen Hugo eine Ohrfeige gibt. Das Buch hat 8 Kapitel in denen jeweils näher über eine der anwesenden Personen berichtet wird. Da ist zunächst Hector, mit griechischen Wurzeln, der Gastgeber, der nach seinem Wirtschaftsstudium in einer Behörde arbeitet. Seine Frau Aisha, mit indischen Wurzeln, die Tierärztin ist und ihre Kinder Melissa und Adam. Anouk, die Drehbücher für eine Soap schreibt und von einem Roman träumt mit ihrem fast 20 Jahre jüngeren Freund Rhys, der Star der Soap ist. Harry mit seiner Frau Sandi und Sohn Rocco, der es glaubt geschafft zu haben. Conny, die bei ihrer Tante lebt, da ihr bisexueller Vater an AIDS gestorben ist. Sie ist befreundet mit Richie, der gerade sein comming-out hat und dessen Mutter bei Aisha arbeitet. Rosie, die mit Gary verheiratet ist mit ihrem Sohn Hugo. Es wird zwar immer wieder auf diese Ohrfeige verwiesen, aber eigentlich ist das Buch eher die Beschreibung der Menschen, die dabei waren. Jeder hat seine eigene Geschichte die ihn geprägt hat und darüber reflektieren sie, mehr oder weniger. Das Buch lässt sich gut und schlüssig lesen. Teilweise war es mir etwas langatmig und oberflächlich geschrieben. Die Drogenexzesse der Jugend wirkten mir etwas klischeehaft. Nichts gegen gute Erotik, in dem Buch fand ich sie aber weder gut noch passend. Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ hätten es, obwohl Australien ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen ist, ein paar weniger unterschiedliche Kulturen auch getan. Das betrifft auch den zum Islam übergetretenen Aborigine.
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am 13. Januar 2014
Schade, zu Beginn fand ich das Buch sehr spannend. Nur eine Ohrfeige erinnerte mich an Stücke wie Gott des Gemetzels, Der Vorname oder Hermann Kocks Angerichtet: Eine auf den ersten Blick harmlose Konstellation (Gartenfete) gerät außer Kontrolle. als ein Anwesender ein nervendes Kind schlägt. Daran hätte man durchaus spannende Fragen erörtern können: Darf man das? Wie schlimm ist ein Schlag? Was darf man Kindern durchgehen lassen? Der Konflikt hätte sich entwickeln und die eine oder andere dramatische Wendung nehmen können...

Leider tritt nichts davon ein. Stattdessen folgt ein Kapitel auf das andere, in dem die Personen der Party vorgestellt werden. Wie sie leben, was sie denken etc. Manchmal ist das noch leidlich interessant, wie bei Harry, dem Mann der den Jungen geschlagen hat. Manchmal auch gähnend langweilig, wie bei der 16-Jährigen Connie, der man endlose Seiten beim Quatschen mit anderen Jugendlichen über die Schulter schaut. Irgendwann habe ich mich gefragt: Was soll das? Inwiefern bringt das die Geschichte weiter? Um dann zu verstehen: Gar nicht. Offenbar hat der Autor mitten im Buch seinen Konflikt aus den Augen verloren und sich in irgendwelchen Beschreibungen verloren. Ein guter Lektor hätte das sicher verhindern können.

So bleibt leider nur das Fazit, dass hier ein guter Ansatz verschenkt wurde.
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