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Notbremse nicht zu früh ziehen! Mit dem Zug durch Indien Taschenbuch – 1. Dezember 2003

4.1 von 5 Sternen 57 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Altmann reist nicht stellvertretend für Abenteuerarme. Er berichtet, um zu verführen, will «den Leser mit Sehnsucht vergiften». Schon passiert. (Hamburger Morgenpost)

Geradezu glücklich dürften Daheimgebliebene sein, wenn sie die Geschichten des Reisejournalisten Andreas Altmann lesen. (NDR)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andreas Altmann war Dressman, Schauspieler am Residenztheater München und am Schauspielhaus Wien, Jura- und Psychologiestudent, Gärtner, Taxifahrer, Privatchauffeur, Spüler, Kellner, Anlageberater, Straßenarbeiter. Er lebt heute als Auslandsreporter und Reiseschriftsteller in Paris. Unter anderem ist er ohne Geld von Berlin nach Paris gelaufen ("34 Tage/33Nächte"), durch Indien ("Notbremse nicht zu früh ziehen") und durch Südostasien ("Der Preis der Leichtigkeit") gereist. Zudem hat er Storys aus der weiten wilden Welt unter dem Titel "Getrieben" vorgelegt. Er war unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile ("Reise durch einen einsamen Kontinent"). Andreas Altmann wurde mit dem 'Egon-Erwin-Kisch-Preis', dem 'Weltentdecker-Preis' und dem 'Seume-Literatur-Preis' ausgezeichnet. www.andreas-altmann.com


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Andreas Altmann hat für uns Indien bereist und davon geschrieben. Zwei Monate lang befuhr er den gigantischen Subkontinent von Mumbai aus gegen den Uhrzeigersinn mit der Eisenbahn und hielt seine Erlebnisse in einem arrangierten Tagebuch fest. Um es gleich vorweg zu sagen: „Notbremse nicht zu früh ziehen!“ ist ein lesenswertes Buch. Unter den zuhauf veröffentlichten Reisejournalen und -reportagen sticht es durch seine geschickte Themenauswahl und durch sprachliches Können hervor. Altmann kann schreiben. Es gelingt ihm skurrile und exotische Situationen zu kondensieren und für das Daheimgebliebene Bewusstsein konsumierbar zu machen. Alles Überflüssige, was andere Reisebücher so häufig prägt, wird hier weggelassen. Mit Erleichterung nimmt der Leser wahr, dass er nicht mit einer tödlichen Chronologie der Ereignisse vom Betreten des Flugzeuges bis zum Betreten der Heimaterde behelligt wird. Stattdessen ausgesuchte Ereignisse, Begegnungen mit Menschen und kulturelle Skurrilitäten. Auch keine Beschreibungen von Städten und Kulturgütern. Dazu greift man dann eh lieber zu seriöseren Büchern. Was also beschreibt Altmann? Das lässt sich am besten in einem Bild erläutern: Andreas Altmann ist das fahrende westliche Bewusstsein in der Fremde. Alle seine Aufzeichnungen geben diesen Widerspruch wieder, arbeiten sich ab an der unüberwindlichen Schnittstelle zwischen dem Eigenen und dem Anderen. Das muss an sich nichts Schlechtes heißen, nein im Gegenteil: Bei solcher Art der Erzählung handelt es sich um das älteste Brot des Reisejournalismus. Gerade dafür geht man ja in die Fremde.Lesen Sie weiter... ›
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Kein Grund, die Notbremse zu ziehen, obwohl die unsinnliche Art seines Schreibstils sowie die Redundanz seiner Indien-Zugfahrten etwas enervierend sind. Wer Altmanns oft sehr grobschlächtige Überheblichkeit kennt, kann über seine rauschhaften Arroganz-Anfälle hinweglesen - hier trifft es in erster Frontlinie einen deutschen Filmemacher, von dem sich Altmann wohl ertappt sah, denn genau das, was Altmann ihm unterstellt und dort verteufelt, macht er im Grunde all zu oft selbst.

Doch in "Notbremse" schimmert auch Wissen und Respekt durch. Doch ja: Altmann kennt Indien und er beschreibt es gar nicht schlecht - er versucht sich einer Bewertung zu entziehen, was ihm natürlich gar nicht gelingen kann und sich im Grunde in noch höherer Anmaßung steigert: er reklamiert die einzige Objektivität für sich - und alles andere sind Idioten. Altmann halt.

Schreiben kann Altmann, ja, doch es fehlt etwas: sein Gefühl, sein Sentiment, der Mut zu mehr Subjektivität. Altmann ist nicht aufgesetzt "cool" wie einst der alte Tempo-Schreiber Timmerberg, der - ob nun frei erfunden oder halb erlebt - mit Shiva Moon ein ganz passables Indien-Buch hinterließ. Aber Altmann hat nicht die Klasse echter Literaten, die auch Reiseromane schrieben, wie:
Dennis Freischlad "Die Suche nach Indien" oder M. G. Schoeneberg "Geister der gelben Blätter"
Beides auch bei Amazon erhältlich, das ist spannende Reiseerzählung mit Hochgenuss.

Altmanns Feder ist eine abgestorbene Sehnsucht, ein knochiger dürrer Ast, er verzaubert nicht, doch man muss es ihm zugute halten: das will er auch gar nicht. Er will eine Reisereportage abgeben. Das ist ihm gelungen.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
P. Dielenschneider hat es in seiner Rezension auf den Punkt gebracht. Der Autor plätschert nur seicht an der Oberfläche der Indischen Realität. Vieles hat er unreflektiert übernommen, wie die an den Haaren herbeigezogene Erklärung warum Ganescha einen Elefantenkopf hat. Reiner Unfug. Es gibt auch keine Gebetsformel (Mantra`) die auf namaka endet. Entweder namah oder namaha! Sadhus mit arbeitsscheuen, faulen Deutschen gleichzusetzen zeugt auch von einer absoluten Unkenntniss der Materie.Die Regeln und Pflichten und Entbehrlichkeiten eines Lebens als echter Sadhu haben nichts mit Faulheit und Nichtstun gemein. Als Reporter hat der Autor einfach nur schlecht oder garnicht recherchiert.Ich habe bis jetzt mehr als drei Jahre in Indien verbracht weshalb ich mir diese Urteil über dieses Buch erlaube. Auch wenn es zeitweise lustige Passagen gibt, kann auch ich nur einen Stern geben. Mitte November bin ich wieder in Indien und bleibe für 4 Monate. Ein tolles Land trotz seiner vielen Widersprüche und Eigenheiten. India, I`m loving it!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Um es vorwegzunehmen: ich habe geschäftlich viel mit Indien und Indern zu tun, als Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter usw. Mein Chef ist auch Inder. Die Zusammenarbeit macht mir viel Spaß, was nichts mit dem 'Indischen' zu tun hat, sondern weil die Inder, die ich kenne, Leute sind, die mir sympathisch sind.
Da ich entsprechend auch schon in Indien war, habe ich mir das Buch als eine Art 'zweites Augenpaar' für die nächste Reise zugelegt. Diesbezüglich ein Fehlgriff. Warum? In meinen Augen geht es dem Autor nicht um das Land und seine Leute, sondern um den Nachweis, dass nur er richtig und unvoreingenommen zu reisen und aufzunehmen weiss. Menschen, die seine Meinungen nicht teilen - und davon gibt es glücklicherweise genug - werden als dumm, ewig Gestrige etc. diffamiert. Eine einzige Lobhudelei auf seinen eigenen Lebenswandel, sorry, lieber Autor, da hätte es ein Tagebuch für den Privatgebrauch auch getan, man muss kein Buch darüber veröffentlichen.
Von den diversen beschriebenen Begebenheiten kann ich zwar einiges nachvollziehen, aber an keiner Stelle kann ich den Versuch erkennen, auch zu verstehen, warum bestimmte Dinge so sind, wie sie sind bzw. warum viele Dinge nicht mehr so sind, wie sie mal waren. Als Inder wäre ich von dem Buch nicht angetan, denn die gesamte Klasse der gut ausgebildeten, fleissigen und durchaus erfolgreichen Inder kommt nicht vor. Aber erfolgreiche Inder will der Autor auch nicht sehen, er will halt sein Indienbild bestätigt sehen.
Leider ist das Buch für den Zweck, für den ich es gekauft habe, in allen Belangen zu kurz gesprungen. Als Reiseführer zu unspezifisch, als Reisebericht zu oberflächlich, als Beschreibung der Gegenwart zu anekdotisch, als objektives Bld zu narzisstisch. Schade.
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