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Kundenrezensionen

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am 17. November 2016
Damals......

Damals, als die Globalisierung und internationale Vernetzung noch in den Kinderschuhen steckten; als die allerersten Mobiltelefone gigantische Knochen waren (Gina Rowlands in Episode 1 bewältigt es mit Charme;-)); als die Welt nach Tschernobyl ein ganz klein wenig enger zusammenrückte und man tatsächlich einen Wimpernschlag lang glauben konnte, wir sind trotz aller Grenzen und Unterschiede alle Menschen vom selben Stamm; mit den gleichen Schwächen und liebenswerten oder auch weniger liebenswerten Macken, ob schwarz ob weiß, ob in Hollywood oder in L.A., in Rom oder Paris - und sogar in Helsinki. Damals 1991 konnte Jim Jarmusch einen solchen feinen kleinen Episodenfilm mit der Weltuhr als Klammer drehen. Und erstaunlicherweise wirkt "Night on Earth" in keinster Weise angestaubt oder veraltet, sondern taufrisch. Vielleicht sollten wir uns gerade heute in diesen Tagen wieder einmal daran erinnern: Wir sind alle Menschen und leben auf dem selben Planeten namens Erde.

Meine Lieblingsepisode: Nummer 2 mit Armin Müller-Stahl als ehemaliger Clown aus dem beschaulichen Ostberlin und nun Taxifahrer im Clinch mit der Fahrautomatik ("D like Drive") im Hexenkessel New York City. Müller-Stahl spricht Deutsch und radebrecht Englisch, einfach zum Schieflachen. Und warum sein hibbeliger Fahrgast und bald Aushilfsfahrer aus Brooklyn sich über den Namen "Helmut" und die beinahe identischen Mützen der zwei vor Lachen nicht mehr einkriegt, das erfahren wir auch.

Kleiner Wermutstropfen: Dass der Film auf Druck von Jarmusch hin nie synchronisiert wurde, wusste ich ja. Ist ja auch gut so, denn eine Synchro hätte den Film komplett zerstört. Bei der Stream-Version von Amazon Prime, die ich angeschaut habe, fehlen aber auch die deutschen Untertitel. Vor allem bei der letzten Folge komplett auf Finnisch wurde das zum Problem. Deshalb - und nur deshalb - gebe ich einen Punkt Abzug. Mein Tipp: Lesen Sie sich die inhaltlichen Zusammenfassungen der einzelnen Episoden auf Wikipedia direkt vor dem Anschauen der jeweiligen Geschichte einzeln sorgfältig durch, mir hat es zum Verständnis sehr geholfen. Denn die Handlungen der Geschichten sind sehr einfach und man bekommt auch ohne oder mit geringen Sprachkenntnissen schnell mit, um was es jeweils geht. Oder schalten Sie nach der Rom-Episode einfach ab. Denn auf ein künstliches Zusammenführen der einzelnen Geschichten in eine Rahmenhandlung, wie es bei Episoden-Filmen manchmal vorkommt, darauf verzichtet Jarmusch angenehmerweise. Man kann sich auch die einzelnen Episoden getrennt anschauen.
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HALL OF FAMEam 28. November 2004
roberto begnini quasselt als italienischer taxi-fahrer in unerreichbarer sprechgeschwindigkeit über falsche einbahnstrassen, genies [beethoven(e) et charlie parker(e)] und über liebenswerte schafe, über unglück-bringende bischöfe und unverdauliche affären mit schwägerinnen - und übersieht dabei, dass sein erlauchter gast derweil auf dem rücksitz verstirbt. die art der anschließenden leichen-entsorgung ist eine nüchterne satire auf italienisches improvisationstalent. als kabarettistische verulkung der welt des finnischen regisseurs kaurismaki, voller ää's, schnee, weltschmerz und saufseligkeit kommt die helsinki-abteilung daher [der fahrer matti pelonpää hat übrigens irgendetwas vom undurchdringlichen pokerface PUTIN] - außerdem schreibt man am polarkreis das wort TAXI natürlich TAKSI. wynona rider sitzt als kleinwüchsige airport-chauffeurin mit ihrem hintern auf einem dicken telefonbuch und versucht mit kaugummi und jugendlicher subkultur-verankerung die blasierte welt der film-manager vor die wand zu setzen. die anfänglich allzu mokante casting-chefin gena rowlands hat am ende von ihrem jugendlichen fahrtalent das wichtigste im leben endlich gelernt: NEIN sagen zu können. isaach de bankolé, französische neu-entdeckung am himmel begabter schauspieler, zeigt als farbiger taxi-fahrer mut und würde gegenüber dem hämischen getue zweier diplomaten und gewinnt souverän den MACHT-kampf mit ihnen - um gleich anschließend das schachspiel-ähnliche match darum, wer die stärkere persönlichkeit hat, zu verlieren gegen eine blinde passagierin: beatrice dalle macht leicht schmunzelnd klar, wer letztendlich als blind zu gelten hat. filmgeschichte geschrieben hat aber auch auf jeden fall die fahrt nach BROOKLAND im new yorker taxi, unerträglich schlecht gesteuert von armin müller stahl - der gottseidank schnell das lenkrad abgibt an giancarlo esposito - und es hat den anschein, als ob die beiden begnadeten schauspieler hier ihr improvisationstalent und temperament zur schau stellen anhand weniger abgesprochener stichworte: helmut-helmet / yoyo-jojo / mütze ist nicht gleich mütze (oder doch?) etc. - während die meisten filmwerke heutzutage pathetisch oder kitschig, brutal oder trivial daherkommen, hat man bei diesem movie den verblüffenden eindruck, am wirklichen leben teilzunehmen - emotional getragen wie in einer sänfte von dem alles einrahmenden humor des regisseurs: JIM JARMUSCH. man neigt dazu, alle seine film-schöpfungen haben zu wollen.
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am 10. Februar 2014
Einer meiner Lieblingsfilme. Weiß gar nicht welche Taxifahrt ich am besten finden soll. Kann ihn mir immer mal wieder anschauen!
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am 30. Mai 2014
Der Film ist schon seit Jahren Kult und jeder sollte ihn gesehen haben. Der Lieferservice war prima, alles in allem sehr gut.
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am 29. Mai 2015
Der Film wurde mir von einer Freundin empfohlen und ich habe es nicht bereut, ihn gekauft zu haben. Ein tolles Thema, wunderbare Schauspieler und unterhaltsam und spannend in jeder Episode
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am 20. August 2015
Alle fünf Episoden spielen nachts und im Innern eines Taxis, allerdings in verschiedenen Städten. Sie sind inhaltlich alle mehr oder weniger humorvoll mitunter mit einem etwas leicht melodramatischen Einschlag.
Der Knaller des Films ist die New Yorker Geschichte. Hier spielt Armin Müller-Stahl einen Taxifahrer, der kaum fahren kann und eine Verständigung im besten Denglisch versucht. Das ist zeitlose Komik, gekonnt wie selten sonst. Armin gelingt es mit Sympathie zu punkten gepaart mit der Unsicherheit eines Einwanderers. Die Sprachschwierigkeiten sind vom Feinsten, die Namensgebung ausgesucht treffend. Auf der Effektivitätsskala dicht gefolgt von der Episode vier in Rom. Hier spielt Roberto Benigni sich selbst in Höchstform. Er quasselt in seiner pornographischen Beichte Hochwürden auf dem Rücksitz buchstäblich zu Tode. Dabei ist es nicht immer leicht bei seinem Redeschwall die deutschen Untertitel mitzulesen. Die Anfangsgeschichte ist zum Aufwärmen mit der älteren Castinglady Gena Rowlands und der jungen Kette rauchenden Fahrerin Winona Rider, die nicht zum Film will. In Paris wird Isaach de Bankolé vom blinden Fahrgast Béatrice Dalle geleitet und in ein Streitgespräch verwickelt. Ihr Ausstieg setzt neben einer kleinen Überraschung noch vorübergehend Spekulationen frei. Der Schluss spielt in Helsinki. Hier wird’s kaurismäkimäßig etwas melodramatisch, ob des Elends in der Welt.
Sehr unterschiedliche Geschichten angefüllt mit liebevollen Details und ganz unterschiedlichen Formen des Humors. Die Darsteller sind einsame Klasse. Und natürlich darf Tom Waits in Abspann nicht fehlen.
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Die Kamera erfasst eine stilisierte Weltkugel und zoomt dann auf eine Weltkarte. Fünf Uhren sind zu sehen, die die wegen verschiedener Zeitzonen unterschiedliche Uhrzeit an fünf Orten zum selben Zeitpunkt zeigen. Genau in der selben halben Stunde werden (dokumentiert durch die jeweils zurückgestellte Zeit) die fünf Episoden spielen, mit denen der Film den Zuschauer in ein tragikomisches Wechselbad der Gefühle entführt. Im Mittelpunkt jeder Episode steht ein Taxi, dessen Passagiere unterschiedlichste Schicksale und Probleme haben.

Los Angeles, 19.07 Uhr: Eine selbstbewusste Casting-Agentin (Gena Rowlands) steigt in das heruntergekommene Taxi der kettenrauchenden Corky (Winona Ryder) und ist fasziniert von der selbstbewussten jungen Frau, die davon träumt, Automechanikerin zu werden. Und von diesen Plänen wird sie sich auch durch ein schillerndes Angebot nicht abbringen lassen.
New York, 22.07 Uhr: Nachdem mehrere Taxifahrer ihn nicht zum Fahrtziel Brooklyn bringen wollten, trifft der Afroamerikaner Yoyo (Giancarlo Esposito) den aus Ostdeutschland stammenden Fahrer Helmut (Armin Müller-Stahl), der kaum Englisch spricht und auch des Fahrens nicht mächtig scheint. Yoyo muss sich schon selbst ans Steuer setzen, um das Fahrtziel zu erreichen.
Paris, 4.07 Uhr: Ein von der Elfenbeinküste stammender Taxifahrer wirft zwei schwarzafrikanische Diplomaten kurzerhand aus dem Wagen, als sich diese über ihn lustig machen. Eine blinde Frau (Béatrice Dalle) erscheint ihm da deutlich harmloser. Doch die Blinde überrascht ihn mit Scharfsinnigkeit und Lebensklugheit.
Rom, 4.07 Uhr: Mit Sonnenbrille rast ein Taxifahrer (Roberto Benigni) scheinbar ziellos durch die Straßen der ewigen Stadt, wobei Verkehrsregeln für ihn nicht zu gelten scheinen. Als ein Priester in sein Taxi steigt, nennt er ihn fortwährend Bischof und besteht auf einer Beichte während der Fahrt. Die haarsträubenden erotischen Details scheinen zuviel für den herzkranken Priester.
Helsinki, 5.07 Uhr: Taxifahrer Mika (Matti Pellonpää) nimmt drei Betrunkene mit, von denen einer überhaupt nicht ansprechbar ist. Die beiden anderen erzählen über dessen Schicksalsschläge, doch als Matti über sein Leben berichtet, beginnen die beiden, ihn zu bemitleiden.

NIGHT ON EARTH (1991) zählt zu den erfolgreichsten Filmen des Independent-Regisseurs Jim Jarmusch (*1953). Jede Episode zeigt zunächst einige typische Einstellungen der jeweiligen Stadt und konzentriert sich dann auf die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrgast, wobei das Taxi zu einem Mikrokosmos der jeweiligen Lebenswelten wird. Der Zuschauer erfährt aus den Erzählungen nur wenig über die Vorgeschichte der Personen und es ist seiner Fantasie überlassen, wie sich deren Leben danach wohl fortsetzen könnte. Der faszinierende Soundtrack von Tom Waits verleiht den Episoden eine düster-melancholische Stimmung. Der in den jeweiligen Landessprachen gedrehte Film wurde nicht synchronisiert, um die landesspezifische Stimmung nicht zu verfälschen, und liegt in deutsch untertitelter Fassung (Untertitel ausblendbar) vor.

STUDIOCANAL legt den 23 Jahre alten Film nun erstmals auf Blu-ray in sehr guter Bild- und Tonqualität vor. Da es sich überwiegend um Nachtaufnahmen handelt, ist die Bildqualität überraschend. Als Extra sind neben dem Original-Kinotrailer weitere Trailer von frühen Jim-Jarmusch-Filmen vorhanden, von denen das Label inzwischen auch DOWN BY LAW (1986) und DEAD MAN (1995) auf Blu-ray vorlegte. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Für Sammler des anspruchsvollen Films eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung!
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am 2. Mai 2003
"Night on Earth" erzählt fünf Episoden, die etwa zur gleichen Zeit in fünf verschiedenen Ländern stattfinden. Die einzelnen Geschichten sind in sich abgeschlossen und hängen nicht miteinander zusammen. Lediglich die Rahmenhandlung ist immer dieselbe: Ein Taxifahrer nimmt in der Nacht/Dämmerung einen Gast/mehrere Gäste auf und die Geschichte nimmt ihren Lauf...
Episode Nummer 1 spielt in Los Angeles. Die Geschichte beginnt am Business-Terminal des Flughafens wo eine genervte Casting-Agentin in das Taxi eines burschikosen, gleichzeitig rauchenden und kaugummikauenden Mädchens mit zu großer Sonnenbrille steigt, welche hier zuvor zwei total berauschte Rockmusiker abgesetzt hat. Um beim Fahren überhaupt etwas von der Straße sehen zu können, sitzt das Mädchen auf einem dicken Telefonbuch. Zunächst ist die Agentin mehr mit Ihren Telefonaten beschäftigt. Sie muss dringend Rolle besetzen. Im Laufe der Fahrt wird der Casting-Agentin klar, dass das Mädchen die Idealbesetzung ist...
Episode Nummer 2 spielt in New York und erzählt die Fahrt mit dem ersten Fahrgast eines DDR-Auswanderers, der sich hier seine Brötchen als Taxifahrer verdienen möchte. Die Geschichte beginnt mit einem Rapper, der laut fluchend am Straßenrand steht: Kein Taxifahrer möchte ihn nach Brooklyn fahren. Schließlich hält doch ein Taxi, d.h. es kommt vielmehr angehüpft - es ist unser "Ossi". Der Rapper steigt ein und wundert sich über den eigenartigen Fahrstil des Fahrers, der offensichtlich nicht mit dem Automatik-Getriebe umgehen kann. Er versucht immer mit der Bremse zu kuppeln, so dass der Wagen mehr oder weniger über die Straße hüpft. Nach kurzem hin und her ("I drive and you ride, OK?") tauschen die beiden die Rollen. Der Fahrer (jetzt Beifahrer), kaum der englischen Sprache mächtig und, wie sich später herausstellt, ein Clown, macht so eine tragisch-komische Figur, dass der Rapper sich ständig kaputtlachen muss. Während der Fahrt schaut der Eingewanderte immer wieder überwältigt aus dem Fenster auf die Wolkenkratzer, wiederholt die gerade abgehörten "Vokabeln" (größtenteils Schimpfworte) und wirkt dabei so verdammt verloren, dass man Heulen könnte...
Episode Nummer 3 spielt im schlafenden Paris. Es ist tiefe Nacht, als ein schwarzer Taxifahrer ein paar angeheiterte Männer aufnimmt. Die offensichtlich gut situierten Fahrgäste beginnen Witze über die Herkunft ihres Fahrers zu machen. Der Taxifahrer lässt sich das nicht gefallen und schmeißt die überraschten Männer sofort raus. Eine blinde Frau fährt mit ihm weiter. Zunächst weiß der Fahrer nicht wie er sich verhalten soll, und stellt irgendwann ungeschickte Fragen. Die Fähigkeiten der Blinden faszinieren den Fahrer so sehr, dass er "wie ein Blinder" Auto fährt...
Episode Nummer 4 - der Brüller schlechthin - spielt in Rom. In den Straßen ist absolut nichts los. Nur ein Taxi rast durch die verlassenen Gassen - teilweise in entgegengesetzter Richtung durch enge Einbahnstraßen. Der hektische Taxifahrer hat sich anscheindend schon tagsüber ans Lenkrad gesetzt, denn er trägt immer noch eine Sonnenbrille. Er singt Opern und redet wirres Zeug. Schließlich kommt er an einen Platz wo ein älterer Priester in herwinkt. Nachdem der Priester im Wagen sitzt labert der Fahrer ihn sprichwörtlich tot...
Episode Nummer 5 spielt in Helsinki. Es ist die Geschichte von einem Taxifahrer, der einen Haufen betrunkener Männer nach Hause bringt. Einer ist wie leblos. Seine Kumpel erzählen dem Fahrer, dass er seinen Job verloren hat, seine Frau fremdgeht und dass er deswegen seine Abfindung versoffen hat. Anschließend erzählt der Fahrer seinen Gästen, was wirkliches Leid ist...
Jede der Episoden steckt voller Details, die auf eine hervorragende Beobachtungsgabe, Menschen- und Trendkenntnis des Drehbuchautors schließen lassen. So war es z.B. in New York zum Zeitpunkt des Drehs bei Rappern wohl üblich, besonders coole Kopfbedeckungen zu tragen. Dies wurde in die entpsrechende Episode mit eingeflochten.
Darüber hinaus profitiert der Film davon, dass keine der Episoden synchronisiert ist. Zum einen wird in dem Slang bzw. Dialekt des jeweiligen Ortes gesprochen, was zu einer authentischen Wirkung der Episoden beiträgt. Was wäre die Episode im Rom ohne das rasend schnell gesprochene Italienisch des Fahrers... Zum anderen kommen Wortspiele vor, die für die jeweilige Geschichte sehr wichtig sind und die man niemals übersetzen könnte. So machen z.B. die Männer in dem Taxi des Schwarzen darüber Witze, dass sich "Ivoirien" - so nennt man in Frankreich einen Menschen von der Elfenbeinküste - genauso anhört wie "y voit rien" - was so viel heißt wie "nichts sehen".
Die großartige Musik zwischen den Episoden ist von Tom Waits.
Kein Zweifel: Der Film hat 5 Sterne verdient.
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am 27. Februar 2015
Dieser Film war immer schon einer meiner Lieblingsfilme. Er gewinnt sehr dadurch, dass er nie synchronisiert wurde (hat Jim Jarmusch als Regisseur und Rechteinhaber so bestimmt) aber deswegen sind Untertitel hier ein MUSS ! Den englischen und französischen Episoden können bestimmt viele noch folgen, einige auch der italienischen, aber bei der Schlussepisode in Helsinki ist ohne Untertitel wohl für so gut wie alle Schluss. Liebes Amazon Team, bitte dringend ändern, dann werden 5 Sterne vergeben.
33 Kommentare| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2005
Einer der witzigsten und originellsten Filme aller Zeiten ! Ein sensationelles Staraufgebot in allerbester Spiellaune hat Kult-Jarmusch hier versammelt und er erzählt uns ganz lakonisch fünf Geschichten mitten aus dem Taxi-Leben.
Los Angeles: Winona Ryder als burschikose Taxifahrerin Corky, die eine Hollywood-Agentin (Gina Rowlands) fährt. Als ihr diese eine Hauptrolle anbietet, lehnt Corky dankend ab. Schließlich läuft in ihrem Leben gerade alles ganz hervorragend und wenn nichts mehr dazwischen kommt, hat sie bald ihren Traumjob als Automechanikerin. Was ist dagegen schon eine Filmrolle ?
New York: Armin Müller-Stahl als emigrierter ostdeutscher Clown, der sich in Manhattan als Taxifahrer durchschlagen muss, obwohl er nicht Auto fahren kann und sich in New York nicht auskennt. Da muss der Passagier halt ran ...
Paris: Beatrice Dalle als nächtlicher Fahrgast, der zwar nichts sieht aber unglaublich toll aussieht. Nicht nur der Taxifahrer verliert die Fassung ...
Rom: Power-Anarcho Roberto Begnini als schnellster Taxifahrer im nächtlichen Rom - Schnell mit der macchina und mit dem Mundwerk - Zu schnell für manchen Fahrgast ! Ein Kracher für die Ewigkeit.
Helsinki: Aki Kaurismäkis Stadt, Aki Kaurismäkis Lieblingsschauspieler. Eine Geschichte trauriger als die andere - man müsste heulen, wenn es nicht so witzig wäre.
Fazit: Diesen Film sollte sich wirklich niemand entgehen lassen !
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