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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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am 3. Oktober 2012
...ich hatte mich durchaus sehr gefreut über den neuen Krausser, "Eros" und "Einsamkeit und Sex und Mitleid" sind für mich zwei großartige und umwerfende Romane, die ich beide mehrmals gelesen habe auch sein letzter Roman "Die letzten schönen Tage" - sehr gelungen.

Eigentlich bin ich deshalb bei diesem Autor fast schon davon ausgegangen, dass da nichts richtig schiefgehen kann, leider konnte ich mit "Nicht ganz schlechte Menschen" ganz und gar nicht warm werden. Ein interessanter Titel, ein ungewöhnliches und tolles Cover, das Thema "Lebensläufe zweier Brüder in den 20er und 30er Jahren" schienen mir auch ausreichend Stoff für einen typisch spannenden und gewohnt originellen Krausser Roman zu sein. Irgendwann hatte ich während des Lesens allerdings mehr und mehr den Eindruck, dass mich die Protagonisten (die Brüder, eine Geliebte, 2,3 andere Personen) völlig kalt lassen und ich hatte auch den Eindruck dass dem Autoren selbst seine Protagonisten ähnlich kalt lassen: Der Erzählstrom hat manchmal etwas leicht ermüdend chronologisches: Erst passiert das, dann kommt das, dann folgt dieses, ein Brief von Karl, dann ein Streit zwischen Max und Ellie, dann kommt wieder Pierre...Etwas allzu nüchtern und lakonisch die Sprache, das kann Krausser sehr viel besser.

Max, Karl und Ellie haben im Grunde etwas austauschbares, sie sind inkarnierte Randnotizen. Ich glaube, Krausser hatte vielleicht nur Lust, sein zugegebenermaßen profundes Wissen über den kulturell-intellektuellen Hintergrund (Nietzsche versus Marxismus, spanischer Anarchismus, u.a.) der 20er und 30er in einen Roman zu verewigen.
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am 11. September 2012
Helmut Krausser schildert das bewegte Leben der Zwillingsbrüder Max und Karl Loewe im Europa der 1930er Jahre. Poetisch, ironisch und immer unterhaltsam werden die Ähnlichkeiten und vor allem die Unterschiede und starken Gegensätze der Brüder auf mehreren Ebenen beschrieben, was etwa Äußerlichkeiten, Charaktereigenschaften, persönlichen Lebenswandel und weltanschauliche Vorlieben in politischer und philosophischer Hinsicht betrifft (etwa Marx und Nietzsche), sodass eine facettenreiche Form des Doppelgänger-Motivs Verwendung findet und sich ein vielschichtiges Spannungsverhältnis zwischen den Protagonisten entfaltet. Dabei werden auch viele Bezüge zu den historischen Hintergründen und Entwicklungen der bedeutendsten Epoche der neueren Geschichte unter der Naziherrschaft detailliert und informativ hergestellt. Im Vordergrund steht jedoch stets die literarische Erzählung vom Schicksal und vom Lebensweg der Brüder. Krausser-Fans werden teils an THANATOS und teils an EROS erinnert, der Roman ist jedoch zugleich völlig eigenständig und sehr erfrischend und originell. Ein neues poetisches Meisterwerk!
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am 13. Oktober 2014
Helmut Krausser erfindet sich oft neu und geht gerne neue Wege. Er schreibt beispielsweise einen Krimi unter einem Pseudonym, schreibt eine Bio über Puccini und so weiter. Mit diesem Buch hat er wohl versucht, einen Roamn ála "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" zu schreiben. Das nervt etwas. Das "Zwischenmenschliche" und seine Figuren sind perfekt gezeichnet, komplex wie immer. Diese historischen Verweise (Spanischer Bürgerkrieg, Weltkriege, Hitler und Co.) sind einfach unnötig.

Der Leser bekommt das Gefühl sechs Jahre alt zu sein und im Geschichtsunterricht zu sitzen. Womöglich sind diese Teile dieses Buches für Menschen gedacht, die nie den Geschichtsuntericht besucht haben oder in Asien oder Südamerika leben - und zudem einer bildungsfernen Schicht angehören. Die Story jenseits dieser unnötigen Belehrung ist aber toll. 20 Prozent des Buches sind überflüssig, werden von mir aber doppelt gewertet, deswegen auch nur 3 Sterne.

Allgemein möchte ich festhalten, dass jeder Krausser absolut lesenswert ist. Ich hab bislang über zehn Werke von ihm gelesen und war stets gut unterhalten. Und auch hier sind rund 80 Prozent des Buches genial!
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am 30. September 2012
Helmut Krausser ist einer der wenigen lebenden deutschen Autoren, der sich für seine Figuren wirklich interessiert (und nicht für sich selbst), der sprachlich präzise ist und der spannend und unterhaltsam schreiben kann. Einer der wenigen, der Krimielemente, historisches Panorama und Unterhaltung mit großer Literatur verbindet. Hier vor der Kulisse des spanischen Bürgerkriegs in Barcelona, der dreißiger Jahre in Berlin und im Paris vor der deutschen Besatzung. Großartig ! Unbedingt lesen ! Nicht ganz schlechte Menschen
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am 26. März 2014
Die grundlegende Idee zu diesem Buch ist vielversprechend, der Erzählstil Helmut Kraussers liegt mir persönlich jedoch nicht. Nach Testlesen der ersten Zeilen habe ich dennoch das Buch bestellt, in der Hoffnung, dass sich das im Laufe der Lektüre verbessert oder ich mich "schon daran gewöhne". War leider nicht so. Es fehlt mir etwas an Lebendigkeit.
Für Liebhaber von Erzählungen auf Basis reiner Schilderung ohne wörtliche Sprache, die menschliche Charaktere in all ihren Schattierungen eingebunden in die historische Weltentwicklung als Rahmen der Handlung als interessant genug empfinden, ist das Buch sicher gut geeignet.
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am 5. Februar 2013
Am Besten fand ich die Schilderungen der historischen Begebenheiten. Max und Karl, die beiden nicht ganz schlechten Menschen, sind mir jedoch mit der Zeit etwas auf die Nerven gegangen. Max hätte man auch sehr gut als kleinen Ganoven schildern können der seine Freundin an einen anderen Mann verkauft und nicht als Intellektuellen der über den Dingen steht. Aber gut, die Beiden sind halt noch jung. Daher 3 Sterne - nicht schlecht.
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am 18. Dezember 2012
...für seine klare und direkte Sprache. Das Mileu ist mir jedesmal fremd und macht mich neugierig. Krausser schafft es aber auch in seinem aktuellen Roman Toleranz auf- und Vorurteile abzubauen. So können "Nicht ganz schlechte Menschen" auch bisexuell sein, eine kommunistische Gesinnung haben und ab und an Drogen konsumieren. Daumen hoch!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2012
Helmut Krausser
Nicht ganz schlechte Menschen

Die 30er Jahre. Die Zwillingsbrüder Max und Karl Loewe und die Prostituierte Ellie. In Deutschland wollen und können sie nicht beiben. Sie fliehen gemeinsam nach Frankreich und leben fortan als Illegale in Paris. Die Brüder, zwar Zwillinge, unterscheiden sich vom Wesen her jedoch sehr stark. Immer stehen sie irgendwie in Konkurrenz zueinander. Der Leser nimmt die Geschichten der Brüder wie eine Biografie wahr. Immer besser lernt man die beiden kennen. Der Autor lässt aber auch die Zeichen der Zeit nicht außer Acht. Krieg, Umstürze, aber auch die Liebe kommen nicht zu kurz.
Ein Roman, in dessen Erzählweise ich mich erst hineinfinden musste, dann aber immer begeisterter gelesen habe. Mein erster Krasser-Roman und bestimmt nicht mein letzter!
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