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Neununddreißigneunzig Gebundene Ausgabe – 4. Mai 2001

3.3 von 5 Sternen 126 Kundenrezensionen

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Als Frédéric Beigbeder noch in sicherer Stellung in der Werbeagentur Young & Rubicam angestellt war, forderte ihn sein Freund Michel Houellebecq auf, zu zeigen, was die Welt (der Wirtschaft) eigentlich im Innersten zusammenhält. Und weil Beigbeder als erfolgreicher Werbetexter selbst ein Meister des Marketings -- und der Selbstinszenierung -- ist, entstand der Skandalroman Neununddreißigneunzig, der in Frankreich sämtliche Verkaufsrekorde gebrochen hat. Beigbeder, der in seinem Werk mit Insiderinformation aus der Werbebranche aufwartet, schrieb den Roman mit einem einzigen Ziel -- nämlich gefeuert zu werden. Und er hat sicher geahnt, wie medienwirksam eine fristlose Kündigung unter der Schirmherrschaft von Michel Houellebecq sein würde. Seither scheint er in Frankreich omnipräsent: Er posiert dandyhaft in Talkshows, spricht im Radio, lässt sich fotografieren wie Bret Easton Ellis, liebt sein neues Image als "Che Guevara vom Café de Flore", lobt sich selbst in einem Artikel als Genie und seine Internethomepage dient als riesiger Chatroom für seine unzähligen Fans, kurz: Er benutzt für seinen Erfolg all diejenigen Mittel, die er mit dem Roman selbst denunziert.

Bei all dem fällt auf, dass die Stimmen, die sich mit dem literarischen Wert des Romans beschäftigen, sehr leise sind. Geht es hier überhaupt noch um Literatur und was legitimiert diese vermeintlich paradoxe Methode? Der Plot ist schnell erzählt: Beigbeders Alter Ego Octave schreibt eine Innenansicht der Werbebranche, die von Klischees, Geschmacklosigkeiten und Zynismen nur so strotzt, um am Ende als Verräter gekündigt zu werden. Seine Erwartungen werden nicht nur nicht erfüllt, sondern er muss erst einen Ritualmord begehen, um in die Freiheit eines Gefängnisses flüchten zu können. Der Roman trägt aber nicht nur auf inhaltlicher Ebene dokumentarische Züge: Immer wieder unterbrechen Sprüche, Slogans und Drehbuchskripts den Text wie Werbespots im Privatfernsehen.

Dass das zwar interessant, aber künstlerisch nicht besonders originell ist, weiß Beigbeder selbst. Was viel wirkungsvoller ist, ist die Vermischung aus Realität und Fiktion: Der Autor experimentiert mit einer Wirklichkeit, die sich nur noch nach Marken und Produkten differenzieren lässt. Wie auch bei Christian Kracht tragen die Protagonisten Ralph Lauren, fahren einen BMW Z3 und schreiben Briefe an den Geliebten wie: "Kehr zurück. Wenn du zurückkommst, schenke ich dir einen VW-Beetle." Die paradox erscheinende Methode, durch die fulminante Inszenierung die Werbung mit ihren eigenen Mitteln schlagen zu wollen, ist insofern legitim, als sie eine ungeahnte Sensibilität für das aufzeigt, was man gemeinhin "Zeitgeist" nennen könnte und was jenseits aller Grenzen von Nationalliteraturen -- man denkt an die deutschsprachige Popliteratur und ihr Vorbild Ellis, an Pelivin oder Murakami -- in den letzten Jahren mit einem Sog wiederkehrt, dem man sich kaum mehr entziehen kann.

So wird auch der Kaufakt des Romans existenziell: Neununddreißigneunzig kostet das Buch -- sein Wesen ist der Preis, alles ist Ware. In Frankreich herrscht Kampfeszeit gegen das Gefangensein in einem medialen Netz, was dem Leser durch den Roman und seine Inszenierung eindringlicher kaum hätte vor Augen geführt werden können. Und lässt man sich auf dieses Gesamtkonzept ein, müssen all die Klischees und fragwürdigen Metaphern und Vergleiche auch nicht überbewertet werden. --Kristina Nenninger

Pressestimmen

Frankreich hat nach Michel Houellebecq einen neuen Skandalliteraten. (Süddeutsche Zeitung)

Mit einem zornigen Insider-Porträt der Werbeindustrie gelang Frédéric Beigbeder ein Romanhit. (Der Spiegel)

Beigbeder verhöhnt Missgunst, Kleinkariertheit und intellektuelle Verkommenheit der Werbebranche. (Time)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ein Abgrund tut sich auf hinter den glänzenden Fassaden der Pariser Werbeagentur Rossery & Witchcraft, genannt "Rosse". Hier arbeiten erfolgreiche Kreative wie Marc, Charlie, Jean-Francois und Octave. Dank ihrer enormen Gehälter können sich die Werber ein sorgloses Leben voller Luxus leisten.
Trotzdem ist das Leben nicht immer so einfach: einige suchen in perversen Pornovideos aus dem Internet ein Ventil für ihre Unzufriedenheit, andere täuschen ihren Tod vor, um aus der Hölle des Agenturalltags zu fliehen und wiederum andere entgehen der Welt aus Unmenschlichkeit und Oberflächlichkeit, indem sie sich Kokain und Prostituierten hingeben.
Mittendrin in diesem Sumpf befindet sich Octave Parango, ein 33-jähriger Werber mit einem unverschämt hohen Einkommen und einem rasanten Lebensstil. Er hat alles (außer seine Freundin Sophie, die ihn verlassen hat und der er nachtrauert), aber vor allem hat er die Nase voll von der Scheinwelt, in der alles käuflich ist. Aus diesem Grund beschließt er, ein kritsches Buch zu veröffentlichen, um so seine Kündigung zu provozieren.
Vorher soll er aber für seine Agentur noch eine Kampagne für das Magerjoghurt eines potenten Kunden fertigstellen. Dabei lassen sich Octave, sein Kollege Charlie und Model/Prostituierte Tamara im Paradies aller Werber, in Miami, zu einer brutalen Gewalttat an einer reichen Rentnerin hinreißen...
Ein Rundumschlag gegen die zunehmend kommerzialisierte, herzlose moderne Welt ist Frédéric Beigbeder mit diesem Roman gelungen, der sich erstaunlich leicht liest.
Meist trifft der Franzose dabei mit seiner Kritik den Nagel auf den Kopf.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch kam zwar mit einem Tag Verspätung, aber das ist hinnehmbar. - In der kürze der Zeit habe ich gerade mal die ersten vierzug Seiten gelesen. Aber die genügen um zu erkennen: ein geniales Werk. Beigbeder wirkt absolut und uneingeschränkt authentisch und erfrischend subjektiv in der Beobachtung von sich selbst und der dargestellten Charaktere. Es gibt Typen, die findet er zum Kotzen, und er nimmt kein Blatt vor den Mund das zu sagen.... dem Leser, natürlich nicht den besagten Typen. Er ist sich dessen bewusst, womit er sein stattliches Gehalt verdient, und dass er damit zum Schweigen und Mitspielen gekauft wurde. Aber gerade sein ideologiefreier, menschlicher Umgang damit macht dieses Buch auch brisant, denn er zeigt das Denken, die Kriegs-Psychologie hinter dem, was wir Marketing und Werbung nennen. Er zeigt schonungslos auf das System, von dem er lebt und an dem er leidet, weil und wie es die Menschheit zu Gehirnamputierten degradiert, und die meisten merken es noch gar nicht mal. Die Täter riechen nach Schweiß und fahren dicke Autos, aber sie sind nicht haftbar zu machen, denn sie tun nur etwas, was allgemein respektiert wird: sie verdienen viel Geld und sorgen dafür, dass viel Geld verdient wird.
Ein Buch nicht nur für Leute, die in der Branche arbeiten, sondern für alle, welche an "der Matrix" oder der "hidden agenda" interessiert sind. Und die den Mut haben sich einzugestehen: wir leben nun mal in einem totalitären Regieme, das vom Geld, vom Konsum und von ständiger Expansion geprägt ist, und das uns unter sein Joch zwingt ob wir wollen oder nicht. Wer die in dem Buch dargestellten Charaktere beobachtet kommt zwangsläufig auch mit sich selbst in Berührung, denn wir alle sind Teil dieser Szenerie.
Ein bitterböse Studie unserer westlichen Gesellschaft und des Mensch-Seins gleichzeitig, dreist, amüsant, unterhaltsam und liebenswert geschrieben.
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Von Ein Kunde am 31. März 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Beigbeder ist ein sympathischer Mensch. Schüchtern wirkt er, nett, liebenswürdig, Nase und Kinn ragen weit aus den Skilehrerlocken hervor. Das hat zwar mit seinem Buch nichts zu tun, aber das sind die positiven Eindrücke - gesehen bei einer Lesung in Wien. Durch seine Erscheinung und sein Aufreten nimmt man ihm nichts übel - zumindest ich nicht - ein netter Kerl und was er sagt, stimmt auch irgendwie, jaja, ganz ok der Bursche, ganz ok, nichts einzuwenden (Aber???). Und in Frankreich: angeblich ist er der neue 'Skandalautor' nach Houellebecq. Mit diesem Ruf verknüpfen sich Erwartungen. Löst er sie ein?
2 Dinge: Erstens - sein Buch verspricht gnadenlose Aufdeckung - allerdings bin ich von Aufdeckungsjournalismus in guten Magazinen bereits anderes gewohnt. Zweitens: literarisch ist das alles wenig anspruchsvoll - der Stil paßt durchaus ins Feuilleton einer Zeitung, die Frage ist, ob den Redakteuren dann die Geschichte nicht zu zahm wäre.
Vorgeblich geht es um eine 'Abrechnung mit der Werbebranche', in der der Autor selbst jahrelang tätig war. Tatsächlich ist es aber eine Aneinanderreihung von Anekdoten aus dem daily business des Werbefritzen - die aber kaum überraschend sind. Es ist genauso, wie ich mir die Branche immer vorgestellt habe. Aber der Autor unterstellt mir, daß ich tatsächlich noch an die Glitzerwelt der Models und die Seriosität von Werbeagenturen geglaubt habe. Damit erinnern seine Aufklärungsversuche ein wenig an eine Filmszene aus Ang Lee's 'Der Eissturm', als der Vater - sozusagen in einem Gespräch von Mann zu Mann - sich verlegen bemüht, seinem bereits 16-jährigen Sohn die Nachteile des Onanierens beizubringen, der aber naturgemäß längst andere Sorgen hat.
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