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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
65
4,4 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
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am 30. Mai 2007
Normalerweise dauert es bei mir zwei bis drei Jahre, bis ich dazu komme, mir das Album einer 'gehypten' bzw. allseits gelobten Band anzuhören (was mich sonst eher skeptisch macht). Bei Arcade Fire bin ich froh, nicht so lange gewartet zu haben und den Kritikern, die voll des Lobes für "The Neon Bible" waren, zu glauben. Zu Recht, denn diese band ist eine Entdeckung und schon lange habe ich keine Band mehr gehört, die so viele verschiedenartige Einflüsse zu etwas verabeitet haben, was eben nicht nur beliebig und abgekupfert sondern schlichtweg mitreißend klingt.

Und mit jedem Hören entstehen neue Facetten. Im Grunde ist es egal, ob nun vor allem David Bowie größtenteils aus den Liedern herauszuhören ist (etwa bei "Black mirror"), lyrische Anleihen bei Springsteen vorhanden zu sein scheinen ("Keep the cars running", "Windowsill"), Tom Waits seine Freude mit "My body is a cage" haben dürfte und "No cars go" wie eine 80er-Punkhymne daherkommt... dieses Album bereitet einfach viel Freude beim Hören und sprudelt über vor Ideen, ohne prätentiös zu wirken. Und die Orgel trägt ihren Teil dazu bei, dass lautes Mitsingen kaum zu vermeiden ist.

Endlich neben Wilco eine weitere vielversprechende Band, von der wir (hoffentlich) auch in ein paar Jahren noch ähnlich begeistert sein werden und die Fans verschiedener Musikrichtungen anspricht. 5 Sterne, music that ought to be heard.
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am 13. März 2007
"Funeral" war 2004 der Überraschungserfolg der Indieszene und katapultierte Arcade Fire binnen kürzester Zeit aus der Obskurität in die Bekanntheit. Gemeinsame Auftritte mit David Byrne,Daavid Bowie und U2 zeugen vom Status, den die Band innerhalb kürzester Zeit erreicht hat. Und dass die England-Daten der aktuellen Tour noch vor Veröffentlichung der neuden CD innerhalb von Minuten ausverkauft waren - Tickets wurden auf eBay um mehrere Hundert Pfund gehandelt - spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Stellt sich nur die Frage: kann die Band die mit "Funeral" gemachten Versprechen einlösen und wird "Neon Bible" dem Hype gerecht?

Die Antwort auf beide Fragen ist eindeutig ja. War "Funeral" bei aller Brillianz noch in manchen Facetten uneinheitlich und etwas zaghaft, so präsentiert sich "Neon Bible" wie aus einem Guss. Geblieben sind die großen Melodien zwischen Verzweiflung und Euphorie, die kryptischen Texte, die zur freien Assoziation einladen, weiters die herzzereissenden Stimmen von Win Butler und Regine Chassagne, die ausgefuchsten Arrangements und die Verwendung von überraschenden Instrumentierungen. Dazu gekommen ist eine gehörige Portion Selbstbewußtsein und eine Produktion, die den anspruchsvollen Kompositionen endlich gerecht wird, sowie ein lässiges Flirten mit dem Mainstream.

Die CD stellt ein Gesamtwerk dar, aus dem nur einige Tracks herausgehoben werden sollen:

"Black Mirror" erröffnet den Songzyklus und fasst Arcades FireŽs Weltsicht, eine Art verzweifelt-optimistisches "Hope against hope", gut zusammen. "Keep the Car Running" wäre als erste Singleauskopplung wohl logischer gewesen - zugänglicher und tanzbarer sind AF selten. Nach dem ruhigen "Neon Bible" folgt die orgel-getriebene Hymne "Intervention", die wohl das passende Gegenstück zu "Wake up" von "Funeral" darstellt. Bei "(Antichrist Television Blues)" schimmert dann ein gewisser Springsteen-Touch durch (AF haben sein "Dancing in the Dark" live bereits mehrmals gecovert). "No Cars Go" ist ein Remake von der EP und kommt hier endlich in einer diesem großartigen Ohrwurm würdigen Produktion daher. "My Body is a cage" beschließt den Reigen, wieder mit der Kirchenorgel und einer grandios-intensiven Gesangsleistung von Win Butler.

Fazit: Wer auf der Suche nach unkonventioneller, intensiver Musik ist, kann hier nur zugreifen. Arcade Fire werden noch ganz, ganz groß.
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am 8. März 2007
Ich kannte Arcade Fire bis vor kurzem gar nicht, bis mich ein Bekannter darauf brachte, dass die Musik sehr gut sein soll. Was soll ich sagen ???

Der Hammer ! Einer bestimmten Stilrichtung läßt sich diese Art von Musik meiner Meinung nach eigentlich gar nicht zuordnen, ein wenig Independent, ein bißchen Folk, auf jeden Fall sehr abwechsungsreich, Kaum zu glauben, dass die Lieder die auf der CD enthalten sind von ein und derselben Gruppe sind. Vor allem begeistert mich die Kirchenorgel, die manchen Liedern eine Hymnenhaftigkeit und Feierlichkeit verleiht, die man lange suchen muß. Es gibt viele Gruppen und Lieder die klasse sind, aber so richtig begeistern und das Herz erwärmen können meiner Ansicht nach nur wenige. Arcade Fire zählt dazu. Auch wenn der Vergleich natürlich hinkt, der Song "Intervention" (absoluter Anspieltipp!!!!) ringt mir dieselbe Begeisterung ab, wie seinerzeit vor vielen, vielen Jahren in den 70ern Barclay James Harvest "Poor Man's Moody Blues" Dieser Song läuft rauf und runter. Weitere Anspieltipps: Keep The Car Running, No Cars Go, My Body is a cage. Aber eigentlich sind alle Lieder super, wobei meiner Meinung nach die aktuelle Singe "Black Mirror" noch das schwächste Lied auf dieser durch und durch genialen Platte ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. Juni 2011
Selbst für die melancholisch-düsteren Maßstäbe, die die kanadische Indie-Invasion namens ARCADE FIRE bereits in ihrem Vorwerk (FUNERAL) gesetzt haben, ist NEON BIBLE ein sehr schwarzes, unbehagliches Album.
Bekommt man auf FUNERAL und dem letzterschienenen THE SUBURBS stellenweise auch ein paar tanzbare musikalische Leckerbissen vorgesetzt, so ist NEON BIBLE, das Zweitwerk der Band, geradezu durchtränkt von Trauer und Melancholie (rein musikalisch gesehen wenigstens).

Ja, leicht zugänglich ist die Platte nicht unbedingt. Nichtsdestotrotz lohnt es sich ohne jeden Zweifel, die Scheibe zu besitzen!

Erstens ist der Sound phantastisch. Aufgenommen wurde die Platte ja in kirchlichen Gemäuern. Ein Wunder nahezu, was manche Tontechniker aus Songs herauskitzeln können!
Außerdem haben es auch die Songs in sich. Wenn man bereit ist, sich zu öffnen und die Platte (am besten im Ganzen) hört, dann offenbart sich einem eine - wenigstens im kommerzielleren Rockgeschäft bis dato unerreichte - Soundwelt, voll mit Streichern, Piano- und Orgelklängen, Schlagzeug(en) uvm.
Und da NEON BIBLE nicht unbedingt mit FOUR ON THE FLOOR Mitsummliedchen bestückt ist, ist auch ein hochqualitativer Langzeithörwert gewährleistet.

Kurz: NEON BIBLE ist zeitlos, emotional, tiefgehend und mitunter vermutlich auch ein wenig anspruchsvoll. Ein wunderbares Partyalbum für Suizidfestivals also, aber so schön, dass sich am Ende dann doch niemand das Leben nehmen wird, weil er sich die Platte ganz einfach nochmal anhören will...

Wenn man Musik als nicht unwichtigen Lebensinhalt (auch als Konsument) betrachtet, dann ist ARCADE FIRE mit NEON BIBLE ein Werk gelungen, das diesem Leben wieder für längere Zeit einen Sinn gibt - wenn Sie verstehen, was ich meine.

Obwohl ich FUNRAL und THE SUBURBS offengestanden öfter höre als diese Scheibe hier, gebührt auch diesem einzigartigen Werk die Höchstwertung - 5 STERNE also!

P.S. Wann gab es zuletzt eine Band, die drei derart starke Debütalben auf den Markt brachte?? Eine bewundernswerte Band - und das in vielerlei Hinsicht!
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Wenn man mal in 20 Jahren oder so auf dieses namenlose Jahrzehnt 2000-2010 zurückblickt, dann wird man sich fragen, was es uns musikalisch gebracht hat. Und neben der Indie-Neo-Wave-Welle, die abkehr von großen Musiklabels und vielleicht noch den Neptunes oder Timbaland, sollte da auf jeden Fall ein großes Kapitel der kanadischen Kapelle Arcade Fire gewidmet sein.

Kaum ein Debüt schlug in den letzten Jahren so ein, wie "Funeral". Hymnische Rockopern, eine wilde Mixtur aus Kammermusik, Pop, Klassik, Kunst und so vielem mehr. Nie klang ausladender Bombast in den letzten Jahren bewegender und gefühlvoller. Die Musikkritiker waren sich ausnahmsweise mal alle einig und vielen auf die Knie, von den oft erwähnten renomierten Musikern wie Bowie und Bono mal abgesehen.

So sehr diese Band mit ihrem Debüt verblüffte... jetzt schaffen sie das Unglaubliche: sie übertreffen noch das Debüt! Und da fällt einem einfach kein Superlativ mehr ein.

Von Anfang bis Ende ist dieses Werk ein purer Hörgenuß. Es zieht einen in den Bann, lässt einen erschaudern, weinen, lieben, tanzen und Nachdenken. Und welche Platte schafft das schon? Der bedrohliche Opener "Black Mirror" gibt die Marschrichtung vor. Der Angstzustand der Welt wird thematisiert. Will Buttler klagt an: "Mirror, Mirror, on the wall... show me whether bombs will fall". Und beim dramatischen "Windowsill" wird dies später noch deutlicher, als der Sänger des Septetts all den Ärger dieser Welt, all den Schmerz und die Trauer nicht mehr sehen will. Der Rest des Albums ist eine einzige Aneinandereihung von Lehrstücken, wie man gute Musik gestalten solle. Das sakrale "Intervention" inklusiver originaler Kirchenorgel ist ein tolles Stück im Stile des Debüts. "Black Waves/ Bad Vibrations" ändert mal spontan den Charakter, "Ocean of Noise" ist zauberhaft ruhig und das druckvolle "No Cars Go" (endlich auf nem AF Album!) schwingt sich tanzend zum pompösen Bombast auf und lässt den Hörer nicht mehr los. Genau wie das ganze Album. Es zieht einen in den Bann. "Neon Bible" ist düsterer und melodramatischer als das Debüt, nachdenklicher und stellenweise auch introvertierter (soweit man das von dieser Band behaupten kann). Es berührt einfach auf so viele unterschiedliche Art u Weisen... da sind sich Rolling Stone Magazine, NME, Bowie und Chris Martin auch vollkommen zurecht einig. Kein Musikkenner kommt heutzutage mehr an dieser Band vorbei. Wer mir das Gegenteil beweist, bekommt als Belohnung einen Superlativ von mir verpasst!
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am 8. November 2013
In meiner Rezension soll es um die Vinyl-Ausgabe (auf der Rückseite klebt ein Barcode mit der Katalognummer 1724447) von Neon Bible gehen. Mein bestelltes Exemplar klingt grundsätzlich eigentlich ganz gut, allerdings hat die Platte zwei Defekte:
1. Zum einen ist der rechte Kanal der A-Seite fast komplett über die ganze Seite mit starken Knistern behaftet, gerade in leisen Passagen ist dies störend.
2. Das eigentliche, große Problem ist die dritte Seite der Pressung: auf der Seite sind die Höhen vollkommen verzerrt, z.B. "My Body Is A Cage" ist somit leider unhörbar.

Schade, von der Aufmachung mit Fold-Out-Cover und der vierten Etched-Seite ist das Album eigentlich schön gemacht, musikalisch mag ich die Platte auch sehr gerne (habe sie zusätzlich noch als CD), als Vinyl ist sie aber für die Tonne.
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am 4. März 2007
Das lange erwartete zweite Studio-Album der Canadischen Band The Arcade Fire ist eine gigantische Belohnung für alle die seit "Funeral" auf etwas neues der 7 Jungs und Mädels gewartet haben. Es ist genau wie sein Vorgänger eine Scheibe die bei jedem erneuten hören bessser und besser wird. Lied Nr. 10 "No Cars Go" gab es auch schon auf der 2003 veröffentlichten "Arcade Fire EP" zu hören. Super Ding.

An diesem Album stimmt einfach alles. Vertonte Genialität nennt man das wohl.

Between the click of the light

And the start of the dream

*****
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am 6. März 2007
"Neon Bible", nach "Funeral" und "Arcade Fire" aus 2005 die dritte Veröffentlichung von Arcade Fire in Deutschland, ging mit vielen Vorschußlorbeeren ins Rennen. Titel und Platte des Monats im Rolling Stone, beste Referenzen von Musikerkollegen und und und. Warum eigentlich? Weil die Gruppe anders klingt als Gruppen derzeit klingen? Weil Instrumentierung und Stimmung der Musik dem Hörer Empathie ermöglichen? Wegen der überbordenden Klänge, ähnlich wie seinerzeit Dexys Midnight Runners, nur eben nicht euphorisch, eher bipolar mit zuweilen manischen Zügen? Die Gruppe bedient sich dabei im reichhaltigen Angebot der Stilrichtungen und Instrumentierungen, aber das haben die erfolgreichsten oft und gerne getan. Anspieltips: Das orchestrale "Intervention" mit Kirchenorgel und Glockenspiel. Der "Antichrist Television Blues", sich düster aufschwingend. "Neon Bible" ist ein von allem übervolles Album, das die Latte für Arcade Fire recht hoch legt. Und für die Hörer auch. Deshalb erstmal dreimal hören...
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am 12. März 2007
Völlig unerwartet traf mich das zweite Album von Arcade Fire. Da ich in letzter Zeit kaum die Musikpresse verfolgt hatte, wusste ich gar nicht, das diese Band einen neuen Longplayer veröffentlicht. Erst kürzlich meinte ich zu einem Bekannten, das ich bezweifle, das Arcade Fire jemals ein zweites Album veröffentlichen würden. "Funeral" solle wohl ein einzigartiges Monument in der Rockgeschichte sein.

Doch nun liegt das zweite Album vor. Mit einem mulmigen Gefühl fing ich an zu hören. "Funeral" hatte die Messlatte sehr hoch gelegt, und ich fragte mich: Kann Arcade Fire dieses Album toppen?? Und die Antwort ist: NEIN! Schlimm? Eigentlich nicht. Denn Arcade Fire gelingt es dafür, Funeral fortzuführen, die LP hat die selbe Atmosphäre wie die wunderbare "Funeral" LP. Sie ist nicht besser, aber auch nicht viel schlechter. Wenn es einen Unterschied gibt, dann vielleicht den, das einige Songs diesmal etwas schneller zugänglich werden, etwas eingängiger sind.

"Neon Bible" bietet großartige Songs. Klarer Anspieltipp ist natürlich das fast schon hymnenhafte, von einer Kirchenorgel getragene "Intervention". Außerdem gefallen gleich nach dem ersten Hören "Black Wave", "The Well & The Lighthouse" (mit einem für Arcade Fire typischen Wechsel innerhalb des Songs) und "Windowsill". Das sind Songs, die wieder diese einzigartige Leidenschaft, Traurigkeit und Melancholie versprühen, die wir von "Funeral" her kennen. Der erste Song, "Black Mirror", die neue Single, wirkt nach dem ersten Hören tatsächlich wie eins der schwächsten Stücke der LP, wird nach mehrmaligem Hören aber immer besser.

Also, wer sich in der heutzutage auf cool und eiskalt getrimmten Welt der Pop/Rockmusik ein Herz bewahrt hat und noch fähig ist, Gefühle zu empfinden, der wird "Neon Bible" lieben wie zuvor "Funeral". Ein Album, das berührt, das packt. Und das es letztlich nicht besser geworden ist als der Vorgänger ist eigentlich logisch. "Funeral" ist eines der größten Meisterwerke der Musikgeschichte. Wenn es jedes Jahr ein Album solchen Formats geben würde, was wäre letztlich daran so besonderes gewesen?? Arcade Fire gelingt dafür das Kunststück, eine LP vorzulegen, die sich mit dem Vorgänger messen kann und den Erwartungen gerecht wird.

Jedem, der echten Musikgeschmack hat, absolut zu empfehlen.
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am 17. November 2011
Ich habe Arcade Fire zuerst in der Musikpresse kennengelernt. Als Alternative Fan mußte man "Funeral" einfach blind kaufen, so euphorisch waren die Kritiken. Dann war ich irgendwie entgeistert. Auf das noch interessante "Tunnels" folgte ein nicht unbedingt gut klingendes, teils quäkiges Gedöns, was mir so gar nicht gefallen wollte. Bis zum Hit "Wake Up" habe ich es gar nicht mehr geschafft, aber auch das hätte nicht mehr helfen können: Ich schob die CD ins Reich der Fehlkäufe. Das nächste Album "Neon Bible" ist eher unbemerkt an mir vorüber gezogen. Dann vor ein paar Monaten, Mitte 2011, hörte ich "The Suburbs" das erste Mal. Ich ließ mich auf die CD ein, und schon sehr bald war es die am meisten gespielte bei uns. Nun wollte ich doch wissen, was es an Videomaterial gibt, und so stieg ich endgültig ins Arcade Fire Reich ein. Wer Zweifel hat, dem sei die phantastische Performance "Brit Awards 2011" empfohlen. Dieses und viele andere Videos bei einem bekannten Anbieter lassen erst das Engagement und die Vielfalt rüberwachsen, mit dem diese Band unterwegs ist. Hat man die Bilder erst im Kopf, wirkt auch die "Konserve" entsprechend anders. Ich zumindest habe davor gedacht, ich hätte es mit schrulligen, gequälten Nervensägen zu tun.

Zum Ende doch noch etwas über "Neon Bible". Für mich ist dieses Album mittlerweile das Beste von Arcade Fire. Irgendwie zugleich ernst, emotional, melodiös, pompös, durchdacht, abwechslungsreich, interessant, einfach mitreißend. Kaufen! Und ich bin mir sicher, es wird Euch nur dann enttäuschen, wenn ihr Euch nicht drauf einlassen wollt. Der Kick kam für mich mit dem vorletzten Song und breitete sich von da aus über fast alle Songs aus - akustisches Suchtpotential!
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