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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
65
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am 20. August 2016
Ich bewerte den Film mit vier Sternen, da ich ihn als FILM nicht als Umsetzung des Buches bewerten will.
Vorne weg will ich aber sagen, dass zu viel vom Buch umgewandelt, abgeändert und komplett weggelassen worden ist.
Dadurch fühlt man sich als Leser des Buches wortwörtlich im "falschen Film". Ich kann nicht nachvollziehen , wozu SO viel
an der Story verändert werden musste! Die Darstellung des Leland Gaunt war in Anbetracht des Buches noch am besten gelungen!

Aber jetzt zum Film (unabhängig vom Buch!)
Der Film bietet gelungene, spannende und fesselnde Atmosphäre mit tollen Film Melodien und wirklich guter, schauspielerischer Leistung!
Der Verlauf ist gut, da man sich sofort in die Geschichte miteinbezogen fühlt - Langeweile bleibt somit eigentlich komplett aus!
Ein wirklich guter, mystisch gemachter Film, mit starkem Gruselfaktor und teils sehr brutalen Szenen!

Als "Nichtleser des Buches" ist der Film sehr gut.
Als "Leser des Buches" sollte man sich NEU auf den Film einlassen und aufhören den Film mit dem Buch 1:1 vergleichen zu wollen.
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am 5. März 2015
Ich erinnere mich den Film das erste Mal so mitte der 90'er gesehen zu haben,da konnte ich nicht sehr viel mit dieser Stephen King-Verfilmung anfangen. Irgendwie langweilig und nicht so spannend wie z.b. "Friedhof der Kuscheltiere" oder "Misery". Etwa 20 Jahre später wagte ich mich das 2x um den Film zu sehen,weil endlich mal eine vernünftige DVD Veröffentlichung erschien. Der alte Silberling hatte der Rezessionen halber schlechte Kritiken erhalten,vor allem das grausige 4:3 Bild blockte mich ab um den Film zu kaufen.
Hier hätten wir also eine "Remastered" Version,die wirklich gelungen ist. Schönes,sauberes anamorphes 16:9 Bild, Der Ton bleibt im alten 2.0,was hier nicht grad stört.
Spoiler:
Die Story ist ganz gut umgesetzt,die Spannung steigt von Minute zu Minute. Es ist unheimlich anzusehen,wie ein fremder Mann (Max von Sydow) in die beschauliche Küstenstadt Castle Rock kommt und ein Antiquitäten-Geschäft mit Namen "Needful Things" eröffnet. Die Bewohner der Kleinstadt findet dort interessanterweise alle Gegenstände,die sie schon ewig gesucht haben. Doch der Preis und Gegenleistung vom Fremden mit den langen Fingernägel ist hoch. So spielt Max Von Sydow die Bewohner langsam aber sicher gegeneinander aus,was bald eskaliert und zu Chaos führt...

Die Schauspieler machen ihre Sache ordentlich (vor allem der dämonische Max Von Sydow) und Ed Harris als Gegenpol in Polizeiuniform.
Bonnie Bedelia (John Mc Clane alias Bruce Willis' Ehefrau in "Stirb Langsam 1+2") spielt hier wieder etwas im Hintergrund ohne zu glänzen.
Der einzige,der mich ziemlich nervte war J.T.Walsh als Rennbahnliebhaber "Buster",so viel Rumgeschreie und Overacting habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Fazit : Spannende Stephen King Verfilmung auf sehr guter DVD (vor allem das Bild)
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am 15. September 2015
Im Jahre 1993 war dieser Stephen King Verfilmung wenig Erfolg an den Kinokassen beschieden. In leidiger Weise spaltete wieder einmal die Diskussion über die Nähe zum Buch die Meinungen.
Klar ist ,dass die Verfilmung eines Wälzers von Stephen King, wie auch jede andere filmische Adaption eines Romans immer für sich stehend bewertet werden muß, da beide Medien, Buch und Film ganz unterschiedlichen Spielregeln unterliegen. Für sich genommen ist Fraser Hestons Gruselmär " In einer kleinen Stadt" bestes Entertainment.
Von Anfang bis Ende spannend, elegant gefilmt, die Roman- Aussage und die Figuren verdichtend, von mystischer Atmosphäre und besetzt mit charismatischen Schauspielern. Max von Sydow in der Rolle des Teufels in Menschengestalt, der in dem kleinen Städtchen Castle Rock mit seinem perfiden Kuriositätenkabinett die Seelen der Menschen verdirbt ist eine Wucht. Gleiches gilt für die ungewöhnlich kluge und satirisch überspitzte Inszenierung, die eine Parabel auf die dunklen Abgründe der menschlichen Psyche darstellt.
" In einer kleinen Stadt" gehört somit zu den besten Stephen King Verfilmungen. Bei der BluRay Fassung, die aufgrund des korrekten Bildformats gegenüber dem Vollbild der DVD unbedingt vorzuziehen ist, bin ich noch näher auf den Film eingegangen.
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am 20. August 2016
Ein Kameraflug über eine zerklüftete Küstenlandschaft mit Buchten , kleinen Inseln , viel Wald und eine kurvige Landstraße: In einer betagten Mercedes-Limousine kommt Leland Gaunt (Max von Sydow) 1993 in das beschauliche Castle Rock.
Zwei Frauen lugen durch die Lücke zwischen angehobenen Lamellen einer Jalousie: "Needful Things" nennt sich der neue Laden in einem alten Haus, und als erster Kunde betritt der Knabe Brian Rusk (Shane Meier) die verwinkeltenVerkaufsräume, in denen viele noch nicht ausgepackte Kartons stehen. Aber eine Baseball-Sammelkarte mit einem charismatischen Spieler, die Brian noch in seiner Sammlung fehlt und sogar seinen Namen als Widmung trägt, wechselt für 95 cent den Besitzer. Aber - das sei nur der halbe Preis, die zweite Hälfte bestehe darin, dass er der Truthahnzüchterin Wilma Jerzyck (Valri Bromfield) einen kleinen harmlosen Streich spiele, er bewirft ihre frisch gewaschene Wäsche mit Matsch.
Wilma verdächtigt "Netty" Netitia Cobb (Amanda Plummer), die ihren gewalttätigen Mann vielleicht erstochen hat, und auch andere Leute haben Wünsche, die ihnen der charismatische Leland Gault, der auf zauberhafte Weise immer das im Laden oder sogar im Schaufenster stehen hat, was der näcste Kunde braucht oder meint, unbedingt zu brauchen, auf Lager hat. Und so geht eine unheilvolle Kette von Ereignissen los, in einer erschreckenden Szene hängt Nettis geliebter Hund frisch gehäutet von der Decke, zwei Frauen gehen mit langem Messer und Metzgerbeil aufeinander los, der katholische und der baptistische Geistliche bekriegen sich, dass eine Kirche in die Luft fliegt, Ereignisse, die wie eine Reihe von Dominosteinen, die sich auch noch verzweigen kann, umfällt , ausgelöst durch den ersten Stein, den kleinen Brian und den Matsch auf Wilmas Wäsche. Auch die hübsche Cafébetreiberin Polly Chambers (Bonnie Bedelia), Verlobte des Sheriffs Alan J.Pangborn (Ed Harris) gerät in die Fänge des Teufels, der in Gestalt des Leland Gault das Städtchen aufgesucht hat, bei ihr ist das Motiv ihre sehr schmerzhafte und stark behindernde Arthritis der Hände, die Gault mit einem altägyptischen Amulett heilt, solange sie es um den Hals trage.
Pangborn bekommt eine Ahnung, was in seinem friedlichen Städtchen, in das es ihn aus der kriminellen Großstadt gezogen hat, los ist, Gaults Legende ist falsch, und bestätigt wird der Verdacht in einer dramatischen Szene des jungen Bikers Brian. Als Pangborn nach Castle Rock zurückkehrt, herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände, fast jeder hat etwas gegen einen Mitbürger unternommen, helfen scheint nur noch die Nationalgarde zu können, doch vorher durchbricht Pangborn die scheinbar unaufhaltsame Spirale der Gewalt. Der Teufel entsteigt am Ende den Trümmern eines in die Luft gejagten Gebäudes, ein luxuriöser Mercedes verlässt Castle Rock.

Unverständlicherweise war der Film nicht der große Erfolg, für mich steht er auf einer Stufe mit "She", in dem die großartige Katie Bates ihren Lieblingsschriftsteller (James Caan) gefangen hält und quält, damit er ihre geliebte Romanheldin nicht sterben lasse, er ist besser als "Shining", in dem ein wahnsinniger Jack Nicholson als Hausmeister in einem eingeschneiten Hotel mit irrer Fratze und Hackebeil durch die Gänge geistert.

Ich bin eher Fan von Horror, der nicht mit übernatürlichen Phänomenen einhergeht, wofür die beiden genannten Filme nach S.King schöne Beispiele sind. In "Needful Things" kann ich dem Meister des Horrors den Teufel "verzeihen", weil er eigentlich nur symbolischen Charakter hat. Er steht in Castle Rock für die Verführbarkeit von Menschen, für Neid und Missgunst, Eifersucht und Geldgier, verbohrte Konkurrenz zwischen Konfesionen, Macht und billige Rache, Leland Gault nützt die charakterlichen Schwächen von Menschen aus, indem er sie gegeneinander ausspielt, ein Stein in die Mitte eines Teiches geworfen reicht aus, dass die Wellen sich nach allen Seiten ausbreiten und am Ufer brechen. Im Prinzip ist Leland Gault als Teufel gar nicht erforderlich, viel langsamer und ohne vielleicht derart drastische Auswirkungen könnte auch ohne Einfluss des Teufels eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt werden, wie Pangborn für mich in seinem Appell an die Mitbürger erkannt zu haben scheint, der Teufel wirkt in Kings Parabel eigenntlich nur als Katalysator, er beschleunigt und potenziert aus dramaturgischen Gründen Ereignisse, die auch ohne übernatürliches Einwirken in Gang hätten kommen können, durch diesen Kunstgriff werden die Ereignisse beschleunigt, ohne ihn hätten sie nicht in einen knapp 2stündigen Film gepasst.

Stephen King erweist sich auch durch diese gelungene Filmadaption seines Romans nicht so sehr als Meister des übernatürlichen Hotrrors als vielmehr als Moralist, als Mahner, der uns den Spiegel vorhält und zeigt, wie aus einer Tat aus niederem Motiv wie ein Schneeball eine Lawine ausgelöst werden kann, die alles unter sich begräbt und auch Unschuldige mit in den Tod reißt. Es geht heftig und drastisch blutig zu in dem Film, und die Pytotechnik darf sich spektakulär gefilmt austoben, aber nicht aus Gründen billigen Horrors oder Zerstörungslust, sondern zum Zwecke eines Lehrstücks, einer Parabel über Schwächen und menschliche Charaktereigenschaften, die langsamer in der Realität und hier beschleunigt durch den Kunstgriff des Auftretens des Teufels in eine Katastrophe münden.

Ein sehr moralischer, wertvoller, ein wahrlich großartiger Film!

Doc Halliday
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am 15. September 2015
ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN.....
....wenn die ewige Leier angestimmt wird, wie gut der Roman, und wie schlecht im Vergleich die Verfilmung gelungen ist. Wenn das Gefälle nun allzu gravierend ist , mag dieser Vergleich zweier komplett unterschiedlicher Medien ja noch Berechtigung haben, gebetsmühlenartig aber gerade bei Stephen King Verfilmungen immer wieder darauf hinzuweisen, ist wenig zielführend.
So wurde auch die Stephen King Verfilmung " In einer kleinen Stadt" förmlich von den Kritikern zerrissen und das ist nur der Tatsache geschuldet, daß Regisseur Fraser Heston ( jawohl ,der Sohn von Ben Hur und Moses , landläufig auch bekannt als Charlton Heston) gerade einmal zwei Kino- Stunden und nicht hundert und aber hunderte von Buchseiten für die skurril unheimliche Story zur Verfügung standen.
Keine Verfilmung wird je an die Komplexität und ausufernde Prosa eines Romans heranreichen. Buch und Film sind stets vollkommen verschiedene Medien mit unterschiedlichen Spielregeln und müssen in ihrer jeweiligen Qualität stets unabhängig bewertet werden.

So betrachtet ,offenbart sich " In einer kleinen Stadt " als ganz hervorragende, sorgfältig nach den Spannungsaufbau eines klassischen Dramas arrangierte bitterböse Schauergroteske . Man fragt sich , warum eigentlich derart origineller Entertainment- Horror mit parabelhaft märchenhaften Zügen heutzutage nicht mehr auf der Leinwand zu sehen ist.
Fraser Heston entschlackt den überlangen King Roman ( nicht wenige sagen wahrscheinlich, Gott sei Dank) , beschränkt sich auf Wesentliches , treibt die Story zügig voran ohne Durchhänger mit packender Atmosphäre , enormen Fingerspitzengefühl für ambivalente Emotionen und als besonderes Ass im Ärmel mit charismatischen Darstellern. Neben dem wie immer grossartigen Ed Harris als Sheriff Pangborn , darf hier mit sichtlichem Vergnügen Max von Sydow den Leibhaftigen verkörpern, der ausgezogen ist, um mit einem kleinen verschrobenen Kuriositätenlädchen die Menschheit zu verderben.
Damit hat Max von Sydow nun wirklich vom Heiligenschein bis zum Fegefeuer alles gespielt . Vor Jahrzehnten noch als Jesus Christus ans Kreuz gehämmert ( " Die grösste Geschichte aller Zeiten" ), durfte er in Priesterrobe schon vom Satan geküsste Mädels versohlen ( " Der Exorzist"), bis er nun selbst als Fürst der Hölle in menschlicher Gestalt , wie ein Rattenfänger auf Seelenfang geht. Das nenne ich einmal beruflichen Aufstieg. Und welcher idyllische Hort des Friedens und der verschlafenen Harmonie könnte dafür besser geeignet sein als das fiktive Städtchen Castle Rock.
Gleich zu Anfang schwebt die Kamera begleitet von einem bombastischen Filmscore , an " Shining" erinnernd, weit über eine bergige Landstrasse, über Felsen, Seen und Wälder , überfliegt schwindelerregend einen Leuchtturm um wieder bei einer riesigen schwarzen Limousine ,die grollend das Strassenschild von Castle Rock passiert , zu enden .
Dürres Laub fliegt an den glänzenden Rädern des Wagens hoch. Vertrocknete alte Baumäste stöhnen im Wind. Vor einem auf einem Hügel gelegenen leerstehenden Haus hält das unheimliche Gefährt an.
Bewohner des Städtchens, die zaghaft und neugierig durch ihre Gardinen blicken.
Flüsternde Stimmen: " Ein Fremder ist angekommen. Er will hier einen neuen Laden eröffnen".
Bald wird es vorbei sein mt der Beschaulichkeit des kleinen Ortes.

" Du hast einen Wunsch frei. Nur einen, um dich glücklich zu machen "- und mit leuchtenden Augen stehen die Einwohner alsbald in dem neuen Antiquitätenlädchen " Needful Things" , folgen der warmen und verführerischen Einladung des sinisteren silberhaarigen Besitzers und finden jeder für sich genau die innig ersehnte Kostbarkeit, die sie schon lange gesucht oder längst verloren glaubten. Die Gegenstände scheinen ein gar magisches Eigenleben zu besitzen. Glück, Reichtum, Gesundheit verheißen sie und für jeden neuen Kunden , der zaudernd und staunend den Laden betritt, stellt sich das Sortiment dar, als ganz individuell auf seine Bedürfnisse und Begehrlichkeiten zugeschnitten.
Mystisch ist es mit anzusehen, wie schleichend unmerklich sich die Warenauslage immer wieder verändert und genau auf die Lebenssituation und den Charakter des neuen Kunden abgestimmt ist.
Gezahlt wird jedoch nicht mit Geld. Denn der Teufel höchstpersonlich ist es, der hier das verhängnisvolle Spiel um die Verführung der Menschenseelen inszeniert. Für jeden heiß ersehnten Gegenstand muß der Käufer einem anderen Einwohner einen geschmacklosen Streich spielen zum privaten Amusement des seltsamen Ladenbesitzers.
Und was erst harmlos und versponnene Farce zu sein scheint ,kulminiert schneller als vermutet in aggressive Auseinandersetzungen zwischen den Dorfbewohnern. Gegenseitige Beschuldigungen für Gemeinheiten, lange schwelende Konflikte ,die aufbrechen, finstere Ressentiments, Neid , Gier , Vorurteile und Antipathien ,die in blankem Haß eskalieren.
Und während Ladenbesitzer Mr. Gaunt, seines Zeichens der Teufel höchstpersönlich mit langen kralligen Fingernägeln in dem kleinen Notizbuch mit den Namen aller Kunden zufrieden blättert ,herrscht in Castle Rock bald Mord und Totschlag.
Genüsslich wird vor dem höllischen Kaminfeuer ein "Ave Maria " angestimmt, während draußen die verführten Menschen Amok laufen und Blut fließt.
Äusserst klug ist dieses satirisch elegante Mystery -Märchen angelegt, überzeugt mit vielen markanten Figurenzeichnungen, die einen Eindruck von dem Denken und Fühlen des Kleinstadtmilieus vermitteln. Am berührendsten wohl die tragische Geschichte von Sherif Pangborns Ehefrau, die von schmerzvoller chronischer Krankheit geplagt, von Mr. Gaunt einen heilenden Skarabäus- Anhänger erwirbt- mit tragischen Folgen.

Wie schnell lässt sich mit egoistischer Gier, mit den individuellen Sehnsüchten nach eigentlich grossenteils profanen Dingen jedwede Ethik und Moral, jedes kultivierte Handeln langsam aber unaufhaltsam untergraben ? Wie wenige trügerisch verheißungsvolle Versprechen braucht es eigentlich damit das dünne Eis der Zivilisation zerbricht und darunter der Abgrund der blanken Anarchie und Gewalt sichtbar wird ?
" In einer kleinen Stadt" ist eine süffisant gallige Demontage der allzu menschlichen Abgründe , hält dabei vortrefflich die Balance zwischen Gruselmärchen, Melodram, Parabel und schwarzem Humor und bietet zwei Stunden lang spannungsreiches , hintersinniges Entertainment.
Max von Sydow als boshafter Maestro Diabolo ist unvergesslich , ebenso sind alle anderen Charaktere markant besetzt.
Hinzu atmet die Verfilmung natürlich den Nostalgie Charme der frühen Neunziger, will sagen keine Handys, kein wildes Kameragefuchtel, sondern noch direktgehend ruhige atmosphärische Bildeinstellungen und Schnittfolgen und ein einfach grandioser , gut in die Szenen eingefügter Filmscore.
Über das Ende gibt es wieder geteilte Meinungen. Ich finde es durchaus in sich stimmig, und sollte man den Roman gedanklich ausblenden können, rundet dieses Finale den Film durchaus gut ab.
" Zuletzt hatten die Menschen immer nur noch einen Wunsch, der sie scheinbar glücklich machte. Der Wunsch nach Waffen" und während der Teufel in Menschengestalt bei diesen Worten hämisch die Mundwinkel verzieht, dann läuft ob dieser zeitlos deprimierenden Erkenntnis wohl jedem ein Gänsehautschauer über den Rücken.
" In einer kleinen Stadt" - eine der besten Stephen King Verfilmungen aller Zeiten.

Nachtrag: Lieber Interessent, ich rate auf jeden Fall zu der neuen BluRay Ausgabe. Denn hier wird anders als in der alten DVD Version das Bild im Widescreen Originalformat präsentiert, während die alte Fassung nur ein beschnittenes Vollbild aufweist. Ausserdem ist der Unterschied in Schärfe, Farbbrillanz und Tonqualität überwältigend.
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am 3. April 2015
Hallo, dieser Film ist wirklich nett anzusehen. Nicht mit dem Buch vergleichen, aber durchaus lohnenswert!

Alles unter drei Sterne halte ich für ungerecht und nur vertretbar, wenn ich mit diesem Genre eh wenig am Hut habe. Ein Film den man auch gut mit der 12 jährigen Tochter ansehen kann - eben nicht langweilig und nicht zu blutig - ok einige Szenen könnten auch ab 16 sein.

Ansehen ampfohlen!
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am 10. Februar 2016
Eine Romanverfilmung ist wohl immer eine Gratwanderung, besonders bei Stephen King - die sind meist nur Schrott!
Needful Things hat sich sehr gut Lesen lassen, ich erinnere mich gut daran wie schnell ich den Roman durch hatte. Ebenso kann man die Umsetzung als Film als durchaus gelungen bezeichnen.
Wer nun einen Horror-Schocker erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden - aber geschockt wird man trotzdem :-))
Die Darsteller tragen dazu bei, eine wirklich stimmige Atmosphäre zu schaffen - sehr gute Wahl.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Dezember 2015
In den 80er und 90er Jahren boomten die Verfilmungen von Büchern von Stephen King. Doch gerade der teils sehr subtil beschriebene Horror aus Kings’ Büchern lies sich nicht immer adäquat auf die Leinwand übertragen, was häufig auch zu Verrissen bei den Filmbesprechungen führte. Auch für die aus meiner Sicht sehr gelungene Verfilmung des Romans „Needful Things“ gab es eher verhaltene Kritiken. Wie auch Rezensent RUMBURAK in seiner Rezension „Die Seele für immer an den Teufel verkauft“ mal wieder eindrücklich darauf hinweist, dass Buch und Film zwei völlig unterschiedliche Medien sind, die eben auch unterschiedlich funktionieren, weshalb eine 1:1 Adaption kaum möglich ist.

Regisseur Fraser C. Heston, Sohn des berühmten Schauspielers Charlton Heston (Ben Hur), lieferte hier sicherlich seine beste Regiearbeit ab, als er „Needful Things“, basierend auf einem Drehbuch von W.D. Richter (Oscar Nominierung für Brubaker 1980; Big Trouble in Little China, 1986) mit großen Stars wie Max von Sydow (Das siebente Siegel, 1957; Conan der Barbar, 1982; Pelle der Eroberer, 1987) und Ed Harris (Under Fire, 1983; Abyss – Abgrund des Todes, 1989; The Rock – Fels der Entscheidung, 1996) inszenierte. In weiteren Rollen finden sich noch so bekannte Darsteller wie Bonnie Bedelia (Bruce Willis’ Frau in den ersten beiden „Stirb langsam“ Teilen), Amanda Plummer (König der Fischer, 1991; Pulp Fiction, 1994; Die Tribute von Panem: Catching Fire, 2013) und der früh verstorbene J.T. Walsh (Hannah und ihre Schwestern, 1986; Das Rußland Haus, 1990; Outbreak – Lautlose Killer, 1995). Ursprünglich für das amerikanische TV gedreht hat die Langfassung eine Länge von 183 Min. Für das Kino wurde der Film jedoch auf 121 Min gekürzt, welches die vorliegende Version ist.

Castle Rock, das kleine Städtchen war auch schon Schauplatz der King Romane bzw. Verfilmungen „Dead Zone – Der Attentäter“ (1983), „Cujo“ (1983) und Stephen Kings Stark (1993), bekommt einen neuen Bürger: Leland Gaunt (Max von Sydow), der eines Tages mit seinem schwarzen Mercedes in dem kleinen und beschaulichen Städtchen ankommt, und dort einen Laden mit dem ungewöhnlichen Namen „Needful Things“ eröffnet. Doch die Gegenstände sind nicht nur „nützlich“. Irgendwie scheint der Laden für jeden in der Stadt genau den Artikel zu haben, den er schon immer haben wollte, brauchte oder gar früher mal besessen hatte. Dazu kommt auch noch die ungewöhnliche Bezahlung, denn neben einem Kaufpreis, den sich der Käufer leisten kann, verlangt der Ladenbesitzer auch noch eine Gefälligkeit vom Käufer. Diese mag anfangs noch eher unscheinbar und belanglos sein, doch Leland versteht es geschickt die Bevölkerung zu manipulieren und zu täuschen. Schon bald ist im wahrsten Sinne des Wortes der Teufel los in dem kleinen Ort und im ehemals friedlichen Städtchen gibt es die ersten Toten. Keiner traut mehr dem anderen und ein nicht aufzuhaltender Riss geht durch alle Beziehungen und Familien. Die Hölle scheint einen neuen Namen zu haben...

Die Leistung von Max von Sydow als honoriger Geschäftsmann Leland Gaunt, der mit durchtriebener Diabolik seine Mitbürger manipuliert, sie schmeichelt und betrügt, gegeneinander aufhetzt und doch immer einen beruhigenden Eindruck hinterlässt, ist einfach nur grandios. Als Kontrahent steht ihm mit Ed Harris ein aufrechter Held gegenüber, der jedoch sichtlich Mühe hat eine ähnliche Präsenz zu entwickeln wie von Sydow. Dennoch stellt Harris den Sheriff Alan Pangborn exzellent dar, und müht sich nach Kräften den Ursachen für diese zunehmende Feindseligkeit auf den Grund zu kommen. Als Film kann diese Kinoversion durchaus gefallen. Sie erzählt schnell und gradlinig ihre Geschichte, doch geht durch die Kürzung der ursprünglichen Version einigen Figuren deutlich Tiefe ab. Im Prinzip beschränkt sich diese Version auf die nötigsten Eckpunkte des Romans. Wirkt dadurch jedoch etwas überraschungsarm, da sich durch die Kürzungen die Geschehnisse stetig zuspitzen und man von einer Eskalation in die nächste rutscht. Vielleicht ist es das, was einige stört, andere aber dennoch als gut empfinden. In jedem Fall ist es aber eine durchaus gelungene Verfilmung von Stephen Kings’ Roman.

Die Blu-Ray Veröffentlichung von EuroVideo zeigt eine wirklich schön restaurierte Fassung. Das Bild ist klar und vollkommen ohne technische Fehler. Das Bildformat ist 1,78:1. Als Sprachoptionen liegen Deutsch und Englisch jeweils im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0 vor. Untertitel oder Extras im eigentlichen Sinne gibt es jedoch leider nicht. EuroVideo hat dieser Veröffentlichung allerdings ein alternatives Wendecover ohne den FSK Flatschen spendiert, das auf der Vorderseite das Originalcover zeigt. Insgesamt eine gute und überzeugende Veröffentlichung einer gelungenen Verfilmung eines Stephen King Buches.
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am 6. Juni 2016
Dieser Streifen ist meiner Meinung nach eine der schlechtesten King-Verfilmungen. Ganze Handlungsstränge wurden vertauscht oder weggelassen, Schauspielerisch z.T. grenzenloses Overacting, sowie hölzerne und alberne Dialoge zeichnen diesen Film aus. Einziger charakterdarstellerische Lichtblick ist der große Max von Sydow in der Rolle des Leland Gault.
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am 5. Juli 2015
" Eine neue Art von Laden....Sie werden Ihren Augen nicht trauen. "
Für mich zweifellos eine der besten Verfilmungen von King.
Warum diese dicke Perle teilweise so schlechte Bewertungen erhalten
hat- mir ein Rätsel. Das mir aber völlig wo dran vorbeigeht.
Behauptungen wie "lächerlich" oder "...hat mit dem Buch nicht viel gemein".
Oder schlimmer noch- " handwerklich mit Defiziten "...SIND lächerlich.
Max von Sydow ist hier optimal besetzt. Ed Harris als Stammprotagonist
sowieso.
Spannung pur, Grusel, Okkult- Horror vom Allerfeinsten.
Phenomenal!
Menschen werden zu Marionetten, verwandeln sich in hasserfüllte "Monster",
die ihrem Nachbarn nicht mal die Butter auf dem Brot gönnen. Es sei denn,
sie ist vergiftet.
Die Abgründe der menschlichen Seele- perfekt inszeniert.
Und der, der die Fäden zieht, sitzt siegessicher grinsend beim Feuerschein
in seinem Schaukelstuhl.
Welch eine Reise ins düstere Innere der Seele- was für ein Meisterwerk.
Perfekte King- Verfilmung, die keine bösen Wünsche offen lässt.
" ...dann hat er den Tod verdient."

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Story:

Castle Rock, Maine:
Eine kleine Stadt, in der schon " Stark ", das zu mörderischem Leben
erweckte Pseudonym des Schriftstellers Thad Beaumont, sein Unwesen trieb.
Leland Gaunt, ein mysteriöser Fremder, eröffnet hier eines Tages
einen Laden namens Needfull Things, in dem jeder bekommen zu scheint,
was ihm " zusteht ". Doch alles hat seinen Preis...................

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Fazit:

IN EINER KLEINEN STADT hortete ich bislang in meiner VHS- Sammlung.
Und trotzdem es die Einhundersiebenundachtzigminuten- Fassung bis dato
nirgendwo gibt, entschloss ich mich, wenigstens diese DVD- Fassung als
ausgesprochener King- und Filmfan des guten Geschmacks zu ordern/ vergöttern.
Egal, was soll der Geiz.
Nach " Feuerteufel, Cujo, Misery, Langoliers, Friedhof der Kuscheltiere EINS!
und The Stand " kann ich reuelos behaupten, die Elite der besten Verfilmungen
des King of Horror vervollständigt zu haben.
Hoffnungen, Erwartungen, Träume- etwas Besonderes zu sein....oder zu besitzen-
all das wird in IN EINER KLEINEN STADT zum Leben erweckt. Wer würde es nicht
wagen, einen Blick in Needfull Things zu werfen, hmm.....?
In die Festung des fremden, unbekannten Bösen, - das verborgen lauert.
" Er ist ein Monster! "

" Der grösste Trick des Teufels war der, den Menschen glauben zu machen,
DASS ER NICHT EXISTIERT. "

Genau!
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