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am 4. Juli 2016
Ein ungewöhnlicher Film, wegen seiner Natürlichkeit. Die Schwarzweiss-Aufnahmen verstärken noch die Wirkung und die Story, die sich ganz ohne Glanz und Stolz auskommt, sondern sich aus dem Leben speist, das leider auch aus Schwächen, Versagen und Enttäuschung besteht.
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Woody Grant (Bruce Dern) ist bald 80, leicht senil und langjähriger Alkoholiker, der aus gesundheitlichen Gründe dabei nun etwas kürzer treten muss. Nur ein Bier hin und wieder - Bier ist doch kein Alkohol. Als er einen der üblichen Lotterie-Werbebriefe mit Versprechen auf einen Sofort-Gewinn von 1 Million Dollar (das Kleingedruckte übersieht er natürlich) erhält, macht sich der inzwischen führerscheinlose Woody zu Fuss von Billings (Montana) auf in Richtung Lincoln (Nebraska). Die Polizei holt ihn zurück und verständigt den jüngeren Sohn David (Will Forte). Der durchschaut natürlich das leicht betrügerische Anschreiben, begibt sich aber dennoch gegen den Willen der Mutter mit Woody auf große Fahrt. David, der gerade von seiner Freundin verlassen wurde, flieht ein Stückweit auch vor der eigenen Einsamkeit und will vor allem etwas Zeit mit seinem Vater verbringen, den er als Kind für seinen Alkoholismus verachtete. Bei einem Zwischenhalt in Woods Heimatstadt Hawthorne spricht der Alte über seinen vermeintlichen Reichtum und umgehend versuchen Fremde wie Verwandte, etwas von Woodys Vermögen abzubekommen ...

Alexander Payne (*1961) gelang ein wunderbares Roadmovie vor dem Hintergrund einer durchaus schwierigen Vater-Sohn-Beziehung. Die US-Provinz zeichnet er dabei mit einer Mischung aus Zynismus und Hoffnungslosigkeit. Es ist nicht mehr das "freie Land" von einst, in dem nun sichtbar Perspektivlosigkeit und Verfall den Lauf der Zeit bestimmen. In stilvollen Schwarz-Weiß-Bildern gefilmt bietet NEBRASKA faszinierende Landschaftspanoramen und zeichnet die handelnden Personen farbiger, als es eine Aufnahme in Technicolor vermögen würde. Das wird auch beim Making-of deutlich, in dem einige Motive dann in Farbe zu sehen sind und damit deutlich weniger interessant wirken.

Die Blu-ray von PARAMOUNT bietet den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität (Englisch DTS-HD 3.0, Deutsch, Französisch und Spanisch DD 3.0). Untertitel sind in Deutsch, Englisch (auch HG), Französisch und Spanisch vorhanden. Als Extra ist ein sehenswertes Making-of (29 min, optionale Untertitel) enthalten. Die Blu-ray wird mit Wendecover ohne FSK ausgeliefert.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung für Sammler des anspruchsvollen Films!
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Juli 2014
Kameramann Phedon Papamichael (Sideways, Walk the Line, The Ides of March) ist für die grandiosen schwarz-weiß Bilder in Alexander Paynes bislang bestem Film "Nebraska" verantwortlich. Der Film wurde sechsmal für den Oscar nominiert, auch Papamichael wurde diese Ehre zuteil. Doch sowohl er als auch die Hauptdarsteller Bruce Dern, Nebendarstellerin June Squibb, Drehbuchautor Bob Nelson und Payne selbst gingen leer aus. Auch der Preis für den besten Film ging an "12 Years a Slave" von Steve McQueen. Dennoch ist es unbestreitbar, dass Alexander Payne einen echten Klassiker des amerikanischen Kinos geschaffen hat. Die Geschichte ist rührend, ohne jemals in Kitsch abzugleiten. Dies gelang vor allem durch die großartigen Darstellerleistungen von Bruce Dern und June Squibb. Aber auch Willl Forte und Bob Odenkirk als die beiden Söhne darf man gerne lobend erwähnen. In der Geschichte geht es vor allem um den einfachen Mann, um den amerikanischen Alltag. Der inzwischen alte und leicht senile Alkoholiker Woody Grant (Bruce Dern) ist fest davon überzeugt, dass er eine Million Dollar in einer Lotterie gewonnen hat. Dabei findet Sohn David (Will Forte) mit einem Blick auf den besagten Werbebrief heraus, dass es sich ledliglich um ein Lockangebot für ein Zeitschriften-Abonnement handelt. Doch der alte Kauz lässt sich unbeeindruckt von der Meinung seiner Mitmenschen. Seine resolute Frau Kate (June Squibb) ist völlig überfordert, denn Woody wird inzwischen täglich von der Polizei auf der Straße aufgelesen, der Alte will den Weg von Billings, Montana nach Lincoln, Nebraska notfalls zu Fuß gehen. Schliesslich gewinnt man ja nicht täglich eine Million Dollar. Ist der Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich ? Jedenfalls willigt David - trotz seines Wissens um die Sinnlosigkeit der Reise - ein den Vater mit dem Auto nach Lincoln zu fahren. Das ist aber ein weiter Weg bis dahin und eignet sich bestens für eines der schönsten Roadmovies aller Zeiten..
Man darf begeistert sein, denn der Film breitet völlig unaufgeregt und relaxt seine Geschichte aus und skizziert liebevoll die menschlichen Schwächen, zeigt aber auch die finsteren Seiten dazu. Bruce Dern spielt den alten Sonderling mit sehr viel Wärme und mit viel lakonischem Witz. "Die Grant Brüder haben noch nie viel geredet" heisst es dann einmal beim Besuch bei Tante Martha in Hawthorne, wo ein Zwischenstopp gemacht wird. Dort ist die Heimatstadt des Antihelden, also viel Potential, dass sich auch eine Vergangenheiit zum gegenwärtigen Woody auftut. Alexander Payne gelingt es ein starkes Interesse an seiner Hauptfigur und den Menschen in seinem Umfeld aufzubauen. Für mich ist dieser Schwarz-Weiß Film einer der besten Filme des Jahres.
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Ein offensichtlich verwirrter, alter Mann macht sich immer wieder zu Fuß auf den Weg nach Nebraska und wird von der Polizei aufgegriffen. Er ist überzeugt davon, dass dort ein Millionengewinn auf ihn wartet, denn er hat eine entsprechende Mitteilung in seinem Briefkasten gefunden. Als seine Ruhelosigkeit nicht nachlässt, nimmt sein erwachsener Sohn sich frei und beschließt, die Reise gemeinsam mit seinem Vater, aber in seinem Auto anzutreten. Es wird eine Fahrt in die Vergangenheit. Sie machen Zwischenstopp in dem Ort, in dem der Vater aufgewachsen ist, treffen alte Freude und Verwandte. Bald macht die Botschaft vom vermeintlichen Geldsegen die Runde und so mancher möchte ein Stück vom Kuchen schneiden. Das schafft Probleme. Als dann auch noch Mutter und Bruder nachkommen, ist die Familie komplett und entwickelt eine ganz eigene Dynamik, gegen die gierige Verwandtschaft. Doch letztendlich bleibt das Ziel Nebraska und Vater und Sohn machen sich alleine auf die wohl letzte große gemeinsame Fahrt......

Ein Road-Movie in Schwarz-weiß und Breitband, das uns in ein abgelegenes Amerika führt. Ein eigentlich ernstes Thema (Senilität), aber mit dermaßen viel feinem Humor erzählt, dass es eine wahre Freude ist, auch kürzere kleine 'Längen' zu überspringen.
Es geht im Fokus um eine alles andere als leichte Vater-Sohn-Beziehung. Doch es ist nie zu spät für eine Veränderung. Doch die Schritte dazu geschehen zaghaft, es geht auch viel um Verständnis und verstehen lernen. Darüber hinaus führt die Reise in die Vergangenheit in eine abgrundtiefe amerikanische Provinz, mit sehr spießigen Bewohnern, die zum Teil hinter einer vordergründig wohlwollenden Fassade ganz schön gerissen sind. Im Film schwirren etliche sehr spezielle Gestalten herum.

Wir sehen Bruce Dern in seiner wohl bisher größten Rolle, mit der er zu recht 2014 für den Oscar nominiert wurde. Der Film lebt vor allem durch das geniale und sehr subtile Zusammenspiel zwischen ihm und seinem Filmsohn, Will Forte, der bisher wohl eher aus dem komödiantischen Bereich kommt. Sehr gut hat mir auch die Ehefrau gefallen: einfach göttlich June Squibb.

Die Strecke von Billings, Montana, durch Wyoming nach Lincoln in Nebraska beträgt übrigens ca. 850 Meilen, was man knapp an einem Tag schaffen könnte.

Regie führte Alexander Payne (Oscar für "Sideway" und "Descendants", auch der besprochene Film war nominiert).

Extras: 'making of': ausführlich im OmU ca. 27 Minuten

Fazit: Melancholischer Film mit vielen schönen Momenten zum Schmunzeln.
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am 24. März 2015
Ich habe den Film bereits im Kino gesehen und wollte ihn unbedingt verschenken. Nebraska ist durch eine Unaufgeregtheit, durch Ruhe und beeindruckende Schwarz-Weiß-Aufnahmen gekennzeichnet. Mich hat vor allem die Detailtreue beeindruckt, die dafür sorgt, dass man genauer hinschaut und immer noch irgendein liebevoll gestaltetes Detail entdeckt. Für mich ist Nebraska einer der besten Filme der letzten Jahre und ein absolutes Muss. Die Konzeption des Films, das Mitfiebern aber auch die Abbildung der Realität in den ländlichen Regionen der USA sind umwerfend gut gelungen!!!!
Wenn ich könnte, würde ich noch Bonussterne verteilen. :)
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am 27. Februar 2016
Regisseur Alexander Payne ist ein ruhiges tragikomisches Roadmovie in Schwarz-Weiß gelungen, das von einem alten Mann, Woody Grant, gespielt von Bruce Dern, handelt, der von Billings in Montana nach Lincoln in Nebraska reisen will, um seinen in einem Brief angekündigten Millionengewinn abzuholen. Da er allerdings nicht selbst mit dem Auto fahren kann, macht er sich zu Fuß auf den Weg und wird immer wieder aufgegriffen und nach Hause zurück gebracht. Eines Tages lässt sich der jüngere seiner beiden Söhne, David, erweichen und macht sich mit seinem Vater auf die Reise nach Nebraska.

Dieser Vater ist anstrengend, weil bockig und eigenwillig, in sich gekehrt und wortkarg. Zudem ist er verwirrt. So scheint es jedenfalls: Vielleicht aber ist er nur verträumt, hat sich in seine eigene Welt zurückgezogen. Bruce Dern stellt diesen alten, ein wenig klapprigen Mann meisterhaft dar, wie er mit großen, manchmal auch leeren Augen, unsicherem, breitbeinigen Gang vornübergebeugt die Welt beschaut und bestaunt!

Ohne große Worte und falsche Gefühligkeit entsteht auf der Fahrt eine nie dagewesene Bindung zwischen Vater und Sohn, obwohl ihre Art miteinander umzugehen rau, direkt und trocken ist. Die Schwarz-Weiß-Optik unterstreicht die Konzentration auf das Nötigste bezogen auf die Handlung, lenkt die Aufmerksamkeit besonders auf die Körperhaltung der Personen, auf ihre Mimik, macht die Atmosphäre spürbar, filtert die Essenz ihres Verhältnisses heraus.

Dieses Roadmovie mit Humor und Herzenswärme nimmt sich Zeit für seine Protagonisten. Es berührt durch seine unverstellte Sicht auf familiäre und freundschaftliche Beziehungen. Es besticht durch einen sanften, mit Milde durchzogenen Blick auf das Altwerden und Altsein, indem es Woody Grants Person Würde gibt.
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am 17. November 2015
Man darf an den Film keine hohen Erwartungen an oberflächlicher Unterhaltung haben, denn er ist ein bodenständiges Roadmovie, welches dem Genre mit allen Formeln und Regeln folgt. Der Film ist nicht ohne Grund erfolgreich gewesen, denn er ist ungeheuerlich komisch, charmant und zum Niederknien, wenn man in einem gewissen Alter ist und sich mit den zwei Fragen beschäftigt: „Wer ist eigentlich mein Vater?“ und „Was bedeute ich selbst für ihn?“.
Die eigentliche Sensation des Filmes sind die kurzen Momente des Filmes und die Darstellung des Woodys von Hollywoodlegende Bruce Dern. Dern mit zerzaustem Haar, permanent gebeugt, mit fortschreitender Demenz erwischt, aber an den wichtigen Punkten der Geschichten präsent wie ein Raubtier, schafft es gemeinsam mit Paynes wunderbarer Positionierung des Charakters tatsächlich, die Person, die Handlung und das Fundament bzw. den Bundesstaat Nebraska miteinander zu verbinden.

Nebraska ist ein Film zum Umarmen. Ebenso wie alle anderen Alexander Payne Filme möchte man diesen Film besitzen um ihn jederzeit wieder anzusehen oder auch nur ein paar kleine Sequenzen zu genießen. So verhält es sich mit seinen Werken, wie bei guten Büchern, die man aufbewahren möchte, damit einem die schönen Wörter und Geschichten, nicht verloren gehen. Ein Film, der mich zu Tränen rührte. Ganz große Kaufempfehlung.
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Aufmerksam wurde ich auf den Film, als er bei der Oscarverleihung 2014 nominiert wurde. Mein Neugier war zwar schon vorhanden aber selbst als der Film ein gutes Jahr später hier bei amazon in einer Aktion dabei war, traute ich mich noch nicht diesen Film zu kaufen.
Ich war unsicher ob es sich wirklich lohnen würde...
Jetzt habe ich ein Prime-Abo und habe ihn mir via Stream angesehen - Der Film wäre dem damaligen Aktionspreis gerecht geworden.

Selten habe ich ein doch so ernsten und trotzdem witzigen Road Movie gesehen. Bruce Dern spielt seine Rolle einfach grandios und selbst die Nebendarsteller machen eine gute Figur. Wahrscheinlich war das der letzte großartige Film mit Bruce Dern in der Hauptrolle - da der gute Herr auch nicht jünger wird und er setzt damit ein dickes Ausrufezeichen hinter seiner langen Karriere.

Über die Handlung brauche ich nicht viel zu schreiben, dafür dient ja die Produktbeschreibung ^^ Aber für die, die sie unbedingt haben wollen:
Ein alter Mann bekommt Werbung mit einem Lockgewinn von 1. Millionen Dollar und will den Gewinn persönlich abholen. Da der Weg zu Fuß zu weit ist und er ohnehin andauernd zum Startpunkt zurückgebracht wird, fährt ihn schließlich sein Sohn nach "Nebraska"
Und was alles auf dieser witzigen Tour passiert (gerade beim Besuch der Familie) macht gerade das Besondere an diesem faszinierenden Film aus. Man darf jetzt keine Action und machomäßig lange Dialoge erwarten - es ist eher subtil. Für Leute die mal Abwechselung von diesem ganzen Fast & Furious, John Wick, Transformers und sonstigen hirnverbrannten, stumpfen Action-Blockbuster suchen - sind bei Nebraska gut aufgehoben. Absolut sehenswert.
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am 21. Oktober 2014
Erstens: Ich liebe Filme in SW und allein deswegen sagte mir der Film, rein optisch gesehen, schon sehr zu.

Zweitens: Schöne Landschaftbilder aus einer Region der USA, wo eigentlich nicht viel los ist.

Drittens: Geniale Umsetzung einer Vater-Sohn-Beziehung, die viele Schwierigkeiten hat.

Die Zeichnung und Präsentation des Vaters hat mir unheimlich gut gefallen! Wunderschön und ohne zu verurteilen wird gezeigt, was aus diesem alten Mann geworden ist im Laufe der Jahre. Man erfährt seine Geschichte und beginnt seinen Lebenslauf ein wenig besser zu verstehen.

Der Sohn fühlt sich verantwortlich für seinen Vater und gibt sich bemerkenswert Mühe, für ihn da zu sein, auch wenn er ihm eigentlich eine Last ist.

Wie in vielen Filmen auch, wird hier die Einfachheit der Komplexität des Lebens gegenübergestellt. Ich mag Filme, die mir Varianten des Lebens auf unaufdringliche, teils auch humoristische Weise präsentieren.

Wer Filme mit guter und tiefer Charakterzeichnung mag, gewürzt mit leichtem Humor, anschauen!
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TOP 500 REZENSENTam 8. Juni 2014
Woody Grant, seines Zeichens Rentner, Alkoholiker und Träumer, erhält eine Mitteilung das er eine Million Dollar gewonnen hat.
Also macht er sich zu Fuß auf von Billings/Montana nach Lincoln/Nebraska wo er das Geld abholen soll.
Auf dem Weg dorthin wird er allerdings von einem Polizisten aufgehalten der ihn sicherheitshalber in eine Zelle verfrachtet wo er von seinem jüngsten Sohn abgeholt wird. Dann gehts wieder nach Hause zu seiner grantigen Frau.
Sein Sohn David will die Chance aber nutzen den Kontakt zu seinem Vater zu vertiefen und bietet an ihn nach Lincoln zu fahren.
Woody nimmt an und so machen sich beide auf zu einem Roadtrip der etwas anderen Art.
Auf dem Weg nach Lincoln machen sie u.a. am Mt. Rushmore halt und besuchen bizarre Verwandschaft und alte Freunde.
Als selbige erfahren das Woody wohl Millionär ist verfolgen sie aber andere Pläne als ein Familientreffen....gut das David dabei ist der seinen sturen Vater immer mehr ins Herz schließt.

Vorab:
The Straight Story von David Lynch ist neben Broken Flowers von Jim Jarmusch und Into the Wild von Sean Penn mein absoluter Favorit in Sachen Roadmovie.
Beide Filme ähneln sich auch ein wenig den im Grunde will ein alter Mensch von A nach B.
Also Vergleiche ich alle ähnlichen Filme mit The Straight Story.

Zum Film:
Kommt Nebraska von Alexander Payne (u.a. The Descendants + Sideways) an eben jenen Lieblingsfilm heran?
Nein!
Das heißt aber nicht das dieses in Schwarz-Weiß gehaltenen Roadmovie schlecht ist...im Gegenteil.
Nebraska glänzt durch Melancholie, Humor, Dialoge und Atmosphäre.
Ebenso sind die nicht überzeichneten aber trotzdem skurrilen Charaktere ein weiterer Pluspunkt.
Alles wirkt authentisch und nachvollziehbar.
Auch die Settings sind gelungen, entfalten durch den Verzicht auf Farbe aber nicht so eine Wucht wie z.b. bei The Straight Story.

Mit dabei sind u.a. Bruce Dern (Brillant), Will Forte (für mich die Entdeckung des Indie-Films), Stacy Keach, June Squibb und Bob Odenkirk.

Wer also Action oder Schenkelklopfer erwartet wird enttäuscht werden.
Nebraska erzählt ganz schlicht und einfach die Geschichte eines Mannes der zu seinem letzten großen Abenteuer aufbricht und dabei seinen Sohn kennen lernt.
Ohne Spannungsspitzen oder Krach-Bum.
Man muss also wissen worauf man sich einlässt wenn man knapp 115 Min. zeit für diesen Film investiert und nicht enttäuscht werden will.
Ich jedenfalls bekam einen Mix aus melancholischen Momenten, etwas Zynismus, Herzenswärme und zaghaftem Humor, garniert mit ein paar skurrilen Gestalten und der ein oder anderen unvergesslichen Szene.
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