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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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4,7 von 5 Sternen
Natasha's Dance: A Cultural History of Russia
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:17,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 6. Januar 2014
Russland lässt sich nicht mit anderen Ländern vergleichen, das haben wir alle schon mal irgendwo gehört, aber wer kann genau sagen, weshalb? In "Nataschas Tanz" wird erklärt, was Russland vom Rest der Welt unterscheidet. Figes erzählt die Geschichte des "russischen Sonderweges" zwischen der Sehnsucht nach europäischer Integration und der Überzeugung, dass Russland, das "dritte Rom", den Westen erretten würde.

Dieses faszinierende Panorama beginnt mit der Gründung Sankt Petersburgs im Jahr 1703 und endet in den 1960er Jahren mit Igor Stravinskys Besuch in der UdSSR, blickt zwischendurch aber bis zur Mongolenherrschaft im 13. Jahrhundert zurück und bietet Erklärungsansätze für die gegenwärtige Entwicklung Russlands. Figes Geschichte blickt immer auch nach vorne, die großen Figuren der russischen Kulturgeschichte prägen das Land und seine Einwohner bis heute.

Das Verhältnis zwischen Russland und dem "Westen" war schon immer von Misstrauen geprägt. Auch heute halten viele Politiker ständige Kritik an der Führung des Landes für die beste Strategie. Es stellt sich jedoch die Frage, wem damit geholfen wird, und ob es nicht sinnvoller wäre, auf Russland zuzugehen und das Land dabei zu unterstützen, dass es sich nach außen öffnet. Ein besseres Verständnis der sogenannten "russischen Seele" ist ein erster Schritt in diese Richtung, insofern hat dieses Buch eine ganz aktuelle Relevanz.

"Nataschas Tanz" erzählt auf 700 Seiten eine lange, komplexe Geschichte, ist aber flüssig geschrieben und gut nachvollziehbar gegliedert. Die sehr persönlichen Lebensgeschichten einiger zentraler Figuren (darunter der Dezembrist Sergei Wolkonski, die Dichterin Anna Achmatova und der Komponist Igor Stravinsky) strukturieren Figes Kulturgeschichte und verleihen ihr Spannung. Nach der Lektüre erscheint das Riesenreich im Osten weniger als Bedrohung, sondern vielmehr als Chance. An der unter Russen weit verbreiteten Meinung, dass die Zukunft Europas in ihrem Land liege, könnte etwas dran sein. Jedenfalls lebt dort ein riesiges Volk, das noch nie wirklich die Chance hatte, sich zu entfalten, aber schon oft bewiesen hat, dass es zu Großem fähig ist. Bei aller kritischen Distanz, um die Figes in seiner Erzählung bemüht ist, ist es schwierig, nach der Lektüre von "Nataschas Tanz" nicht zum russischen Patrioten zu werden.

Wahrhaftig beeindruckend.
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am 9. September 2015
"A cultural history of Russia" that does not aspire to be comprehensive, but rather wants to give the reader a feel for the main cultural themes, currents and players throughout Russia's history from the times of Peter the Great up to the Soviet regime. And so we dance with Natasha, a protagonist of Tolstoy's 'War and Peace`, in search of cultural expressions of genuinely Russian tunes: Russia's ambivalent relations to 18th and 19th century European culture and political development. The changing meaning of rural life versus life in the big cities of St. Petersburg and Moscow. The rich and unique Russian-Orthodox spirituality. The symphonic complexity of Russia's asiatic conquests; colonies and providers of identity at the same time. Finally the relentless destruction of artistic liberty under Soviet power ("What, in the end, was 'Soviet culture`? Was it anything? Can one ever say there was a specific Soviet genre in the arts?" asks Figes rhetorically, p.519) and the role of the thousands of exiles in upholding and continuing russian cultural expression.
Unfortunately, there is no mention of the post-soviet struggles of Russian artists to come to terms with the decades of destruction and the shame resulting from Soviet imperialism and cultural devastation. Its efforts to reconnect with Russias bountiful, complex and diverse traditions, asserting its place in renewed open dialogue with worldwide trends and actors. Maybe 2002 was too soon to write such a chapter.
Orlando Figes manages to give the reader a rich, fascinating, well written bouquet of Russian culture, its triumphs, its struggles and its monumental tragedy.
However, the informed reader wonders about some historical inaccuracies in Figes writing. Maybe this is due to poor editing, but it should not happen to an historian of this calibre. E.g. on page 507 Figes writes: "But Israel's growing links with the USA after 1948 unleashed Stalin's lifelong hatred of the Jews." US-Israel relations were rather cool in 1948; the two countries only established close links after 1967 and pro-soviet regimes in Syria, Iraq and Egypt. On page 483 Figes writes: "... when Russia entered the Second World War in 1941."; page 496: "in 1941, as Soviet Russia went to war, ...". Russia entered the war in 1939, invading and destroying Poland as Nazi-Germany's ally, followed by the invasion of Finland and the Baltic States.
Figes is anything but a friend of the Soviet regime, calling it e.g. a "regime of cruelty and lies." (p. 510). So one wonders why he doesn't seem to bother perpetuating old Soviet historical myths.
[All references according to the Penguin paperback edition 2003]
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am 3. Juni 2013
Sehr gut geschriebenes, spannendes Buch zur russischen Kulturgeschichte. Ist auch für Leser geeignet, die sich nicht ausschliesslich für Kultur interessieren, sondern einfach einen Einblick in die russische Geschichte und das Selbstverständnis des russichen Volkes suchen.
Sehr empfehlenswert.
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