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Nachgehakt: Pseudoliteratur


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.10.2007 01:56:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.11.2007 21:51:57 GMT+01:00
abraxas meint:
Leider beweist sich der Schwund von Lesefähigkeit auch hier, mein Anliegen ging einzig gegen den Etikettenschwindel, Kehlmann und Konsorten (die mir darüberhinaus herzlich geichgültig sind) aus Marketinggründen zu Literatur hochzulügen, weil dies noch letzte im allgemeinen Bewußtsein verbliebene Maßstäbe ruiniert. Und jüngst schon wieder ein Preis...
Daß Trivialleser ihre Lektüren gerne auf 'Niveau' hinaufgehievt sehen, sich selbst aufgewertet hätten, ist altbekannt und regt auch keinen auf. Sie sind einzig wegen ihrer Kaufkraft von Interesse. Wenn aber nun gerade große Geister von Weltrang(!) von einem Mindertalent aus gleichsam niederen Motiven, also Gelderwerb, Geltungssucht und ähnlichen Lastern, mißbraucht werden, ist dies ein Ärgernis und beweist einzig deren sträfliche Unkenntnis. Wer auch nur etwas von Humboldt selbst las, weist diesen groben Unfug zurück, wie ja auch hier öfter erfolgt.
Überhaupt führen fast alle in der Flut läppischer 'historischer' Romane in die Irre, weil deren Verursacher, zumal -innen fast niemals mühsam zu rekonstruieren versuchen, wie andere Zeitalter überhaupt dachten und empfanden, sondern vorgeben, Heutige seien zufällig früher geboren.
Genau darin besteht triviales Bewußtsein, zu wähnen, man dürfe sich zum Maß der Dinge erheben, alles zu sich herabziehen, zumal Gegenstände, von denen man offensichtlich keinen Schimmer besitzt. Gute-Laune-Fee gesteht dies zwar ein, verwickelt sich nichtsdestoweniger in groteske Widersprüche, erklärt krönend noch, sie vermöchte zu beurteilen, was intelligent sei, meint gar noch, andere darauf hinweisen zu sollen, daß hier kein Wissenschaftswerk o.a. vorliege. Woher zum Henker, soll denn ausgerechnet ein Kehlmann wissen, was / wie ein Genie fühlt?!? Übrigens: Wüßte er es, könnten ihm seine Leser nicht folgen...
Man lernt NICHTS, nichts über die Zeit, nichts über Humboldt, schon gar nichts über Gauss, schlimmer noch, in diesem hingeschnöselten Zeug stimmt fast NICHTS.

Warum NICHTS zu Mathematik? Scheuen ja die meisten, -übrigens sehr zu Unrecht. Welcher Lehrer verwiese schon darauf, daß eine Gleichung vierten Grades im 4-dimensionalen Raum operiert, was es mit irrationalen oder imaginären Zahlen auf sich hat? Daß 0 ein metaphysisches 'Nichts' meint, weshalb man nicht durch sie dividieren darf? Hier hätte der Autor einsetzen müssen, nicht bei Humboldt, der sehr viel besser und vor allem unvergleichlich tiefer über sich und seine Unternehmungen zu schreiben wußte.
Gewiß ist es besser, die Leute lassen sich hier aus, statt sich an wertvolleren Werken zu vergreifen. Jede(r) darf lesen, was ihm beliebt. Allerdings wird er sich im Alter fragen müssen, womit er seine Zeit vergeudet hat, sofern einst klüger geworden.

Veröffentlicht am 03.06.2010 07:02:39 GMT+02:00
F.A.H. meint:
Vielleicht etwas verspätet, aber hier ein Hinweis für alle, die einen ähnlichen Eindruck hatten wie Abraxas: Ich las vor kurzem in der unten angeführten Anthologie eine freche Satire auf Kehlmanns "Vermessung der Welt"; der angefügten Vita nach von einem Physiker. Offenbar hat der sich speziell über das Gauss-'Portrait' von Daniel Kehlmann geärgert: Denn dort geht es darum, wie Carl Friedrich Gauss seinen lästigen Möchtegern-Biographen Immanuel Mehlkann (sic!) um die Ecke bringt... Raffiniert (de)konstruiert!
Der Mörder geht ins Netz: Bookrix Schreibwettbewerb
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Erster Beitrag:  11.10.2007
Jüngster Beitrag:  03.06.2010

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Das Thema dieser Diskussion ist
Die Vermessung der Welt. Roman
Die Vermessung der Welt. Roman von Daniel Kehlmann (Gebundene Ausgabe - 2011)
3.7 von 5 Sternen (601)