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Nächste Ausfahrt Buschhotel. Australische Abenteuer Gebundene Ausgabe – 1. August 2004

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Vor meinem Australien-Tripp wollte ich mich zuersteinmal über das Land informieren und bin auf dieses Buch gestoßen. Der Titel klingt ja schon ganz gut - aber leider verheißt er mehr, als er ist.
Die Beschreibungen der einzelnen Erlebnisse sind zwar sehr detailiert, aber leider zu genau. Wenn man dabei gewesen wäre, wäre dies bestimmt ein genialer Rückblick gewesen. Aber da dies ja nicht der Fall ist, wird man mit Informationen über Orte und Personen "überschüttet", man bekommt Jahreszahlen an den Kopf geworfen, die zwar interessant sein mögen - aber nicht für einen "Interessenten", so dass man das Wesentliche außer Acht lässt - Informationen über Land, Leute, Kultur, etc.
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Von Tinki9 VINE-PRODUKTTESTER am 24. Juni 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nächste Ausfahrt Buschhotel ist ein handliches, schmales Buch mit festem Einband, was man bequem in der Badewanne lesen kann. Die Autoren Helga und Jürgen Bertram sind deutsche Journalisten, die seit Jahren im Morgenland leben und deren häufiges Urlaubsziel Australien ist.

Somit ist dieses Buch kein eigentlicher Reiseroman, sondern eine Aneinanderreihung von fantastischen Kurzgeschichten über die Menschen im Outback. Immer gespickt mit geschichtlichen und politischen Informationen werden amüsant und lehrreich die Treffen mit Aussteigern der beiden Journalisten in den entfernten Gegenden von Australien erzählt.

Das Buch gibt einem einen Einblick in das Leben im Outback und liefert die geschichtlichen und politischen Zusammenhänge gleich mit, so dass man ein Gefühl für Land und Menschen bekommt. Das Buch wurde 2003 verfasst, was man anhand von bestimmten politischen Ereignissen wissen sollte.

Ich würde mich über mehr Geschichten aus dem Australien von heute von den beiden Autoren freuen. Dieses hier, werde ich jedenfalls mehr als einmal lesen.
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Von larapinta TOP 500 REZENSENT am 12. Juni 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Sicherlich ein viel zu kurzes Buch! Es macht Spaß und regt auch zum Nachdenken an, welch interessante Leute die Autoren auf ihrer Reise durch Australien getroffen haben. Am faszinierendsten waren für mich der Bahnhofsvorsteher und seine Frau von Cook in Südaustralien (die beiden EINZIGEN Einwohner dieses Ortes!), an der Bahnstrecke des "Indian Pacific" von Perth nach Sydney, da ich sie selbst vor 1 1/2 Jahren kennengelernt habe. Über den (tragischen) Hintergrund des Ortes habe ich nun in diesem Buch erfahren.

Auch die Sorgen des Farmers John Murray wegen der langanhaltenden Dürre im Nordwesten des Bundesstaates Neusüdwales haben mich sehr berührt.

Der Ball in Bourke und seine Überlebensgeschichten der Einwohner waren interessant, gaben sie doch einen Einblick in die Nöte und das Leben in der (vergessenen) australischen Provinz.

Sehr berührend ist das Kapitel über den Alkoholismus der Aborigines und die Gründe dafür. Den spirituellen Ureinwohner dieses Landes hat man alles geraubt, was sie und ihren Glauben ausmachte und zu einem erbärmlichen Leben, geprägt von Sinnlosigkeit, Verzweiflung und Vor-sich-hindämmern gezwungen. Dazu kamen die menschenverachtenden Handlungen, indem man ihnen ca. 70 Jahre lang ihre Mischlingskinder von "Staats wegen" einfach wegnahm, um sie in sogenannten "Missionsschulen" zu "weißen" Australiern zu erziehen (Lost Generation). Indem die Autoren noch einmal den Finger auf diese Wunde legen wird einem bewußt, daß es vielleicht für die Ureinwohner schon zu spät ist. Man kann nur hoffen, daß es unter ihnen doch immer mehr gibt, die wieder versuchen, ihr ehemals stolzes Bewußtsein zu entwickeln und sich versuchen auf ihre traditionellen Werte zurückzubesinnen und sie zu leben.

Ich hätte gerne noch mehr über die unverfälschten australischen Outbackcharaktere gelesen.
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