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Kommentar: Südwest Verlag, Gebundene Ausgabe, 2010 - Umschlag gering berieben, keine nennenswerten Gebrauchsspuren im Buch, kein Mängelexemplar
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Mutterschuldgefühl: Vom täglichen Anspruch, immer das Beste für die Kinder zu wollen Gebundene Ausgabe – 25. Oktober 2010

4.4 von 5 Sternen 10 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ulrike Hartmann, Jahrgang 1966, studierte in Münster, Berlin und an der Sorbonne in Paris. Sie arbeitete in verschiedenen Verlagen und unterrichtete als Interkulturelle Trainerin in Kalifornien. Heute lebt die freie Autorin in Essen. Als Mutter von zwei Töchtern erlebt sie den ganz normalen "Erziehungswahnsinn" täglich. Jetzt schreibt sie darüber!

Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Statt der Unmenge an Ratgebern sollte jede schwangere Frau zuallererst dieses Buch lesen - das war mein erster Gedanke, als ich die Leseprobe gelesen hatte. Meiner Tochter und uns hätte es so manchen absolut unnötigen Stress erspart. Aber es gibt ein spanisches Sprichwort, das besagt in etwa: besser spät, als nie. D. h. ich bin froh, dass ich mittlerweile versuche, von diesem Perfektions-Panikmache-Zug abzuspringen, auch wenn es uns Müttern dabei nicht leicht gemacht wird. Es tut auf jeden Fall gut, zu wissen, dass man als Mutter nicht allein ist mit diesem Wahn und es anderen ähnlich geht. Und es tut unheimlich gut, etwas gelassener sein zu dürfen - ganz ohne schlechtes Gewissen und missratene Kinder ...
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Format: Gebundene Ausgabe
Der Zwang zur Perfektion ist der größte Feind der Gelassenheit".
Die Autorin Ulrike Hartmann bringt auf den Punkt, welche Mechanismen in der heutigen Zeit in der Kindererziehung ablaufen und was FRAU hinterfragen und ändern kann. Und dazu noch auf so witzige und ehrliche Art und Weise, dass sich beim Lesen Lachen und Wut (über die selbst so oft negativ erlebten Situationen) ständig abwechseln. Ganz häufig nickte ich heftig beim Lesen mit dem Kopf und ein Jawohl, genauso ist es!" ging mir durch den Kopf, weil wieder eine Szene beschrieben wurde, die ich selber so erlebt habe.
Ich empfehle es allen die Kinder haben oder bekommen wollen. Uns allen wünsche ich mehr Gelassenheit und weniger Perfektionismus!
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Format: Gebundene Ausgabe
Einfach so Kinder bekommen, wickeln, füttern, kuscheln und spielen bis dann mit der Einschulung der Ernst des Lebens beginnt", das ist heute nicht mehr. Die zweifache Mutter Ulrike Hartmann beschreibt aus eigener Anschauung, wie wir auf Intuition und gesunden Menschenverstand verzichten, um ein perfektes Kind in einem perfekten Heim zu einer perfekten Karriere heranzuziehen".
Der Ernst des Kinderlebens beginnt mit dem positiven Schwangerschaftstest und bedeutet für die Mutter permanentes Streben danach, das Beste für ihr Kind zu erreichen. In der Schwangerschaft geht es um die Gesundheit des Kindes, die es durch allerlei klassische bis hochmoderne Untersuchungsmethoden zu überwachen gilt und die in der komplexen Frage nach der richtigen Einrichtung für die Geburt ihren Höhepunkt findet. Und wenn das Kind dann erstmal auf der Welt ist, gilt es von klein auf aus einer Fülle an Frühfördermaßnahmen, Spaß- und Bildungsprogrammen das Optimale für das Kind herauszufiltern. Schon die Kindergartenwahl, früher ganz pragmatisch nach Nähe zum Wohnort entschieden, gerät zur Wissenschaft für sich: Wo findet sich die bestmögliche Förderung? Was ist wichtiger - Computerkurse und Englisch oder viel Platz zum draußen herumtoben?
Spätestens im Vorschulalter müssen die Gymnasiasten von morgen fit für die Anforderungen in der Schule zu machen, denn wie sollen unsere Kinder bei dem heutigen Konkurrenzdruck mal erfolgreich im Beruf sein können, wenn wir sie nicht schon in den ersten Jahren darauf vorbereiten?
Was an manchen Stellen überspitzt wirkt, ist eine geballte Sammlung aller Themen, mit denen sich die Mütter von heute verrückt machen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Was habe ich mich amüsiert und immer wieder: Ja, genau!, gedacht. Und nein: Ich bin Weder Über- noch sonst Mutter menschlicher Wesen. Aber ich habe Freundinnen mit Kindern. Freundinnen, die mir immer wieder erzählen, wie schrecklich das alles ist mit den Kleinen. Wie anstrengend diese Fahrerei vom Klavierunterricht zum Handball zum Kinder-Russischkurs zur Geigenstunde - man muss ja schließlich mit den Kleinen von Nachbars mithalten. Und jeder erzählt, wie wichtig Frühförderung ist! Spielen, einfach so? Nichts da! Leistung ist angesagt! Wie nervenaufreibend ist da die Vier in Mathe. Hoffentlich nur ein Ausrutscher! Das Kind muss doch aufs Gymnasium! Fragt sich bloß noch, welches? Musisch ausgerichtet? Naturwissenschaftlich? Also ich meine, das sollte mit zehn oder elf doch längst entschieden sein - wo man doch seit Geburt gefördert und ums perfekte Kind gekämpft hat ...

Überhaupt: Wie war denn das zu Anfang? Habe ich auch ja keine Babyimpfung verpasst? Lange genug gestillt? Vielleicht wäre eine Unterwassergeburt ja doch besser gewesen. Für die Seelenentwicklung vielleicht und das spätere Selbstbewusstsein und sowieso für die Liebesfähigkeit ...

Nein, wirklich: Ich mache mir oft Gedanken über meine Freundinnen und ihre Kleinen. Und über unsere Gesellschaft. Den Zwang zum Perfektionismus. Waren wir selbst denn perfekte Kinder? Ich nicht. Ich durfte spielen nach der Schule und vor den hausaufgaben. Ich bin draußen herumgetobt, habe Gummihüpfen statt Klavier und Räuber und Gendarm statt Handball im Verein gespielt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Endlich einmal ein Buch, das uns Müttern sagt, dass wir nicht an allem schuld sind, was unsere Kinder tun und was ihnen wiederfährt. Ein Buch, das deutlich macht, dass es die von der Gesellschaft gewünschte perfekte Supermama nicht geben kann. Das zeigt, dass wir Mütter schon vor der Geburt unserer Kinder ständig gelenkt und geleitet werden, um perfekte Kinder zu produzieren. Und das letztlich zum mehr Gelassenheit und Lockerheit rät.
Das, mag nun mancher denken, ist leichter gesagt als getan. Das ist richtig. Aber ich fand es hilfreich zu begreifen, welchen Mechanismen wir unterliegen, wie unsere Gesellschaft funktioniert und warum wir uns immerzu ein schlechtes Gewissen machen.
Dieses Buch ist das ideale Geschenk für alle Schwangeren, die dadurch die Chance haben, wenigstens dem einen oder anderen Schuldgefühl zu entgehen. Aber auch "erprobte" Mütter sollten es lesen. Ich verspreche, es entspannt ungemein! Noch dazu ist das Buch kurzweilig geschrieben, in vielen Episoden kann sich die Leserin wunderbar wiedererkennen - von mir eine uneingeschränkte Empfehlung!
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