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Mustererkennung: Roman Taschenbuch – 1. November 2006
Cayce Pollard ist eine teure Marketing-Beraterin, deren geheimnisvolle Intuition ihr wichtigstes Hilfsmittel ist: Sie besitzt eine besondere Sensibilität für Markenlogos. Während sie in London das neue Logo eines Weltkonzerns testet, wird ihr ein Auftrag angeboten: Seit einiger Zeit tauchen im Netz seltsame Filmclips auf, die weltweit einen Kult ausgelöst haben. Cayce soll herausfinden, wer dahintersteckt. Als Unbekannte in ihre Wohnung und in ihren Computer eindringen, wird ihr klar, daß dies ein gefährliches Spiel ist. Doch Gefahr hat sie noch nie abgeschreckt. Ihre Recherche führt sie nach Tokio, nach Rußland – und ins Machtzentrum unserer globalisierten Gesellschaft.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe464 Seiten
- SpracheDeutsch
- Herausgeberdtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
- Erscheinungstermin1. November 2006
- Abmessungen12 x 19.1 x 2.6 cm
- ISBN-103423209445
- ISBN-13978-3423209441
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Produktbeschreibungen
Werbetext
»Vielschichtig, gestochen scharf – Gibson schreibt einen Thriller über unsere Welt im Zeitalter der Globalisierung.« New York Times
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 3. Edition (1. November 2006)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 464 Seiten
- ISBN-10 : 3423209445
- ISBN-13 : 978-3423209441
- Originaltitel : Pattern Recognition (G. Putnam's Sons, New York)
- Abmessungen : 12 x 19.1 x 2.6 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 354,279 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 14,597 in Science-Fiction-Romane
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

William Gibson wurde 1948 in South Carolina geboren und studierte englische Sprache und Literatur an der University of British Columbia. In seinem ersten Roman »Neuromancer«, 1984 veröffentlicht und Auftakt der gleichnamigen Trilogie, erfindet er den Begriff »Cyberspace« und revolutioniert damit die Literatur. »Neuromancer« wurde mit dem Hugo-, dem Nebula- und dem Philip-K.-Dick-Award ausgezeichnet. Der Autor lebt mit seiner Familie in Vancouver.
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Dennoch haben wir es in gewisser Weise mit Science Fiction zu tun. So vom Gefühl her wirkt (zumindest für mich) alles so, als würde es ca. 5 Jahre in der Zukunft spielen. Vielleicht liegt es aber auch nur am Stil von Gibson, den man als Fan instinktiv mit dem Cyberpunk verbindet. Bei der "Differenz-Maschine" war das Gefühl ähnlich, obwohl dort die ganze Handlung im 19. Jahrhundert angesiedelt war.
Von der Handlung ist in den anderen Rezensionen schon fast zu viel geschrieben worden. Die Hauptfigur des Romans ist Cacey Pollard, von Beruf eine "Coolhunterin", die für Firmen die Wirksamkeit neuer Markenlogos bewertet. Ihr großer Erfolg in diesem Gebiet basiert hauptsächlich auf einer Allergie gegen Markenlogos, die sie den ganzen Roman über verfolgt. So trägt sie z.B. fast ausschließlich Kleidung mit "neutralem" Schnitt, bei der die Markenlogos entfernt wurden.
Die Handlung spielt wie gesagt im Sommer 2002. Da Cacey aus New York stammt, sind die Ereignisse um den 11. September 2001 stets präsent, u.a. da Caceys Vater seitdem als vermisst gilt und wahrscheinlich zu den Opfern zählt. "Mustererkennung" gilt als einer der ersten bekannteren Romane, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Privat gilt Caceys Hauptinteresse einem Underground-Film-Forum im Internet. Die Community in diesem Forum beschäftigt sich mit rätselhaften Videoclips, die bruchstückhaft im Internet auftauchen. Als sich um diese Clips ein wahrer Kult aufbaut, wird Caceys aktueller Arbeitgeber, ein Londoner Marketing-Mogul belgischer Abstammung, auf die Clips und Caceys Interesse dafür aufmersam. Er hält die Clips für eine großartige Marketing-Aktion und beauftragt Cacey, den Filmemacher ausfindig zu machen. Damit beginnt für Cacey eine Odyssee rund um eine Welt im Zeichen der Globalisierung, auf die sie uns als Leser mitnimmt...
Von einem Mangel an Spannung oder gar Story habe ich nichts gemerkt. Ich habe das Buch geradezu verschlungen. "Mustererkennung" ist ein echter Gibson durch und durch, und die an anderer Stelle bemängelte "verworrene" Handlung ist ja schon fast ein Markenzeichen von Gibson. Das erste Mal, als ich "Neuromancer" gelesen habe, war das noch extremer, ungefähr so wie nach dem ersten Mal "Pulp Fiction" im Kino: Man fragt sich, wie am Ende alles zusammenpasst, hat aber doch das Gefühl: "Boah, war das cool!". So ist eben Gibson und so ist auch "Mustererkennung".
Für alle Gibson-Fans heißt es zugreifen und für die, die es noch werden wollen, ist "Mustererkennung" ein guter Einstieg.
Eigentlich mag ich ja eher die Stimmung, die das Buch vermittelt. Denn dass ist es ja eigentlich, was der Autor so gut kann. Ich finde es faszinierend, wenn die Protagonistin in dem Londoner Stadtteil Camden Town in dieser verlassen, fremden Wohnung des Nachts auf dem Bett sitzt und genau weiß, dass sie nichts anderes tun kann als diesen Zustand auszuhalten, um ihn hinter sich zu lassen. Diese Beschreibung des Jetlags als eine Mischung aus Müdigkeit, Letaghie, leichter Depression, Unruhe und Schlaflosigkeit ist einfach grandios. Und die Erklärung der „Seelen-Verspätung“, die dem Körper nicht schnell genug nachreist, ist es ebenso.
Aber dabei bleibt es ja nicht. Die Geschichte geht ja weiter. Hier gelingt es dem Autor in einer Aneinanderreihung von guten Ideen, eine spannende Geschichte zu erzählen. Angefangen von den besonderen Fähigkeiten der Hauptdarstellerin bei der Markenlogo-Kreation, den mysteriösen Clips aus dem Internet, den verschrobenen Verhaltensweisen mancher japanischer Fans, der russischen Oligarchen, weiter über die mechanischen und elektronischen Rechenmaschinen aus dem vergangenen Jahrhundert, bis zur Beschreibung der Markenmechanismen der Neuzeit und der Schock von 9/11 auf die ganze Welt.
Als Erzählstrang über allem dient aber die Jagd auf die Erzeuger der geheimnisvollen Minifilme, die überall im Netz auftauchen und hier kann man zu Recht behaupten, dass William Gibson die Entstehung von YouTube voraus geahnt hat.
Insgesamt gesehen ein spannendes, kurzweiliges und abwechslungsreiches Buch. Das viele Leute Gibson Einfallslosigkeit und einen schlechten Schreibstil vorwerfen, kann ich nicht versehen. Das ist in etwa so, als wenn man Impressionismus mit Expressionismus vergleicht. Hier hat der Erzähler einfach eine andere, nicht so angepasste Erzählweise gewählt. Diese ist aber in keiner Weise detaillos oder uninspiriert. Man kann sich in seiner Welt ganz fabelhaft versenken und verlieren.
Wie bei vielen Gibson- Romanen gestaltet sich der Einstieg schwierig: Der Autor ist Spezialist darin, die Informationsflut der Postmoderne in Literatur zu übertragen. Bei mir hat es knapp 50 Seiten gedauert, mich in Schauplatz, Personen und Handlung hineinzuarbeiten. Auch danach ist die Atmosphäre eher unterschwellig paranoid, Actionszenen sind spärlich gesät. Dafür regt der Roman zum Nachdenken über einige skurrile Aspekte unserer amerikanisiert- globalisierten Gegenwartskultur an. Der Roman hat einen eigenständigen Schluss und ist daher von den weiteren Bänden unabhängig lesbar. Vier Sterne.





