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am 5. Mai 2017
Ich weiß nicht, wann Herr Barenboim das hier zu Papier gebracht hat. Aber ich habe schon besseres von ihm gehört. Ich habe nach 50 Seiten das Lesen dieses dünnen Bändchens eingestellt, weil es schlicht und ergreifend nichts Neues bietet, schon gar nicht, wenn man schon mal vom Author gehört oder gelesen hat. Und das alles in einer alles andere als lesenswerten Form (schlechte Übersetzung?). Total überflüssig.
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am 17. März 2014
Natürlich geht es viel um Musik in diesem Buch. Sehr konkret im Übrigen.
Natürlich geht Barenboim dabei in den überschaubaren Texten nicht komplett ganze Werke wie den „Don Giovanni“ oder „Carmen“ oder die „Walküre“ Takt für Takt durch.
Er beschränkt sich in den Gesprächen über konkrete Werke (und auch hier und da über Komponisten wie Verdi, Mozart, Wagner) auf das, was ihm Wesentlich ist an diesen Werken, was ihm einen Schlüssel zum Verständnis ganzer „Musikwelten“ eröffnet hat.

Die Wichtigkeit der Rhythmik bei Verdi, zum Beispiel. Oder, dass manche Werke und Komponisten eben keine Übertreibung verzeihen. Dass bei Mozart jede Vorentscheidung, jeder Versuch eines Dirigenten oder Regisseurs, Schwerpunkte zu setzen, eigene Interpretationen heraus hören zu lesen in direkter Folge zu seiner „Störung“ des Werkes führen.

„Mozarts Größe ist einzigartig. Mozart ist so genial, so einmalig, weil er keinerlei Übertreibung gestattet. Wenn man bei Mozart etwas betonen will, schadet man der Sache, weil man die Natürlichkeit, Einfachheit und Spontaneität beeinträchtigt. Mozart sagt die komplexesten und tiefsinnigsten Dinge auf die einfachste Art“.

Ganz klar und präzise kommt Barenboim auf die wichtigen Punkte, erläutert diese immer wieder auch dem Laien sehr verständlich und eröffnet so einen „ganz einfachen“ Blick auf „komplexe Musik“, immer an konkreten Beispielen aufgeführt.

Vielleicht, so erklärt er selbst, mag das daran liegen, das er einen anderen Weg zum Dirigenten ging, dass er lange Zeit Pianist war, Musiker, die „typische“ Entwicklung eben nicht gegangen ist.

So aber war es ihm auch möglich, seine erste große Herausforderung als Dirigent, den „Don Gioavanni“ mit Peter Ustinov in einer Autobahnraststätte unter Hilfe von Servietten anzugehen, eben hier und da andere Wege einzuschlagen, frische Blicke auf die Stücke zu finden.

Blicke, die auch weit über die Musik in diesem Buch hinausgehen. Welche die Politik streifen, Wagner in seiner antisemitischen Haltung auch als Kind seiner Zeit erläutert, ohne ihn damit zu einfach zu entschuldigen. Er aber ebenso das Judentum und den Staat Israel anhält, die Nationalsozialisten nicht im nach hinein mit ihrer Vereinnahmung Wagners durchkommen zu lassen. Barenboim selbst war es, der zu Zeiten erstmalig in Israel selbst mit dem Orchester im Konzert Wagner spielte (und der hier auch erläutert, wie gewollt skandalisiert das damals wurde).

Sei es in thematischen Essays oder Vorträgen (Israelisch-arabischer Konflikt; Wagner und Israel; Ethik und Ästhetik u.a.), sei es in den im Buch aufgenommenen sehr konkreten Interviews (Carmen; Walküre, Don Giovanni u.a.), immer bleibt der Leser auf der Höhe des Gesagten und kann dem roten Faden Barenboims folgen.

Jeder Zeile spürt man den reflektierten Menschen und Musiker ab. Präzise und klar im Ausdruck, fundiert in seiner Sachkenntnis, überzeugend in seinen politischen und menschlichen Argumenten, Ansichten und Einsichten bietet dieser schmale Band einen wunderbar zu lesenden Eindruck in die Arbeit und die innere Betrachtung der Musik und der Welt durch Daniel Barenboim.
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am 19. Januar 2017
Die Lieferung kam schnell und gut an.
Das Buch ist, wie erwartet, gut. Ich kam durch einen Fernsehbericht auf das Buch. Sehr empfehlenswert für Musikliebhaber
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" Hätte Wagner eine Metzgerei gehabt, dann hätte er die besten Hamburger hergestellt, weil er genau gewußt hätte, wieviel Gramm Rind, wie viel Schwein und wie viel andere Zutaten er gebraucht hätte und wie man sie mischen muss. So macht er es mit dem Klang.", Seite 113. Genau das macht Barenboim aus, die Dinge so auf den Punkt zu bringen, so leicht verständlich auf der einen Seite, so herrlich volkstümlich (im besten Sinne), auf der anderen Seite. Richtig ist es obendrein.

Das Buch MUSIK IST ALLES beinhaltet Vorträge und Gespräche Barenboims, und als Epilog einen Nachruf auf Dietrich Fischer-Dieskau.

Wer sich für sehr präzise Aussagen interessiert, für den sind die Gespräche zu einzelnen Opern, in diesem Fall, zu den jeweiligen Scala-Eröffnungen, Walküre, Carmen und Don Giovanni, am interessantesten. Aus dem Gespräch zur WALKÜRE stammt auch obiges Wagner-Zitat Barenboims.

Fazit: Einfach Barenboim !

( J. Fromholzer )
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am 24. September 2014
Mein Sohn hatte sich dieses Buch zum Geburtstag gewünscht
und ist ganz begeistert von diesem Buch.
Für Musikliebhaber sehr zu empfehlen
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am 29. Mai 2014
Großartig wie der Jahrhundert-Künstler Daniel Barenboim mit der Doppelstaatsbürgerschaft von Israel und Palästina gleich zu Beginn seines kleinen Büchleins im Kapitel über "Ethik und Ästhetik" den Siegeszug des technischen Zeitalters in Bezug auf die zunehmende Spezialisierung bemängelt. Die Menschen versinken offenbar in einem kaum noch beherrschbaren Detailwissen, wobei man von Wissen im Sinne von Erkenntnis sicherlich nicht sprechen kann. "Die Spezialisierung führt zu einer Trennung von Ideen und Fakten, die eigentlich zusammengehören. Das klarste Beispiel dafür findet sich in der Medizin. Oft liegt die Ursache einer Krankheit in einem ganz anderen Teil des Körpers als dem, der gerade untersucht worden ist. Von der Musik habe ich das Gegenteil gelernt, nämlich wie wichtig es ist, verschiedene Ideen und Bereiche des Denkens zusammenzubringen. Ein Musikstück ist ein organisches Ganzes, in dem sich jeder Aspekt auf einen anderen bezieht. Meisterwerke vorzutragen ist eine Lebensaufgabe, und dazu gehört die Verantwortung, sich dem Werk mit voller Hingabe zu widmen".
Dem Kosmopoliten Daniel Barenboim, der seit 7 Jahrzehnten auf allen Konzertpodien und in den größten Opernhäusern der Welt zu Hause ist, geht es um das Einswerden zwischen den Künstlern und dem Publikum. Für ein nachhaltiges musikalisches Erlebnis gibt es zwei unverzichtbare Partner: derjenige, welcher ein Werk interpretiert, und derjenige, welcher zuhört. "Vielleicht ist es unmöglich, gerade für die 27. Reihe zu spielen, aber metaphorisch gesprochen kann die 27. Reihe bei der gemeinsamen Anstrengung, Klänge, voller Sinn zum Leben zu erwecken, auf die 1. Reihe projiziert werden..."
Ein sehr inspirierendes Buch, das in nur wenigen Wochen bereits in der 3. Auflage erschienen ist.

Roland R. Ropers
Etymosoph & Publizist
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Dieses Büchlein ist eine Textsammlung, die auch "Barenboim kompakt" oder "Barenboim für Eilige" heißen könnte: In unterschiedlichen Formaten gewährt der Maestro Einblick in seine musikalischen, philosophischen und politischen Glaubensgrundsätze. Die einzelnen Beiträge lesen sich wie Ergebnisprotokolle jahrzehntelangen Nachdenkens: kurz, prägnant, tiefschürfend.

Eine ausführliche Rezension gibt's im Biografien-Blog Eulengezwitscher...
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am 10. Oktober 2014
Das Buch ist empfehlenswert und zeigt den Fortschritt der Forschung wie kaum ein zweites anderes Buch. Das ist der Stand der neusten Forschung.
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