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Musik und Emotionen: Grundlagen, Forschung, Diskussion Broschiert – Mai 2006

3.5 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Broschiert, Mai 2006
 
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Studium der Psychologie an den UniversitätenTübingen und Wien. Derzeit ist der Autor selbstständigerUnternehmer und hat u.a. ein Internetportal fürMusikpsychologie (www.musikpsychologie.at)konzipiert und umgesetzt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


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Format: Broschiert
Die meisten Studien zu Musik und Emotion beschäftigen sich nur mit klassischer Musik. In diesem Buch geht es endlich auch einmal um Pop, Rock und elektronische Musik außerhalb klassischer Konzertsäle. Das Buch hat mir beim Design meiner Diplomarbeit geholfen, da die vorgestellte Studie ausführlich dokumentiert ist. Schön finde ich auch die Beschreibungen der "Strong Experiences with Music". Menschen schildern Erlebnisse beim Hören vom Musik zuhause oder bei Live-Konzerten; habe mich in vielen Berichten wiedergefunden. Wer nach aktuellen Theorien und Forschungsergebnissen zum Thema Musik und Emotion sucht - und das in lesbarer, spannender Form - ist mit diesem Buch gut bedient.
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Format: Broschiert
Musik und Emotionen

Wenn dieses Buch schon den interessanten Ansatz zeigt, die Frage der Emotionen in den Focus der Betrachtungen zu stellen, dürfte es die die einzige Erklärungsmöglichkeit dieser Emotionen, die sogenannte Strebetendenz-Theorie, nicht unerwähnt lassen. Die Strebetendenz-Theorie sagt, dass Musik überhaupt keine Emotionen vermitteln kann, sondern nur Willensvorgänge, mit denen sich der Musikhörer identifiziert. Beim Vorgang der Identifikation werden die Willensvorgänge dann mit Emotionen gefärbt. Das gleiche passiert auch, wenn wir einen spannenden Film anschauen und uns mit den Willensvorgängen unserer Lieblingsfigur identifizieren. Auch hier erzeugt erst der Vorgang der Identifikation Emotionen.

Weil dieser Umweg der Emotionen über Willensvorgänge nicht erkannt wurde, scheiterten auch alle musikpsychologischen und neurologischen Versuche, die Frage nach der Ursache der Emotionen in der Musik zu beantworten. Man könnte diese Versuche mit einem Menschen vergleichen, der einen Fernsehapparat aufschraubt und darin mit einer Lupe nach den Emotionen sucht, die er zuvor beim Ansehen eines Films empfunden hatte.
Doch wie kann Musik Willensvorgänge vermitteln? Diese Willensvorgänge haben etwas mit dem zu tun, was alte Musiktheoretiker mit "Vorhalt", "Leitton" oder "Strebetendenz" bezeichnet haben. Wenn wir diese musikalischen Erscheinungen gedanklich in ihr Gegenteil umkehren (der Ton strebt fort - ich will, dass der Ton bleibt), dann haben wir im Prinzip den Willensinhalt gefunden, mit dem sich der Musikhörer identifiziert. In der Praxis wird dann alles noch etwas komplizierter, so dass sich auch differenziertere Willensvorgänge musikalisch darstellen lassen.
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