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More Songs About Buildings and Food [Musikkassette]

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Produktinformation

  • Hörkassette (28. April 1987)
  • Label: Sire
  • ASIN: B00000EYAW
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen
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Format: Audio CD
Die Platte beginnt mit einem wilden Trommel- und Gitarrengewitter, Sänger David Byrne stöhnt ins Mikro und singt die unglaubliche Textzeile: Oh, Oh, baby you can walk, you can talk just like me. "Thank you for sending me an angel" heißt dieser brutale Opener und eröffnet einen Songreigen der Extraklasse. Nach ihrem Erstlingswerk "Talking Heads 77" haben sich die vier New Yorker den ehemaligen Roxy Music-Mitstreiter und Sound-Tüftler Brian Eno quasi als fünftes Bandmitglied ins Boot geholt und eine Platte geschaffen, die nervös und treibend den Charakter der Band, das Image, perfekt wiedergibt. Kompakter, kraftvoller und direkter als die Songs auf dem Vorgänger-Album. Und mit Textzeilen wie "I don't have to prove...that I am creative! All my pictures are confused." (aus Artitsts Only) scheint Sänger und Texter David Byrne einmal mehr den Psycho Killer heraus zu kehren. Der Gesellschaft distanziert und abgekehrt zeichnet Byrne Bilder voller Isolation und Skepsis. Ein Blick aus dem Fenster eines Flugzeugs auf das platte Land reicht dem Großstadtneurotiker, um festzustellen: I wouldn't live there if you paid me. I couldn't live like that, no siree! (aus Big Country). "More Songs about Buildings and Food" ist großartige Musik, birgt mit "Take me to the River" nicht nur den einzigen, auf Platte veröffentlichten Cover-Song der Band (das Original ist von Al Green!), sondern auch so etwas wie einen weiteren Hit der Band. Bereits im nächsten Jahr, mit dem dritten Album "Fear of Music" ändert sich das nervöse Bild des hektischen New Yorkers und verwandelt sich in dumpfe Depressionen voller Düsternis und Abkehr. Die Talking Heads entwickeln sich Album für Album immer mehr zu Amerikas wichtigster Band und veröffentlichen 1980 dann mit "Remain in Light" das wohl beste Album der gesamten 80er. "More Songs.." erscheint da nur noch als Fingerübung, die es aber in sich hat!
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Vorweg möchte ich sagen, dass ich bezüglich TALKING HEADS im Allgemeinen und auch was die Bandbiographie u.ä. angeht so gut wie ahnungslos und deshalb sozusagen unvorbelastet bin. Vielleicht ist das insofern ganz hilfreich, weil ich so abseits des Fanhypes recht "objektiv" über vorliegendes Produkt rezensieren kann.

Was ich weiß: MORE SONGS ABOUT BUILDINGS AND FOOD (welch angenehm unbeschwerter, erfrischender Titel) ist der zweite Tonträger der TALKING HEADS, die gerade im Begriff waren, ihre musikalischen Spektren auszoloten und neue Sounds, Herangehensweisen usw. für sich zu entdecken.
Gerade recht dürfte ihnen zu jener Zeit (wir sind in den späten Siebzigern) ein gewisser Brian Eno gekommen sein, der bereits im Vorfeld mit ROXY MUSIC (und auch solo) sehr erfolgreich agiert hatte und der im Musikbiz längst kein Unbekannter mehr war.

Auf die Platte - nämlich eben MORE SONGS... - hat sich das insgesamt sehr positiv ausgewirkt. Enos Professionalität und Erfahrung im Umgang mit Sounds, ausgefeilten Produktionen etc. trifft auf die unbeschwerte Spielfreude der jungen TH-Musiker (wobei auch Eno musikalisch mitgewirkt hat, wenn man den Credits glauben darf).
Vom Stil her erinnert mich die Scheibe unweigerlich ganz stark an die frühen Roxy-Music-Platten (an denen zuvor besagter Herr ja auch ganz stark beteiligt war) - und das meine ich durchwegs positiv, weil ich insbesonders die ersten Alben der Glam-Alternativ-Rocker sehr schätze.
Tatsächlich hört sich MORE SONGS... wie ein Alternative-Indie-Projekt an, das zwar einerseits musikalisch gesehen keine stilistische Weltneuheit darstellte, andererseits aber durch seine ungekünstelte Spielfreude, Begeisterung und Energie besticht.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Ich vegebe hier nur 4 Sterne im Vergleich zu den Nachfolgealben "Fear of Music" und "Remain in Light", die für mich unerreicht sind und bleiben.
Der Eröffnungssong "Send me an Angel" ist ein wahre Adrenalinsspritze. In die allein beginnende Rhythmus-Maschine schneiden plötzlich und überraschend drei einfache Riffs. während David Byrnes Gesang sich als dritte Ebene praktisch durch den ganzen Song auf ein und demselben Ton darüber hält. "With Our Love" besitzt die für die "Talking Heads" typische harte "Disco"- Rhythmusmaschine.
Ob "Über-Funk" oder "Rennfahrer-Reggae" : Meistens ist diese Musik gut tanzbar, dies war wahrscheinlich auch ein "Brian Eno" Einfluß, der auch von diesen Musikstylen fasziniert war und ist. In "The Good Thing" wird Tina Weymouth ( Bass) in der schönen Chours-Melodie als Harmoniesängerin eingesetzt, das Stück hat ein wenig die Stimmung eines unheimlichen Folk-Songs. "Warning Signs" mit dem durch Echoeffekte exponierten Schlagzeug ist ein Beispiel für all die guten Einfälle die in der Platte/Cd stecken. Etwa der wunderschöne Instrumentalpart in "Stay Hungry": in klingende "James Brown" Riffs flechten sich plötzlich shärische Synthesizer Klänge. Ein Glanzlicht des Albums. Dem flippigen Wesens Byrnes entspricht oft sein Gesang. Man höre sich "Artists Only" an : zur harten präzisen
Soul-Disco-Rhythmik singt er ein gutterales Englisch, als würde es sich um eine unbekannte, fernöstliche Sprache handeln, wie ein Maschinengewehr kann er seine Stimme prasseln lassen.
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