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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
6
Mode im Mittelalter
Format: Audio CD|Ändern
Preis:11,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 12. Januar 2014
Das Buch ist so groß wie ein A5-Schulheft, nur eben dicker. Da war ich ein bissel enttäuscht, aber gut, steht ja in der Beschreibung, wie groß es ist. Ausserdem enthält es sehr wenige Bilder, auch o.k., soll ja kein Bildband sein. Toll ist aber der eigentliche Inhalt, der Text, ich hab mich förmlich festgelesen, einprägsam und kurz und knapp und teilweise sehr humorvoll wird über die Kleidung des Mittelalters geschrieben und welche Bedeutung Farben, Formen, Schnitte und Extras hatten. Wer also nachschneidern möchte, braucht ein anderes Buch, um aber beim nacharbeiten von Gewandung keine Fehler zu begehen und auf dem Mittelaltermarkt etwas Falsches zu vermitteln, der sollte sich hier ersteinmal einlesen. Es lohnt sich. Versprochen!
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am 6. November 2011
So manchem Zeitgenossen bereitet das Anfertigen und Tragen mittelalterlicher Mode großen Spaß. Viele Mittelalterbegeisterte jedoch wünschen sich auch, das am eigenen Leib Getragene oder auf den einschlägigen Veranstaltungen zur Schau gestellte Gewand besser zu verstehen: an all jene richtet sich dieses Buch!
In einer Zeit ohne Personalausweise und tägliche Presse wurde ein jeder in seinem Stand, in seiner Rolle in der Gesellschaft daran erkannt, was er nach außen sichtbar trug. Daher spricht man diesbezüglich auch von der "Lesbarkeit der Welt" des Mittelalters.
Anhand zahlreicher liebevoll und kenntnisreich ausgewählter Beispiele breitet der Autor hier eine bunte Auswahl verschiedenster Begebenheiten, in denen Kleidung eine Schlüsselrolle gespielt hat, vor dem Leser aus: Was z.B. hat Richard Löwenherz auf seiner undercover-Heimreise vom gescheiterten 3. Kreuzzug letzlich verraten? Wie stand es um die oft zitierten Farbcodizes mittelalterlicher Kleidung? Schminkten sich die Damen im Mittelalter? War Bescheidenheit stets lobenswert?
Auf diese und viele weitere Fragen wird in diesem Buch auf gut verständliche und vergnüglich lesbare Art geantwortet.
Der Autor indes ist ein ausgewiesener Fachmann: er ist als Dozent für mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster tätig und hat sich zum Thema Kleidung und deren Funktion im Mittelalter habilitiert (Titel: "Die Wahl des Gewandes: Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters") So bleibt er auch keinen Quellenbeleg schuldig: anders als in manch anderem populärwissenschaftlich aufgemachtem Werk, werden hier alle Quellenbelege geliefert und der Leser nicht mit Halbwissen "vom Hörensagen" zurückgelassen. In den Text eingeschobene Zitate aus den mittelalterlichen Quellen helfen dem Leser, den erläuterten Begebenheiten zu folgen. Überdies runden 17 Abbildungen die besprochenen Begebenheiten und ihre Erklärungen ab.
Allen, die sich ein verlässliches Vademecum zur Funktion und Bedeutung von Kleidung im Mittelalter gewünscht haben, sei dieses gut lesbare Büchlein anempfohlen: es macht Spaß und gleichzeitig schlauer!
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am 6. November 2011
Um es vorweg zu sagen: In diesem Buch geht es nicht um die Herstellung von Kleidung im Mittelalter, nicht um exakte Rekonstruktion von Material oder Nähtechnik. Es geht um Mode und darum, welche Bedeutung der Mode von den Zeitgenossen zugedacht war und welche subtilen Botschaften die Wahl des Gewandes auf die soziale Umwelt des mittelalterlichen Menschen aussandte. Was war in welchem Kontext tragbar und was schier unerträglich? Wie diente Mode der sozialen Selbstverortung und Abgrenzung der eigenen Statusgruppe nach unten? Wie definierte sich Schönheit und wie äußerte sich Modekritik? Äußerst kundig und anhand vieler sorgfältig ausgewählter Quellenbelege führt der Autor unterhaltsam durch die Modegeschichte des Mittelalters und erläutert bestechend und mit sprachlicher Eleganz die Erscheinungsformen, Mechanismen und Fallstricke der Mode der Epoche - immer wieder auch mit vergnüglichen Bezügen zur Gegenwart.

Dass der Autor ein ausgewiesener Kenner zum Thema Kleidung und Mode im Mittelalter ist, bewies er mit zahlreichen Publikationen zum Thema, vor allem mit seiner Habilitationsschrift Die Wahl des Gewandes: Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters, die als Standardwerk jedem ausdrücklich empfohlen sei, dem die Lektüre des vorliegenden Buches Lust auf Mehr gemacht hat.
Absolute Kaufempfehlung.
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am 15. November 2011
Da ich bereits die "Wahl des Gewandes" von ihm begeistert gelesen habe, war ich von Keupps neuem Werk etwas enttäuscht. Nicht, dass es schlecht wäre, im Gegenteil, für den Inhalt & die Art selbst hätte ich auch für "Mode im Mittelalter" 5 Sterne vergeben. Die drei Sterne deshalb, weil es einfach eine abgespeckte Variante vom Vorgängerbuch ist, sprich bis auf einige Ausnahmen die selben Paradebeispiele von Kleidung & Repräsentationscharakter aufweist.
Also wer "leichte Kost" mit überschaubarem Seitenumfang quasi für die "Allgemeinheit" aufbereitet sucht, wird "Mode im Mittelalter" gern haben, wer sich jedoch wirklich auf hochwissenschaftlichem Niveau (ist Keupps Habilitationsschrift) in diese Thematik vertiefen will, sollte sich direkt "Die Wahl des Gewandes" kaufen.
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am 3. Februar 2012
Bunt, raffiniert, mal elegant, mal amüsant - wie die Mode selbst ist auch dieses Buch: Was hat der weibliche Kopfputz über die Manneskraft eines Ehegatten zu sagen, warum urinierte der Graf von Wertheim in einen fremden Ärmel, weshalb machten listige Liebhaber auf Blau" und wieso hat die Schweiz ihre Existenz Hut und Schnabelschuh zu verdanken? All dies und vieles mehr wird in diesem Büchlein kompetent und unterhaltsam erläutert.

Der Autor will erklären, indem er erzählt. Es sind die Geschichten ihrer Zeit, durch die er die Kleider des Mittelalters mit Leben füllt. Statt eine Kostümkunde im klassischen Sinne zu bieten, blickt er in die Köpfe der mittelalterlichen Menschen. Denn hier erst wird der Stoff gewebt, der aus toten Textilgebilden wahre Modeträume werden lässt. Es sind die Skandale, Provokationen und versteckten Andeutungen, die uns spannende Einblicke in das Modedenken der Epoche liefern.

Doch will das Buch mehr als nur unterhalten. Eingestreut in den Erzählfluss finden sich immer wieder Bemerkungen zur Quelleninterpretation, Fragen der Individualität oder Wirkungsweisen mittelalterlicher Mode. Kompliziert klingende Gedanken werden dabei unmittelbar auf eine allgemeinverständliche Ebene gezogen. Nachdem der Autor zum Beispiel etwas geschraubt ausgeführt hat, dass die soziale Welt weniger durch das Vorhandensein objektiver Zustände als durch die Präsenz subjektiver Ideen" gestaltet wird, fügt er erklärend hinzu: Jeder, der einmal vor einem objektiv gut gefüllten Kleiderschrank rein subjektiv ,nichts anzuziehen' hatte, wird diese Erkenntnis aus eigener Erfahrung bestätigen können."

Dadurch wird das Buch zum Leseerlebnis der ganz besonderen Art. Es regt zum Nachdenken an, indem es Dinge unterhaltsam auf den Punkt bringt.
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am 28. April 2015
Ich hatte mir was anderes erhofft.es stehen interessante Sachen drin, aber zu wenig bilder.
wer was über die Mode mehr wissen will und wer was wann tragte, braucht ein anderes.
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