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Mithras: Kult und Mysterium Gebundene Ausgabe – 25. Oktober 2012

5.0 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Prof. Dr. Dr. Manfred Clauss war bis zu seiner Emeritierung Professor für Alte Geschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. 2007 erhielt er den Ausonius-Preis der Universität Trier und zwei Jahre später wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Potsdam verliehen.


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Von timediver® HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 23. Dezember 2012
Format: Gebundene Ausgabe
"Si le christianisme eût été arrêté dans sa croissance par
quelque maladie mortelle, le monde eût été mithriaste."
(Ernest Renan; 1823 - 1892)

Im ersten Kapitel macht der Autor bereits deutlich, dass der Mithras-Kult in Rom oder Ostia (=wo) entstanden ist, gleichwohl die zentrale Frage seiner Entstehung (=wie) trotz zahlreicher Kongresse, Tagungen und einer fast unübersehbaren Flut von Aufsätzen immer noch umstritten bleibt. Um von vornherein Verwechslungen zu vermeiden, nennt er den aus dem alten indoeuropäischen Pantheon des 2. Jahrtausends v. Chr. stammenden persisch-hellenistischen Gott "Mitra" (Sanskrit: Vertrag, Freund). Auch in der römischen Antike war Mithras nur ein Gott unter vielen und sein Kult nur einer der damals zeitgemäßen und zahlreichen Mysterienreligionen, die eine ganze Reihe von Elementen, wie geheime Initiationsriten, Schweigegebot, Imitation des Göttlichen zur Errettung, Erlösung und Auferstehung gemein hatten. Der Mithras-Kult breitete sich von Italien über beinahe drei Jahrhunderte im gesamten Imperium Romanum aus. Clauss weist auf die Problematik hin, beim Mithras-Kult von einer einheitlichen Religion zu sprechen. Denn es gab eine Fülle von lokalen und regionalen Besonderheiten, die den Kult am Rhein anders aussehen ließen als am Nil.

Nach den Kapiteln "Zeitliche und räumlichen Verbreitung" und "Anhängerschichten" widmet sich das vierte der Bauweise, Ausstattung und Benutzung des Kultraumes.Die Kulthandlungen fanden meistens in unterirdisch angelegten oder in Fels gehauenen Mithräen statt, die in der Regel nur bis zu zwei Dutzend Gemeindemitgliedern Platz boten.
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Von R Opelt TOP 500 REZENSENT am 26. April 2016
Format: Gebundene Ausgabe
Heute vergessen, war der Mithraskult 60 Jahre lang die Staatsreligion des römischen Imperiums, synkretistisch vermischt mit Sol Invictus. Unter Kaiser Aurelian wurde der 25. Dezember als Geburt des Erlösers gefeiert, aber der Erlöser war nicht Christus, sondern Sol Invictus/Mithras. Viele Gemeinsamkeiten (Wassermythos, Kultmahl, Gottesgeburt am 25. Dezember) legen den Verdacht nahe, dass viele Elemente der christlichen Liturgie einfach dem Mithraskult nachgemacht wurden, weil Kaiser Konstantin die Staatsreligion des Sol Invictus in eine christliche umwandeln wollte. Ab da erst wurde aus der Religion der Barmherzigkeit eine Religion der Macht.
siehe auch: Opelt, die Legionen des Varus
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