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Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee Gebundene Ausgabe – Februar 2005

4.5 von 5 Sternen 12 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Die Lettin Sandra Kalniete wurde 1952 in Sibirien geboren, wohin ihre Eltern deportiert worden waren. 1957 durfte sie mit Ihren eltern wieder nach Riga zurückkehren. Nach der lettischen Unabhängigkeitserklärung 1989 arbeitete sie im lettischen Außenministerium und war UN-Botschafterin ihres Land (1993 bis 1997), in Frankreich (1997 bis 2000) und bei der UNESCO (2000 bis 2002). Im November 2002 bis 2004 war sie Außenministerin ihres Landes und danach kurzzeitig Mitglied der EU-Kommission. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Top-Kundenrezensionen

Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENT am 9. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe
„Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee" ist ein grandioses Buch, um aus einer anderen Perspektive heraus nicht nur die Geschichte Europas in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts besser zu verstehen, sondern auch zu begreifen, wie nachhaltig sich historische Ereignisse auf Biographien von Menschen auswirken.
Die lettische Außenministerin Sandra Kalniete vermittelt mit der „Geschichte meiner Familie" einen sehr persönlichen Eindruck von der Lebenswirklichkeit in Lettland und in Sibirien. So vermischen sich in der Konsequenz eines solchen Werkes persönliche Eindrücke, erzählte Geschichten von Angehörigen und die subjektive Bewertungen.
Letzten Endes vermag die Autorin aber einen im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Haut gehenden" Eindruck von den Erfahrungen ihrer Familienangehörigen zu vermitteln.
Hierzu sind auch die Fotographien der Vorfahren von Frau Kalniete zu Beginn des Buches sehr hilfreich. Auch wenn die Anordnung der Bilder der üblichen Verfahrensweise zur Aufstellung eines Genogramms oder Stammbaums nicht entspricht, kann man doch immer wieder auf diese Darstellung zurückgreifen. Nur so lassen sich die für Mitteleuropäer nicht immer leicht zugänglichen Namensgebungen auf bestimmte Personen beziehen.
Überhaupt wird man in diesem Buch viel blättern müssen; allein schon aufgrund der über 280, durchaus aber wichtigen Anmerkungen im hinteren Teil des Buches. Ebenso wird man immer wieder zur Orientierung auf die Karte der Buchinnenseiten zurückgreifen, welche die GULAG (Internierungslager) auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zeigen. Leider ist diese Karte nicht übersetzt worden und auch eine Karte des heutigen Lettlands fehlt.
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Format: Taschenbuch
Ihre Geschichte klingt einzigartig und doch steht sie für das Schicksal, welches ein ganzes Volk unter der Herrschaft Stalins erleiden musste. Sandra Kalniete erzählt die Geschichte ihrer Familie und die Geschichte Lettlands.

Es ist der 14. Juni 1942 als es an der Tür von Familie Dreifelde klopft. Es bleiben nur wenige Minuten Zeit, ein paar Sachen zu packen, bevor die Familie wie weitere 34.250 „antisowjetische Elemente“ in die Deportationszüge Richtung Sowjetunion gepfercht wird. Wenig später werden Mutter und Tochter von ihrem Ehemann und Vater Janis Dreifelde getrennt, welcher kurz darauf in einem Gulag an Entkräftung sterben sollte.

Nach tagelangen Irrfahrten und Zwischenaufenthalten in den berüchtigten Todeslagern der Sowjetunion, gelangen die beiden Frauen nach Petropawlowka, im sibirischen Tomsk. Vollkommen auf sich allein gestellt, werden sie ohne Behausung und Kleidung in einer der sogenannten Sondersiedlungen zurückgelassen. Hunger und die tödliche Kälte Sibiriens bestimmen den Alltag der Frauen, doch Ligita Dreifelde, die einzige Tochter des Hauses, bekommt die Gelegenheit, auf Grund einer Lockerung der sowjetischen Verwaltung, in ihre Heimat zurück zu kehren. Die neu gewonnene Freiheit währt jedoch nicht lange und so befindet sich Ligita Dreifeld, ebenso wie etwa 43.000 weitere Letten und ihr späterer Ehemann Aivars Kalniete und dessen Mutter, nach etwas mehr als anderthalb Jahren zum zweiten Mal auf dem Weg in die sibirische Verbannung.

Die Eltern der Autorin lernen sich wenig später in der Sondersiedlung Tomsk kennen und heiraten. Durch harte Arbeit und Ausdauer schaffen sie es, ein für die sibirischen Umstände wohlhabendes Leben zu führen.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dieses Zeitdokument aus der 'dunkelsten Zeit' Lettlands geschrieben von Sandra Kalniete gibt einen sehr eindrücklichen Einblick in die jüngere lettische Geschichte ab dem 20. Jahrhundert. Sandra Kalniete, erste Aussenministerin des freien Lettlands erzählt ihre Familiengeschichte, die wie die vieler lettischer Familien von traumatischen Erlebnissen und Deportationen geprägt wurde.

Dieser Okkupationszeit durch die Russen (und kurzzeitig während des 2. Weltkrieges auch durch die Nazis) begegnet man noch heute auf Schritt und Tritt in Lettland, wenn man wachen Ohres und Auges durch das Land reist. Mit den Folgen lebt die ganze Nation und sie wird sicher noch einige Generationen brauchen um diese Erlebnisse zu verarbeiten!

Als Ergänzung zu diesem Buch sehr zu empfehlen ein Besuch des Okkupationsmuseums in Riga.

Wer sich für das heutige Lettland interessiert, sollte sich diesem traurigen Kapitel der Geschichte Lettlands unbedingt annehmen und dieses Buch lesen.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
In meiner Vorbereitung auf ein Praktikum in Lettland wurde mir empfohlen, dieses Buch zu kaufen.
Gesagt getan. Ich wusste gar nicht, was mich erwartet und habe einfach so mit der Lektüre begonnen. Ich empfand es als sehr hilfreich, etwas über die Geschichte Lettlands zu erfahren, da man in der Schule kaum etwas über das Baltikum lernt und ich deswegen absolut gar kein Vorwissen hatte.
Ich habe an einer lettischen Schule Deutsch unterrichtet. Vor Ort war ich sehr froh darüber, geschichtliches Hintergrundwissen zu haben. Die noch aktuellen Spannungen im Land sind so viel leichter zu verstehen und nachzuempfinden.
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